@ marion

    Zitat

    weil ich weiss,wieviel man von den dingen "braucht"um was brotähnliches zu erhalten-bzw damits überhaupt zusammenhält


    egal.......

    Ich backe auch nicht erst seit gestern Brot, wobei man das Quarkbrot wohl eher nicht Brot nennen kann. Ähnelt eigentlich eher einem Kuchen, nur halt auf herzhafter Basis.


    Und das Zusammenhalten ist weniger das Problem. Man kann im Grunde alles möglich zusammen panschen. Man muss nur etwas rumexperimentieren und wenn man Glück hat, schmeckt es sogar noch ;-D Ich bin zumindest noch nicht irgendwo reingefallen obwohl ich schon einige Rezepte abgewandelt habe.

    Zitat

    ausserdem-brotliebhabern wird ersatzbrot meist nicht schmecken

    Das "Brot" hat er schon mal gegessen, da ich es, wie gesagt, schon mal gebacken habe. Aber es ist halt schon länger her. Wenn es ihm schmeckt, soll er es doch backen und essen. Normales Brot wird er aber dennoch weiterhin essen.

    Zitat

    wenn dein vater knäckebrot mag,WASA köstlich hat sehr wenige KH-glaub 5g pro scheibe.jedenfalls wirkt sich das bei mir,so ich nur 2-3 scheiben davon esse,nicht auf meinen BZ aus.

    Knäcke isst er tatsächlich hin und wieder ganz gerne. Gibt es denn da unterschiede zwischen den Knäckebroten bezüglich kohlenhydrate, oder sind sich da alle recht ähnlich?

    @ agnes

    Zitat

    Wie ißt denn der Rest der Familie? Sind die anderen alle dünn? Gesunde Ernährung für den Diabetiker ist ja nicht anders als für nicht-Diabetiker. Er er mit Euch sinnig ißt, nimmt er ab und der BZ wird besser.

    Meine Mutter, mein Bruder und ich sind normal schlank. Meine Schwester ist leicht übergewichtig, aber auch erst seitdem sie allein wohnt und sich nicht gerade gesund ernährt. Also gesund schon, aber sie nascht halt viel zwischendurch und bewegen tut sie sich auch nicht gerade viel, dabei war sie mal Leistungssportlerin. Man kann schon sagen, dass meine Schwester meinem Vater recht ähnlich ist, was Ernährung betrifft.

    Zitat

    Knäcke isst er tatsächlich hin und wieder ganz gerne. Gibt es denn da unterschiede zwischen den Knäckebroten bezüglich kohlenhydrate, oder sind sich da alle recht ähnlich?

    unterschiede-sonst würd ichs ja nicht erwähnen.


    ob 5g kh oder 10 istja doch ein deutlicher unterschied für nen diabetiker


    schaumal auf die WASA -HP und vergleiche

    was ich halt nicht verstehe ist, ist dein Vater denn nicht so auf Insulin eingestellt das es völlig egal ist wieviele BEs er isst? Also das er eben anhand der Menge spritzt? das ist doch für eine Ernährung wie man möchte, dass was man am besten umsetzen kann. Ok man muss rechnen, dafür muss man auf nichts verzichten sondern nur noch drauf achten nicht zuzunehmen.


    Unter reinem Metformin oder ähnlichem gehts natürlich nicht, aber wenn er eh spritzen muss...


    oder wird da noch versucht ob er von den Spritzen wieder runterkommt? geht ja manchmal bei Typ2, oft aber auch nicht.

    @ Marion

    Ok, danke dir für die Info.

    @ beetlejuice

    Das Problem bei meinem Vater ist, dass er sehr stark mit Gewichtszunahme reagiert umso mehr Insulin er spritzen muss. Obwohl er sich erst seit 3-4 Wochen spritzt, hat er schon 3kg zugenommen.


    Bei meinem Vater wirkt sich Bewegung/Sport und Abnahme sehr positiv auf den Zuckerspiegel aus. Daher konnte er sich auch erstaunlich lange mit Metformin über Wasser halten. Hätte er noch mehr Sport getrieben, hätte er das mit dem Spritzen wahrscheinlich noch weiter hinauszögern können. Das Problem war halt, dass er durch seinen Job selten den Nerv hatte, sich am Abend noch sportlich zu betätigen.

