Diabetes Typ 2 - Erfahrungsaustausch

    Hallo Ihr Lieben,


    ich bin vor ca 1,5 Wochen zu meiner Hausärztin wegen langanhaltenden Schwindel gegangen. Mir wurde Blut abgenommen und heute bekam ich die Diagnose Diabetes Typ 2. Sie verschrieb mir Metformin. Diese soll ich 1 Woche lang täglich 1x nehmen und ab nächster Woche dann täglich 2 x. Zudem soll ich meine Ernährung umstellen und Sport machen, um Gewicht zu verlieren. Ich bin 1,63 m und wiege aktuell 86,7 kg. Da das alles noch absolutes Neuland für mich ist und bei mir der Schock noch sehr tief sitzt würde ich mich gerne austauschen.


    Was könnt Ihr bei der Ernährung empfehlen? Ich soll zwar noch zu einer Schulung, indem es noch näher erläutert wird, aber bis dahin möchte ich schon beginnen. Wer hat auch Metformin genommen und welche Nebenwirkungen sind da zu erwarten?


    Ich war zwar beim HNO der bei mir eine Entzündung des Gleichgewichtsnerv vermutet, aber kann das auch noch mit der Diabetes zusammenhängen?


    Ich würde mich freuen etwas von Euch zu lesen. :-)


    LG

  • 20 Antworten

    Ich kann dir für die Ernährung grundsätzliche den Bereich "Low-Carb" empfehlen. Das wird heute praktisch in fast allen Ernährungsprogramm verwendet, wo es um Gewichtsabnahme und gesunde Ernährung geht.


    Kurz und knapp: Reduzierung der Kohlenhydrate. Also: Kartoffeln, Nudeln, Reis, Brot, alles was viel Zucker enthält (Süssspeisen, Kuchen, Knabberkram wie Salzstangen) reduzieren oder vermeiden. Du musst nicht komplett darauf verzichten, aber solltest es schon einschränken.


    Dafür mehr Salat, Gemüse, Fleisch und Fisch.


    Viele nehmen damit schon automatisch ab.


    Richtig gut fand ich den LOGI-Kurs, der sowohl Kenntnisse im Low-Carb-Bereich vermittelt, aber darüber Hinaus noch Wissen über viele andere wichtige Dinge. z.B. das man kein Sonnenblumen- oder Maisöl verwenden sollte, sondern Rapsöl oder Kokosfett.


    Zum Metformin muss man sagen, das viele Menschen gerade am Anfang Durchfall bekommen. Meistens legt sich das, manchmal auch nicht. Die Nebenwirkungen sind weniger wahrscheinlich, wenn du die Dosis langsam steigerst, so wie dein Arzt es vorgeschlagen hat.


    Diabetiker neigen auch schneller zu Entzündungen... von daher kann es schon sein, das deine Diabetes die Entzündung von deinem Gesichtsnerv begünstigt hat. Genau verlangsamt ein schlechter Zuckerwert die Wundheilung - es ist also wichtig, das du richtig behandelt wirst und deine Zuckerwerte wieder in einen gesunden Bereich kommen. Da wird dich dein Arzt beraten.

    Hallo AufDerArbeit,


    vielen Dank für Deinen netten Beitrag.


    Low Carb kam mir auch in den Sinn, das habe ich auch schon mal gemacht. Zumindest soweit, dass ich am Abend keine Kohlenhydrate mehr zu mir genommen habe oder eben nicht mehr als 10 g. Da meine Cholesterinwerte sehr hoch sind, muss ich da aber auch noch auf einiges mehr achten. Es wird eine ziemliche Umstellung. Allerdings möchte ich meine Zuckerwerte natürlich wieder in den grünen Bereich bekommen.


