CFS - Psychosomatische Klinik sinnvoll?

    Hallo zusammen,


    ich versuche mal, mein Anliegen kurz zu halten. Also vor einem Jahr hatte ich eine Hammerbronchitis, an der ich wochenlang zu knabbern hatte. War wochenlang also richtig krank. Bis heute bin ich nicht mehr leistungsfähig, es besser sich mit der Zeit und viel Ruhe, aber sehr langsam. Kann mich am Tag nicht viel bewegen und bekomme beim Sprechen schnell Bronchitisanzeichen und noch einige weitere, wie geschwollene Lymphknoten, Schwäche, Schwindel, etc. War bei diversen Fachärzten, kam nichts bei raus. Meine Krankheit wurde von den Ärzten als CFS betitelt, sie finden keine Erklärung dafür, es wird auf die Psyche geschoben. Bin bei einer Psychologin seit 2 Jahren (weil ich dauernd Infekte hatte, konnte nicht regelmäßig dort hingehen), habe aber alles aufgearbeitet. Damals hatte ich Depressionen, die hatte ich aber zu dem Krankheitsbeginn schon lange nciht mehr, stand Mitten im Leben, habe einiges verarbeitet und war eigentlich zufrieden. Dann kam halt diese schlimme Bronchitis. Meine Schwester hatte sie zeitgleich, aber nach einer Woche mit Antibiotikum war sie wieder gesund. Allerdings kann ich nicht regelmäßig mit meiner Psychologin sprechen, habe eine Sitzung pro Monat, da ich nur sehr wenig sprechen kann. Pro Monat spreche ich vielleicht 4 Stunden insgesamt, verteilt natürlich.
    An sich wäre ich ja offen für eine stationäre Therapie wegen Psychosomatik, man weiß ja nie, nur wäre mein Problem halt, dass man bei solch einer Therapie ja regelmäßige Gesprächssitzungen wahrnehmen sollte mit den Psychologen, aber ich weiß gar nicht, wie das gehen soll, das ist meine größte Sorge. Wenn ich schon diese eine Stunde mit meiner Psychologin monatlich spreche, bin ich danach extrem heiser und geschafft für die nächsten Tage, habe verschleimte Bronchien und sämtliche Erkältungssymptome. Habe die Angst meiner Ärztin geschildert und einer Neurologin/ Psychiaterin, aber irgendwie werde ich nicht ernstgenommen, dann heißt es nur "wird man ja sehen". Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Leider bin ich von Krankschreibungen abhängig, da ich nicht arbeiten kann leider im Moment und Hartz 4 beziehe (wäre lieber gesund und würde arbeiten und unabhängig sein wieder!). Nicht, dass es dann heißt "fehlende Mitwirkung" von der Ärztin, und dann werde ich nicht mehr krankgeschrieben. Wüsste gar nciht, wie ich dann noch klarkommen sollte, zumal ich dann auch meine KK selbst zahlen müsste.


    Es wurden mir hier Ärzte, die glücklicherweise auch für gesetzlich Versicherte zugänglich sind, spezialisiert auf CFS empfohlen, sind aber in Düsseldorf. Das wäre die nächste Stadt in der "Nähe". Problem ist nur, ich wohne eine Stunde ca. entfernt davon, und die einzige Person, die mich fahren könnte, hat mir gesagt, sie habe keine Lust, nach der Arbeit so weit zu fahren. Mit dem Zug wäre ich dann insgesamt so 2-2,5 stunden unterwegs. Problem ist hierbei, ich kann nicht lange aufrechtsitzen, ohne dass alle Symptome wieder auftreten. Außerdem würde ich für eine Fahrt hin und zurück um die 30€ zahlen. Ich habe dort mich erkundigt, so eine CFS-Therapie würde länger gehen, dann müsste ich mindestens einmal wöchentlich dahin - das Geld habe ich leider dafür nicht übrig, habe alles durchgerechnet.