    Zitat

    Vom Insulin allein nimmat man ja nun nicht zu. ;-)

    Eine andere Erklärung gibt es momentan dafür nicht. Mein Vater hat sich auch nicht anders ernährt in den letzten Wochen. Außerdem hat er sogar mehr Bewegung gehabt seit er krank geschrieben ist. Er hat ja jetzt die Zeit sich zu bewegen.

    Zitat

    Ist mal Exenatide erwogen worden?

    Das sagt mir jetzt nichts. Ich weiß aber, dass neben Metformin noch anderes ausprobiert wurde. Kann dir aber nicht sagen was.

    Von Insulin kriegt man gewaltig Hunger. Wenn man dem eisern widersteht, nimmt man nicht zu. Man saugt das Gewicht ja nicht aus der Luft auf.


    Ein hiesiger Diabetologe sagt Leuten, die meinen, daß sie zunehmen, ohne mehr zu essen, daß sie sich mal mit ihrer Insulinspritze auf die Waage stellen sollen und dann mit einem Teller Essen. Gutes Argument!


    Exenatid drückt den Blutzucker und den Appetit. Wenn man es verträgt sollte man es bei Übergewciht auf jeden Fall probieren. Manchen Patienten wird etwas übel, aber die meisten finden es toll, weil sie eben abnehmen.

    Zitat

    Ist mal Exenatide erwogen worden?

    ....oder Liraglutid.


    Beides ist keine schlechte Variante.


    Ich nehme schon seit Jahren Victoza (Liraglutid), in Verbindung mit Insulin und konnte meinen BE Faktor damit deutlich senken und habe auch abgenommen.

    Zitat

    Manchen Patienten wird etwas übel,....

    Das ist noch nett ausgedrückt. ;-)


    Mir war zwei es Wochen lang wirklich extrem übel und ich hatte auch starke Magenschmerzen. Es hat sich aber definitiv gelohnt, die zwei Wochen durchzustehen. Seitdem habe ich auch keinerlei Nebenwirkungen mehr.

    Nna das passiert bei metformin aber auch..hab das drei jahre off label genommen. . Bah was war mir anfangs schwindelig und schlecht und auf Toilette ist man auch dauernd gerannt weil es nur durchfall gab..


    Und ja aus eigener Erfahrung zuviel indulin macht hunger..aber zunehmen tut man vom essen..


    Ich finde nur ne gute alternative eben das wegzuspritzen was man essen will..das müssen ja keine drei portionen sein.. dann hat man auch nicht zuviel insulin im blut sondern einfach richtig viel

    @ beetlejuice

    Was glaubst du, warum mein Vater jetzt jede Woche eine Ernährungsberatung hat? Aus Spaß? Wenn es doch so einfach wäre alles weg spritzen zu können, dann bräuchte man ja sowas nicht :=o


    Und nochmal: Insulin kann dick machen. Das kann euch jeder Diabetologe bestätigen. Klar, dass Insulin an sich hat jetzt keine Kalorien, aber sobald man sich das Zeug spritzt, verändert sich nun auch mal der Stoffwechsel. Man muss dann nicht zwingend mehr essen, um zuzunehmen.


    Mit Insulin ist es letztendlich wie mit anderen Hormonen. Sei es bei den Frauen die Pille nehmen und zunehmen, obwohl nichts an den Essgewohnheiten geändert wird oder seien es die Patienten, die eine Schilddrüsenunterfunktion haben und zu Gewichtszunahme neigen.


    Ich hab da jetzt ehrlich gesagt auch keinen Nerv darüber zu diskutieren. Nehmt mir das bitte nicht übel.

    Insulin macht dick wenn man ZUVIEL davon im Blut hat, nicht wenn man so spritzt, dass es genügend ist.


    Genau das hab ich vorher auch gesagt... hab ne Insulinresistenz also immer die ca 10fache DOsis im Körper, da weiß ich schon wovon ich spreche.


    Und das mit dem wegspritzen ist halt eine art der Einstellung die dein Vater wohl nicht hat, immerhin zählt er ja keine BEs... diese Art der Einstellung würde aber dazu führen, dass man eben nicht zuviel Insulin im Körper hat sondern genau richtig, und daher davon auch nicht zunehemn kann, und essen kann was man möchte...


    Wäre mal was das man mit dem Arzt klären sollte und zwar ER persönlich.

    Es kann sein, dass es bei meinem Vater wohl auch nur eine vorrübergehende Phase ist. Er ist halt noch nicht wirklich richtig eingestellt. Kann durchaus sein, dass sich dass das mit dem Gewicht wieder legt. Das will ich ja nicht abstreiten.

