Chronisches Erschöpfungssyndrom? Sehr gute Blutwerte

    Hallo liebe Forenmitglieder,


    ich lese hier seit langem mit und habe mich nun, da ich nicht mehr weiter weiß nach etlichen Arztbesuchen, hier angemeldet, um vielleicht neue gedankliche Anreize zu bekommen. Bin übrigens 23 Jahre alt und weiblich.


    Ich versuche mich mal so kurz zu fassen wie es geht. Also seit einem Jahr bin ich fast durchgehend krank. Die Jahre zuvor hatte ich auch schon so 4-6 Infekte pro Jahr, die 2-3 Wochen gingen. Mir ging es psychisch nicht so gut, allerdings war es so, dass es mir zu dem Zeitpunkt vor einem Jahr, als es Begann, ziemlich gut ging und alles prima lief im Leben.


    Es ging an mit einer normalen Erkältung. Als es mir besser ging, ging ich länger spazieren, am nächsten Tag dann eine schwere Bronchitis für 2-3 Wochen. Mein Arzt hat mich untersucht und meinte nur, es sei eine normale Atemwegserkrankung, mehr als ausruhen könne man nicht tun.

    Die schweren Erkältungssymptome klangen nach Wochen so langsam ab, was aber blieb, war eine Erschöpfung, die bis heute anhält. Ich hatte noch monatelang dauernd starken Belag auf der Zunge, unangenehmen Geschmack, Schwindel bei zu minutemlangen, langsamen Bewegen, schmerzende Bronchien, konnte lange kaum sprechen (da Lymphknoten dann weh taten und ich dauernd Rachenentzündungen hatte), ja, jeden Morgen einen entzündeten Rachen und Druck im Kopf. Beim Liegen ging es.


    Habe dann nach einiger Zeit den Arzt gewechselt, der neue machte dann ein großes Blutbild, nichts war zu sehen. Ich ließ mich auf auf EBV untersuchen, dort konnte man nur sehen, dass ich damit infiziert war, eine aktuelle Virenaktivität gab es nicht.


    Heute geht es mir immer noch bescheiden. Ich kann täglich nicht mehr als ein paar Minuten sprechen, sonst tun mir die Bronchien weh und ich bekomme Kopfschmerzen. Ich fühle mich allgemein schwach und kann mich nicht länger als vielleicht eine halbe Stunde täglich beim Spazierengehen z.B. bewegen. Kann manchmal nicht lange aufrechtsitzen, da ich dann anfange zu zittern ein wenig und ich leicht Schüttelfrost bekomme.


    Ich habe diverse Tests beim Lungenfacharzt gemacht, Allergietests, war bei mehreren HNOs, die mich nicht ernst nahmen und nichts sahen, und vor einer Woche habe ich nochmal ein großes Blutbild bei einer neuen Ärztin gemacht. Top Werte, keine Virenaktivität und sonstiges. Nichts auffälliges wegen Krebs oder einem Tumor oder so. Sie glaubt mir zwar, kann es sich aber auch nicht erklären und hat mir einen Besuch beim Neurologen empfohlen.


    Psychischer Natur kann es ehrlich nicht sein, ansonsten geht es mir recht gut, ich bin psychisch stabil, habe Freunde, Familie, einen lieben Freund und vor einigen Jahren bei einer Psychologen einige (nicht schwerwiegende) Erlebnisse aufgearbeitet. Als es Begann, stand ich mitten im Leben und war auf einem sehr guten Weg und war richtig lebensfroh.

    Wenn ich es mal wage, länger als ein paar Minuten zu telefonieren oder länger mit jemandem spazieren zu gehen, dann geht es mir in dem Moment psychisch total gut. Am nächsten Tag kränkel ich dann wieder und fühle mich total schlapp.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn es hier vielleicht gute Tipps gibt, ich will so nämlich nicht mehr weiterleben. Kann nicht mehr arbeiten, nicht studieren, kaum rausgehen, bin kaum noch unter Menschen (wenn ich es mal gewagt habe, war es mir körperlich zu viel und ich brauchte wieder Ruhe und musste mich hinlegen), Sport ist sowieso nicht mehr drin. Ich kann mich zwar alleine auch beschäftigen, aber ich will endlich wieder mein Leben wieder haben.


    Vielleicht gibt es hier ja ähnliche Betroffene mit Erfolgsgeschichten.. @:)

  • 40 Antworten

    Ich ernähre mich auch sehr ausgewogen, esse täglich frisches Gemüse, Wildkräuter, pflanzliches Eiweiß, achte meist auf Bio-Qualität, nehme täglich sowas wie Inger, Kurkuma zu mir, esse selten Zucker und Weizen... habe absolut keine Mängel.

    Sind bei dir schon einmal die Schilddrüsenparameter kontrolliert worden, TSH, T3 und T4? Deine Beschwerden könnten auf eine Hypothyreose - Schilddrüsenunterfunktion hinweisen, vor allem die chronische Müdigkeit. Dann käme noch ein Vitaminmangel, vor allem im B Komplex in Frage und eine Eisenmangelanämie. Wurde bei dir der gesamte Eisenstoffwechsel kontrolliert, wie Ferritin, Transferrin usw.? Wie gesagt, das wären Optionen. Eine Konsultation bei einem Facharzt für Neurologie wäre sicher nicht falsch, dieser kann noch eine weitere Diagnostik einleiten. Ich wünsche dir gute Besserung!