    Weiß nicht so rehct, was ich noch machen soll. In einem Monat habe ich ein MRT, aber da wird wohl auch nichts wieder rauskommen. In 2 Wochen bin ich bei einer Phoniaterin, aber habe ja nicht nur Probleme mit dem Sprechen, sondern noch zig andere Symptome, die bei "Anstrenung" auftreten. Am besten hilft mir einfach Ruhe (als ich das der Neurologin/ Psychiaterin erzählte, meinte sie nur genervg "ja gut, geht uns ja allen so, ne"%-|, Bildschirmauszeit, gesunde Ernährung, bewusstes positives Denken, Meditation, Yogaübungen mit leichten Kraftübungen).


    Ich habe übrigens zu einer Klinik geschrieben, die psychosomatische Therapien stationär anbietet, habe ihnen aber auch meine ganze Geschichte geschrieben, und dass ich kaum sprechen kann, und ob man Ersatzweise mich irgendwie anders dann therapieren könnte, sodass ich nicht regelmäßig sprechen müsste. Innerhalb einer Woche sagt man mir noch bescheid, ob ich eine stationäre therapie in einer anderen Klinik für leider aber nur 18 Tage machen könnte ab Mai. Ich bin gespannt.


    Vielleicht kann mir jemand helfen oder ein wenig Trost spenden, ich danke euch für eure Hilfe.

  • 24 Antworten

    Wobei, ich habe nochmal nachgerechnet, nach Düsseldorf zu fahren, da könnte ich mir ein 10er-Ticket immer holen, da würde ich um die 18€ für eine Hin und Rückfahrt zahlen, das ginge. Nur müsste ich dann gucken, wie das mein Körper verträgt, kann mich ja schlecht hinlegen in der Bahn..

    Was genau machst du denn mit allem, was die Bronchien etc. betrifft ??

    Inhalierst du regelmäßig? Nimmst du etwas ein, was lindert?

    Eine Klinik wird dir da keine Extrawurst braten. Dort wird auch erwartet, dass du dich voll einsetzt (für dich). Ohne diese Voraussetzung wird man dir i m m e r unterstellen, dass du das nicht ernst nimmst, dass du noch nicht wirklich bereit bist, Hilfe anzunehmen.

    BenitaB. schrieb:

    Was genau machst du denn mit allem, was die Bronchien etc. betrifft ??

    Inhalierst du regelmäßig? Nimmst du etwas ein, was lindert?

    Eine Klinik wird dir da keine Extrawurst braten. Dort wird auch erwartet, dass du dich voll einsetzt (für dich). Ohne diese Voraussetzung wird man dir i m m e r unterstellen, dass du das nicht ernst nimmst, dass du noch nicht wirklich bereit bist, Hilfe anzunehmen.

    Ich spreche nicht, ernähre mich gesund, trinke täglich Ingwer-Kurkuma-Sud. Es ist das Symptom, was mich am meisten nervt, aber es treten zugleich bei leichter Anstrengung noch mehrere Symptome auf (Kopfschmerzen, Tinnitus, Herzrasen, Schwindel, Schwäche Gefühl, Zittrigkeit) , da kann ich nichts machen, außer mich zu schonen.


    Ja, das nervt mich halt, dass viele die Krankheit als rein psychisch ansehen, obwohl zb Harvard mittlerweile festgestellt hat, dass es sehr wohl körperlich ist. Die CfS Ärzte in Ddorf zb bieten ja gleichzeitig auch physische therapierearten an, da es eben nicht nur rein psychisch ist, bei manchen so ganz und gar nicht psychisch. Deswegen frag ih mich halt, ob so eine psychosomatische Therapie sinn macht, zumal ich alles mit meiner Therapeutin geklärt habe und sehr gut zurecht kam. Es ist ja kein Zufall, dass das nach so einer schweren Bronchitis sich langsam ausschleicht, die hab ich mir nämlich ncibt eingebildet oder so.


    Sie mögen mir keine Extrawürate braten, aber wie soll ich sprechen, wenn ich nicht sprechen kann? Ich Red hier jciht nur von Halsschmerzen, sondern von Heiserkeit nach der einen therapiestunde schon im Monat, danach krieg ich kein Wort mehr raus. So 2, 3x wöchentlich weiss ich halt nicht, wie ich das bewältigen soll.

