Diabetes Mahlzeiten

    Hey Leute,


    Normal sind ja immer 3 Mahlzeiten. Was mach ich wenn ich abends Appetit bekomme? Spritzen trotzdem? Oder wie macht ihr das?

  • 55 Antworten

    Ich musste nicht spritzen aber hab mir dann immer Kohlenhydratarme Snacks gemacht. z.b. griech. Joghurt mit Beeren oder gesalzene Pistazien statt Chips.

    Ich fang gerade erst an mit allem daher frag ich. Ich Ess dann wohl Gurkensticks mit Dip. Die sind nur leider schnell weg

    Wenn ich hungrig bin, ess ich. Sind Kohlenhydrate enthalten, spritz ich dafür. Natürlich gibts Situationen, in denen kohlenhydratarme Snacks passender sein können. Da musst du dich rantasten.

    Als Neuling ists vielleicht nicht schlecht, die Kohlenhydrate nicht zu übertreiben, damit du lernst, wie dein Körper darauf reagiert.


    Zero-Getränke haben keine Einfluss auf den Blutzucker. Ob du dir da aus anderen Gründen Limits setzen willst, musst du entscheiden. Grundsätzlich ist Wasser natürlich immer am besten. Aber ich brauch auch mal Geschmack. Und damit mein ich nicht ungesüssten Tee. ;)

    Ich esse so, dass meine Mahlzeiten so sättigend sind, dass da kein Hunger aufkommt.


    Wenn ich nicht satt bin, habe ich was falsch gemacht oder verwechsle Appetit mit Hunger.


    Für mich hat die Ernährungsberatung bis 1800 kcal ergeben, d. h. um und bei jeder Mahlzeit ca. 600 kcal. Und die gestalte ich dann so, dass ich echt satt bin.


    Wenn ich natürlich vorher täglich 3000 kcal reingegriffen habe, wie unkontrolliert auch immer, wird es eine Zeit brauchen, bis man sich umgestellt hat.


    Low carb, ohne Blutzuckerspitzen, immer schön den Zucker um und bei 120 halten, das funktioniert.


    Bücher der Ernährungs-Docs helfen dabei.


    Allein das Eiweißbrot von denen macht mit 3 (100g) Scheiben bombensatt. Das ist so voller Ballaststoffe... Hunger kommt da gar nicht auf.

    Naja bin am Anfang das muss sich alles erst noch einpegeln. Gleich auf 120 ist schwer. Momentan meist so bei 150 und dann halt Korrektur. Sind momentan 7 BE morgens und abends.


    Habt ihr Erfahrung mit Zero Energy Drinks? Die haben ja so gut wie keine Kohlehydrate

    Wozu braucht man solche Drinks? Für mich: rausgeworfenes Geld...


    Trinken? Mein Käffschen ist mir heilig, ansonsten Tees. Früchtetees, Roibosch,


    Minze aus dem Blumentopf, Zweige in ein hohes Glas, Scheibe Limone dazu, kochendes Wasser drauf.. Kostet ein Bruchteil von dem Zeugs.


    Und hat ursprünglich wahrscheinlich mit seinem Zuckergehalt einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen, dass du heute Diabetes hast. Nebenwirkungen, die auf keiner solcher Drinks drauf steht...


    Im Sommer: normalen Schwarztee aufbrühen, Zitronenscheiben dazu, meinetwegen zu mSüßen noch Stevia oder Xylit, abkühlen lassen, im Kühlschrank als Eistee immer parat haben.


    Oder einfach nur Wasser mit Minzeblättern, Gurkenscheiben, Apfelscheiben....

    Ich würde von Lightgetränken auch abraten, denn sie gaukeln dir weiterhin eine zuckersüße Welt vor, die dir den Ärger erst eingebrockt hat. Ich hatte nur Schwangerschaftsdiabetes, aber schon 2 Wochen ohne den üblichen Süßkram (hab Obst gegessen, griech. Joghurt, Nüsse, selbst gebacken mit Xylit) und schon hatte ich diesen Hunger auf Süßes nichtmehr. Die Geschmacksnerven werden sensibler und leicht süße Sachen schmecken wieder intensiver. Als ich dann meinte ich gönn mir 1 Stück Milka ... brrrr. Schmierig, klebrig süß - war garnicht lecker. Ein Stück 75% Schokolade schmeckt da schon eher.

