Mit neuer Matratze morgens Knieschmerzen..helfen Kniekissen ?

    Hallo,
    ich bin nicht gerade ein Leichtgewicht (ca 130kg) und auf Dauer hält das natürlich keine Matratze durch, sondern die Dinger sind irgendwann einfach durchgelegen und ich wache jeden Morgen mit Rückenschmerzen auf. Daher kaufe ich alle paar Jahre eine neue Matratze. Zuletzt vor knapp 4 Wochen. Diesmal eine in Härtegrad 4 (vorher 3). Nun, die Rückenschmerzen sind erstmal Geschichte. Dafür habe ich ein neues Problem: seitdem ich die neue Matratze nutze, wache ich frühs mit beidseitigen Knieschmerzen auf. Es fühlt sich an, als hätte ich die Knie die ganze Nacht aneinandergepresst. Hat jemand Erfahrung mit solchen "Kniekissen" und kann mir sagen, ob die Linderung verschaffen ?

  • 15 Antworten

    Ich würde fast sagen, deine Matratze ist zu fest für dich. Die Härtegrade haben nicht unbedingt was zu sagen.

    Ich bin alleine schon durch meine Größe kein Fliegengewicht, lag auf einer Matratze in H3 wie auf einem Stein und schlafe jetzt auf H2 super.


    Kannst du deine Matratze vielleicht noch umtauschen?

    vielleicht testest du das mal mit einem weichen handtuch oder duschtuch zwischen den knien. dann brauchst du dir nicht sofort ein kniekissen kaufen.

    aber du kannst trotzdem mal schauen, ob es dir linderung verschafft.

    In welcher Position schläfst Du denn? Und bist Du gut beraten worden?

    Ich komme mit meinen ca. 66kg am besten mit H3 zurecht, man glaubt es kaum. Wobei H3 nicht H3 ist.

    Auf jeden Fall sollte man auf einer guten, passenden Matratze keine Beschwerden haben!

    Hallo! Ja, frag doch bitte mal nach, ob Du sie umtauschen kannst - geht heute in vielen Geschäften.

    Jeder sollte seine Matratze alle 5 bis spätestens 10 Jahren erneuern. Also besser nie die teuerste kaufen, dafür lieber öfter wechseln.

    Was ich auch erst seit kurzem weiß: Matratzen haben eine Höchtbelastbarkeit. In der Regel sind das 100 kg (wie bei den e-scootern). Es gibt auch welche bis 120 kg, leider nur in den teureren Geschäften. In Billiggeschäften steht die Höchstbelastbarkeit oft gar nicht dran. Überschreitet man diese Grenze nützt H3 oder H4 auch nichts mehr - man ist einfach drüber.

    Und die im Fernsehen beworbenen "1er" Matratzen sind in Wahrheit gar nicht günstig, sondern da tobt ein privater Preiskampf.

    Ich schätze deine H3-Matratze ist zu fest für Dich, allerdings spricht ein höherer Härtegrad auch nur für eine höhere Belastbarkeit, es gibt auch H3-Matratzen auf welchen man eher weich liegt.


    Aber jetzt mal paar Fragen:


    - Wie groß bist du?


    Das Gewicht verteilt sich auf einer Matratze ganz unterschiedlich, ist man z.B. 190 cm groß verteilt sich die mit 130 kg anders als bei beispielsweise 150 cm, sprich manchmal kann auch trotz paar Kilos mehr, ein Härtegrad weniger richtig sein (dies kann man am besten durch einen Berater vor Ort ermitteln lassen).


    - Wie lange ist der Lattenrahmen schon unter der Matratze und noch wichtiger, ist er auch für deine Matratze geeignet?


    Je besser sich eine Matratze anpasst, desto geringer muss der Lattenabstand sein und eine Spannung, welche nach oben ausgerichtet ist, sollte auch noch vorhanden sein. Ist dein Lattenrost 10 Jahre oder älter, ist es sinnvoll, auch diesen auszutauschen (die wenigstens sind nach 10 Jahren noch zu gebrauchen).


    Bei Federkernmatratzen reicht auch ein starres Rost, bei Taschenfederkern sollte es eins sein, welches auch für Kaltschaum der Latex geeignet ist. Eine ergonomische Matratze sollte mindestens 5 Zonen (besser sind 7) haben.


    Was für ein Material hat deine Matratze, Kaltschaum, Federkern, Memory, Latex...?


    Hast du auch an anderen Stellen Probleme, sprich nicht nur Knie?


    Das Raumgewicht einer Matratze sagt übrigens nichts über die Belastbarkeit aus, solange man nicht auch die Stauchhärte kennt, also bitte nicht bloß mit hohen Raumgewichten locken lassen. Meistens wiegen gute Matratzen auch etwas mehr, daran kann man auch sehen das bei zwei ansonsten gleichen Matratzen, eine hochwertiger ist, so kann bei gleicher Größe, dicke und Raumgewicht trotzdem eine unterschiedliche Belastbarkeit vorliegen.


