Gibt es erst spät auftretende Folgen einer Frühgeburt?

    Hallo,


    ich weiß nicht genau, ob ich hier ganz richtig bin, aber ich versuche es mal:


    Ich bin mittlerweile vor fast 22 Jahren 10 Wochen zu früh auf die Welt gekommen und wog gerade mal 1000g. Naja, ich hab mehrere Male aufgehört zu atmen, ich bekam eine Lungenentzündung im Brutkasten, aber siehe da, im Endeffekt bin ich doch ein gesunder und munterer junger Erwachsener geworden :-)


    Nun meine Frage: An sich hat sich ja alles also gut entwickelt.


    Können aber durch eine Frühgeburt später im Alter noch Folgen davon auftreten, auch wenn man sich eigentlich gut entwickelt hat? Das man z.B. irgendwann eher Lungenprobleme bekommt, weil sie damals noch nicht ganz ausgereift war?


    Oder kann ich davon ausgehen, dass wenn sich mein Körper damals dann doch gut entwickelt hat, dass mit mir alles genauso okay wie mit jedem anderen ist?


    Sorry, wenn die Frage vielleicht etwas doof ist, aber mich beschäftigt dass zur Zeit (vielleicht auch, weil ich momentan eh zu sehr auf mich achte :-/)...


    Lg,


    diamond

  • 33 Antworten
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    Also wirklich darauf antworten kann ich dir leider nicht.


    Meine Schwester ist auch ein Frühchen, sie musste in der 23. Schwangerschaftswoche geholt werden und war nur 860 gramm schwer / leicht! Sie hatte das Glück das sie relativ gut alleine geatmet hat. Sie wird diesen Monat 11 Jahre alt und man merkt ihr gar nicht an das sie zu früh kam.


    Ichhabe bisher auch nicht den Eindruck das bei ihr irgendwelche Folgeschäden auftreten!


    Vielleicht solltest du dich mal bei einem Arzt erkundigen!


    LG

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    Die KLeine meiner Freundin

    ist in der 34. SSW zur Welt gekommen, war auch ein Frühchen. Außer das sie etwas dünner und kleiner ist, als andere in ihrem Alter, merkt man ihr nichts an. Sie ist quietschfidel und geistig fitter, als manch anderes Kind in ihrem Alter. LG Jenny

    Huhu *:)


    Ich wollte den Thread mal wieder aufleben lassen...Ich weiß, er ist schon ziemlich alt :-)


    Ich bin mittlerweilen aus diversen Gründen in Therapie (Angsterkrankung, eine Art Nähe-Distanz-Problem in der Partnerschaft, Selbstzweifel), und meine Therapeutin meinte, das so etwas u.U. auch Folgen einer Frühgeburt, kombiniert mit kleinkindlichen Erfahrungen sein können.


    Sie weiß jedoch selbst kaum etwas darüber, ob es psychosoziale "Folgeschäden" geben kann - denn immerhin ist so eine Frühgeburt mit Brutkasten ja schon eine enorme Belastung für so ein kleines Würmchen.


    Ich finde dazu im Internet leider immer noch nicht mehr..


    Also wenn jemand noch Erfahrungen dazu hat, oder mir Internetlinks bzw. Literatur empfehlen kann, wäre das super!


    Lg,


    diamond


    *:)

    Hallo Diamond!


    Ich habe auch schon davon gelesen, dass die Tatsache, dass man ein Frühchen war sich auch auf die spätere Persönlichkeit auswirkt. Frühchen sind empfindlicher etc. Ich kann mal schauen, ob ich in dem Buch noch Genaueres dazu finde, aber ich befürchte, dass ich dir dazu nicht mehr sagen kann als deine Therapeutin - wahrscheinlich hat sie das gleiche Werk bei sich im Schrank stehen. Wenn du willst, schaue ich aber trotzdem mal nach, was ich dazu finde. Persönliche Erfahrungen habe ich aber nicht.

    Ich habe leider nicht gefunden, was dich weiterbringen könnte. Frühgeborene sind wohl oft (emotional) empfindlicher und das kann sicherlich auch Auswirkungen auf die spätere Entwicklung haben. Vielleicht werden sie auch anders - vorsichtiger - behandelt als Altersgenossen und das wirkt sich schließlich aus?

    Huhu,


    danke für eure Beiträge!


    Ich hatte heute wieder Therapie und hab mit meiner Therapeutin nochmal über die Sache geredet.


    Sie hat mir eine Internetadresse genannt, wo man sich über Frühgeburten umfassend informieren soll, und meinte, dort könnte ich ja hinschreiben, ob sie nähere Informationen zu "Spätfolgen" (eben v.a. psychosozialer Natur) bei Frühgeburten haben.


    Ich selbst habe im Internet auch nochmal recherchiert, aber nichts wirkliches gefunden.


    Eine Studie aus GB besagt wohl auch, das Frühchen dazu neigen, sensibler, ängstlicher und zurückgezogener zu sein, und dass sie später eher einen Hang zur Depressivität oder Angststörungen entwickeln. Allerdings meinte meine Therapeutin, dass sie die Studie (hab ihr das ausgedruckt) nicht so zuverlässig findet, da alles nur aufgrund eines Fragebogens beurteilt wurde.


