Wie wahrscheinlich ist es, dass ich Diabetes habe?

    Ich bin 14 Jahre alt und muss seit Ende Mai immer häufiger aufs Klo. Ich habe auch sehr starken Durst, trinke aber "nur" ungefähr 3 Liter am Tag, damit ich nicht alle 10 Minuten aufs Klo muss. Dann kommt auch diese Müdigkeit. Mein kleiner Bruder wird sogar langsamer Müde als ich! Ich esse mehr als mein Vater ,aber habe seit Anfang August Gewicht verloren. Ich wog da 57 kg und letzte Woche wog ich 52 kg. Heute habe ich mich gewogen und wiege plötzlich 50.6 kg. Jetzt kommt der Punkt, um den ich mir viele Gedanken mache: Meine Mutter hat (im August)einen Urintest aus der Apotheke gekauft und es war kein erhöhter Zucker im Urin enthalten. Könnte ich trotzdem Diabetes haben?

  • 15 Antworten

    Sehr sehr schwer zu beurteilen. Natürlich sind Durst trotz 3L trinken (Wasser, oder?) und Gewichtsabnahme so gesehen typische Symptome. Genauso typisch sind aber auch andere Ursachen. In deinem Alter können viele Essen wie ein Scheunendrescher, sind aber trotzdem sehr schlank. Genauso wie Müdigkeit... das kann auch einfach pubertätsbedingt sein oder X andere Ursachen haben.


    Kein Zucker im Urin-Heimtest ist erstmal gut, aber nicht 100% Entwarnung.


    Ich würde dir raten, einfach mal beim Hausarzt ein kleines Blutbild machen zu lassen, morgens vor dem Frühstück. Wenn dein Blutzucker da normal ist, erübrigt sich weiteres in Richtung "Diabetes" abzuklären.

    3 Liter is viel und es scheint so als ob du Diabetes Typ1 hast bzw es fängt an.

    Würde mal Zucker messen mit Bluttropfen kannst auch in der Apotheke machen lassen.

    Charlie4L schrieb:

    3 Liter is viel und es scheint so als ob du Diabetes Typ1 hast bzw es fängt an.

    Das ist nun wiederum etwas weit vorgewagt. Es ist eine Option, aber "es fängt an" ist zu weit aus dem Fenster gelehnt. Macht der TE unnötig Angst - kontrollieren lässt sie es ja eh, auch ohne dass man "schockt".

    Hallo, das kann nur ein Arzt nach entsprechenden Untersuchungen beurteilen. Ein negativer Urintest schließt Diabetes nicht aus.

    Der sichereste Weg ist zum Arzt... Der kann auch gleich ein Blutbild machen und abklären ob Mängel vorliegen. Das wäre sinnvoller als ein Selbsttest zu Hause..

    Für mich klingt das alle ein bisschen vage.


    Lasse das von einem Arzt untersuchen, wenn du das möchtest.


    Es gibt zwischen Diabetes 1 und Diabetes 2 zu unterscheiden.


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    Auf Ersteres hat man nur geringen Einfluss, aber auf Zweiteres schon.


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    Möchte da nicht zu weit ausholen, aber es hat sehr viel mit der Ernährung zu tun.

    Du hast in 2 Monaten 7 Kilo abgenommen, obwohl Du mehr ißt als ein ausgewachsener Mann. Da sollte man doch schon mal nachprüfen, was da los ist. Dass Du bei 3 Liter Flüssigkeitsaufnahme durch Trinken oft aufs Klo gehst, ist doch klar. Ich käme vom Klo gar nicht mehr runter. 3 Liter sind echt viel.

    Aber was mir am meisten Sorge machen würde, wäre die rapide Gewichtsabnahme...wenn es noch mehr wird...du gehts jetzt schon in den 40er Kilobereich über....wie groß bist Du denn?

    Lass deinen Blutzucker testen und nochmal den im Urin. Wenn du einen Typ 1 entwickelst, dann scheidet dein Körper den Zucker auf diesem Weg aus.

    Es muss ein Bluttest gemacht werden.

    Wenn Zucker imer den Urin ausgeschieden wert, hat man schon sehr hohe Zuckerwerte. Weit über den Grenzwerten. Diabetes kann man auch schon haben, ohne Zucker im Urin.

    Und wenn, dann gelangt Zucker in den Urin, wenn es "sein muss" - also nicht zwangsläufig regelmäßig über den Tag. Es kann also passieren, dass, wenn der Zuckerwert zuvor gerade mal nicht so hochgepeitscht wurde, man eine Urinprobe testet, in der gerade kein Zucker ist, sonst aber schon.

    Die TE hat ihre Frage vor 4 Monaten gestellt und seitdem bzw. ansonsten nichts im Forum geschrieben... Aber vielleicht weiß sie ja mittlerweile, was sie hat (oder nicht hat).

    Bestimmt sogar.
    Aber es gibt ja auch immer noch Mitleser. Ist immer schade, wenn Fäden verlaufen, ohne das alles gesagt wurde, "nur" weil ein TE sich nicht mehr meldet.

    Bei Typ 2-Diabetikern kommt es vor dem "Ausbruch" der Krankheit zu einer Insulinresistenz. Das heißt, der Blutzucker ist normal, Die Bauchspeicheldrüse muss dazu aber viel mehr Insulin ins Blut pumpen. Das setzt einen Teufelskreislauf in Gang, weil mehr Insulin die Fetteinlagerung fördert und das Fett dann wieder die Insulinreistenz. Irgendwann erreicht die Bauchspeicheldrüse ihre Grenze und man hat Zucker.


    In einen Fall, wo schon mindestens ein Elternteil Diabetes Typ 2 hat und man selbst stark übergewichtig ist, empfieht sich die Vorstellung in einer Endokrinologie. Die haben mehr Möglichkeiten, auch was Labor angeht, als ein normaler Hausarzt, Internist und oft auch niedergelassener Diabetologe.