iabetes Typ 1 diagnostiziert :(

    Hallo ihr, ich bin Niklas, 23 Jahre alt. War letzte Woche beim Hausarzt, weil ich mich schon lange nicht so gut gefühlt habe. Aus dem Nichts kam die Diagnose Diabetes Typ 1. Mein Hausarzt hat mich eingestellt, aber ich muss noch zur Schulung morgen.


    Es geht mir gerade unendlich schlecht. Ich bin den ganzen Tag am heulen und kann es nicht fassen, dass mich dieses Pech getroffen hat. Es lief gerade so gut im Leben. Ich habe meine Ausbildung abgeschlossen und einen Job gefunden - war gerade glücklich geworden nach langer Zeit. Und jetzt diese zerstörende Krankheit. Ich werde mein Leben lang mich selbst spritzen müssen und muss so aufpassen mit dem Essen.


    Meine ganze Welt geht gerade unter. Die Partnersuche ist für mich sowieso nicht einfach, aber durch Diabetes wird es wohl noch schlimmer. Habe im Internet von vielen Leuten gelesen, dass sie keine Diabetiker daten würden usw...


    Hat vielleicht jemand ein paar aufmunternde Worte für mich? Wie ging es euch nach der Diagnose? Bin gerade einfach nur verzweifelt. Wird das Leben für mich wirklich so beschissen, wie ich es mir gerade vorstelle? Mein Leben bestand bisher aus Sport (Kampf- und Kraftsport), Motorradfahren, ausgehen, Urlauben uvm., und das alles wird nur noch eingeschränkt möglich sein :(


    Vielen Dank vorab

  • 60 Antworten

    Ein ehemaliger Arbeitskollege ist diabetiker typ 1. Hätte man es mir nicht gesagt dann hätte ich nichts davon bemerkt.


    Und ich kann dich aufmuntern: mir wäre es piep egal dass du diabetes hast wenn ich an dir interessiert wäre.


    Kann mir vorstellen wie du dich fühlst. Ich bin angstpatient und eine meiner ängste ist Diabetes. Aber es ist kein Todesurteil. Man kann damit gut leben. Hab mich jedes mal wenn die Angst akut war total belesen.


    Klar, Ernährung ist doof. Aber das bekommst du hin. Und wenn die richtige Frau in dein Leben tritt wird sie entsprechend für dich kochen

    Warte mal die Schulung ab.


    Du wirst über ausgewogene Ernährung informiert.


    Heutzutage darf ein Typ I Diabetiker eigentlich alles essen, halt ausgewogen und im Maßen.


    Alkoholexzesse gehen nicht, aber mal Naschen ist drin.


    Und warum solltest du keine Freundin finden?


    Wenn du gut eingestellt bist, merkt dir keiner den Diabetes an.


    Wichtig ist, dass du nun den Kopf nicht in den Sand steckst, sondern wirklich aktiv bei der Schulung dabei bist.


    Sport und Urlaub ist genauso möglich. Und Diabetes ist kein Grund, den Führerschein abzugeben.


    Informiere dich ausführlich über die Erkrankung.


    Typ I trifft meistens schon ganz kleine Kinder. Die kommen prima zurecht, zumal sie ab Schulbeginn auch alleine damit zurecht kommen müssen. Du schaffst das auch!

    Also ich kann Dir auch nur sagen: einer der tollsten Männer, denen ich in meinem Leben begegnet bin, ist Diabetiker. Der ist glücklich verheiratet, hat zwei Kinder und einen super Job. Für mich wäre es auch keinerlei Hinderungsgrund gewesen, ihn zu daten, wäre er nicht vergeben gewesen. :-D Ansonsten kenne ich mich mit der Krankheit leider nicht aus, medizinischen Rat kann ich Dir also keinen geben. Dennoch hoffe ich, Dich etwas aufgemuntert zu haben und wünsche Dir alles Gute!

    Ich danke euch schon mal für die Antworten. Ihr habt schon Recht damit, dass man damit Leben kann. Aber es verändert sich halt alles. Mir war Essen immer sehr wichtig. Dass ich jetzt immer überlegen muss, ob ich was essen kann oder nicht, und nicht einfach mal unbeschwert mit Freunden ein Eis / Kuchen / usw. essen gehen kann, ist schon sehr belastend.


    Die Chance so eine Krankheit zu bekommen ist einfach so gering... Hätte mir einfach ein ganz normales Leben gewünscht.