    Naja, aber vielleicht finde ich ja auf der Internetseite noch mehr Infos *:)

    @ dragon:

    Wie alt ist deine Freundin denn heute? Das hört sich ja schlimm an mit der Netzhautablösung...


    Lg,


    diamond

    maturaarbeit-frühgeburten

    ist schon eine weile her seit hier das letzte mal geschrieben wurde,aber ich versuche es trotzdem mal...


    ich bin selber eine frühgeburt und habe gewisse symptome die, vermute ich, davon stammen könnten... nun werde ich meine maturaarbeit über frühgeburten schreiben.der genaue titel der arbeit steht noch nicht fest,aber mich interessieren vorallem die spätfolgen von frühchen. nun wollte ich fragen ob da jemand,vorallem diamond,schon schlauer geworden ist...

    Hi diamond,


    hab deinen thread jetzt erst entdeckt. ich war auch eine frühgeburt (damals vor 25 jahren ;-) ), 28. SSW, 37 cm, 950 g. habe mich auch ganz normal entwickelt, abgesehen von meiner stimmbandlähmung. :-( wurde auch lange beatmet, lungenentzündung, luftröhrenschnitt. dabei wurde wohl das stimmband verletzt, jedenfalls spreche ich heiser, seit ich sprechen kann. ansonsten aber wie gesagt alles i.o. bei mir.


    deine frage ist interessant, die habe ich mir nämlich auch schon oft gestellt. ich merke zwar nichts, also ich bin z.b. nicht öfters krank als alle anderen, aber ich hab mich gefragt ob man vielleicht anfälliger ist für irgendwas (z.B. deinen punkt mit den lungenproblemen aufgrund der damaligen fehlenden lungenreife), oder ob vielleicht noch spätschäden auftreten.


    mein HNO, zu dem ich regelmäßig zur überprüfung meines kehlkopfes muss, meinte z.b. dass ich hals- und lungentechnisch gesehen nicht anfälliger wäre als andere. eine befreundete krankenschwester meinte jedoch mal, dass frühchen immer etwas anfälliger wären als "normal geborene". tja, wie nun?


    das mit dem "sensibler, ängstlicher" sein ist ein interessanter aspekt! ich bin seeehr sensibel, und traue mir oft nicht viel zu, aber wer weiß ob ich das nicht auch wäre, wenn ich normal geboren worden wäre, aufgrund umwelt und erziehung? schwer zu sagen. wenn man den mutter-kind-bindungs-theorien glauben schenkt, könnte schon was dran sein, da wir ja früh von mutter und vater getrennt wurden und gar nicht diese typischen ersten momente auf der welt in den armen unserer mütter verbingen durften, so wie das normalerweise üblich ist.


    hast du inzwischen noch was rausgefunden? freue mich, mich mit dir auszutauschen! *:)

    Hallo nochmal,


    habe gerade eine Studie zum Thema gefunden, zumindest was das psychosoziale betrifft:


    "Der Einfluß der mütterlichen Bindungshaltung auf die Entwicklung von sehr kleinen Frühgeborenen" von der Uni Ulm im Zeitraum 1995 - 2000.

    http://www.intensivkinder-ulm.de/DasUlmerModell.htm


    Und hier die ausführliche Publikation: http://www.intensivkinder-ulm.de/Brisch-Publikation.htm


    Leider scheints wohl (noch) keine Studie zu geben, die frühgeborene Kinder mal über 20 Jahre oder länger begleitet hat :-/ Wäre mal interessant zu wissen, ob wir denn nicht alle ein paar Gemeinsamkeiten bzgl. irgendwelcher Spätfolgen (speziell psychosoziale durch fehlende Mutterbindung?) aufweisen. In einem anderen Forum (http://www.fruehgeborene.de --> Erwachsene Frühchen [leider is dort mal gaaar nix los] ) habe ich nämlich diese Einträge hier gefunden:

    und

    Zitat

    nach meiner ersten Freude, endlich mal was zum Thema "Erwachsene Frühgeborene" zu finden (dachte, kann doch nicht sein, dass ich als Einzigste ein Problem damit habe) dann doch gleich wieder die Ernüchterung...ist ja nicht so gut besucht hier und dein Eintrag ist ja auch schon etwas älter...Naja, falls ich doch Glück haben sollte, wäre sehr an einem Austausch interessiert :-) Ich bin 1978 geboren und war zwar nur 2 Wochen zu früh und bei 45 cm auch etwas über 2000 g...aber mein Problem ist ja auch nicht körperlicher Natur, sondern ein Trauma durch die 4-wöchige Trennung nach der Geburt...zu DDR-Zeiten konnten die Eltern nur durch eine Glasscheibe in das Frühchenzimmer schauen! Übrigens ist mir das Problem erst jetzt mit 28 Jahren im Rahmen einer Therapie bewußt geworden.