    Das einzige, was mich nervt, ist, dass ich mich kaum mehr mit Freunden unterhalten kann, nicht mal per Skype oder am Telefon. Und dass ich nicht mehr arbeiten, weiter zur Schule und was unternehmen kann und immer auf Hilfe angewiesen bin. Aber wie soll mir da eine Klinik helfen, die sich nur auf psychische Ursachen fixiert? Das Problem wird ja nicht an der Wurzel gepackt dadurch. Ich wüsste auch gar nicht, was ich denen noch erzählen soll, habe ja wie gesagt, alles mit der Psychologin besprochen und aufgearbeitet und mir vieles aus der Therapie angenommen und umgesetzt. Soll ich mir da Probleme ausdenken, um den Ärzten die Bestätigung zu geben, dass das nicht an ihrem fehlenden Wissen liegt, dass sie mir nicht helfen können? :-/

    Ich verstehe auch nicht, wieso CFS immer noch auf die Psyche geschoben wird.


    Natürlich gibt es ähnliche Symptome auch bei manchen psychischen Problemen, wie z.B. Dauermüdigkeit und höheres Schlafbedürfnis bei einigen depressiven Störungen.

    Aber das ist mit CFS überhaupt nicht zu vergleichen...

    Ich fände es für dich wichtig, daß du dich mit anderen Betroffenen austauschst.

    Inzwischen gibt es dafür ja auch schon Selbsthilfegruppen und andere Organisationen, die sich mit CFS befassen.

    Hast du dich da schon mal informiert?

    Eine psychosomatische Klinik halte ich nur dann für sinnvoll für dich, wenn es dort Ärzte oder Therapeuten gibt, die sich mit diesem Leiden auskennen, ansonsten hätte das m.E. keinen Sinn...

    Aber dieser Arzt in Düsseldorf, der auf CFS spezialisiert ist, den solltest du unbedingt aufsuchen, wenn es irgend geht.

    Was die Fahrpreise angeht, hast du dich ja schon informiert, gut so!

    Es ist m.E. gerade für CFS-Patienten total wichtig, ernstgenommen zu werden, und nicht in die „Sie wollen doch gar nicht“-Ecke geschoben zu werden.

    Alles Gute für dich!:)*

    Vielen lieben Dank, es tut gut das von jemandem zu hören. Ich werde mich mal nach einer selbsthilfegruppe umsehen. :)

    Ich werde die Wochen noch zu 3 weiteren Fachärzten, um Sachen auszuschließen, dann würde ich spätestens Januar dort Termine machen in Düsseldorf und mich dort behandeln lassen. :)

    Immer wieder die selben Storys nach Infekten ... wie bei mir auch, solche Fälle häufen sich leider, ziehen sich ewig lang und sind einfach nervtötend für den Betroffenen.


    zu dem Arzt in Düsseldorf, das wird mit Sicherheit Dr. Sebastian Pf**** sein,


    erwarte nicht zu viel von dem, macht ein interessantes Blutbild mit einigen immunologischen Werten, was sehr interessant ist, aber ansonsten ist der auch keine große Hilfe, soweit ich weiß macht der Gutachten für CfS, aber so richtig Bock hat der auch nicht- verdient halt ganz gut mit seiner Sprechstunde- aber ein Versuch ist es wert.


    ansonsten beschäftige dich wirklich mal

    mit Erfolgsgeschichten, zum Beispiel auf Facebook „CFS-Genesungsgeschichten“.


    Viele viele wurden wieder total gesund- auch wenn es lang gedauert hat (1-5 Jahre alles dabei).


    LG

    RiverHaze schrieb:

    Ich werde die Wochen noch zu 3 weiteren Fachärzten, um Sachen auszuschließen, dann würde ich spätestens Januar dort Termine machen in Düsseldorf und mich dort behandeln lassen. :)

    Du kannst auch in der Uniklinik Essen anrufen.

    Du schreibst, du bekommst/hast Anzeichen von einer Bronchitis. Ich verstehe darunter: Schleimbildiung, Hüsteln, Räuspern, Husten.
    Hast du jemals Salbei, Thymian als Saft oder zum Lutschen ausprobiert?

    Ingwer und Kurkuma stärken zwar das Immunsystem, aber im Hals wirkt das nicht so dolle.

    Selbstgemachter Zwiebel-Honigsaft wirkt auch auf die Bronchien.

    Ich meine, dass erst einmal ein Symptom vom Tisch kommt.