    Trastevere schrieb:

    Sind bei dir schon einmal die Schilddrüsenparameter kontrolliert worden, TSH, T3 und T4? Deine Beschwerden könnten auf eine Hypothyreose - Schilddrüsenunterfunktion hinweisen, vor allem die chronische Müdigkeit. Dann käme noch ein Vitaminmangel, vor allem im B Komplex in Frage und eine Eisenmangelanämie. Wurde bei dir der gesamte Eisenstoffwechsel kontrolliert, wie Ferritin, Transferrin usw.? Wie gesagt, das wären Optionen. Eine Konsultation bei einem Facharzt für Neurologie wäre sicher nicht falsch, dieser kann noch eine weitere Diagnostik einleiten. Ich wünsche dir gute Besserung!

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Nehme aber Hormone dagegen und laut des Befundes der Endokrinologin sowie der neuen Hausärztin sind meine Schilddrüsenwerte sehr gut.

    Vitaminmängel habe ich auch nicht, B-Vitamine sind auch sehr gut meinte die Ärztin. Eisen habe ich auch genug. Über Ferritin und Transferrin weiß ich nichts, finde meine Blutergebnisse gerade auch nicht leider.

    Danke dir!

    Also es ist gar nicht so, dass ich wirklich müde bin, mein Körper fühlt sich nur schwach und mir wird dann leicht schwindelig, wenn ich es verhältnismäßig "übertreibe" mit dem bewegen..

    Hm ... warte ... das Thema kommt mir sehr bekannt vor hier im Forum:

    Nicht lange laufen und/oder sprechen können ... Arzt findet nichts ...

    Vielleicht komme ich oder jemand anderes noch drauf.

    Sylphide schrieb:

    Hm ... warte ... das Thema kommt mir sehr bekannt vor hier im Forum:

    Nicht lange laufen und/oder sprechen können ... Arzt findet nichts ...

    Vielleicht komme ich oder jemand anderes noch drauf.

    Ich weiß zwar nicht, was du meinst, aber laut deinen Beiträgen bist du hier wohl inoffizielle Forenpolizistin. Wenn man sonst nichts zu tun hat, mein Beileid...

    KittyCobain schrieb:
    Sylphide schrieb:

    Hm ... warte ... das Thema kommt mir sehr bekannt vor hier im Forum:

    Nicht lange laufen und/oder sprechen können ... Arzt findet nichts ...

    Vielleicht komme ich oder jemand anderes noch drauf.

    Ich weiß zwar nicht, was du meinst, aber laut deinen Beiträgen bist du hier wohl inoffizielle Forenpolizistin. Wenn man sonst nichts zu tun hat, mein Beileid...

    Wie war das noch mit den getroffenen Hunden?

    Plüschbiest schrieb:
    KittyCobain schrieb:
    Sylphide schrieb:

    Hm ... warte ... das Thema kommt mir sehr bekannt vor hier im Forum:

    Nicht lange laufen und/oder sprechen können ... Arzt findet nichts ...

    Vielleicht komme ich oder jemand anderes noch drauf.

    Ich weiß zwar nicht, was du meinst, aber laut deinen Beiträgen bist du hier wohl inoffizielle Forenpolizistin. Wenn man sonst nichts zu tun hat, mein Beileid...

    Wie war das noch mit den getroffenen Hunden?

    Ja sorry, sowas reizt halt. Da sucht man Hilfe und wird direkt angepflaumt von einer Userin, die es sich laut ihrer Beiträge zum Hobby gemacht hat, verbale Kothaufen durch Foren zu verteilen, um Dampf abzulassen.

    Sag doch einfach ich hatte schon mal einen Account hier und gut ist es.

    Es ist ja nicht verboten sich hier ständig neu anzumelden.

    So lange man immer nur einen Account hat.

    Es ist jedenfalls immer wieder erstaunlich was neu angemeldete User über schon länger angemeldete User wissen.

    Plüschbiest schrieb:

    Es ist jedenfalls immer wieder erstaunlich was neu angemeldete User über schon länger angemeldete User wissen.

    Ja, es ist erstaunlich einfach, auf das Profil zu klicken und über die zusammengefassten Beiträge des Users zu schauen. Aber ich würde gerne zurück zum Thema kommen, ich suche wirklich Hilfe und schreibe hier nicht aus Spaß.

    Hast du überlegt, dir einweisen zu lassen und alles durchzuchecken? Dort können sich viele Abteilungen sich gleichzeitig sich mit dir befassen.

    Wann wurden denn bei dir die Schilddrüsenwerte, besonders TSH, das letzte Mal kontrolliert? Es ist auch möglich, daß der Wert sich verändert hat und L Thyroxin aufdosiert werden muß. Wieviel nimmst du, 50 oder 75? Wenn das schon länger her ist, lasse den Wert nochmals kontrollieren. Nimmst du Magnesium? Wäre eventuell gut für dich. Das alles entscheidet natürlich dein Arzt. Alles Gute!