Naja, ich sag nicht, dass so ne Diät der Brenner ist.


    Aber ich habe damit vor 2 Jahren 25kg abgenommen, wodurch ich mir das Insulin sparen konnte - bis heute. Außerdem bin ich vom Betablocker runter. Allerdings sind wieder paar Kilos (nicht so viel, aber trotzdem) draufgekommen, und das muß wieder runter.


    Will dafür auf keine Fall Werbung machen oder hier über den Sinn von Diäten reden. Mir gehts nur ums Metformin. Die Aussagen meiner Ärzte, des Internets und der Beipackzettel sind für mich keine wirkliche Hilfe, da teilweise widersprüchlich. Mein Arzt meint immer nur: "Sie wissen aber, dass sie sich mit MF nicht unterzuckern können?" Das war keine Antwort auf meine Frage nach einer Laktat-Azedose, die kann man leider auch nicht vorher messen, die ist dann einfach da und die meisten enden tödlich. Irgendwie nervt mich der Hausarzt da auch. Die Diabetes-Beraterin letztens meinte auch, da kann nix passieren, wenn ich das MF (voll) weiternehme. Dann frage ich mich, warum man vor OP's das MF absetzen soll. Das soll was mit der nachfolgenden geringeren Nahrungszufuhr zu tun haben, soweit ich weiss. Aber wenn man damit nicht unterzuckern kann.... da passt was nicht.


    Sport ... hach ich bin so ein Sportmuffel, und dank dreier körperlicher Einschränkungen (Fuss, Schulter, HWS) wird das noch forciert, selbst Schwimmen strapaziert die Halswirbel. Die Diabetes-Beraterin meinte auch, bei mir müsste es halt über die Ernährung gehen.


    Also, momentan fahre ich so, dass ich früh und abends je 500mg MF nehme, um die 1.000kcal und unter 10gr KH bleibe. Wobei das irgendwie schwer ist, meistens sind die KH schon ran und die Kcal noch nicht, und dann hilft nur noch ne Scheibe Käse, ein Stück Wurst/Fleisch oder Fisch, das aufzuholen. Mir wäre es lieber, abends diesen Eiertanz nicht hinlegen zu müssen, aber ich hab halt Angst wegen dem Metformin (ohne dass es aber nicht geht) und einer Laktat-Azedose.

    Zitat

    oder hier über den Sinn von Diäten reden

    Das wollte ich auch nicht @:)


    Ich bekam die Diabetes-Diagnose damals durch Zufall, weil ich wegen einer Operation im Krankenhaus war. Genau das gleiche, "Mit Metformin kann man nicht unterzuckern". Damals bekam ich noch Januvia 100mg und mir wurde das gleiche gesgat: eine Unterzuckerung sei damit unmöglich. Ja...und wie sind dann meine Unterzuckerungen entstanden?


    Ich habe wegen der 1000 kcal gefragt, weil ich schon fast mit dem Doppelten schwach auf den Beinen war und das MF mir anfangs nicht so bekommen wollte.


    Antworten kann ich dir aber auf deine eigentliche Frage nicht ":/

    @ fünfeuro @:)

    Also unterzuckern kann jeder gesunde Mensch auch, einfach zu wenig essen und viel bewegen. Vielleicht war's bei Dir ja so? Ob MF dabei nun verstärkend wirken würde, weiss ich nicht. Aber um UZ gehts mir ja auch nicht, hatte ich, seit ich nicht mehr spritze, auch nicht mehr gehabt.

    Zitat

    Ich habe wegen der 1000 kcal gefragt, weil ich schon fast mit dem Doppelten schwach auf den Beinen war und das MF mir anfangs nicht so bekommen wollte.

    MF wird nicht von allen vertragen. Ich hatte, wo ich damit angefangen hab, anfangs Blähungen, ist aber dann nach zwei Wochen oder so wieder verschwunden. Von daher vertrage ich es sehr gut. Bei anderen gabs mehr Schwierigkeiten, die auch nicht verschwunden sind.


