Panische Angst vor Diabetes, aber erhöhter Blutzucker

    Hallo :-)


    Ich habe schon seit frühster Kindheit mit seltsamen Blutzuckerwerten zu kämpfen, die Werte waren schon immer grenzwertig, aber Diabetes wurde nicht bestätigt, Gott sei Dank. Irgendwann hab ich dann keinen Bock mehr gehabt und mich trotzdem fast nur von Zucker ernährt. Meine Mutter kämpft auch mit erhöhten Werten, wie bei mir. Ein Arzt meinte, wir würden höchstwahrscheinlich zu den wenigen Menschen gehören, auf die die Referenzwerte nicht zutreffen würden.


    Nun habe ich gestern eine Tafel Schokolade, ein Snickers und eine Tüte Haribo gegessen. Etwa eine Stunde später kam ich mit Verdacht auf Schlaganfall oder Gehirntumor ins Krankenhaus. Dort war ich verständlicherweise sehr aufgeregt und war kurz vor einer Panikattacke. 90 Minuten nach dem Essen der vielen Süßigkeiten lag der Blutzucker bei 178. Der Arzt schob das auf die Aufregung und die vielen Süßigkeiten und sah keinen Grund zur Sorge. Auch mein Blutdruck war sehr hoch, während er zu Hause noch völlig normal war.


    Meine Hausärztin macht nun aber Stress, der Wert wäre viel zu hoch, ich hätte garantiert Diabetes. Nun sitze ich hier und bin völlig panisch. Denn Diabetes zu haben, damit kann ich nicht leben.


    Wie beurteilt ihr den Wert? Langzeitwert lag Anfang des Jahres bei 6,2, Test war aber verfälscht. OGTT war da auch unauffällig. Ich habe keine Symptome, außer Durst, wenn ich mich drauf konzentriere. Trinke nicht mehr als 1l am Tag und gehe in 24h meist nur 4-5x auf Toilette. Vor erneuten Tests hab ich zu viel Angst....


    Dankeschön.

  • 43 Antworten

    Was ist an Diabetes nun so schlimm, ein Panikorchester anzustimmen?


    Warum trifft Dich die Panik nicht eher bei so viel Süßigkeiten? Dass Du so was erst gar nicht isst???


    Und dann ist der Zucker eben auch so hoch. Du hast wegen Deines schlechten GEwissens so viel STress für den Körper geschaffen, dass es Dir nicht gut ging. Nicht mehr und nicht weniger, vermute ich.


    Diabetes ist kein Henker des sofortigen Todes. Man kann Jahrzehnte damit leben, sicherlich aber nicht mit solchen törichten Dingen wie Gummibärchen. Genau dieser Konsum könnte aber genau das fördern, was Du nicht willst.


    Warum kannst Du nicht netter sein zu Deinem Körper???


    Wenn es Dich gelüstet nach SChoki, dann kauf eine TAfel mit 90 %, geh in einen türkischen Laden, kauf eine Tüte geröstete Haselnüsse und probier mal ein STück zusammen mit 5 Nüssen. Und es gibt keinen Anstieg von Blutzucker. Garantiert. Und es schmeckt köstlich.


    Man kann Insulin testen lassen, den Langzeitwert, best. Antikörper, alles in einem endokrinologischen Institut, die haben ein gutes Budget für Blutabnahmen. Bis man einen Termin kriegt, kann es 9 Monate dauern, also heute besorgen, die Wartezeiten werden nicht kürzer, wenn man erst WEihnachten einen Termin macht.


    Verstehen, dass der Kreislauf die Gier nach mehr essen und noch mehr Süßem genau durch die Süßigkeiten provoziert werden. Wer Zucker (und andere KH's) stark reduziert, bekommt solche Attacken auch gar nicht mehr.


    SChlemmen kann man trotzdem reichlich.

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    Irgendwann hab ich dann keinen Bock mehr gehabt und mich trotzdem fast nur von Zucker ernährt.

