Frage zu Reis

    Hi Leute,


    das geht vor allem an die Diabetiker hier: Ich esse gerne Reis, habe aber zum Thema Diabetes extrem widersprüchliche Ratschläge gelesen: Die einen behaupten, Reis sei gesund und gut, da niederiger GI. Andere sagen, Reis habe einen hohen GI, kann Fettleber verursachen...sprich ist nicht so toll. Manchmal steht dabei, dass parboiled Reis generell besser ist usw.


    Was soll man nun davon halten? Ich esse vor allem den Spitzenlangkornreis (von uncle bens) und habe gesehen, dass der GI niedrig bis mittelmäßig ist. Allerdings will ich auch kein Risiko eingehen.


    Jemand Erfahrungen damit?


    LG

  • 20 Antworten

    Bin Typ 2 im Anfangsstadium...also ich könnte den Vorgang rückgängig machen bzw. mit Ernährung massiv positiven Einfluss nehmen. Hatte auch schon ein Ernährungsseminar, aber da war von Reis nur einmal die Rede und er wurde als unbedenklich eingestuft. Da ich Hobbybodybuilding mache, ist Reis halt sehr wichtig. Im Netz liest man relativ viel gegenteiliges.

    Hallo,


    ja bei dem Stadium in vor allem dem Diabetes Typ, kann man noch viel über die Ernährung ausrichten.


    Bei dem Typ musst Du Dich unbedingt an die verordnete BE Menge am tag halten, also ordentlich auf die Brot Einheiten aufpassen und zu allen Lebensmitteln die Du isst.


    Dabei spielt die Art der Kohlehydrate, die Du verzehrst, eine große Rolle.


    Jedoch nicht, wenn es um die sogenannten Sättigungsbeilagen wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln geht, da es sich hier um dieselbe Kohlehydrat Art dreht und somit bei allen drei Lebensmitteln, die Aufnahmezeit des Zuckers in das Blut, fast identisch ist. Es gibt hier nur den Unterschied bei Nudeln und Reis in sofern, als das herkömmlicher reis oder Nudeln schnellere ins Blut übergehen, als Vollwertprodukte.


    Doch für Dich als Typ zweier ist das nicht so relevant, wie für Insulinabhängige.


    Was Du jedoch nie außer acht lassen darfst ist der Unterschied zwischen Fruchtzucker, Haushaltszucker, Traubenzucker und den ganzen anderen Zuckern, da auch bei Dir ein sehr rascher Anstieg des Zuckerspiegels, nicht gut für deinen Körper und vor allem Deine Bauchspeicheldrüse, hier die Langerhanssche Inseln ist.


    Liebe Grüße @:)

    Weißer, geschälter Reis hat einen hohen GI. Allerdings spielt auch die Zubereitung eine Rolle, wenn das ganze in Gemüse und Fett schwimmt, wird es den Blutzucker langsamer hochtreiben, als wenn du Reis pur isst.


    Miss doch einfach mal nach, wie dein BZ sich so nach einer typischen Reismahlzeit, wie du sie für gewöhnlich isst, verhält. Wenn der BZ ok ist --> weitermachen. Wenn nicht --> nochmal mit geänderter Zubereitung (s.o.) probieren. Wenn immernoch zu hohe BZ-Spitzen --> Kein Reis mehr.

    Zitat

    Sättigungsbeilagen wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln geht, da es sich hier um dieselbe Kohlehydrat Art dreht und somit bei allen drei Lebensmitteln, die Aufnahmezeit des Zuckers in das Blut, fast identisch ist. Es gibt hier nur den Unterschied bei Nudeln und Reis in sofern, als das herkömmlicher reis oder Nudeln schnellere ins Blut übergehen, als Vollwertprodukte.

    Das kann man nicht sagen, Nudeln (auch normale) gehen in der Regel sehr viel langsamer ins Blut.

    Zitat

    Das kann man nicht sagen, Nudeln (auch normale) gehen in der Regel sehr viel langsamer ins Blut.

    Zitat

    Weißer, geschälter Reis hat einen hohen GI. Allerdings spielt auch die Zubereitung eine Rolle, wenn das ganze in Gemüse und Fett schwimmt, wird es den Blutzucker langsamer hochtreiben, als wenn du Reis pur isst.

    Zitat

    Klingt nicht sehr sinnvoll, schon gar nicht bei Diabetes...

    Weil ich solche Aussagen, von keinem Diabetes Assistenten, keinem Diabetologen, keiner Ernährungsberatung in 22 Jahren Diabetes, gehört habe und zu letzt auch nicht von meinem Diabetologen und der Ernährungsberatung in der Praxis im April.


    Das ist mir also neu @:)

    Seltsam. Ich habe mich gewundert, dass eine Diabetikerin so etwas nicht weiß. Wenn du alle Reissorten für gleich hältst, sie pauschal mit Nudeln gleichsetzt, pure kurzkettige Kohlenhydrate bei Diabetes sinnvoll findest, nicht weißt dass die Verbindung mit Fetten und Gemüse einen Unterschied zu einer reinen KH-Bombe macht etc. solltest du dringend deine Behandler wechseln @:)

    Hallo mnef,


    ich war in den 22 Jahren bei verschiedenen Behandlern, lag an Umzügen und Praxisaufgaben.


