Hallo steelblue 28

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    Hat noch jemand Erfahrungen mit den schlechter werdenden Leberwerten und Metformin gemacht

    Ich hatte 12 Jahre erhöhte Leberwerte und nahm genuso lange das Metformin. Da ich jetzt einen Leberschaden habe, habe ich seit März auf Insulin umgestellt und seit dem auch normale Leberwerte.

    Hallo Sunny,


    waren deine GammaGT-Werte auch um die 300? GOT ca. 96, GPT 126, alk. Phos. und LDH auch erhöht.. Vor allem so plötzlich... Mitte Juli alles noch tiptop. Schon makaber: Jetzt, wo ich wegen Metformin gar keinen Alkohol mehr trinke, habe ich Leberwerte wie ein Trinker...


    Aber wie gesagt, es ist noch möglich, dass es an einer Infektion liegt. Du schreibst, du spritzt jetzt Insulin. Ich habe bisher "nur" eine IR, hoffe, man kann hierfür noch ein anderes geeignetes Medikament finden, wenn ich Metformin nicht mehr nehmen darf. Davor bangt mir etwas, zumal ich gerade in den letzten acht Wochen nach Jahren endlich ein paar Kilo abnehmen konnte..


    Kennt jemand gute Alternativen? Dass Metformin daaaaaaas Topmedikament sein soll, ist ja überall bekannt. Aber vielleicht ist es das auch nur aufgrund der großen Lobby - ... ;-) :-/

    Streelblue


    Nein so hoch waren meine Leberwerte meist nicht. Ich habe seit 12 Jahren Diabetes und musste deshalb das Metformin nehmen. Ich mache jetzt eine ICT und habe seit ich Insulin spritze vier Kilo abgenommen.


    Allerdings war ich noch nie übergewichtig. Wie du siehst, nimmt man nicht zwangsläufig zu, wenn man Insulin spritzt ;-) Alkohol war für mich auch noch nie ein Thema. Ich habe noch nie welchen getrunken und hatte trotzdem erhöhte Leberwerte. Ich kann es ja nicht beweisen, aber wie ich schon schrieb, seit ich das Metformin nicht mehr nehme sind meine Leberwerte in Ordnung und das spricht, denke ich mal, ja für sich.:-) Meine Blutfette waren auch etwas erhöht und sind jetzt auch im normbereich.


    Ich kann dir nur ganz dringend dazu raten, genau abzuklären woher die hohen Leberwerte kommen. Verlasse dich dabei nicht auf deinen Hausarzt, sondern gehe zum Spezialisten.

    Zitat

    Da ist das Zubereiten von Gemüse nicht möglich

    naja, in eine Gurke, in eine Paprikaschote, in Kohlrabi, in Weißkohl-/Rotkohlblätter, in Radieschen, in Blumenkohl, in Mohrrüben, in Erbsenschoten kann man roh reinbeißen- das muß nur mit Wasser gereinigt sein (Kohlrabi die "Schale" entfernen (wenn es Bio ist und in einer Tüte eingeschweißt, kannst du so reinbeißen- da reicht meistens ein besserer Gemüsestand oder jeder Supermarkt).


    Ich glaube nicht, dass dir das alles nicht bekommt, wenn du es mischst und bei Kohlarten nicht übermäßig viel isst- am Ende ist es eine Frage der Gewohnheit..


    Eiweißmäßig geht auch gut Sauermilchkäse- da gibt es auch mildere Formen von, die nicht so intensiv schmecken und riechen, in die man auch so reinbeißen kann. Du kannst auch in Camembert-Käse (gibts auch kalorienreduziert) problemlos reinbeißen. Ansonsten kann man auch hartgekochte Eier von zu Hause mitnehmen und essen. Zudem gibt es auch Joghurt, Quark oder Kefir (besser ungesüsst).


    Es gibt auch Gemüseburger (in fertigen Abpackungen im Supermarkt).

    @ steelblue

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    Kennt jemand gute Alternativen? Dass Metformin daaaaaaas Topmedikament sein soll, ist ja überall bekannt.

    Nein, es gibt keine Alternativen zu Metformin. Das Medikament wird zwar in vielen Varianten angeboten. Es handelt sich aber dabei nur um Unterschiede in den Beistoffen, der Wirkstoff ist immer der gleiche.


    Dass sich durch Metformin die Leberwerte stark verschlechtern ist eigentlich nicht bekannt. Aber bei so schlechten Leberwerten solltest du, egal durch was sie zustande gekommen sind, das Metformin nicht weiter einnehmen. Rede mit deinem Arzt darüber und lass dich eventuell zu einem Spezialisten überweisen.