    Also längerfristig wirst du dir leichter tun dich von dem Zeug zu entwöhnen - weil dir dann andere Sachen viel besser erscheinen.

    Energydrinks ohne Kohlenhydrate werden auch keinen Einfluss auf den Zucker haben. Es gibt allerdings Leute, die einen Anstieg beim Blutzucker nach Kaffeekonsum bemerkt haben, evtl. reagieren die empfindlicher auf das Koffein. Und das ist dann auch das Problem von Energydrinks, man schiesst sich dermassen mit Koffein zu, dass das jetzt auch nicht unbedingt optimal ist. Allerdings seh ich jetzt rein aus Sicht des Diabetikers nichts, was besonders dagegen sprechen würde. Jedenfalls nicht mehr als bei Gesunden. Wie bei so vielem, zwischendurch mal mags ja ok sein. Aber ich würds jetzt nicht als Getränk anschauen, sondern als Genussmittel in Ausnahmefällen.


    Vor dem Diabetes war ich gar nicht so auf Süsses aus. Abgesehen von Süssgetränken. Mit der Krankheit und dem mehrheitlichen Verzicht auf Industriezucker ist meine Lust auf Süsses aber gewachsen. Eventuell besteht da ein Zusammenhang.


    Du bist ja nun am Anfang deiner Diabeteskarriere und wirst viel Frust erleben, weil das Leben halt nun einfach anders ist als vorher. Muss nicht schlechter sein, aber man muss sich halt anpassen. Wenn du dir da mal was gönnst, um nicht vollends im Frust zu versinken, dann tu das. Man ist auch als Diabetiker noch immer Mensch. Und der Mensch ist kein zu 100% vernünftiges Wesen, das sich zu Genusszwecken von schwarzer Schokolade ernährt und Eiweissbrot isst, weils viiiiiel besser und gesünder ist. ;)

    Nicht falsch verstehen. Eiweissbrot ess ich auch, schwarze Schokolade ist natürlich insgesamt gesünder. Aber für mich zumindest Welten weg von echtem Genuss. Für Genuss greif ich zu den Sachen, die ich 26 Jahre lang genossen hab, bevor mein Pankreas in den Streik getreten ist.


    Du solltest deine Erkrankung aber als Chance sehen, dich mit Ernährung zu befassen. Man kann viele tolle Sachen machen, die sättigen, den Zucker nicht zu gross beeinflussen und bestenfalls auch schmecken. ;)

    Unsere gewohnte Ernährung ist halt sehr kohlenhydratlastig, das verlangt etwas Umdenken.

    Ich bin auch auf Light umgestiegen und versuche low-Carb zu essen. Ich habe keine Diabetes nach LZ Blutzuckerwerte aber die letzte 3 Nüchternwerte waren zwischen 120 und 203.


    Ich komme auch mit 3 Mahlzeiten am Tag aus. Ich esse abends warm - also viel Fleisch und Gemüse.

    Hallo DerD4annY,


    welchen Typ hast du denn? Typ 1 oder 2?

    Bei Typ 2 wird versucht dem Insulinmangel in erster Linie mit einer Ernährungsumstellung und Sport beizukommen und so den Insulinbedarf zu reduzieren.

    Bei Typ 1 produziert der Körper überhaupt kein eigenes Insulin mehr und man muss sofort spritzen - unabhängig davon was man isst oder wie viel Sport man macht.


    Ich gehe jetzt mal bei dir von Typ 1 aus, denn du schreibst von "spritzen".