    Bei den Nebenwirkungen muss ich abwarten. Heute hatte ich nur starke Kopfschmerzen, die sich aber bis jetzt soweit wieder gelegt haben. Durchfall wäre aber wirklich unschön, vor allem wenn es tatsächlich anhaltend wäre. Meine Ärztin meinte mit Metformin würde die Abnahme begünstigt werden, aber ich hoffe nicht indem ich unter Durchfall leide. :-/


    Mit dem Sport muss ich langsam starten, da ich immer noch unter Schwindel leide, da ist es nicht ganz so einfach. :-|


    Bezüglch des Schwindels werde ich aktuell noch mit Cortison behandelt,was ja eigentlich keine gute Kombination ist, aber meine Ärztin meint ich soll die Tabletten noch zu Ende nehmen. Habe auch das Gefühl, sie helfen ein wenig.

    Als bei mir Diabetes diagnostiziert wurde, wurde nach kurzer Zeit klar, dass der Körper eine Chemiefabrik ist.


    Sprich: alle, wirklich alle Kohlenhydrate werden chemisch in Glucose verwandelt.


    Glucose macht den Zucker hoch.


    Ich habe nicht mehr ausreichend Insulin, um das abzubauen.


    Kriegt der Körper aber nur sehr wenig KH, ist da nüschte, was er umwandeln muß.


    Seit mehr als 4 Jahren ernähre ich mich so. Metformin kann schlucken wer will, wenn es mit Low Carb auch ohne geht, wozu dann??


    Meine verschiedenen Diabetologen wollen davon nüschte wissen, die Schulungen waren immer so, dass man ja weiter essen kann wie jetzt, aber dafür eben Tabletten einschmeißt, solange, bis man dann umsteigen muß auf Insulin.


    Die Ernährungsdoc bestätigen aber das Vorgehen mit Low Carb. Ich war damals, scheinbar noch gesund, in Canada, wo ein Onkel an einer Studie der Uni Toronto teilgenommen hatte. Der konnte allein durch das Weglassen jeglichen Zuckers und Mehl seinen Diabetes wieder abschaffen. Der Onkel wurde mir zum Vorbild.


    Ich hatte keinerlei Schimmer, was dieses oder jenes Lebensmittel überhaupt macht in meinem Körper.


    Ich habe mir ein einen auch accuchec gekauft, und seitdem ersteigere ich bei ebay die Teststreifen dafür.


    Anfangs habe ich laufend BZ gemessen, und zwar eine halbe Stunde nach Genuss von xyz und eine Stunde später noch mal.


    Irgendwann wußte ich, wieviel ich wovon essen kann, ohne den Zucker über 120 zu bekommen.


    Damit habe ich einen Langzeitwert von 6,0, mit dem in ich zufrieden. Dummgequatsche der Ernährungsberater höre ich mir nicht an, da kommen so Sachen, das Gehirn braucht Zucker, man stirbt ohne KH und anderen Mumpitz.


    Low Carb - da gibt es wunderbare Bücher drüber, man kann sie sich ja erst mal in Büchereien ausleihen.


    Ich würde schon mal, auch wegen der Erklärungen das Buch der ErnährungsDocs empfehlen.

    Zitat

    das Gehirn braucht Zucker,

    klar, aber auch im Gemüse sind KH enthalten.


    Eine andere Frage. Wann warst du das letzte Mal beim Augenarzt? Wenn dein letzter Besuch etwas länger zurückliegt, hol dir einen Termin und lass deine Augen mal gründlich anschauen. Ich hab gerade heute eine Statistik zu erworbener Erblindung gelesen. Hier hab ich dir einen Link rausgesucht, da werden die Krankheiten beschrieben die vom Diabetes begünstigt werden.


    http://www.diabsite.de/themen/komplikationen/augen/diabetes-und-augen.html

    Zitat

    Ich soll zwar noch zu einer Schulung, indem es noch näher erläutert wird, aber bis dahin möchte ich schon beginnen.

    Mach das. Wie Benita schon schrieb, kannst du mit ein wenig Glück und viel Disziplin durch die passende Ernährung sogar vom diabetes wegkommen. Meinem Bruder ist es gelungen. Allerdings muss man die geänderte Ernährung und den Sport (zB. Nordic Walking, Schwimmen, Aquagymnastik) auch konsequent durchziehen.


    Alles Gute und iss dich gesund! :-q @:) :)*

    Ja, die Augen sind wichtig, man sollte sie in regelmäßigen Abständen kontrollieren lassen.