    Auf jeden Fall solltest du das Metformin absetzen. Da es für dich keine sehr wichtige Funktion hat, macht das auch nicht viel aus. Deine Leber ist erst einmal sehr viel wichtiger als die mögliche kleine Unterstützung beim Abnehmen. Wenn sich die Leberwerte wieder normalisiert haben, dann kannst du ja noch mal einen Versuch mit Metformin wagen. Den solltest du dann aber unter enger ärztlicher Kontrolle durchführen.


    LG Rainer

    Danke, Rainer,


    das ist auch der vorgeschlagene Weg der Diabetologin. Habe mir dennoch einen Termin bei einer Hepatologin geholt. Dauert aber noch vier Wochen. In der Zwischenzeit gibt es eine Infusionstherapie zur Lebererholung und gesunde Ernährung - wenig Kohlenhydrate! Vielen Dank an alle, die mir auch auf diese Fragen geantwortet haben. Schön, nicht ganz allein zu sein mit dieser komplexen Thematik! :)^ :)=

    Hallo,


    ich möchte mich mal wieder mit einem Zwischenstand melden und den Faden aufnehmen:


    Die Lebergeschichte hat sich soweit wieder normalisiert - war wohl eine Virusinfektion und die Werte sind nun wieder im grünen Bereich. Ich hatte nach der Diagnose der deutlich verschlechterten Leberwerte von völlig gesund auf bis zu siebenfach erhöht das Metformin abgesetzt und nach Rückversicherung bei einer Hepatologin langsam und unter strenger Leberkontrolle wieder begonnen. Die Einnahme verläuft seither planmäßig und ohne irgendwelche Schwierigkeiten. Ich will also jedem IRler Mut machen, sich nicht durch irgendwelche Irritationen entmutigen zu lassen und zu früh auf die Einnahme des Metformin ganz zu verzichten. Die IR ist so gut im Griff, keine Nebenwirkungen und die Leber wird regelmäßig gecheckt und bessert sich weiter regelmäßig.


    Zur Ernährung: Mittlerweile habe ich rausgefunden, dass ich mit Durchfällen reagiere, wenn ich das Metformin ausschließlich mit Salat und Gemüse zu mir nehme, besonders in Kombination mit Balsamicoessig. Nehme ich aber immer eine Portion Vollkorn-Kohlenhydrate mit ein, bevor ich die Tablette nehme, dann ist alles gut. So vertrage ich das met bestens.


    Wie sieht es denn mit den LOGI-Vertretern aus - habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?


    Grüße von steelblue *:)

    was für ähnliche Erafhrungen meinst du denn? Mit Durchfällen?


    Ich musste mich in der Schwangerschaft KHarm ernähren, da ich Schwangerschaftsdiabetes hatte. Ich habe ganz schnell herausgefunden, was mein Körper "abkann" und was nicht.


    Du musst doch sicher auch mehrmals am Tag deinen BZ messen oder nicht?


    So lernst du i.d.R. schnell, was du wann essen kannst.


    Grundverkehrt ist esm ganz auf KH zu verzichten. So nimmst du zwar schnell ab, aber dein Körper braucht KH.


    Ich habe mich nur noch von Vollkornprodukten ernährt. Also wenn Nudeln, dann Vollkorn oder Dinkel und nie mehr als eine Handvoll. Ebenso Kartoffeln- auch nur 1-2 kleine zur Mahlzeit. Dafür eben mehr Fleisch, mehr Fisch und noch viel mehr Gemüse.


    Bei Gemüse: keinen Mais, keine Erbsen, keine Linsen bzw wenn- dann nur seeehr wenig.


    Reine "Verbote" sind eh kontrproduktiv. Das führt nur zu Heißhunger.


    Meine Mutter hat Diabetes und ihre Diabetologin meinte, sie solle sich ruhig ab und zu mal ein Stück Kuchen oder eine Rippe Schokolade gönnen. Nicht täglich, aber eben ab und zu.


    Normalerweise bekommt man doch zu Beginn der Diagnose auch gleich ne Ernährungsberatung? Hattest du die nicht? Wenn nicht, dann frag mal danach. Ich find das sehr wichtig.


    Und LOGI ist wirklich zu empfehlen. Aber da muss man sich auch etwas reinlesen und ausprobieren.


    Mit Ernährung kannst du deinem Diabetes wirklich sehr entgegensteuern. Das ist sehr wichtig und solltest du auch machen :)* :)* :)*


    Noch ein paar Tipps, was du unterwegs (tagsüber) mitnehmen kannst ...mach ich täglich und ich muss immer draußen essen:


    - Gemüsesticks mit körnigem Frischkäse


    - ne Packung Hähnchenaufschnitt (einfach so die Scheiben wegfuttern)


    - überhaupt: Fleisch gut durchgebraten. Dazu noch bissl Senf.....(Ketchup ist nicht gut bei Diabetes)


    - Eier


    - Gurkensalat


    -Tomatensalat mit Tunfisch


    - halbes Hähnchen (ohne Haut..)