    Naja, 1.000kcal sind auch wenig. Aber da ich überwiegend zu Hause bin, auch von zu Hause aus arbeite (am PC) und auch genug Schlaf habe, komme ich damit recht gut zurecht. Wäre ich draußen und ständig auf den Beinen, würde mir das keinesfalls reichen. Aber so geht es schon, man gewöhnt sich auch daran. Momentan führe ich in Excel genauestens Buch (wie damals vor 2 Jahren), damit ich nicht unter die 1.000kcal komme und nicht über die 10gr KH.

    Zitat

    Also unterzuckern kann jeder gesunde Mensch auch, einfach zu wenig essen und viel bewegen.

    Da hab ich mich blöd ausgedrückt ;-D Ich hatte damals absolut keine Ahnung von Diabetes. Gar keine. Vor der OP kam der Internist und war super nett und hat gesgat, wir reden nach der OP weiter, jetzt müssen wir erstmal senken, damit ich überhaupt operiert werden kann. Soweit so gut. Seine Nettigkeit verflog irgendwie mit der Frage nach ihm bezüglich neuer Medikamente, die ich eifnahc ohne Erklärung bekam. da meinte er,d ass ich überhaupt nicht unterzuckern kann. Gut, hab ich gedafcht, dann also immer so wenig wie möglich und alles tun, um den Zuckerspiegel zu senken. Das Metformin und Januvia wird nicht ausschlaggebend gewesen sein, aber ich bin dennoch unterzuckert und dachte damals, es sei ja gar nicht möglich. Die Aufklärung in den Diabetes-Schulungen ist manchmal wirklich bescheiden. Auch habe ich Wörter wie Laktat-Azedose habe ich bis vor einem halben jahr noch nicht gehört.


    Glücklicherweise vertrage ich das Metformin, die ersten 3 Wochen waren zum Verschenken, aber danach ging´s super.


    Hoffentlich findet sich noch jemand,d er dir deine Frage beantworten kann @:)

    Jo, bei mir war's auch nur Zufallsdiagnose. Mein Mann hatte nachts plötzlich ne schwere Nierenkolik, ich den Notarzt gerufen, ab ins KH, am Morgen gleich OP..... und urplötzlich bekam diesen perversen Durst. Ich trinke generell zuwenig, aber was da abging, spottet jeder Beschreibung, ich hatte geradezu PANIK zu verdursten, auch, wenn ich gerade einen Liter gezuckerten (haha) O-Saft auf ex (ich erkannte mich nicht wieder) reingekippt hatte, ich dachte, der ist an mir vorbeigeflossen... Aufm Klo gehockt und gleichzeitig getrunken.... abartig. Nach drei vier Tagen war mir das Spiel zu komisch, bin ich dann in die Apotheke, Schnelltest, 340, ja, gehen sie mal zum Arzt, dort: ähem.... unser Meßgerät reicht nicht, dann irgendwie anders gemessen, 420... ja, hm, wußten Sie schon, dass es hier eine hervorragende DM-Station im KH gibt? Jo.... und die waren wirklich top. :)^ haben mich gut eingestellt, gut geschult, und das hat sich bis heute bemerkbar gemacht.

    @ Smaragdauge

    Weiter oben hast Du geschrieben:


    "Dann frage ich mich, warum man vor OP's das MF absetzen soll. Das soll was mit der nachfolgenden geringeren Nahrungszufuhr zu tun haben, soweit ich weiss."


    Da weißt Du leider zu wenig, das hätte Dir aber Dein Arzt erklären können. (Hat meiner vor einer OP ja auch gemacht. Ich nehme 2x täglich 1000 mg Metformin.) Ehe ich hier lange was abschreibe sind hier drei Links, die näher oder weiter darauf eingehen.


    http://www.der-arzneimittelbrief.de/Jahrgang1999/Ausgabe02Seite16c.htm


    http://www.die-anaesthesie-praxis.de/arzt_med.htm


    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=29851


    Soweit ich das sehe, gibt es im Zusammenhang mit Metformin keine Probleme mit einer Laktatazidose, außer eben bei einer Narkose. Es gibt übrigens auch die Empfehlung (und so wurde es bei mir gehandhabt), daß 1 Tag vor der OP und 2 Tage nach der OP kein Metformin genommen wird. Metformin wird schnell abgebaut (Halbwertszeit 6 h), während Narkosemittel eine deutlich längere Halbwertszeit haben.