    Ich hatte vor über 4 Jahren plötzlich eine Netzhautblutung, Erste Frage des Augenarztes: haben sie Bluthochdruck, sind sie Diabetikerin ? Ohne es zu wissen hatte ich beides.


    Wie lange ich bereits Diabetes hatte - keine Ahnung.


    Ich hatte auch restless legs. War innerhalb weniger Tage weg, als ich keinen Zucker mehr gegessen habe.

    Richtig ist, das man die Diabetes Typ 2 unter Umständen (aber nicht immer) mit der richtigen Ernährung in den Griff bekommen kann, ohne Medikamente wie Metformin nehmen zu müssen.


    Falsch ist aber, das man die Diabetes damit "los" wird. Die Diabetes bleibt, man muss nur keine Medizin nehmen.


    Und es ist wichtig, das man diese Erkenntnis hat. Denn selbst wenn der Zuckerwert durch Low-Carb-Ernährung in einem guten und normalen Bereich ist, reicht eine Party mit Literweise Cocktails + Chips + Schokolade um den Zucker in einen lebensbedrohlichen Bereich zu bringen.


    Übrigens einer der Gründe, warum der HBA1C-Wert in der Kritik steht. Kurze Blutzuckerspitzen werden darüber nämlich nicht richtig erkannt. Es ist zwar wunderbar, wenn der Blutzuckerwert im Mittel einen guten Wert hat - trotzdem sind Blutzuckerspitzen gefährlich und schädigen den Körper. So kann ein Diabetiker mit einem HBA1C Wert von 6,5 ggfs. schlechter eingestellt sein als ein Diabetiker mit einem HBA1C Wert von 7.


    Wichtige Erkenntnis also: Diabetes geht nicht weg. Aber du kannst sie mit deiner Ernährung gut in den Griff bekommen. Kontrolle ist wichtig und wird dich dein Leben lang begleiten.

    Nun mal ganz direkt auf meine hier nicht willkommene Art, trotzdem Fakt:


    Wer mit Diabetes literweise Cocktails und Chips und Schokolade zu sich nimmt, hat nix verstanden und muß sich nicht wundern.


    So etwas hätte ich weder als Attentat auf mich im Kopf und schon gar nicht im Glas oder auf dem Teller...


    Wer sich das antut, hat selbst schuld.


    :)D

    Danke für Eure Beiträge :-)


    Zum Augenarzt muss ich nächste Woche noch, die Überweisung hatte meine Ärztin mir gleich mitgegeben. Ich habe manchmal tatsächlich ein verschwommenes Bild beim lesen, vor allem wenn es kleinere Schriften sind. Oft muss ich dann ein Auge zukneifen, um es lesen zu können. :-/


    Ich habe mir nun ein Low Carb Programm rausgesucht, mit dem ich glaube ich gut zurecht komme. Es gibt viele tolle Rezepte, die ich für mich mit dem hohen Cholesterin gut anpassen kann. Lasse in jedem Fall erstmal das Weizenmehl und den Zucker komplett weg. Morgens nur Vollkornprodukte und ab Mittag keine bzw. nach dem Konzept nur 30 g KH und am Abend maximal 10 g. Ich habe gelesen, dass man gelegentlich aber dennoch mal ein Stück Kuchen, Schokolade etc. essen darf bei Diabetes Typ 2. Ist das so? Ich meines, es gibt ja auch mal Feiertage wie Weihnachten etc. Verzichtet ihr komplett und für immer? Natürlich kann man für vieles Ersatzzucker und sowas wie Mandelmehl etc nehmen, aber in dem Diabetesbericht stand, man soll nicht für immer verzichten, so lange es vielleicht einmal im Monat oder alle paar Monate mal eine Ausnahme bleibt. Was sagt ihr?


    Ich hatte heute mein MRT Termin und muss da noch auf die Ergebnisse warten (Schwindel). Ich habe heute aber mal meinen Stepper rausgeholt und ein bisschen was gemacht. Mit dem Schwindel ist es wirklich nicht angenehm, aber ich versuche das jeden Tag erstmal mit einzubauen um überhaupt was machen zu können. Ich denke ich schaffe mir mal so einen Crosstrainer an.