    Stell Deine Ernährung um !

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    Etwa eine Stunde später kam ich mit Verdacht auf Schlaganfall oder Gehirntumor ins Krankenhaus

    Ah ja .... ??? Wer hat Dich eingewiesen, Du Dich, ein Angehöriger, ein Arzt ?

    Zitat

    Denn Diabetes zu haben, damit kann ich nicht leben.

    Können Millionen anderen Menschen auch – ist ne Einstellungssache, sowohl von den Medis als auch von der mentalen !!


    Tu was gegen Deine Panikattacken, sie behindern Dein klares (Nach)Denken.


    Lass Deine Blutwerte checken – nüchtern !! , ohne eine Tonne Zucker vorher zu essen, also Termin zur Blutentnahme bei deinem Doc gleich morgens.

    Zitat

    Denn Diabetes zu haben, damit kann ich nicht leben.

    dann ernähre Dich so schlau, dass Du Werte eines Gesunden hast. Dabei kann man super schlemmen. LOGI ist eine gute Ernährungsform dafür.


    Alles andere wäre eben das Gegenteil von schlau....

    Ja, das mit dem Essen von Süßigkeiten ist so eine Sache. Mir ist klar, dass das dumm ist und ich reduziere es gerade gewaltig. Es war halt so, dass ich als Kind nichts Süßes essen durfte und dann, als es mir keiner mehr verbieten konnte, hab ich halt zugeschlagen und mich dran gewöhnt. Auch wenn es sehr sinnvoll wäre, auf Kohlenhydrate kann ich leider nicht verzichten bzw. den Konsum einschränken. Das hab ich schon probiert, das ging nicht. Nach einer Woche LOGI hätte mich diese Art der Ernährung beinahe ins Krankenhaus befördert, kann ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache sein^^ Ich werde jetzt von Weißmehl auf Vollkornmehl umstellen, mehr ist mir leider nicht möglich.


    Das mit der Panik vor Diabetes ist bescheuert, das ist mir schon klar. Hat aber seine Ursachen, die ich derzeit therapeutisch aufarbeite. Nur so schnell greift die Therapie leider nicht und der gemessene Wert hat mir wieder Angst gemacht. In meiner Kindheit ist viel passiert, so dass ich innerlich zu der Überzeugung kam, dass man mit Diabetes nicht leben kann, auch wenn ich logisch weiß, dass es anders ist.


    Rübensüßchen, ich hatte gestern neurologische Ausfälle, konnte nicht mehr gucken und mein linker Arm sowie mein Gesicht wurde taub. Ich hatte das schon mal, da lag es an der HWS. Da mir dieser Ausfall große Angst machte, ging ich ins Krankenhaus, um mich orthopädisch behandeln zu lassen. Das Krankenhaus schickte mich jedoch gleich zur Neurologie, wegen des Verdachts des Schlaganfalls. Deswegen wurden auch die Blutwerte bestimmt. Das CT war Gott sei Dank unauffällig und mir ging es wieder gut, so dass ich ??auf eigene Verantwortung und gegen ärztlichen Rat?? nach Hause durfte.


    Normal habe ich keine Panikattacken, die hatte ich nur im Moment des Blutabnehmens, weil ich völlig durch den Wind war.


    Also, ich weiß, dass ich um eine weitere Blutabnahme nicht herumkomme. Doch was sagt ihr nun zu dem hohen Wert nach ordentlich Süßkram und bei Aufregung? Muss ich zwangsläufig Diabetes haben?

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    Also, ich weiß, dass ich um eine weitere Blutabnahme nicht herumkomme. Doch was sagt ihr nun zu dem hohen Wert nach ordentlich Süßkram und bei Aufregung? Muss ich zwangsläufig Diabetes haben?

    Nein .... nach Süßkram ist es logisch, dass Dein Zuckerspiegel durch die Decke geht... Insulin muss ja erst mal wirken.