    Zitat

    Und das mit dem wegspritzen ist halt eine art der Einstellung die dein Vater wohl nicht hat, immerhin zählt er ja keine BEs...

    Wo habe ich geschrieben, dass er keine BEs zählt? Das macht er durchaus, seit ihm das der Azt vor einigen Tagen gesagt hat. Aber es ist halt eine ziemliche Umstellung für ihn.

    ja aber erst vor einigen Tagen...


    wer BEs mit IEs wegspritzt hat ein extra Schema und muss von anfang an mit BEs rechnen, das tut dein Vater ja offensichtlich nicht... darum wird er so eingestellt sein, dass er je nach Wert immer das gleiche spritzt egal was er isst... völlig andere Methode, und damit kommen halt einige nicht so klar.

    @ Parvati

    Ich will Dir nicht zu nah treten, aber kann es sein, dass Dein Vater Alkoholiker ist? Denn wenn er das seinem Arzt erzählen würde, dass er jeden Abend 3 Flaschen Bier trinkt, dann würde der Arzt Ihn als Alkoholiker ansehen!

    @ beetlejuice

    Ich verstehe gerade nicht so richtig, was du sagt... und ich sehe ehrlich gesagt momentan selber nicht so richtig durch, was bei meinem Vater gemacht wurde und gerade gemacht wird. So, wie ich es verstanden habe, hat er vor einem Monat erst mit festen Einheiten angefangen zu spritzen. So, dass er wohl Früh, Mittags und Abends eine Spritze direkt vor dem Essen setzen musste. Das Problem war da wohl, dass die Einheiten entweder zu niedrig oder zu hoch waren, je nachdem was er dann gegessen und sich eventuell noch bewegt hat. Daher war er auch häufig unterzuckert oder eben überzuckert.


    Jetzt ist es wohl so, dass er, bevor er sich spritzt, wissen muss, was er isst und ob und wie er sich hinterher bewegt. Da soll er dann dementsprechend die Einheit spritzen, die er dann braucht.

    @ Garou

    Du trittst mir gewiss nicht zu nahe. Ich sehe es ja ebenfalls so, dass mein Vater ein Alkoholproblem hat. Wobei Alkoholiker schon ein hartes Wort ist, was ich im Bezug auf meinen Vater nur ungern nutze. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, ab wann man ein Alkoholiker ist. Ist man es schon nach einer Flasche Bier am Abend oder doch erst nach fünf? Oder ist die Menge gar nicht erst enscheidend sondern eher die Tatsache, dass man ohne Alkohol einfach nicht mehr kann, egal wieviel es ist? Ich weiß es nicht... Was ich sagen kann ist, dass er schon mal mehr getrunken hat. Wie ich bereits erwähnte 1L Wein und 3 Flaschen Bier. Den Wein, den hat er zumindest seit einiger Zeit weg gelassen. Es war noch nicht mal besonders guter Wein sondern billiger Tafelwein aus dem Tetrapack. Das sagt ja schon mal, dass der Geschmack für ihn noch nicht mal zwingend entscheidend ist sondern einfach nur der Alkohol.


    Was außerdem noch auffällig ist, dass er, wenn er in Gesellschaft ist, durchaus noch mehr trinkt. Dann bleibt es nicht nur bei den 3 Flaschen Bier am Abend sondern dann kommen tagsüber gerne noch Schnaps und Whisky hinzu. Ich möchte mir gar nicht erst ausmalen, was er dann erst alles in sich rein bechert, wenn meine Schwester in ein paar Wochen heiratet. Da wird wohl meine Mutter wieder die Notbremse ziehen müssen, wie so oft auf Feiern.


    Aber was soll ich machen? Es ist, wie ihr ja schon alle sagtet, sein Leben. Wenn er selbst nicht er kennt, dass er ein Problem hat, kann man da nur schwer was machen.


    Ich weiß noch, wie ich mich mal vor ein paar Jahren, wo mein Vater noch mehr trank, an meine Mutter wendete und zu ihr sagte: "Meinst du nicht, dass das etwas viel ist, was er jeden Abend trinkt? Siehst du nicht, dass er ein Problem hat? Siehst du nicht, dass er Hilfe braucht? Wäre es nicht sinnvoll, wenn er mal eine Therapie macht?"