    Meine Ärzte (ich bin jetzt beim dritten, wg. Umzug) haben mich nie vor einer Laktatazidose gewarnt, mich aber ansonsten gründlich informiert über die üblichen riesigen Nebenwirkungen, äh, die Risiken und Nebenwirkungen.


    Ich hoffe, daß ich etwas helfen konnte.

    Schwere Kost, aber danke für die Links. @:)


    Allerdings ging es hier, wenn ich es richtig verstehe, nicht um um den Zusammenhang zwischen Metformin und reduzierter Kalorien- und KH-Zufuhr sondern um das Zusammenspiel von Metformin und einer Vollnarkose. Wobei ich nicht verstehe, was genau hierbei zu einer Laktat-Azedose führt? Doch sicherlich nicht, dass man einen knappen Tag (oder so) vorher nichts isst und danach vielleicht auch erst mal nicht wieder so viel ißt... ":/

    Guten Abend,


    ich bin auch Diabetikern Typ II... Da ich jetzt was von OP's gelesen habe, würde ich gerne mal jemanden befragen, der sich auskennt. Übernächste Woche habe ich einen Eingriff ( Ausschabung ) unter Vollnarkose. Da darf man ja bekanntlich etliche Stunden vorher nichts essen. Aber was macht man denn, wenn der Zucker runterfährt? Ich merke, wenn ich stundenlang nichts gegessen habe und zittrig werde. Und wenn einem eine Darmspiegelung bevorsteht, dann muss man ja noch ohne Nahrung auskommen, weil man ja schon einen Tag vorher abführen muss.


    Hatte jemand schon mal solche Situationen? Ich habe erst den Termin übernächste Woche, auch zum Vorgespräch, aber die Frage beschäftigt mich jetzt schon sehr.


    Danke, vorab...

    ja, absetzen muss ich metformin es 2 tage vorher. ich muss fragen, was ist, wenn ich klapprig werde, ob ich dann traubenzucker essen darf. aber trinken darf man ja auch nichts, also fällt saft auch aus... :[]

    @ Smaragdauge

    "Wobei ich nicht verstehe, was genau hierbei zu einer Laktat-Azedose führt?" Ich verstehe den genauen Mechanismus auch nicht, ich bin Ing., kein Arzt. Tatsache ist aber, daß es eine Reaktion zwischen Metformin und dem Narkosemittel gibt, welche und wie auch immer. Das Absetzen von Metformin vor einer Narkose hat also absolut nichts mit einer gewollten Veränderung des Zuckerspiegels im Blut zu tun. Man will den Metformin-Spiegel im Körper auf Null bringen, das ist es.

    Achso, naja, ich habe Metformin genommen UND Insulin gespritzt.


    Weil Du so Angst vor dem Unterzucker hast, dachte ich, Du spritzt Langzeitinsulin.


    Aber wie willst Du Dich denn unterzuckern, wenn Du vor dem Eingriff ein paar Stunden lang nichts isst - Du isst nicht, Du spritzt nicht und MF wird ja auch abgesetzt?


    Aber am besten rede noch mal mit dem Anästhesisten, vor jedem Eingriff gibt es ja ein Vorgespräch. @:)

    ich merke aber, wenn ich zu hause mal stundenlang nichts esse und ich den zucker messe, ist er weit unter 100 ( ist zwar dann wohl kein richtiger unterzucker, aber wenn ich dann weiter nichts essen würde, könnte es doch dazu führen, oder )und ich werde dann zittrig und habe das gefühl ich kippe aus den latschen. deshalb frage ich. vor einer op ist die abstinenz von nahrung ja meist noch länger, als wenn man daheim nichts isst.