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    Denn Diabetes zu haben, damit kann ich nicht leben.

    Dann solltest Du entweder Deine Ernährung umstellen oder Deine Einstellung zum Diabetes. Am besten beides.


    Was Du sonst noch so beschreibst, hat sicherlich nichts mit Diabetes zu tun sondern mit Deiner Psyche und den Folgen. So was würde ich viel ernster nehmen als eine "läppische" Zuckerkrankheit Typ 2 (die ich selbst übrigens habe, daher nehme ich mir mal die Freiheit das so zu bezeichnen).

    ich bin an beiden Sachen dran ;-) Hab heute zum ersten Mal ganz dunkle Schokolade anstelle von normaler Vollmilchschokolade gegessen.


    Wie gesagt, ich kämpfe seit rund 15 Jahren mit leicht erhöhten Werten. Vor Diabetes Typ 2 hab ich nicht so große Angst, sondern vor Typ 1. Da ich nun schon so lange damit rummache, ist Typ 1 eher unwahrscheinlich, oder?

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    Auch mein Blutdruck war sehr hoch, während er zu Hause noch völlig normal war.

    Das ist ja kein Wunder, bei der Aufregung ;-)

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    twa eine Stunde später kam ich mit Verdacht auf Schlaganfall oder Gehirntumor ins Krankenhaus.

    Wer hatte diesen Verdacht und aufgrund welcher Symptome? Es könnte nicht einfach eine Panikattacke gewesen sein, ausgelöst durch die vielen Süßigkeiten auf einmal und das schlechte Gewissen dadurch?

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    Trinke nicht mehr als 1l am Tag und gehe in 24h meist nur 4-5x auf Toilette.

    Nur 1l? Wieso so wenig? Redest du dir ein, dass mehr trinken ein Diabetes-Symptom wär? (Das wäre ziemliche Selbstverarschung)

    Die Krankenschwester im Krankenhaus hatte den Verdacht. Ich hatte ja die HWS im Verdacht. Mein linker Arm war taub, ich hatte auf dem linken Auge Sehstörungen und dann wurde noch mein Gesicht taub. Ich habe diese Symptome geschildert und gesagt, dass ich Probleme mit der HWS hätte und vermuten würde, dass ich mir einen Nerv eingeklemmt hätte. Da sagte sie, dass es eher ein Schlaganfall wäre und schon war ich auf dem Weg ins nächste Krankenhaus mit Neurologe und Stroke Unit, alles veranlasst durch das erste Krankenhaus.


    Eine Panikattacke schließe ich aus, denn es kam beim ganz entspannten Lesen und ein schlechtes Gewissen hatte ich da nicht, da ich bisher jeden Tag diese Mengen gegessen habe. Der Arzt ging entweder von einem epileptischen Anfall oder von Migräne ohne Kopfschmerzen aus, ich tippe immer noch auf die HWS:

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    Wie gesagt, ich kämpfe seit rund 15 Jahren mit leicht erhöhten Werten. Vor Diabetes Typ 2 hab ich nicht so große Angst, sondern vor Typ 1. Da ich nun schon so lange damit rummache, ist Typ 1 eher unwahrscheinlich, oder?

    Du hast Dich offensichtlich noch nie so richtig mit wirklicher Fachliteratur über Diabetes auseinandergesetzt.


    Und von LOGI – also essen von unendlich viel erlaubtem Gemüse, magerem Fleisch, guten Fetten – davon kommt niemand ins Krankenhaus.... WEnn Du nicht satt warst, hast Du zu wenig gegessen, Dich in was reingesteigert.

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    100 Punkte, mnef |-o |-o |-o

    Na endlich mal 8-) ;-D Das das Quatsch ist weißt du, oder? Trink mehr, genügend Flüssigkeit ist ganz unabhängig von Diabetes wichtig. Und klar wirst du dann öfter aufs WC müssen – das ist aber das normalste auf der Welt.

