Orgasmusprobleme! Körper oder Geist, oder beides?

    Hallo!


    Ich bin 44 Jahre alt und seit 32 Jahren Diabetiker. Mein Diabetis ist mit ICT gut eingestellt.


    Trotzdem habe ich seit Jahren Probleme zum Orgasmus zu kommen.


    Das zieht sich nun mittlerweile durch mehrere Beziehungen. Das Ganze liegt nicht an fehlender Attraktivität oder Stimmulanz der Partnerin.


    In ca. 7 von 10 Fällen, kann ich durch "normalen" Sex nicht zum Höhepunkt kommen. In den Fällen wo ich kommen kann, dauert es mitunter sehr lange. An ein zweites Mal innerhalb von 24 Stunden ist gar nicht zu denken. Meine Partnerin und ich wollen aber mehr Sex und sind auch dementsprechend heiß aufeinander. Jedoch klappt es meistens eben nicht. Das ist nicht nur für mich, sondern auch für meine Partnerin eine hohe psychische Belastung. Dadurch setzten wir uns beim nächsten Mal wieder unter Druck, so dass es dadurch wieder nicht klappt. Hinzu kommt, dass ich mit dem Penis und der Eichel fast nichts spüre beim Sex. Das hat nichts mit der Enge der Vagina zu tun. Ich bin auch nicht beschnitten. Manchmal kann ich nur kommen, wenn Hand oder Mund angelegt wird.


    Wenn ich mich selbst befriedige, komme ich innerhalb von 3-4 Minuten. Meine Potenz ist sehr gut ausgeprägt. Ich kann ohne Weiteres eine 90minütige Erektion halten, aber kommen kann ich nicht.


    Ich befürchte, dass es eine Mischung aus Kopf- und Körperproblem ist. Ich bin ein extremer Kopfmensch und denke über vieles nach - auch beim Sex. Dadurch bin ich schnell abgelenkt und die Erregungskurve sackt in den Keller.


    Das Problem besteht nun schon seit ca. 11 Jahren bei unterschiedlichen Partnerinnen. Ich habe alle (wirklich alle) sexuellen Praktiken, Mittelchen und Kniffe ausprobiert. Meine jeweiligen Partnerinnen waren immer sehr verständnisvoll und haben mich nie unter Druck gesetzt. Den Druck mache ich mir selbst! Sogar einen Urologen und Psychologen/Sexualtherapeutin habe ich konsultiert. Ohne Erfolg!


    Ich befinde mich in einem Teufelskreis und komme da nicht raus.


    Hat hier irgendjemand ein ähnliches Problem? Ich befürchte, dass meine Beziehung dadurch kaputt geht.


    Vielen Dank

  • 11 Antworten
    Zitat

    Ist doch super. Wieso ist dein/euer Ziel, dass du während des Geschlechtsverkehrs zum Orgasmus kommst?


    Benutzt du Kondome?

    Ganz einfach! Weil meine Partnerin sich Vorwürfe macht, dass sie mich nicht befriedigen kann bzw. ich sie nicht attraktiv genug finde. Gleichzeitig mache ich mir selbst Vorwürfe. Gemeinsam beim Sex zu kommen ist doch wohl das innigste was man erleben kann, oder?


    Ich benutze keine Kondome!

    Meine Partnerin ist sehr orgasmussfreudig. Sie kommt sowol vaginal, klitoral und anal. Auch durch Oralverkehr. Sie kommt bei jedem Sexakt zu 4- 6 Orgasmen, während ich mir quasi einen abrackere und gar nicht oder nur sehr schwierig kommen kann. Das beschert ihr ein zusatzliches, schlechtes Gewissen, wodurch sie sich immer weniger fallenlassen kann und sich damit bei ihr auch ein psychologisches Problem aufbaut.


    Im Prinzip ist alles schon zum Scheitern verurteilt :-(

    Verhueter


    11.04.17 20:50


    Muss mal drauf hinweisen: Schreib doch einfach öffentlich. Das ist der Sinn eines Forums.


    Es gibt Sachen die kann man nicht öffentlich schreiben und hier schon garnicht, da es hier Leute gibt die anderen ihre Meinung nicht akzeptieren können.

    aquidan

    Zitat

    Ganz einfach! Weil meine Partnerin sich Vorwürfe macht, dass sie mich nicht befriedigen kann bzw. ich sie nicht attraktiv genug finde. Gleichzeitig mache ich mir selbst Vorwürfe.

    Mir springt hier der Begriff "Vorwürfe" entgegen.


    Wieso macht Ihr Euch selbst Vorwürfe? Wegen was?


    Ich denke hier solltet Ihr mal ansetzen - nicht daran, an den Gegebenheiten mehr oder weniger krampfhaft etwas ändern zu wollen.


    Es gibt auch genug Frauen die beim Vaginalsex o.Ä. nicht kommen - da wird dann eben anders nachgeholfen. Warum sollte das also nicht umgekehrt auch so sein? Was ist daran schlimm?

    Zitat

    Gemeinsam beim Sex zu kommen ist doch wohl das innigste was man erleben kann, oder?

    Ist es nicht das Innigste im Gesamten gemeinsame Wege zu finden auf denen sich Beide wohlfühlen? Ein gemeinsamer, durch Penetration/Vaginalsex erlebter Orgasmus ist sicher etwas Tolles - aber sollte doch nicht das einzige Ziel sein durch dessen Wunsch danach man sich viele Andere schöne (und letztendlich genauso innige Erlebnisse nur auf andere Art) Möglichkeiten selber vermiest?