    Vielleicht gibt sich das ganze auch und es ist nicht ganz so schlimm wie ich es mir vorstelle, aber bis jetzt ist meine "heile Welt" komplett hinüber :(


    Außerdem ist es mir so peinlich und unangenehm darüber zu sprechen. Ich hatte wirklich schon Schwierigkeiten, es meinen Eltern zu erzählen. Von Freunden ganz zu schweigen. Habe das Gefühl, dass mich dann alle bemitleiden und mich als Kranken und Schwachen deklarieren.


    Aber danke nochmal für die freundlichen Worte

    Bei mir wurde Diabetes Typ I diagnostiziert, da war ich 24 Jahre alt. Damals war ich zunächst genau so vor den Kopf gestoßen wie Du. Dazu kam, dass ich bei meiner Ausbildung/Studium kurz vor den Abschlussprüfungen stand, ich mir den sofort anstehenden drei wöchigen Aufenthalt in der Diabetes-Spezialklinik zeitlich gar nicht leisten konnte. Aber es half ja nix. In der Klinik wurde ich geschult und eingestellt, gleichzeitig habe ich für des Studium gepaukt und das, was ich im Unterricht verpasste quasi zeitgleich im Selbststudium versucht mir reinzuprügeln. Was den Diabetes anging, da musste ich einfach erstmal funktionieren.


    In der Klinik hatte man uns immer wieder nahegebracht, wir wären nicht "krank", sondern "bedingt gesund". Und ich denke, das kann man durchaus so sehen.


    Und, ehrlich gesagt, so arg viele Einschränkungen gibt es nun auch nicht. Gerade um nahezu normal leben zu können, gibt es heutzutage ja die intensivierten Therapieformen, Insulinpumpe usw.


    Was ich tatsächlich so gut wie gar nicht zu mir nehme ist normale Cola o.ä. Das gönne ich mir nur bei Unterzucker. Ansonsten wäre es mir schlicht zu blöd, dafür zu spritzen, ausserdem ist es nicht leicht, den daraus resultierenden BZ-Anstieg abzufangen. Aber wenn es süß sein muss, Cola Zero geht auch. Ansonsten esse ich wirklich alles was ich mag. Natürlich mit "Köpfchen", ein Abschätzen, wie es ich auf den BZ auswirkt muss sein, damit ich entsprechend Insulin zuführen kann. Aber so kann ich natürlich trotzdem Eis oder Kuchen essen. Oder auch Bier und Wein sind mir auch nicht fremd. Alles kein Problem. Natürlich muss man lernen, die Kohlenhydrate (und Eiweiße, Fette) einzuschätzen. Aber die Erfahrung hilft dann. Wobei der Körper natürlich keine Maschine ist und leider der Dreisatz "aktueller Blutzucker/ Kohlenhydrate/ Insulin" nicht immer zum gleichen Ergebnis führt. Aber dann korrigiert man halt. So what ;-)


    Sehr hilfreich ist auch, dass man sich zur Glukosebestimmung nicht mehr zwangsläufig pieksen muss. Informier dich mal über das "Freestyle Libre" System. Ich finde das klasse. Zwischendurch kurz scannen, geht immer und überall und auch diskret.


    Ich bin jetzt 45 Jahre alt, habe eine Partnerin, drei gesunde Kinder, beruflich auch prima, reisen geht, Hobbies gehen. Und obwohl der Hba1C manchmal Samba tanzt sind meine Augen tippitoppi und auch sonstige Folgeerkrankungen lassen trotz 21 Jahren Diabetes (zum Glück) auf sich warten. Nachdem ich mich nach der Diagnose berappelt hatte (und nach der Abschlussprüfung, nachdem aller Druck erstmal weg war ich mal ein seelisches Tief durchwatet hatte) führe ich - mit der Einschränkung, mich mehr um mich kümmern zu müssen um den Zucker im Zaum zu halten - ein ganz normales Leben . Der Diabetes war auch von weiblicher Seite her nie ein Negativkriterium ;-) Also - Kopf hoch! Das wird! Und die Zeiten, wo man sich mit ultradicken Nadeln ein Mal täglich ein Verzögerungsinsulin spritzte und dann auf die Viertelstunde genau eine genau berechnete Menge Essen musste und wenn man dann mal Sport getrieben hat, ist alles durcheinandergeraten - diese Zeiten sind zum Glück lange vorbei. Das war sogar "vor meiner Zeit".


    Es lässt sich gut händeln. Lass Dich drauf ein, sei optimistisch, lass Dich gut schulen und halte die Augen offen, was es an Neuigkeiten und Erleichterungen gibt. Dann wirst Du das alles gut wuppen!

    @Webret1 Danke für die Aufmunterung. Das mit den Abschlussprüfungen war natürlich ganz schlechtes Timing. Respekt, dass du es trotzdem geschafft hast.