    Nein, du musst (und solltest) nicht komplett verzichten. Aber Einschränken.


    3 Stücke Herrentorte sind wirklich zuviel. Immer. Aber es gibt nichts zu sagen gegen ein kleines Eis oder auch mal ein Stück Torte zum Genuss (und nicht zum Sattessen).


    Die richtige Mischung machts. Zum Kuchen dann nicht unbedingt noch ein Glas Cola trinken und auch keinen Fruchtsaft. Und wenns mal ein Fruchtsaft sein soll, dann eher ein paar Mörchen dabei knabbern als den Kuchen.

    Wie gut, dass ich keine Fruchtsäfte oder zuckerhaltigen Getränke trinke ;-) Ich trinke meist Wasser, Tee, Kaffee und Cola light. Selten einen Kakao, aber den kann man ja mit fettarmer Milch, Backkakao und Süßungsmitteln selbst machen. ;-D


    Auf Schokolade zu verzichten und auf Chips, das wird schwierig, aber da gewöhnt man sich denke ich auch irgendwann dran. Und wenn man ab und zu mal ne Portion essen kann ist es ja auch etwas worauf man sich dann gezielt freuen kann.


    Ich habe auch eine gute Alternative zu Salatdressing gefunden. Ich mache mir in meinen Salat nun Hüttenkäse rein etwas Olivenöl und Gewürze und es schmeckt fantastisch. :-q Auch den Wildlachs habe ich statt in der Pfanne im Ofen gegart. Wenn man sich genug Gedanken macht, gibt es zig Altenativen die gesund und lecker sind.


    Ich lese so oft, dass viele hren Blutzucker bei Typ 2 messen. Ich habe sowas gar nicht und meine Ärztin hat da auch nichts von erwähnt. Warum ist das bei dem einen so und bei dem anderen so? ":/

    Ob du messen solltest oder nicht liegt auch daran wie stark deine Diabetes schon ist. Das musst du deinen Arzt fragen. Viele messen aber erst regelmäßig wenn sie auch insulin spritzen müssen.


    Chips ist ein sehr ungesundes Lebensmittel, auch wegen der Kombination von schlechten fetten (auch wenn einige Chipshersteller damit werben: Sonnenblumen Öl ist Sondermüll) und Kohlenhydrate. Wenn du die schon futtern musst, dann aber nur ne handvoll. Also keine 200g Tüte sondern eher 20g. Und nicht täglich sondern an und zu mal.


    Je besser du deine Ernährung im Griff hast, desto weniger musst du behandeln.


    Hast du viel Übergewicht? 10 Kilo weniger kann manchmal schon bedeuten das du auch kein Metformin mehr brauchst. Ich hab 10 Jahre als Typ 2 Diabetiker gar nichts nehmen müssen.

    Bis jetzt muss ich ja nicht spritzen und soll in 6 Wochen zur Nachkontrolle. Mein Wert lag bei 7,2.


    Ich habe meine Ernährung direkt am ersten Tag der Diagnose umgestellt. Ich habe ca 17,5 Kg Übergewicht und meine Ärztin sagt, dass das Metformin auch bei der Gewichtsreduktion unterstützend sein soll. Ob das so ist weiss ich nicht. Bisher habe ich 0,7 Kg abgenommen und mein Hunger ist nicht so groß. Ich habe eine App wo ich jeden Tag meine Nahrungsaufnahme mit Kcal, Fett, KH etc. und mein Kalorienverbrauch dokumentieren kann (Fat Secret und Überwache Dein Gewicht). Ich denke das ist hilfreich, um eine gute Übersicht und Kontrolle zu haben. Chips lasse ich erstmal ganz weg. Wenn ich Lust auf was Süßes verspüre, esse ich einen Layenberger Low Carb Riegel oder lutsche zuckerfreie Bonbons.


    Was jetzt noch hinzukommt ist, dass ich mit dem Rauchen aufhören will/muss. Das in Kombination mt der Gewichtsabnahme ist denke ich ein ganz schwerer Weg. Ich habe aber den Willen. Ich habe von täglich 17 Zigaretten schon auf 8 runtergeschraubt und seit Dienstag auch auf 4 täglich. Ziel ist natürlich null.