    - Fisch in allen Variationen (im Sommer aufpassen)


    - Hackbällchen


    - Quark mit Beerenobst


    - Pumpernickel


    Beim Bäcker würd ich erstmal einen großen Bogen machen, bis du raus hast, was du da so verträgst und was deinen BZ nicht hochschnellen lässt.


    Wichtig (find ich) : vor und nach dem Essen (2h danach) BZ messen und am Anfang immer aufschreiben,was gegessen und welche Werte danach. So lernst du ganz schnell, was du verträgst.


    Ich konnte zum Bsp. morgens sehr wohl ein Roggenbrötchen essen. Abends hingegen hats meinen BZ dermnaßen hochgetrieben, dass ich das eben nicht mehr essen konnte.


    -

    Also: Ich habe nur eine Insulinreststenz, zum Glück ist es noch kein Diabetes. Daher habe ich bzgl. Blutzucker und der Messung dessen überhaupt keine Ahnung. Ich kann als Maßstab für die Angemessenheit meiner Ernährung nur die Gewichtsentwicklung und das Ausbleiben von NWs bzw. die Verträglichkeit des Metformins heranziehen. (Habe kürzlich bei einer Blutkontrolle meinen Langzeitzuckerwert erfahren: 5,4 oder 5,6. Die Diabetologin meint, das wäre gut.) Und natürlich die Ernährungsempfehlung meiner Diabetologin - möglichst Verzicht auf Zucker, weiße (Mehle) Kohlenhydrate, diese vollständig ersetzen durch Vollwert-Kohlenhydrate, wenig Obst, Kohlenhydratkonsum etwas einschränken. In anderen Diskussionsfäden schrieben einige (allerdings mit Diabetes mel) von der LOGI-Methode, nach der sie sich ernähren - hier geht es doch, wenn ich das richtig verstehe, um den weitgehenden Verzicht auf alle Kohlenhydrate.


    "Ähnliche Erfahrungen" meine ich in Bezug auf die Verträglichkeit des met mit nur "Grün" essen in einer Mahlzeit mit met-Einnahme...


    Ich habe immer noch nicht so ganz verstanden, was die Unterschiede zwischen IR und Diabetes sind und wie sich das auf die Ernährung und Lebensweise jeweils unterschiedlich auswirkt...

    Vielen Dank für deine Tipps bzgl. Mittagspausenernährung ohne zwingenden Gang zum Bäcker. Ja, da habe ich auch ein paar Wege in der Zwischenzeit gefunden - so hat "unser" REWE um die Ecke auf der Arbeit eine super Salattheke - sogar mit frischem Obst. Ein Schälchen mit viel Salat und bisschen Obst und einem Vollkornwecken ist eine leckere und ernährungstechnisch bestimmt auch günstige Lösung... Zum Frühstück ein ungesüßtes Vollwertmüsli mit Nüssen und ohne Weintrauben habe ich auch gefunden. Mit den beiden Varianten kann ich ganz gut "essen" während meiner Arbeitswoche...

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    Mittlerweile habe ich rausgefunden, dass ich mit Durchfällen reagiere, wenn ich das Metformin ausschließlich mit Salat und Gemüse zu mir nehme, besonders in Kombination mit Balsamicoessig.

    hast schon mal geschaut,wieviel zucker im balsamico drinnenist?

    Denkst du, daran liegt es? Ich dachte, es liegt an der Säure... Denn von einem Schokoladenriegel bekomme ich keinen Durchfall - immer nur bei ausschließlich Grün-Nahrung und insbesondere mit Balsamico...

    schokoriegel isst du auch?

    Zitat

    Ich habe immer noch nicht so ganz verstanden, was die Unterschiede zwischen IR und Diabetes sind und wie sich das auf die Ernährung und Lebensweise jeweils unterschiedlich auswirkt...

    ich denke,du solltest anfangen dich drüber zu informieren

    Du nie???


    Ich ab und zu!


    Und: Hast du einen guten Tipp, wo ich mich über die Unterschiede Insulinresistenz und Diabetes informieren kann? Habe selbst das Internet schon so manche Stunden bemüht und keine wirklich guten hilfreichen Infos zur IR gefunden...

    http://www.diabetes-austria.com/detail.php?stID=526&kat=9&page_title=Typ%202


    http://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/metabol-syndrom/grundlagen/insulinresistenz/index.html


    nein ich ess nix süsses-niemalsnicht


    ernähre mich nach logi