Zitat

    Das passiert doch aber nur nach einer Vollnarkose, oder kann das auch bei anderen Anästhesieformen vorkommen?

    Nein das passiert nach Vollknarkosen


    Ich bin auch kein Freund von Spinalen, ich möchte das nicht, hätte ich beim Knie machen können, aber die meisten Patienten nehmen eine Vollnarkose.


    Also ich bin nach den TIVAs immer schnell wach, meiste bekomme ich schon das Ausschleusen mit und bin spätestens dann im Aufwachraum hellwach und den Tag über auch nicht mehr müde ...

    Hallo Schneehexe,


    mit 22 Jahren brach ich mir beim Sport das Handgelenk (Navigulare). Es verheilte gut -aber


    mit 55 stellte der FA fest, daß es seit ca. 10 jahren wieder gebrochen ist. Eine Schwellung deutete nach seiner Meinung auf ein mögliches Carzinom hin.


    Ich wurde mit 56 operiert, eine Probe entnommen und zur Untersuchung gebracht, das überflüssige, leicht wuchernde Narbengewebe wurde entfernt.


    Alles verheilte gut. Aber (ich kenne nun die notwendigen ärztlichen Fachausdrücke nicht mehr...) -


    Zur Schmerz-Ausschaltung während der OP bekam ich eine Spritze unter die Achsel, also ca. 50 bis 60 cm vom OP-Handgelenk weg. Wegen eines während der OP auftretenden Schmerzes wurde 1 x leicht nachgespritzt. Die ganze Anästhesierung machte eine sehr junge Assistenzärztin in dieser Orthopädie-Praxis.


    Nach 3 Tagen hatte ich an Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger dieser Hand immer noch kein Gefühl. Nach 1 und 2 Jahren auch nicht.


    Ach heute, 7 oder 8 Jahre nach dieser Anästhesierung unter der Achsel, habe ich in diesen 3 Fingern immer noch nicht mehr als ca. 5 % des üblichen Gefühls. Die Kraft in dieser Hand ist auf etwa die Hälfte der anderen Hand gesunken. Am Daumenballen ist der üblicherweise recht kräftige Muskel auf 1/3 des alten Volumens geschrumpft.


    Ein trauriges, aber sehr treffendes Beispiel für meine Gefühlsprobleme ist folgendes:


    Ob ich mit diesen 3 Fingern am Schamlippenbereich, z.B. der Klitoris meiner Geliebten spiele, kann ich nicht fühlen. Weil sich für diese 3 tauben Finger die Schamlippen einer Frau, ihre Ohrläppchen, Zähne, Lippen, Fingernägel, Zehen usw. – alles völlig gleich anfühlt.


    Es ist echt ein Problem für mich.


    So eine OP-Bereich-ferne Anästhesie an den wichtigen Nervenbahnen meines Körpers werde ich deshalb niemals mehr machen lassen. Lieber eine Vollnarkose.


    Andere FÄ der gleichen Fakultät wie der OP-Chirurg bzw. die in seinem Auftrag handelnde junge Ärztin versicherten mir schon mehr als 1 x in den letzten Jahren, daß meine Chance auf Rückkehr des normalen Gefühls in diesen 3 Fingern gleich 0 ist. Weil durch die Spritzen ein entsprechender Nerv auf Lebenszeit zerstört wurde.


    Liebe Grüße :)z :)z

    Ein freundliches "Hallo" an alle,


    also der Reihe nach :=o

    @ waldwuffel.78

    Ich stimme Ihnen in allen Aussagen voll und ganz zu :)=

    @ deep.red

    "Kleinigkeiten"-OPs gibt´s für Anästhesisten nicht: entweder man braucht eine Betäubung (da ist erstmal egal welche) oder nicht. Die Vollnarkose ist dabei eine Option wie alle anderen Möglichkeiten auch.

    @ Schneehexe

    Das Anlegen einer Spinalanästhesie ist kaum schmerzhaft: am Rücken sind nur wenig sensible Bahnen der Schmerzleitung vorhanden. Außerdem betäubt man i. d. R. lokal.


    Ich selber

    Eher Vollnarkose....schäm....Bißchen ängstlich.... :=o


    Gruß an alle vom

    ... und noch etwas an

    @ Anton Sommer

    Haben Sie mal in Erwägung gezogen, das Ganze mal "überprüfen" zu lassen??? Auch beim Anlegen dieser Anästhesie können Fehler gemacht werden... (Sie verstehen sicher, was ich meine....) :=o


    Gruß

    Musste erstmal nachlesen bzgl. TIVA – und feststellen, dass ich bislang bei meinen Vollnarkosen nur TIVAS hatte. Mit einer Ausnahme, das war dann auch die einzige Narkose, nach der mir übel war. Da ich in der Klinik weitere 2 Male operiert wurde und die Übelkeit ätzend fand, habe ich beim 2. Mal den Anästhesisten genervt, woran es lag (weil vorher nie gehabt). Er tippte dann auf das Narkosegas, ordnete eine Vollnarkose ohne Gas an – und ich war wie immer fit und hungrig beim Aufwachen.




    Fand das Verabreichen der Spinalanästhesie auch harmlos: Man muss halt ruhig und vornübergebeugt sitzen. Einstichstelle wird desinfiziert, dann gibt's einige kleine Einstiche (oder nur einen?) für die Lokalanästhesie. Wenn die wirkt, kommt der eigentliche Einstich. Spüre da immer ein leichtes Druckgefühl im Rücken, aber es ist harmlos.