    Kann ich ein paar Fragen stellen? Weiß dein Umfeld bescheid? Familie ist klar, aber was ist mit Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen? Habe auch gehört, dass es da immer wieder Anfeindungen gibt. Wurdest du schon mal bewusstlos wegen Unterzucker?


    Das mit dem Freestyle Libre kling ja ganz gut, aber wer bezahlt das? 60€ (für zwei Wochen) ist ja nicht gerade wenig. Tragen das die Krankenkassen? Bin bei der AOK. Eine Erleichterung wäre das natürlich Allemal. Habe auch viel über die "künstlichen Bauchspeicheldrüsen" gelesen, also die Systeme, die den BZ messen und Insulin fast automatisch entsprechend abgeben. Denkst du, sowas wird in Deutschland halbwegs bald verfügbar sein? Und spritzt du oder hast du eine Pumpe?


    Ich habe noch ungefähr 1000 weitere Fragen, aber ich glaube das sind die wichtigsten :-D

    Mein Mann ist von Kindheit an Typ-1 Diabetiker, naja, Vorteil ist: er ist damit aufgewachsen und kennt BE, Einheiten, etc im Schlaf. Das wirst du dir aneigenen müssen, das wird aber alles mit der Zeit kommen.


    Ich kann dich beruhigen: Man kann als Diabetiker alles machen, was ein gesunder Mensch kann, außer vielleicht Pilot werden.


    Er treibt Sport, fährt Motorrad, geht auch mal mit Kumpels "einen saufen" (natürlich in Maßen ) und lebt ein ganz normales Leben.


    Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne eine PN

    Mein Mann ist seit seinem 25. Lebensjahr Typ 1-Diabetiker. Dieses Jahr wird er 50 und hat noch keine Folgeerkrankungen. :)^ Wenn man sich dementsprechend spritzt vorher, kann man alles essen und trinken. Mit Alkohol sollte man natürlich vorsichtig sein! Ansonsten kannst du aber alles machen, was du vorher auch gemacht hast. Natürlich musst du dich erst daran gewöhnen und lernen, wie dein Körper reagiert. Mein Mann spritzt z. B. bei körperlicher Belastung entweder gar nicht oder weniger, um nicht in eine Unterzuckerung zu kommen. Das muss aber jeder für sich ausprobieren.


    Auch für meinen Mann war es anfänglich schwer, die Krankheit anzunehmen. Aber mit der Zeit lernt man, damit umzugehen.


    Unsere Tochter ist gesund, sie war allerdings schon 16 Monate, als bei meinem Mann der Diabetes diagnostiziert wurde. Aber das hat man ja eh schon in den Genen, also von daher...


    Ich wünsche dir alles Gute! @:)

    Widme dem Diabetes so viel Zeit wie nötig und so wenig wie möglich. Am Anfang steht die Krankheit vor dir wie eine schier unüberwindbare Mauer. Aber mit der Zeit kennst du dich, deinen Körper, deine Krankheit. Und weisst entsprechend, was du wie machen musst, um nicht für den Diabetes leben zu müssen.


    Ich hab die Diagnose vor rund neun Jahren mit 26 bekommen. Und dachte auch, jetzt sei alles vorbei. Obwohl, mir gings vor der Diagnose so miserabel (man geht ja nicht zum Arzt wegen diesen paar Symptomen), da war ich schon froh, dass mein Leiden nun einen Namen hat. Und dass man was dagegen machen kann. Man kann nämlich sehr gut mit Diabetes leben. Du kannst alles machen, was du gerne machst. Dein Leben kann ganz normal weiter gehen. Mit Sport, mit Essen, mit Party, mit was auch immer. Die Voraussetzung ist, dass du dich am Anfang sehr gut informierst. Lass dir Zeit, zu beobachten, wie dein Körper auf Aktivität, auf Essen und alles, was den Zucker beeinflussen kann, reagiert. Und dann lernst du daraus, wie du darauf zu reagieren hast.


    Dem Diabetes widme ich pro Tag maximal 15 Minuten. Die anderen 23 Stunden und 45 Minuten gehören mir. Mehr kriegt der nicht. ;-)

    @ Niklas442

    Zitat

    Weiß dein Umfeld bescheid? Familie ist klar, aber was ist mit Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen?