    Hat jemand von Euch auch in Kombination das Rauchen aufgehört und Gewicht abgenommen?

    Geraucht habe ich nie, kann mir vorstellen das es doppelt schwer ist.


    Ein Langszeitwert von 7.2 ist zwar behandlungswürdig aber noch kein Drama. Ich kann mir gut vorstellen, wenn du mal 10 Kilo weg hast, das du dann vielleicht sogar ohne Metformin auskommst.


    Eine Sache ist mir noch wichtig: fall nicht auf die Zuckerfreien Bonbons rein. Für dich als Diabetiker ist wichtig, das du Kohlenhydrate einschränkst. Die Bonbons sind vielleicht Zuckerfrei, dafür enthalten sie in der Regel Stärke. Und Stärke sind wiederrum Kohlenhydrate. Eigentlich eine Frechtheit sondergleichen. Faktisch gibt es keine Bonbons die ohne Kohlenhydrate auskommen, zumindest sind sie mir noch nicht begegnet.


    Ich ess dafür ab und zu mal Proteinriegel, aber auch da gibts grosse Unterschiede in der Qualität und Zusammensetzung.

    Ja, ich denke 10 Kilo müssen mindestens runter, wenn ich mehr schaffe wäre es ja umso besser.


    Bei den zuckerfreien Produkten habe ich die Erfahrung, dass man bei den KH die mehrwertigen Alkohole runterrechnen (angeblich sollen die nicht verstoffwechselt werden) kann, gilt das für Diabetiker auch? Da bin ich noch überfragt, denn diese stecken in den zuckerfreien Bonbons z.B. von Aldi. Davon esse ich ja auch keine großen Mengen, vielleicht 4-5 Stück am Tag.


    Und zum Thema Füße habe ich noch eine Frage. Natürlich leide ich unter sehr trockener Haut an den Füßen und würde gerne wissen, welche Creme sich da gut eignet. Derzeit habe ich noch eine Pflegecreme von Fuss Wohl. Ein bisschen hilft diese schon.

    Ich habe früher nie Cremes für den Körper gebraucht, seit meinem Diabetes aber schon.


    Ich habe einen Pott Körperbutter Naturkosmetik aus dem Drogeriemarkt. Kostet so um und bei 3.99 für 200 ml. Das Zeug zieht bei mir aber schlecht ein.


    Ich mische ein einem leeren Döschen einen Teil der Körperbutter mit Weleda Hautöl. Das zieht wunderbar ein, hinterläßt ein gutes Hautgefühl.


    Ich meide normale Cremes Dove, Fa, Nivea wie verrückt, warum soll man sich diese ganze Chemiepampe antun, wenn man natürliche Produkte bekommt?


    Mit meiner mit Öl verwöhnten Naturcreme schmiere ich mir auch die Füße ein.

    Warum Blutzuckermessungen sinnvoll sind, steht unter meinem Beitrag vom 17. 1.


    Würde denn diagnostiziert, ob die Bauchspeicheldrüse noch einen Rest Insulin auf dem Markt schickt? Bei mir war das der Fall und genau durch Löw carb hat sich dieser Wert sogar verbessert, mit anderen Worten, der Pancreas hat sich erholt.

    ich mach mal mit beim realitätsabgleich. : )


    yo. ich bin und auch neu.39 jahre alt, 195cm, 135 kg. ca.. so +-10 kg. je nachdem ob ich kacken war.


    ich hab auch typ II. insulinpflichtig.


    und in den letzten 16 Wochen meinen Langzeitwert von 12 im nov., irgendwas auf 6,7 oder so runtergedrückt.


    mit 1000 mg methformin, und intensivierter insulin therapie..., d.h. ich schätze die broteinheiten grob und hau mir mit faktor 4 insulin in den bauch.


    damit kommen schon locker 120 Einheiten am Tag zusammen... ich bin groß. 10 einheiten... pro mahlzeit sind gemessen an dem was ich früher so umgesetzt hab eher mager : )) da lass ich auch wenig mit mir reden. darunter bring ich mein denkpensum nicht, bin zickig oder suche unterzeitig kühlschränke.