    Bei mir übrigens viel harmloser als das Legen des Zugangs: Ich habe gute Venen, aber diese Trend, den Zugang in den Handrücken zu legen, führt bei mir immer zu Schwierigkeiten: Durchstochene Venenklappen, mehrere Versuche,... DAS war deutlich schmerzhafter als die Spinalanästhesie.

    Hallo Marc-EN,


    über eine "Überprüfung" und ggf. Schadensersatz nachgedacht habe ich schon. Aber meine Hand ist ja insgesamt höchstens halb hin.


    Ringfinger und kleiner Finger gehen ja noch wie vor dieser OP.


    Ich habe mir ausgedacht, analog zu Fällen, wo 1 ganze Hand kaputt war, daß ich da über 3 bis 10 Jahre wahrscheinlich verteilt diverse Gerichtsverfahren vor mir hätte und höchstens mit einem Schadensersatz von 50.000 Euro rechnen könnte.


    Das ist mir ein Zivilgerichts-Krieg dieses Ausmaßes mit ...zig-tausend Nächten schlechten Schlafes etc. nicht wert. Selbst wenn ich zum Schluß bestenfalls als Sieger aus dem ganzen Hick-Hack hervorgehen würde.


    Aber vielen Dank für Deinen sicher guten Gedanken und Deine Arbeit, das auch zu schreiben.


    Liebe Grüße


    *:) *:)

    @ Marc-EN

    Zitat

    Ich selber

    ??? Eher Vollnarkose....schäm....Bißchen ängstlich.... :=o

    Ist ja schön das auch jemand "vom Fach" so denkt (und ich nicht die einzige bin, die sich da "anstellt"). Alles verschlafen und erst wieder aufwachen wenns rum ist, ist dann doch angenehmen. ;-D

    @ Marc-EN

    Zitat

    Ich selber

    ??? Eher Vollnarkose....schäm....Bißchen ängstlich.... :=o

    Also wenn mir der Arzt garantieren könnte, dass ich mir nach einer Vollnarkose nicht wieder die Seele aus dem Leib ko.... werde, dann würde ich auch zu einer Vollnarkose tendieren.


    Ich sehe schon das wird ein längeres Gespräch mit dem Anästhesisten geben :-/ ..... der wird begeistert sein wenn jemand so rumzickt. ;-)

    Ich hatte 2009, 2010 und letzen Montag eine Fuss -OP mit Spinalanästhesie. Ich war wirklich jedes mal super zufrieden! Vor einer Vollnarkose hätte ich viel mehr Respekt gehabt. So hatte ich wenigstens die Illustion alles unter Kontrolle zu haben... und ich war gerne mit vollem Bewusstsein dabei und mein Arzt hat mir über das schöne grüne Tuch kommentiert was er sieht und macht und bei den ersten beiden OP's am Schluss auch gleich das neue Röntgenbild des Fusses gezeigt und am Montag habe ich die Schrauben bekommen, die er wieder raus geholt hat. Die Beine sind nach ca. 2 Stunden langsam erwacht, Wasser lösen ging jedes Mal problemlos, keine Kreislaufprobleme, keine Kopfschmerzen - würde ich sofort wieder wählen.


    Zuerst wurde bei mir lokal betäubt, den Stich für die Narkose hab ich gar nicht mehr gespürt, dann wurde es schön warm und kruz darauf konnte ich die Beine schon nicht mehr bewegen und auch den Kältespray zur Kontrolle spürte ich nicht. Während der OP spürte ich, dass etwas an den Füssen gemacht wurde - aber von Schmerz keine Spur!


    Alles Gute für deine OP!

    Zitat

    Ich hatte 2009, 2010 und letzen Montag eine Fuss -OP mit Spinalanästhesie

    Wegen was wurdest du operiert?

    Zitat

    So hatte ich wenigstens die Illustion alles unter Kontrolle zu haben...

    Illusion ist gut ;-) . Aber ich bin schon auch so, dass ich immer gerne weiß was mit mir gemacht wird.

    Zitat

    Wieso hast du was an den Nieren?

    Der Nephrologe schrieb in seinen Befund:


    Bei bekannter chron. Mikrohämaturie, milder Proteinurie (mäßig gemischte glomerluär-tubuläre Proteinurie), grenzwertiger Nierenfunktion und art. Hypertonie (hauptsächlich diastolisch) mit Tachycardieneigung bestätigt sich der V.a. eine subchronische golmeruläre Erkrankung, differenzialdiagnostisch wäre – bei grenzwertigem IgA – an eine abortiv verlaufende IgA-Nephritis zu denken, des weiteren könnte aber auch eine hypertensive Nephropathie vorliegen.


    http://www.med1.de/Forum/Nieren/555474/


    http://www.med1.de/Forum/Nieren/520778/

    Hallo Schneehexe


    Ich hatte beiseits einen Hallux Valgus der immer mehr schmerzte - daher OP 1 und 2 und nun die Entfernung der Schrauben in beiden Füssen, weil ich sie gespürt habe (war eigentlich nicht vorgesehen).


    Jetzt nerven die "wunderschönen" Blutergüsse unten am Fuss. Aber das wird wieder. Ab Dienstag habe ich Physiotherapie und Lymphdrainage.


    LG *:)

    Hallo Schneehexe


    Ja, das wurde am beiden Füssen in der gleichen OP gemacht, alte Narbe wurde nochmal geöffnet - Schrauben (je 3) rausgenommen und wieder zugenäht. Für die Sehenenkorrektur musste leider ein neuer Schnitt gemacht werden. Zum Glück kann ich von Beginn weg voll belasten und normale Schuhe anziehen (zwar nur die breitesten Turnschuhe - aber immerhin).


    LG *:)