    Ich gehe damit nicht hausieren. natürlich weiß die Familie bescheid. Die Verwandten und Freunde auch. Die bekommen ja auch das Messen und Spritzen mit. Die meisten Arbeitskollegen (bin im Aussendienst) wissen es auch. Ich sage zwar nicht "hey, ich hab da was feines", aber verstecken tu ich es nicht. Im Grunde ist es auch besser, wenn das Umfeld Bescheid weiß, denn wenn man plötzlich doch mal mit Unterzucker in der Ecke liegen sollte, dann wäre es doch besser, wenn man weiß, wie man ggfs. reagiert.


    Wobei wir da wären:

    Zitat

    Wurdest du schon mal bewusstlos wegen Unterzucker?

    Nein, noch nie. Mein tiefster gemessener Wert war 28, da war es höchste Eisenbahn. Ich merke aber Unterzucker zum Glück rechtzeitig so dass "gemütlich" Zeit ist, gegenzusteuern. Ich habe natürlich auch immer etwas dabei. Im Auto verteilt sind kleine Colaflaschen (fahre sehr viel), in der Jacke Traubenzucker, in der Aktentasche auch Getränk oder Obst usw. Gibt auch psychisch Sicherheit. Ohne Zuckerzeugs dabei fühle ich mich nackt ;-)

    Zitat

    Das mit dem Freestyle Libre kling ja ganz gut, aber wer bezahlt das? 60€ (für zwei Wochen) ist ja nicht gerade wenig. Tragen das die Krankenkassen?

    Das hängt wohl von der Kasse ab. Ich bin privat versichert bzw. Beihilfeberechtigt, da läuft das reibungslos.

    Zitat

    Und spritzt du oder hast du eine Pumpe?

    Ich spritze. Zur Pumpe habe ich Berührungsängste. Das ist aber rein persönlich. Ich möchte nicht ständig so ein Ding an mir baumeln haben. Ich weiß aber, dass die Pumpenträger davon schwärmen. Ist ja noch diskreter. Keine Spritze mehr zücken, einfach ggfs. ein Knopfdruck durchs Hemd...


    Die autonomen Systeme werden kommen, da bin ich mir sicher. Und es wird sicher nicht mehr all zu lange dauern.


    Noch dies:

    Zitat

    Habe auch gehört, dass es da immer wieder Anfeindungen gibt

    Um Himmels Willen...warum das denn? Das habe ich nie erlebt. Ich wurde auch noch nie für einen Junkie gehalten. Andere nehmen Tabletten, ich hau das Zeug halt per Kanüle in den Körper...hat sich auch keiner ausgesucht. Negative Anmachen gab es nie.

    Kann dich auch beruhigen - mein mann hat Diabetes Typ I vor 7 Jahren mit 23 diagnostiziert bekommen und mittlerweile merkt man es im Alltag kaum.


    Er hat eine Pumpe, da entfällt die Suche nach Möglichkeiten sich zu spritzen. Viele im Umfeld sind total erstaunt, wenn sie mitbekommen, dass er Diabetes hat, weil es ihm im Alltag nicht einschränkt.


    Übrigens:

    Zitat

    Alkoholexzesse gehen nicht

    Auch das geht, wenn man vorsichtig ist und die Reaktionen des Körpers kennt.


    Es ist auf keinen Fall anzuraten, aber selbst wenn es passiert, heißt es nicht dass es Krankenhaus endet.

    Bei einem Exzess ist man aber nicht vorsichtig ;-)


    Deshalb die Warnung. Alkohol geht genussvoll und mit Bedacht.


    Wenn man es beim Spritzen und regelmäßigem Essen berücksichtigt, darf auch mal länger gefeiert werden.

    Kann sein, dass es durch die Pumpe leichter ist, aber was mein Mann und seine Jungs da manchmal starten, läuft nicht unter "genussvoll und mit Bedacht" ;-)


    Werte aber durchweg gut.


    Ich will eigentlich nur Niklas442 beruhigen - auch als junger Mann mit Diabetes kann man feiern gehen, Alkohol trinken und einen drauf machen. Ist nicht ganz so easy wie als vollständig gesunder Mensch, aber man muss nur zwangsläufig zum Stubenhocker werden.

    Danke dass ihr mir alle Hoffnung macht und eure Geschichten teilt.


    Bin gerade am Handy und kann nicht auf jeden Beitrag antworten, aber habe jeden ausgiebig gelesen.


    Gerade durchlebe ich ganz krasse Hochs und Tiefs. Es wechselt alle paar Stunden. Von komplett deprimiert und verzweifelt bis halbwegs gelassen. Bin normal emotional total stabil aber das geht mir gerade richtig schlimm nach. Fühle mich wie der größte Pechvogel. Die Chance Typ 1 zu bekommen ist so unglaublich gering... Aber irgendjemanden muss es ja treffen.