    damit komm ich dann auf werte vor den malzeiten von ca. 80 -140.. wohl mit einem median von eher 120. vor allem morgens 8.00 eher 125.


    auch nach dem aufstehen. nach der malzeit geht das bei mir richtig hoch auf 180 -200.


    ich geh das konsequent durchziehend an, d.h. ich achte wirklich genau drauf, führe aber kein buch mehr.


    die essenz für mich ist, dass ich unter ner sättigung von 120 am produktivsten bin, und ab 80 schon richtig miese unterzuckerungssymptome hab. der wert von 80 lag durchaus schon bei 120... vielleicht krieg ich das ja angeglichen.


    ich lehne es auf jeden fall ab einen wert von 80 - 100 als normal anzunehmen... das ist einfach schon krass am unterzuckern, jedenfalls zum jetzigen zeitpunkt noch bei mir.


    seit ich das insulin zeug krieg hab ich einige probleme weniger. ich kann wieder glasklar kucken, und vor allem denken.


    da hab ich schon an mir selbst gezweifelt.... jetzt bin ich wieder da.


    also meine strategie ist jetzt etwa die:


    ich werde in 1 montat mit wenig langzeitinsulin mein nachtwert(also frühstück.. 8.00) runterdrücken. ich gehe davon aus dass ich so auf 90-95 runter komme..


    weniger fänd ich schon wieder sehr knapp unter der unterzuckerung. alleine ein ausgefallenes frühstück


    ließe mich da schnell kollabieren. gefühlt. noch nicht passiert. ; )


    insgesamt stelle ich fest, dass ich das so alles im griff hab. also ich erreiche meine ziele langfristig.. ich wundere mich manchmal wie sich einige versteifen, nur weil jetzt mal die werte 25 einheiten höher oder niedriger ausfallen. also bei mir schwankt das, wie gesagt, schon ziemlich stark über den tag. und tage sind stets unregelmäßig. genauso malzeiten.


    das kann man ungefähr schätzen. schwankt aber. und ist bei mir auch oft nicht planbar, oder sagen wir: geplant.


    ansonsten werd ich die be werte von 30 am tag noch etwas korrigieren, eher mit schwerpunkt abends weniger..


    mal sehen. gut und gerne war ich jahrelang im stress... und da waren bestimmt auch 120 be am tag keine seltenheit,


    durch cola und so. denk mal da hatte ich auch so eher wochenlang 400 - 550 er werte.


    allein schon durch das einigermaßen geregelte essen nach malzeiten und den wegfall der süsszeugs verlier ich auch kontinuierlich gewicht. mir ist klar, dass das noch viel ist, geht aber klar. alles so stückchenweise...


    das einzige problem, das ich so kommen sehe: da die schwankungsbreite meiner werte ca. +-50 ist und mit dem durchschnitt hoch und runter geht, dass ich eben son angestrebten wert von 80 potentiell schädlich finde. eben mit der starken gefahr von unterzuckerung. da hab ich wenig bock drauf... ansonsten sehe ich mich mittelfristig ca. 15 % niedriger, erstmal.


    da gehe ich aber eher vorsichtig ran.


    ach so. eins noch. was ich festgestellt hab: vor dem essen zu spritzen sorgt für ne deutlich sicherere tagesentwicklung.


    nicht nur ist der flash beim essen geiler : ). es ist einfach so, dass sich hohe blutzuckerwerte schlecht einfangen lassen bei mir.


    also schon. mit eher nochmal der doppelten menge insulin. komm ich von 180-190 runter.... ^^.


    ach so. dieses low carpen. kann man mal machen. ich hatte vor der diabetes diagnose das gemacht, und wär fast ausgeflippt.


    kein wunder.. der restzucker ging nicht in die zellen...


    im großen und ganzen nutz ich den treibstoff schon als treibstoff. den brauch ich auch. also zucker ist mir jedenfalls seit dem schon wichtig. : )


    und denjenigen, die wie vermessen meinen jedes quäntchen einstellen zu können, empfehle ich eher lockerheit mit der thematik.


    ]:D

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.