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    Vor erneuten Tests hab ich zu viel Angst....

    Die Tests ändern aber nichts. Ob du die nun machst oder zu Hause grübelst – beides macht dich weder gesünder noch kränker.


    178 ist auch nach viel Zucker ziemlich hoch. Es muss aber (noch) keine Diabetes sein. Also zieh die Reißleine jetzt.


    Und selbst wenn da mal eine Diabetes im Anmarsch ist, glaube ich, dass du dir darunter etwas vollkommen falsches und überdramatisiertes vorstellst. Toll ists nicht, aber auch kein Weltuntergang.

    BenitaB, ich habe in einer Woche LOGI fünf kg abgenommen, obwohl ich so viel gegessen habe, wie ich konnte. Klar, ich hätte jetzt Öl pur trinken können, aber das wäre wohl nicht drin geblieben. Ohne Nudeln, Kartoffen, Brot und Brötchen komme ich nicht auf meine erforderliche Kalorienmenge. Wenn man eh nur 55kg wiegt und ein Riese ist, können einen fünf Kilo mehr oder weniger schon ins Krankenhaus befördern. Seltsamerweise hatte ich das Gewicht drei Tage nach Ende von LOGI wieder drauf. Ich würde mich wirklich gerne danach ernähren, doch für mich ist das Konzept nicht geeignet, leider.


    Nein, mit richtiger Fachliteratur habe ich mich noch nie beschäftigt. Ich weiß nur, dass Typ 1 meist spontan Auftritt und die Werte dann sehr hoch sind. Typ 2 Tritt meist schleichend auf und vorher liegt meist eine Glucoseintoleranz auf, diese würde bei mir im Kindesalter diagnostiziert. Daher hatte ich vermutet, dass ich eher an Typ 2 leiden würde. Über eine Aufklärung wäre ich sehr dankbar.


    Wie gesagt, ich weiß, dass ich vermutlich falsche Vorstellungen habe, ich vermute aber, dass ihr auch nicht so entspannt wärt, wenn sich eure eigene Mutter wegen des Verdachts auf Diabetes umbringen will und ihr sie gerade noch rechtzeitig findet. Genau so hättet ihr wahrscheinlich auch vorbehalte, wenn ihr selbst als Kind mit Verdacht auf DM ins KH kommt und die eigene Mutter droht, einen ins Heim zu bringen, wenn sich der Verdacht bestätigt. Da war ich 8.


    Ich werde jetzt drei Monate auf alles Süße verzichten und dann zum Arzt gehen, es sei denn, es treten Symptome auf. Selbstbetrug, ich weiß. Anders schaffe ich es nicht.


    Kann denn auch die Aufregung im Krankenhaus den Wert in die Höhe treiben? Zusätzlich zu den Süßigkeiten. Der Arzt fand es jedenfalls nicht dramatisch.

    Zitat

    Ohne Nudeln, Kartoffen, Brot und Brötchen komme ich nicht auf meine erforderliche Kalorienmenge.

    Ich ernähre mich seit Jahren so, esse bummelige 1800 kcal. Und trinke Öl auch nicht pur....


    Und esse auch keine Tonne Salatblättchen. Dann machst Du irgendwas falsch....


    Man schaue in die Listen, was erlaubt ist und gestalte so sein Essen.


    Ich esse in der Regel 3 Mahlzeiten mit jeweils 500 – 600 Kalorien. Das kann man spielend erreichen....

    Ich benötige nur leider täglich 3500-4000kcal.... Das ist so schon schwer genug zu erreichen, aber wenn dann Brot, Nudeln, Kartoffeln und Reis wegfallen, wird es echt sehr, sehr schwer. Ich hab hier ein Buch über LOGI rumliegen und mich strikt dran gehalten. Trotzdem kam ich lange nicht auf die benötigte Menge kcal und habe deswegen so schnell abgenommen. Wie gesagt, leider sind nicht alle Konzepte für jeden geeignet