Erhöht Paracetamol den Blutzucerspiegel?

    Hallo,


    ich habe mir ein Zuckermessgerät gekauft, ich wollte einfach mal testen, da meine Verwandten leider an Diabetes erkrankt sind.


    Heute früh hatte ich einen Nüchternwert von 95. Heute Mittag hatte ich einen großen Teller Nudeln mit Multivitaminsaft. Zwei Stunden nach dem Essen lag er 127. Dazu kommt, das ich in der Zeit zum Mittagessen Parcetamol 1000 geommen hatte. In der Beilage steht nur das es den Blutzuckerwert verändern kann, ob nun hoch oder niedrig weiß ich nicht.


    Denn sonst als ich schon einmal solche Messungen vor über einem Jahr gemacht hatte, lag mein Wert zwei Stunden nach dem Essen gu bei 100 wenn nicht niedriger. Ich war gerade fast geschockt. Könt ihr mir etwas dazu sagen?


    Gerade habe ich noch ein Stck Erdbeerkuchen gegessen, eine halbe Stunde später hatte ich 133...ich weiß zu früh gemessen, aber ist das nicht auch zu hoch?


    Die Frage mit dem Paracetamol beschäftigt mich am meisten.


    LG :)*

  • 20 Antworten

    Hallo Lara Gina,


    dein BZ ist so in Ordnung, du brauchst dir keine Sorgen zu machen.


    Wenn du den normalen BZ-Verlauf nach einer Mahlzeit mal sehen willst, dann sieh dir diese Grafik an. Bei Stoffwechselgesunden ist dabei vollkommen egal, wie viel KH sie essen. Die können auch einen Eimer Cola austrinken, ohne dass der BZ über 140 hinausgeht.


    Dass der BZ bei deiner Nudelmahlzeit vielleicht etwas später angestiegen ist, das könnte an den Nudeln liegen bzw. ist bei Speisen mit niedrigem glykämischen Index (Glyx) normal. Wenn du es genauer wissen willst, dann miss mal nach 1 und nach 2 Stunden.


    LG Rainer

    Da ich nicht wusste ob ich Nicht-Diabetiker bin oder Diabetiker, habe ich eben heute gemessen. Ich messe ja nicht jeden Tag. Zuletzt vor vielleicht einem Jahr.


    Und warum ich das mache? Hatte ich ja ganz zu Anfang erklärt, weil in meiner Familie überall Diabetes herrscht, deswegen kümmere ich mich drum und schaue eben mal nach. Finde ich gar nicht ungewöhnlich, wenn einem was an der Gesundheit liegt ???


    Der Typ für Typ 2 wäre ich sowieso nicht. Ich bin weiblich, 31 Jahre alt, wiege 55 Kilogramm betätige mich sportlich und ernähre mich relativ gesund. Ich habe Angst vor Typ 1. Meine Nachbarin ist daran gestorben, diese Spritzerei würde mir Angst machen. Ich hatte aber auch mal gehört, das dieser Typ meist eher in früherem Alter auftritt...


    Nun ja, aber danke für die Antworten, ich bin beruhigt.


    LG

    Ist denn Typ I bei dir in der Familie verbreitet?


    Ich würde dann eher zu einem jährlichen Test beim Arzt raten, als selber herum zu experimentieren. Damit machst du dich nur verrückt, ohne das notwendige Wissen zu haben, welcher Wert besorgniserregend ist und welcher nicht.

    Ursache für Typ II ist doch in den meisten Fällen Übergewicht. Wenn du in der Hinsicht keine Veranlagung hast, musst du dir wohl keine Gedanken über eine eigene Erkrankung machen.


    Jährlicher Check beim Arzt und ansonsten das Messgerät im Schrank lassen.

    den typischen diabetes 2 typ-das verschwimmt immer mehr


    ich war immer schlank,sportlich,sowohl im beruf als auch in der freizeit viel bewegung


    hab kaum je was süsses gegessen


    trotzdem hats mich erwischt


    papa hatte es im selben alter wie ich bekommen


    baba


    marion

    Hallo Lina Lara,


    ich finde es richtig, dass du deinen BZ jährlich überprüfst und wenn es Anlass zu Bedenken gibt, das von einem Arzt genauer untersuchen lässt. Typ2-Diabetes kommt zwar wirklich bei schlanken Leuten seltener vor, aber bei denen ist er häufiger genetisch bedingt. Insofern solltest du weiter wachsam bleiben.


    Dass deine Großmutter an den Folgen von Diabetes verstorben ist, tut mir leid. Dir kann ich allerdings zu deiner Beruhigung sagen, dass man nicht vom Diabetes die schlimmen Folgeerkrankungen bekommt, sondern nur von zu hohen BZ. Wenn du also wirklich irgendwann mal Diabetes bekommst, dann kannst du deinen BZ gesund führen und kannst auch mit der Krankheit gesund und zufrieden leben.


