Einmal Insulin, immer Insulin?

    Bisher versuche ich mit Metformin Tabletten die Zuckerwerte in den Griff zu bekommen. Die Bauchspeicheldrüse schlägt aber nicht mehr auf die Tabletten an.


    Mein Diabetesberater meinte, wenn ich Insulin nehmene würde, also in Form von Injektion, dann gäbe es immer noch einen Weg zurück zu den Tabletten.


    Ist es nicht so, dass die Bauchspeicheldrüse Ihre Funktion einstellt, wenn sie merkt, dass genügend Insulin von außen zugeführt wird?

  • 15 Antworten
    Zitat

    Ist es nicht so, dass die Bauchspeicheldrüse Ihre Funktion einstellt, wenn sie merkt, dass genügend Insulin von außen zugeführt wird?

    Das würde ja eine denkende Bauchspeicheldrüse vorraussetzen....


    Der Körper ist eine Chemiefabrik. Alle !!! KH werden vom Körper in Zucker umgewandelt. Es geht gar nicht anders.


    Sprich: gebe ich dem Körper so wenig KH wie möglich und komme so zu einem ketogenen Stoffwechsel, ist da nüschte, was vom Insulin "geregelt" werden müßte.


    Es gibt auch keine Blutzuckerschwankungen. Woher auch?


    Man lese das Buch: Diabetes heilen in 28 Tagen von Dr. Rainer Limpinsel


    Man muß natürlich völlig umdenken, aber dann hat man eine gute Chance bei Diabetes 2 den BZ zu regulieren.


    Bei mir funzt es wie verrückt. WEnn ich eine Stunde nach dem Essen einen Zucker von 129 habe, der nach 2 Stunden dann unter Hundert liegt, ist alles in Butter.....


    Brauche ich Insulin, ist es logisch, dass ich da die Folgen von KH wegspritzen muß...

    @ Schrecklichkank

    Zitat

    Ist es nicht so, dass die Bauchspeicheldrüse Ihre Funktion einstellt, wenn sie merkt, dass genügend Insulin von außen zugeführt wird?

    Das ist Quatsch. Die zeitige Gabe von Insulin sorgt dafür, dass die BSD unterstützt und geschont wird. Dadurch bleibt die Restfunktion länger erhalten.


    Die Idee ist gut, deinen BZ erst einmal mit Insulin besser in den Griff zu bekommen. Wenn du später wieder auf Tabletten zurückgehen willst, dann ist das jederzeit möglich, falls die Tabletten bei dir noch ausreichend wirken. Eine zwischenzeitliche Insulintherapie wird die Chancen dafür nicht verschlechtern, sondern eher verbessern.


    Beste Grüße, Rainer

    Zitat

    Sprich: gebe ich dem Körper so wenig KH wie möglich und komme so zu einem ketogenen Stoffwechsel, ist da nüschte, was vom Insulin "geregelt" werden müßte.

    Also ist Heilfasten die richtige Kur.

    Klingt als hättest du einen Typ II Diabetes, den kann man beeinflussen mit Gewichtsreduktion. Sport und der richtigen Ernährung.


    Heilfasten ist mit Sicherheit nicht das richtige für dich und

    Zitat

    Sprich: gebe ich dem Körper so wenig KH wie möglich und komme so zu einem ketogenen Stoffwechsel, ist da nüschte, was vom Insulin "geregelt" werden müßte.

    damit ist auch nicht Heilfasten gemeint ..


    Bist du denn nun Übergewichtig?

    Ich habe jahrelang gespritzt (Faktor 1,8) und habe Metformin 1.000 eingenommen. Nach Gewichtsreduktion (-20kg) und einer kontrollierten Ernährung (vor allem was Kohlenhydrate angeht) bin ich von der Nadel weg. Seit 2 Jahren! Und ich hoffe, es bleibt noch lange so.


    Es gibt also einen Weg zurück für einen Typ2 Diabetiker @:)

    Zitat aus dem Äzteblatt

    Es gibt 2 Typen von Diabetes. Bei Typ 1 ist die Bauchspeicheldrüse kaputt. Das lebensnotwendige Insulin muss gespritzt werden.


    Bei Typ 2 benötigt der Körper – in der Regel durch Fehlernährung – mehr Insulin als die Bauchspeicheldrüse produziert. Hier zur Insulinspritze zu greifen statt die Ernährung umzustellen, käme einem Drogenkonsum gleich. Der Mensch würde "süchtig" nach Insulin, damit er so weiterleben kann wie es ihm Spaß macht.