    An die Betroffenen: habt ihr eigentlich einen Schwerbehindertenausweis? Technisch gesehen sind wir das doch oder? Ich will mich eigentlich nicht als solcher bezeichnen oder fühlen %-|


    Habt ihr noch Tipps wie ich die Krankheit akzeptieren und integrieren kann? Würde wirklich gerne Friede schließen aber kann das gerade noch nicht


    Aber um zurück in den Alltag zu finden muss ich das wohl.


    Mal sehen, ob ich ein halbwegs ordentliches Leben führen kann

    Du brauchst jetzt mal Zeit, damit sich das setzen kann. Ich denke, am schnellsten klappts mit dem Akzeptieren, wenn du dich umfassend informierst. Und zwar nicht in Apothekenblättchen, sondern bei Betroffenen. In Diabetikerforen, zB. dem Insulinclub. Ganz tolle Hintergrundinfos gibts bei diabetesinfo.de. Und natürlich auch hier.


    Das mit dieser Schwerbehinderung ist ein viel diskutiertes Thema. Bei uns in der Schweiz gibts das nicht, jedenfalls nicht, wenn man "nur" Diabetes hat. Und ich find das völlig richtig so. Andere sehen das anders. Ich finds aber auch schon schwierig, wenn man sich als schwer behindert anschaut als Diabetiker. Ich weiss, dass es um was anderes geht. Aber rein psychologisch betrachtet, seh ich mich höchstens als bedingt gesund ;-)


    Diabetes soll nicht verharmlost werden. Aber wenn man sich seriös darum kümmert, geht das gut mit der Krankheit.

    Ich denke, es ist normal, nach solch einer Diagnose die Flügel auch einmal hängen zu lassen. Wichtig ist aber, dass du dich nicht im Mitleid verlierst und rechtzeitig möglicherweise auch Unterstützung einholst.


    Natürlich ist es Mist, wenn auf einmal das Leben auf den Kopf gestellt wird, Einschränkungen dazukommen, man nicht weiß, wie die Zukunft mit einer Krankheit wird und und und. Es gibt sab wahrscheinlich nur wenige, die eine derartige Situation entspannt weglächeln. Wichtig ist, einzelne Schritte zu machen. Erwarte nicht zu viel auf einmal. Nimm dir kleine Portionen zum Erledigen vor. Die Beratung mit der Einstellung, Familie informieren, für sich gucken, was geht noch und und und.

    Das mit den Hochs und Tiefs ist völlig normal. Meinem Mann ging es in der Anfangszeit nicht anders. Du musst erst mal mit der veränderten Situation zurechtkommen u. lernen, sie anzunehmen. :)_ :)_ :)_


    Mein Mann hat einen Schwerbehindertenausweis - 50 %. Allerdings nicht von Anfang an, dass insulinpflichtige Typ I-Diabetiker einen Grad der Behinderung von 50 anerkannt bekommen, ist noch nicht so lange. Dafür musst du aber dein Insulin-Tagebuch regelmäßig führen u. ich meine, 5 x am Tag Insulin spritzen (mit Langzeit-Insulin). Mit der Anzahl, wie oft man spritzen muss, bin ich mir aber nicht ganz sicher. Aber das hat ja jetzt auch erst mal Zeit. Freunde dich erst mal mit der Situation an, und wenn sich das Ganze dann mehr eingespielt hat, kannst du das dann angehen. Alles nach und nach. Ein Schwerbehindertenausweis hilft dir in der Hinsicht weiter, dass du Kündigungsschutz hast und 5 Tage mehr Urlaub.

    Hallo


    ich bin Mutter eines vor knapp drei Jahren herztransplantierten Mädchens. Das heißt, sie wird nun zu einer jungen Frau. Sie ist 17 Jahre alt und wir haben nun seit kurzem auch die Diagnose Diabetes Typ 1 zusätzlich.


    Das ist nun für meine Tochter sehr schlimm, sie hat ja schon genug. Und sie hat eine Spritzenphobie.


    Ab nächsten Montag geht es zum Einstellen stationär ins Krankenhaus, ich muß als Begleitperson mit.


    Dort werden wir dann auch über alles informiert. Auch über Pumpe und so.


    Ich möchte mich hier in diesem Faden mich zum Austausch gern anschließen.


    Die Depriphasen kenne ich von meiner Tochter auch. Vor allem aber ist es mit dem Essen ganz schwierig. Sie hat wenig Hunger. Ist oft unter Zucker. Und nimmt so schon unglaublich viele Medikamente. Nunja, wir werden sehen, wie das dann wird.


    GLG