A-Körperform als Mann, Schwierigkeiten beim Muskelaufbau: Östrogenüberschuss?

    Hallo,


    mich plagen jetzt schon seit längere Zeit einige Probleme. Dazu zunächst einmal folgende beiden Fotos:


    [...]


    Wie man vielleicht erkennen kann, habe ich eine für einen Mann, vorsichtig formuliert, untypische Körperform: Relativ lange Beine mit sehr breiter Hüfte im Gegensatz zu einem eher kurzen und extrem schmalen Oberkörper, sodass eine Art A Figur (Verhältnis Schultern zu Hüfte) entsteht, was mich sehr belastet.

    Zusätzlich habe ich keine besonders tiefe Stimme, ebenso wie relativ wenig Bartbehaarung, wobei das beides Dinge waren, um die ich mich nie wirklich gekümmert habe, weil das zum Einen stark innerhalb der Bevölkerung variieren kann und zweitens zumindest Bartwuchst, z.T. auch einfach sehr, sehr lange braucht


    Aber rein optische Aspekte haben für mich nie eine wirklich tragende Rolle gespielt. Dazu kamen aber verschiedene andere Symptome.


    Was mich am allerstärksten stört, ist dass ich extreme Schwierigkeiten beim Muskelaufbau, vor allem im Oberkörperbereich habe. Das Ergebnis nach zwei Jahren harten Trainings, mit guter, Ausführung, Disziplin, guter Ernährung und genügend Schlaf, sind 8 Liegestütze und 3 unsaubere Klimmzüge. Ich habe oft immer wieder nach Ursachen gesucht, immer wieder an der Technik gefeilt, an anderen Schwachstellen gearbeitet (schwache Handgelenke), aber irgendwann kam die Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann.


    Ferner merke ich gerade jetzt im Winter, dass ich nicht nur lächerlich kälteanfällig bin, sondern außerdem verhältnismäßig oft krank bin (in der Summe ca. 2-4 Wochen pro Winter).



    Wenn man sich dann neben diesen Dingen (gute Ernährung, genügend Schlaf, Sport) mein Alter von 18 Jahren vorhält, was bedeutet ich sollte mich gerade kurz vor dem biologischen Höhepunkt meiner Leistungsfähigkeit befinden, stellt man sich natürlich irgendwann die Frage - Was ist falsch mit mir?


    Bei einem Bluttest vergangene Woche bewege ich mich entgegen meiner Hoffnung bei sämtlichen Werten im grünen Bereich, z.T. (Triglyceride ) sogar im sehr guten. Schilddrüse läuft, wie gehabt, mein Testosteronwert (gemessen am Morgen = Tageshoch) lag bei 4,9 ng/ml, und damit ca. in der Hälfte des Normalbereichs (1,93-836). Ich bin mittlerweile ein bisschen verzweifelt. Das einzige, was eventuell wegen der breiten Hüften noch infrage käme, wäre der Östrogenwert. Hat sonst hier jemand irgendeine Idee, die ich überprüfen sollte?:-|

  • 11 Antworten
    AnonymK2000 schrieb:

    Wenn man sich dann neben diesen Dingen (gute Ernährung, genügend Schlaf, Sport) mein Alter von 18 Jahren vorhält, was bedeutet ich sollte mich gerade kurz vor dem biologischen Höhepunkt meiner Leistungsfähigkeit befinden, stellt man sich natürlich irgendwann die Frage - Was ist falsch mit mir?

    Falsch ist allein deine Vorstellung, dass du dich mit 18 Jahren auf irgend einem biologischen Höhenpunkt befinden solltest. Wie kommst du zu dieser Annahme? Mit 18 Jahren ist man noch kein ausgewachsener Mann.

    Evoluzzer schrieb:
    AnonymK2000 schrieb:

    Wenn man sich dann neben diesen Dingen (gute Ernährung, genügend Schlaf, Sport) mein Alter von 18 Jahren vorhält, was bedeutet ich sollte mich gerade kurz vor dem biologischen Höhepunkt meiner Leistungsfähigkeit befinden, stellt man sich natürlich irgendwann die Frage - Was ist falsch mit mir?

    Falsch ist allein deine Vorstellung, dass du dich mit 18 Jahren auf irgend einem biologischen Höhenpunkt befinden solltest. Wie kommst du zu dieser Annahme? Mit 18 Jahren ist man noch kein ausgewachsener Mann.

    Natürlich nicht, das geht noch bis ca. 21 weiter. Aber i.d.R. hat man mit 18-19 den größten Teil der Pubertät und körperlichen Veränderung durchlaufen.

    AnonymK2000 schrieb:

    Natürlich nicht, das geht noch bis ca. 21 weiter. Aber i.d.R. hat man mit 18-19 den größten Teil der Pubertät und körperlichen Veränderung durchlaufen.

    Deine Quellen scheinen mir etwas ungenau. I.d.R. ist gerade mal das Längenwachstum abgeschlossen, der Muskelaufbau dauert jedoch i.d.R. noch länger an. Und "i.d.R." heißt eben auch, dass Ausnahmen bzw. individuelle Reifungsverläufe die Regel bestätigen. Ich würde dir zu etwas mehr Geduld raten. Für einen 18-Jährigen ist dein Körperbau durchschnittlich individuell, aber in keiner Weise rückständig.