    Ich habe Dir mal einen Link rausgesucht zu Quellen die ich verwende, wenn ich mal was nicht im Kopf habe, beim ersten Link sind die drei benannten Sättigungsbeilagen alle im selbern Bereich angesiedelt, alle gelb, bis auf die Vollwertprodukte.


    https://jumk.de/glyx/


    In diesem Link, wird auf das Bedürfnis des TE eingegangen, da er ja Hobby Bodybuilder ist, die Angaben dort beißen sich auch nicht mit dem Diabetes des TE, leider finde ich hier nur nicht mehr den Artikel des Gewichthebers Matthias Steiner, Olympia Sieger und Diabetiker, in dem ert schrieb, das auch er Reis essen muss, wenn es vor allem um die Wettkämpfe geht.


    http://www.trainsane.ch/news-a…ellen-reis-kartoffeln-co/


    Wenn es um den Glykämischen Index geht, so kann ich nach langer Recherche im netzt nur eines feststellen, das in den verschiedensten Tabellen, die verschiedensten werte zu den gleichen Lebensmitteln stehen, was mich inzwischen zu dem schluss kommen lässt, das so wohl Du, als auch ich wohl beide Recht haben.


    Doch in den letzten 22 Jahren hat sich so viel im Bereich Diabetes und Ernährung getan, da ist es schwer immer auf dem Laufenden zu bleiben. Hieß es damals noch, ich müsse jetzt spezielle Diabetiker Produkte essen, heißt es heute Bloß nicht, die sind nicht gut für mich.


    Letztendlich ist es aber auch immer eine Frage des Körpers, ein mancher braucht bei einer Unterzuckerung eher Apfelsaft, ein andere braucht eher Cola, dem nächsten reicht Traubenzucker in Täfelchenform. es wird immer eine Richtlinie geben, an der man sich orientieren kann, wie jedoch der Körper reagiert ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.


    Liebe Grüße @:)

    Die Seite "jumk.de" sagt mir nichts, woher nehmen die ihre Zahlen? Wieso stehen dort keine genaueren Werte, sondern nur die Einteilung in grün-rot-gelb?


    Ich versuche mich aus diesem Grund immer eher auf 'offizielle' Seiten zurückzugreifen, größere Vereine, Verbraucherzentralen etc. Die Daten sind zwar auch nicht in Stein gemeißelt, aber bei "noname"-Quellen weiß man finde ich noch weniger, woher die nun ihre Zahlen nehmen.

    Zitat

    der Körper reagiert ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

    Jepp, das habe ich ja geschrieben. Warum hast du denn dann meinem Beitrag, der TE solle Reis in verschiedenen Ausführungen mal testen und schauen, wie er persönlich drauf reagiert, widersprochen?

    Zitat

    das auch er Reis essen muss, wenn es vor allem um die Wettkämpfe geht.

    Ich habe auch nicht gesagt, dass Reis tabu sei. Die Zubereitung spielt eine Rolle, auch wenn du dem widersprochen hast @:)

    @ mnef:

    was ist nicht der sinnvoll? reis essen oder bb betreiben?


    ansonsten danke für die antworten. scheinbar muss ich darauf achten, eine reisart zu essen, die tendenziell einen niedrigen GI hat.

    Zitat

    was ist nicht der sinnvoll? reis essen oder bb betreiben?

    Beides nicht per se. Sondern sich so zu ernähren, dass man denBlutzucker nahezu maximal in die Höhe treibt.


    Das tut man eben, wenn man Reis pur als Mahlzeit isst. KH pur die ziemlich schnell ziemliche hohe Spitzen verursachen können.


    Als Beilage wäre das was anderes, da idR kleiner portioniert und daher weniger KH-Bombe. Oder eben mit weiteren Zutaten, die den rasanten BZ-Anstieg verzögern/abdämpfen, ebenso.

    Ich habe letztens irgendwo gelesen das es wohl besser ist wenn man den Reis vor der Zubereitung wäscht (wie man das gerade bei Sushi Reis ja macht), weil das Thema aber für mich nicht so präsent ist habe ich mir die Quelle nicht gemerkt.

    Ich habe auch Diabetes Typ 2.


    Am Anfang habe ich zu Beginn und 1 Std. nach jeder Mahlzeit den Blutzucker gemessen.


    So wußte ich nach 2 Monaten, wie mein Körper mit was wann und wie tickt.


    Ich lasse meinen Blutzucker immer zwischen Werten zwischen 90 und höchstens 128.


    Meine Langzeitwert ist seit einigen Jahren bei 6,0.


    Ich bin die einzige Patientin lt. meiner Diabetolgin, wo sie meint, jegliche Ernährungsberatung könne man sich sparen. Rausgeschmissenes Geld. Ich kann bei den Werten nix falsch machen.


    Da man die Blutzuckerstreifen leider als nicht Insulinpflichtiger selbst bezahlen muß, ist dies zwar bitter, aber nur mit anfänglichem Probieren mit Lebensmitteln und anschließender Messungen wird man ganz individuell feststellen können, was geht und was nicht. Und dann ist es auch wurscht, was Tabellen dazu sagen....