    Und meine Mutter hat mir daraufhin gesagt, dass sie es durchaus schon mitbekommen hat, das er ein Problem hat, aber einen Therapeuten bräuchte er deswegen noch lange nicht. Und damit war das Gespräch gegessen. Ja, aber ich wurde dazu genötigt einen Therapeuten aufzusuchen, weil ich an den Nägeln gekaut habe %-|

    Zitat

    Ich verstehe gerade nicht so richtig, was du sagt... und ich sehe ehrlich gesagt momentan selber nicht so richtig durch, was bei meinem Vater gemacht wurde und gerade gemacht wird.

    Genau hier scheint das Problem zu liegen, keiner scheint so richtig durchzublicken.


    Denkst du nicht, dass es mal sinnvoll ist, wenn du mal mit zum Arzt gehst und dir alles mal richtig erklären lässt.


    Bei was für einem Arzt ist dein Vater eigentlich, bei einem Allgemeinarzt/Internisten oder einem Diabetologen?

    Er ist bei einem Allgemeinarzt in Behandlung und bei einem Diabetologen. Aber warum sollte ich mit ihm zum Arzt gehen? Kann ja wohl kaum die ganze Familie antanzen *g* Meine Mutter geht schon immer mit ihm mit. Das muss genügen. Ich werde einfach meinen Vater nochmal genau fragen, wie die Therapie im Detail aussieht.

    Zitat

    Das muss genügen.

    Tut es aber offensichtlich nicht.


    Du schreibst, du machst dir Sorgen um deinen Vater, aber so richtig übernimmst du keine Eigeninitiative.


    Hier kann man dir nur, sehr eingeschränkt helfen.

    Zitat

    Ich werde einfach meinen Vater nochmal genau fragen, wie die Therapie im Detail aussieht.

    Wenn du der Meinung bist, dass dein Vater wirklich alles verstanden hat und dir nichts verschweigt, kannst du das tun.


    Meine Erfahrung, gerade bei älteren Diabetikern, ist aber, dass sie gerne die Dinge verschweigen, die ihren gewohnten Lebenswandeln ändern.


    Deshalb meinte ich ja auch, dass du mal mit zum Arzt gehst, am besten zum Diabetologen.

    Hallo, ich finde, du hast lange genug dich bemüht, deinen Vater auf den richtigen Weg zu bringen.


    Ich kenne das Problem, man kann sich einfach nicht zurückhalten. Aber deprimierend ist es, wenn man den Leuten helfen will , aber sie selbst einfach nicht in die Pötte kommen und ignorant sind. und dann kommst du nämlich an den Punkt, wo du dir im Grunde genommen nur selber schadest. Du bist immer wieder abgeprallt, und das macht einen ganz krank.


    Zieh dich zurück und misch dich nicht mehr ein. Dein Vater ist für sich selbst ALLEINE verantwortlich. Am besten verkündest du ihm genau das, und lässt ihn dann ein für allemal gewähren.


    Ich habe das mit meinen Eltern auch gemacht, könnte dir zig Stories erzählen, habe ihnen im Winter Datteln massenhaft geschickt (wohne in der Schweiz), Gerstensaft (was so gesund sein soll), in langen erschöpfenden Telefonaten auf meine Mutter eingeredet, sie soll an die frische Luft gehen zum spazierengehen und nicht immer nur drin rumhängen, auf sie eingeredet, sie soll doch versuchen, nicht mehr so viele Medikamente zu nehmen usw. Ach, das war oft so frustrierend. Die leben nach dem Motto "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht". Alles nach alter Väter Sitte. .... Irgendwann habe ich mir gesagt, jetzt ist Schluss mit meiner "Missionarsarbeit". Sonst wär ich selbst noch drüber krank geworden. Ich gebe jetzt keine Ernährungs- und keine Gesundheitstipps mehr. Null. Neben meinem Telefon habe ich einen Zettel stehen, wo das drauf steht, damit ich es nicht vergesse und beim Telefonieren nicht wieder die Gäule mit mir durchgehen. Auch telefoniere ich nicht mehr so oft mit ihnen. Ich habe nämlich festgestellt, dass sich selbst 600 km entfernt immer noch viel zu viele Gedanken um meine Eltern in meinem Heimatort kreisten. Das habe ich abgestellt. Das Geheimnis liegt darin, sich zurückzuhalten.


    Folgender Satz hat mir dabei gut geholfen, habe ich mal in einem Buch über Feng Shui gelesen: Sie sollten ihre Kräfte unablässig kontrollieren, zurückhalten und speichern, denn genau das wird Ihnen den grossen Erfolg bringen.


    Alles klar?


    lg


    andreali