    Man kann ja jetzt keine Bilder mehr betrachten, aber es gibt nunmal auch bei Männern unterschiedliche Körperbauten. Auch die Bäuche sind unterschiedlich. Die einen haben eine harte runde Bierkugel, die anderen haben weiche Speckrollen wie Frauen (mir ist die zweite Version übrigens viel lieber).

    Vielleicht ist das einfach Dein Körperbau. Wenn es geht, könntest Du ja die Bilder für uns nochmal zeigen.

    Habe schon öfter Männer mit ausladenden Hüften gesehen und mir fiel das nicht als sonderlich anormal auf.

    Ich sehe da auch eine ganz normale schlanke Figur eines jungen Mannes.


    Vielleicht ist deine Erwartungshaltung auch einfach überzogen? Die Medien gaukeln einem zwar vor, dass jeder innerhalb von wenigen Wochen muskulös und sich zum Unterwäschemodell wandeln kann, in der Realität ist es jedoch hatte Arbeit und erfordert viel Geduld.


    Mein Partner war schon immer sehr schlank mit geringem Körperfettanteil. Nach 1-2 Jahren regelmäßigen Fitnessstudiobesuch im Alter zwischen 18 und 20 Jahren konnte er zwar durchaus eine optische Veränderung verzeichnen, nämlich deutlich definiertere und muskulösere Oberarme und auch der Rest war definierter, aber von dicken Muskeln mit deutlich sichtbarem Sixpack war er immer noch weit entfernt, trotz angepasster eiweißreicher Ernährung und wie gesagt regelmäßigem Training.


    Bartwuchs und Körperbehaarung sind bei ihm auch nur schwach ausgeprägt. Er ist aber kerngesund. Mit der Zeit wurde der Bartwuchs aber bisschen mehr. Mit nun 30 Jahren kann er nach einer Woche einen recht ansehnlichen 3-Tage-Bart vorweisen ;-D


    Ich als Frau finde seine Figur mit allem drum und dran aber perfekt. Zu viel Muskeln finde ich abschreckend.


    Was heißt denn bei dir 2 Jahre hartes Training? Hier finde ich 8 Liegestütze und 3 Klimmzüge tatsächlich ein wenig mau.

    Jetzt konnte ich das Bild sehen :)


    Alles ganz normal. Du hast ein bisschen Oberschenkelmuskulatur, das soll es geben ;) von einer Birnenform sehe ich aber nichts. Alles gut.

    sugarlove Naja was hartes Training halt so heisst :D Ich hab damals angefangen mit Freeletics (mit ordentlicher Ausführung) dann hin zu eigenem Training so ca. 3 mal die Woche 1 Stunde, danach ein Calisthenics Programm und letztlich ein selbst gestaltetes Calisthenicsprogramm = 2018 meistens 2-4 mal die Woche 90-120 min, davon ca. 45 - 75 Reintraining; Rest war Mobility, Aufwärmen, Handstandüben und später Dehnen.


    Ich glaube mittlerweile, dass das Problem ganz woanders liegt... obwohl ich als Kind laut Aussagen meiner Eltern immer recht schnell dabei war, was laufen, Fahrradfahren etc. angeht, habe ich jetzt gerade als Erwachsener gemerkt, dass ich sehr langsam dabei bin, komplexe Bewegungen einzulernen und richtig auszuführen, sei es z.B. Tanzen oder Kampfsport. Wobei das sicherlich was ist, was mit der Zeit und Training schon deutlich besser geworden ist.

    Darüber hinaus habe ich beim Training eigentlich immer deutliche Probleme die benutzten Muskeln wirklich zu spüren bzw. besser zu aktivieren. Bei Beinübungen (und damit auch bei den einzigen Übungen, wo ich doch irgendwie Fortschritte machen konnte) z.B. Squats und Kreuzheben fällt mir das interessanterweise wesentlich leichter als im Oberkörperbereich. Absolut katastrophal ist es bei Liegestützen. Es wirkt für mich fast unmöglich tatsächlich mal die Brust anstatt von Schultern und Trizeps in stärkerem Maße zu aktivieren. Aber selbst bei so Isolationsübungen wie Bizeps Curls spüre ich z.T. den eigentlichen Muskel nicht wirklich. Auch hier gilt aber: Es wird im Laufe des Trainings besser.


    Ach und eins noch - liebt zu sagen, dass mein Körper auf euch ganz normal wirkt :) Aber ich beziehe mich ja auf die Kombination von...

    1) subjektiver Wahrnehmung, wie ich gebaut bin, wie meine Freunde und sonstige Leute gebaut sind

    2) und objektiver Wahrnehmung: Die Größe S wir ungefähr für eine Körpergröße von 170 bis 175 cm empfohlen - mir passt sie gut mit knapp 184 cm. Bei Hemden ist selbst Super Slim Fit ein bisschen flattrig um die Taille rum und ich merke allgemein, dass der größere Teil meiner Kleidung um die Schultern rum zu breit geschnitten ist. Warum? Weil sich die Kleidung letztlich an Durchschnittsgrößen und Maßen orientiert und ich eben stark davon abweiche.