    Bei Typ 1 kannst du eigentlich so essen wie ein Nicht-Diabetiker - du musst eben nur für alles was Zucker/Kohlenhydrate enthält entsprechend Insulin spritzen, also das machen, was normalerweise die Bauchspeicheldrüße macht.

    Mir hat mal ein Arzt gesagt, ich müsste als Diabetiker (Typ 1) auf nichts verzichten und könnte genauso leben wie ein Gesunder - ich muss halt nur entsprechend spritzen. Und danach lebe ich - ich esse Pizza, Kuchen und Schokolade genauso wie Obst, Gemüse und Vollkornbrot. Wenn ich abends bzw. generell Appetit bekomme, dann esse ich das worauf ich Appetit habe. Wenn es Schokolade ist, dann wird dafür gespritzt, wenn es eine Gurke ist, dann eben nicht.

    Natürlich ist eine ausgewogene, zuckerarme Ernährung gesünder - aber das gilt nicht nur für Diabetiker, das gilt für alle Menschen!


    Und was die Energy Drinks angeht: ich habe dazu mal meine Diabetologin befragt, weil ich auch vor ein paar Jahren damit angefangen habe und sie meinte, dass ich die Zero/Light Varianten "ohne Probleme" trinken kann - "ohne Probleme" in Bezug auf meinen Bluckzucker/Diabetes natürlich. Sie hat mich aber dennoch darauf hingewiesen, dass Energy Drinks natürlich allgemein nicht so gesund sind.

    Ich trinke etwa 3 - 5 Zero Energy Drinks pro Woche und habe damit keine Probleme - sie wirken sich gar nicht auf meinen Zucker aus. Du musst einfach mal ausprobieren, wie sich das bei dir verhält - jeder Körper reagiert ja anders, aber prinzipiell spricht eigentlich erstmal nichts dagegen, bei Diabetes die Zero Variante zu trinken.


    Also kalte Hände/Füße bei Diabetes kenn ich jetzt nur im Zusammenhang mit einer Neuropathie, also einer Nervenschädigung als Folge des Diabetes. Das sollte bei dir, wenn du gerade erst den Diabetes bekommen hast, noch nicht der Fall sein.

    Wenn du sowieso gerade im Krankenhaus bist, dann frag doch mal einen Arzt wovon das kommen könnte, vielleicht ist es einfach sehr kalt dort oder du bewegst dich weniger und die Hände/Füße werden weniger durchblutet.

    Mein Vater hat auch so tolle Tipps erhalten, er könne einfach so weitermachen wie bisher.


    Nun issa fast blind, durch Diabetes, die Beine stinken, weil sie immer mal wieder vor sich hingammeln.


    Kein Ernährungsmediziner würde so was raten.


    Ich bin von so einer Diabetespraxis weggegangen, weil dort die Ernährungsberatung von angelernten Personen erfolgte, die vom Pharmaunternehmen geschult wurden, die Metformin vertreiben. Schon bei der 1. "Beratung" wurde mir mitgeteilt, wenn Metformin das nicht mehr schafft, dann spritzen wir eben....


    Das ist echtes Dumgequatsche. Ich war dann bei wirklichen Ernährungsmedizinern, die auch Diabetesbereatung machten. Und nur mit dem Erlernen von zielgerichteter Nahrung ist es möglich, dass es nicht zu Blutzuckerschwankungen kommt.


    Da würde man auch einen Typ 1 gut im Zaum behalten und wahrscheinlich viel weniger spritzen müssen. Wer trotzdem süß mit Zucker isst, hat nicht verstanden, dass der Zucker, obwohl niedrig gespritzt, in den Gefäßen eben Mikroentzündungen macht.


    Der Bruder meiner Freundin wurde auch so toll beraten, er hat nur runtergespritzt,, nichts am Essen geändert, der liegt nun seit 8 Monaten in der Klinik und wird scheibchenweise immer höher am Beim amputiert.


    Ich würde mich i m m e r von jemandem, der das studiert hat, nämlich Ökotrophologie, beraten lassen, nicht von angelernten Quacksalbern mit Wochenendkurs.