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    Also ich esse ca. 2000 kcal pro tag, manchmal mehr. Wozu fasten??


    Man muß eigentlich nur verstanden haben, dass KH in Glucose umgewandelt werden muß, der Körper kann nichts anderes. Ob mit 2000 kcal oder mit 600 ist dabei belanglos.


    Ich halte mit 2000 kcal mein Gewicht. Und meinen Normalblutzucker....

    Zitat

    Also ich esse ca. 2000 kcal pro tag, manchmal mehr. Wozu fasten??


    Man muß eigentlich nur verstanden haben, dass KH in Glucose umgewandelt werden muß, der Körper kann nichts anderes. Ob mit 2000 kcal oder mit 600 ist dabei belanglos.


    Ich halte mit 2000 kcal mein Gewicht. Und meinen Normalblutzucker....

    Ich komme auf höchstens 70 KH pro Tag.

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    Eine unterstützende Insulinabgabe hat viele schon von der Nadel befreit. Bewegung und ausgewogene Ernährung sind beim Typ 2 eine Möglichkeit, von den Medis wegzukommen. Manchmal reichts aber nicht, weil der Körper mehr braucht. Dann ist Insulin (oder auch orale Antidiabetika) nicht das Zeichen, dass man ernsthaft krank ist, sondern die Therapie, die man braucht, um normal zu leben. Beim Typ 2 ist die Mischung aus allen Möglichkeiten wohl das Mittel zum Zweck. Pseudomedizinische Heilversuche sind mitunter gefährlich, also bitte darauf verlassen, was der Arzt und die Ernährungsberatung empfehlen. Und den Körper kennen und verstehen lernen.

    Bei mir ist gestern diabetische Neuropathie festgestellt worden. Bekannte sagen zu mir: "Du rauchst nicht, Du trinkst nicht und bist tot krank". Ja, was soll ich sagen. Es ist nunmal so. Meine Gene sind auch sehr, sehr schlecht, wenn ich auf die Erkrankungen meiner Eltern zurückblicke.


    Bei mir sind die Symptome, ausgetrocknete Haut, Durchfall und Verstopfung am gleichen Tag. Stechen in den Füßen. Wie ein Krampf fühlt es sich an. Rückenbeschwerden wie bei Bandscheibenvorfall.


    Die Frage ist ob man so überhaupt noch seinen Beruf ausüben kann. Oder gilt das als unbedeutend ?


    Ich muss an die ganze Fehlbefunde der letzten Jahre nachdenken. Darmspieglung 2008. Angeblich Reizdarm. Heute kommt heraus, Polyneuropathie.

    @ schrecklichkrank

    Zitat

    Heute kommt heraus, Polyneuropathie.

    Und dann denkst du allen Ernstes nach, ob du Insulin bracuhst oder nicht? Lies dir mal die Geschichte vom Anfang bis zum Ende durch, das beantwortet wohl deine Frage.


    Um die PNP zu mildern oder sogar zurückdrehen zu können, brauchst du eine exzellente BZ-Führung. Wenn du die anders hinbekommst, dann kannst du es auch so versuchen. Die besten Chancen hast du aber mit Insulin.


    LG Rainer

    Ich wiege 86 kg bei einer Größe von 176cm, mit einem Körperfettanteil von 45%


    Das muß sich einer mal vorstellen.


    Sensibilitätsstörungen habe ich auch, Temperaturempfinden an Füßen und Händen schwach. Das Brennen, besonders am Abend und in der Nacht, herrscht vor und beeinträchtigt stark sowohl Einschlafen als auch den Schlaf. Nervenschmerzen sind zeitweise da in den Beinen und Unterarmen. Schweißdrüsen, Magen- Darm- und Urogenitaltrakt, sind auch betroffen.


    Das merkwürdige ist, Ich rauche nicht und trinke nicht. Ernähre mich relativ Gesund. Nur Vollwertkost, Salat und Gemüse. Selten eine Pizza. Was meine Ärztin stutzig machte war, als ich einen Tag gefastet habe (Nur Wasser) blieb der Insulinspiegel konsequent bei 200. Selbst bei keiner Nahrunszuführung geht der Spiegel nicht runter. Und seit ich Eucreas und Metformin nehme, steigt mein Gewicht wieder von 81kg auf 86kg.


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