    LG Rainer

    Wenn in deiner Familie Diabetes verbreitet ist, bist du gefährdet, klar. Und da ist eher Typ 2 ein Thema, auch wenn du vielleicht nicht danach "ausschaust". Das Problem dabei sind nämlich die Gene und nicht das Übergewicht. Das begünstigt den Ausbruch nur. Wenn du dich aber gesund ernährst und auf dein Gewicht achtest, ist kaum davon auszugehen, dass du die Krankheit in jungenJahren bekommst. Das ist dann eher später ein Thema, wenn überhaupt.


    Typ 1 würd ich mal ausblenden. Das kann dich treffen oder nicht. Die Chance ist aber sehr gering. In meiner Familie gibts keinen Fall von Diabetes, trotzdem hats mich vor vier Jahren (mit 26) erwischt. Typ 1, und zwar recht akut.


    Und an die Spritzerei gewöhnt man sich. Ich hoff, dass dus nie machen musst, aber wenn, ists kein Beinbruch ;-)

    Einfach hingehen und ein BZ Gerät zu kaufen, wie man jetzt sieht ist es damit ja nun nicht getan. Ich weiß auch gar nicht wie man auf solche Ideen kommt.


    Scheinbar kannst du mit BZ Werten ja auch nichts anfangen, denn sonst würdest du dich nicht wundern das dein Wert nach dem Mitagessen mit KH pur bei 130 ist und du wüsstest auch das das


    keinerlei Krankheitswert hat.


    Ich würde sagen, das war eine sagenhaft sinnfreie Geldinvestition. Beim Arzt oder in der Apotheke wärst du für einen einfachen Test wesentlich besser aufgehoben gewesen.


    Typ 2 ist ja nun auch noch etwas anderes als Typ 1.


    Auf das Gewicht und die Ernährung achten und einmal im Jahr beim HA druchchecken lassen finde ich in deinem Falle wesentlich sinnvoller.

    Mit ausnahme des letzten Satzes schließe ich mich Mellimaus21 an.


    Nur würde ich dann eher 1x im Jahr in die Apotheke gehen, denn ein Arzt würde wohl streiken, ohne Verdacht jährlich den Blutzucker messen zu lassen. Die Kassen zahlen ab dem 35.Geburtstag alle 2 Jahre den Check-up 35 (in Deutschland ! In Österreich ist es anders)


    TYP 1 würde sich bald durch vermehrten Durst und vermehrtes Wasserlassen, vielleicht auch Gewichtsabnahme bemerkbar machen.


    Und wegen Verdacht auf TYP2 bringt es eigentlich eher was, den 2-Std-Wert (der dann meist weit über 140 liegt) zu messen.

    Das kann ich nur bestätigen. Obwohl zwischenzeitlich längst bekannt sein sollte, dass der Typ II nicht grundsätzlich am Übergewicht oder mangelnder sportlicher Bewegung liegen muss, wird dies gerne in erster Linie so gesehen.


    Sollte jemand, warum auch immer, Angst vor einem Diabetes haben, so würde ich dies jährlich vom Arzt oder aber in der Apotheke testen lassen. Ein Blutzuckermessgerät kann in unerfahrenen Händen mehr "Schaden" als Nutzen anrichten.

    Okay, also Diabetes Typ 1 hat ein ganz anderes Krankheitsbild als Typ 2 und wird nur gleich genannt, weil die Auswirkungen dieselben sind: Das Zuführen von Insulin. Das wars aber auch schon, denn beim Typ 1 entwickelt dein Immunsystem Antikörper, die die Langerhansschen Zellen in deiner Bauchspeicheldrüse zerstören. Die Folge: Insulinmangel.


    Beim Typ 2 dagegen ist deine Bauchspeicheldrüse völlig intakt, aber deine Zellen haben eine Resistenz gegen Insulin entwickelt, so dass die normale Dosis nicht mehr ausreicht.


    Das heißt, selbst wenn deine ganzen Verwandten Diabetes Typ 2 haben, bedeutet das überhaupt nicht, dass du ein erhöhtes Risiko für Typ 1 hast ;-)


    Trotzdem muss ich den Anderen zustimmen: Sich selbst ein Blutzuckergerät zu kaufen um damit eine Erkrankung auszuschließen ist schon fragwürdig, aber dies zu tun, ohne das genaue Krankheitsbild und die gesunden Werte zu kennen, sinnlos.


    Außerdem sind deine Insulinzellen ja nicht von einem Tag auf den anderen kaputt. Am Anfang merkst du das gar nicht an den Blutzuckerwerten, aber ein Arzt kann in einer Blutabnahme die Antikörper bestimmen.


    Deshalb ist ein Arztbesuch um einiges klüger :)