    Meine Empfehlung, erstmal im Geschäft fragen, vielleicht mal gucken, welcher Lattenrahmen beim Probeliegen im Geschäft war und vergleichen, ggf. nach Umtausch fragen.


    Manchmal bringt auch einen Auflage aus Visco oder Geltex viel.


    Manchmal muss man sich auch einfach an eine neue Matratze erst gewöhnen, schließlich hatte man die alte über Jahre und plötzlich werden Bereiche gestützt, die evtl. schon Jahrelang nicht mehr entsprechende Unterstützung hatten und dies kann schon mal anfänglich für Probleme sorgen. oft braucht man dann schon 2-4 Wochen dafür (kann länger dauern, wenn man vorher eine komplett andere atratze hatte, sprich von Federkern auf Kaltschaum gewechselt ist.


    Auch die Einstellung des Rahmenrostes kann einiges bringen, auch wenn die Schmerzen in den Knien liegen, kann der Rücken schon ziemlich viel Schmerzen in andere Bereiche umleiten.


    Als Bauchschläfer ist die Einstellung des Rahmenrostes übrigens besonders heikel und die meisten Menschen liegen nur jahrelang aufn Bauch, weil das Schlafsystem nicht richtig gewählt wurden ist (nur ein ganz kleiner Prozentteil ist wirklich Bauchschläfer).

    Ein Wasserbett muss extra versichert werden, (Wasser-) Schäden daraus sind in der Wohnungsversicherung nicht enthalten.

    Das jemand durch den Tausch der Matratze Knieschmerzen bekommt, ist außergewöhnlich. Und bevor ich da über irgendwelche Härtegrade und sonst was diskutiere, würde ich mich zunächst mal fragen in welcher Position schläft der Mensch?

    Die Frage haben bisher aber nur zwei Leute, nämlich Sunflower_73 und Moon84 angesprochen.


    Also @ Werni75 in welcher Position schläfst du?

    onodisep schrieb:

    Ein Wasserbett muss extra versichert werden, (Wasser-) Schäden daraus sind in der Wohnungsversicherung nicht enthalten.

    Nein, nicht immer, wir haben bei unserer Versicherung nachgefragt, ist mit drin!

    Hallo, sorry für die lange Pause. Leider kann ich die Matratze nicht tauschen. Ich bin tatsächlich Seitenschläfer. Zwischenzeitlich habe ich verschiedene Sachen ausprobiert: Die normalen Lattenroste haben ja in der Mitte meist eine doppelte "Lattung", die man durch solche Plastikschieber in der Härte verstellen kann: schiebt man sie weiter in die Mitte, ist der Lattenrost weicher, schiebt man sie nach außen, ist er härter. Da habe ich verschiedene Stufen ausprobiert, so wirklich glücklich bin ich mit keiner geworden. Inzwischen hab ich eine dicke Bettdecke als zusätzliches Polster direkt aufs Bettlaken gelegt und liege beim Schlafen direkt auf der Bettdecke. Das bringt aber nur geringfügige Änderungen.
    Auch so ein Kniekissen habe ich gekauft. Mit dem Ergebnis, dass ich zwar nachts noch ab und zu mit Schmerzen wach werde, nun aber nicht mehr beide Knie wehtun, sondern nur noch das, was zuletzt unten lag. Wenn ich das Gefühl beschreiben sollte, dann fühlt es sich so an, als würde das unten liegende Knie durch das Kissen nach außen gedrückt. Aber das würde doch eigentlich erfordern,dass das unter Knie quasi "hohl" liegt, also von unten nicht "gestützt" oder ?

    Ach ja...die alte Matratze war eine Kaltschaummatratze, die neue ist eine Taschenfederkern-Matratze.
    Was ich im Gegensatz zur alten Matratze deutlich merke, wenn ich mich drauf setze: ich sinke auf der neuen Matratze kaum ein. Wenn ich mich auf der alten Matratze auf den Bettrand gesetzt habe, ist die etwa bis zur halben Höhe zusammengedrückt worden. Bei der neuen Matratze berühren die Oberschenkel nicht mal den Bettrahmen.

    Was ich merkwürdig finde: Inzwischen habe ich selbst auf unserem Sofa öfters Probleme...und da habe ich immer geschlafen wie ein Engel. Keine Ahnung, was mein Körper da für ein Problem hat, dass ich im Schlaf offenbar die Beine krampfhaft zusammenpresse. Wenn ich dieses Kniekissen zwischen den Beinen klemmen habe, merke ich regelrecht, wie der Schaum da drin bis auf wenige cm zusammengepresst wird,obwohl ich nicht das Gefühl habe, die Beine bewusst aneinanderzudrücken.

    Also ich denke immer noch das die Matratze, für dich, einfach zu hart ist.

    Ich hab das meistens in Hotelbetten, allerdings an der Hüfte. Bin aber auch Wasserbett verwöhnt...

    Wie alt ist denn der Lattenrahmen darunter? Ich denke zwar, dass das Hauptproblem die Härte der Matratze ist, aber eigentlich sollte man immer ein Schlafsystem kaufen, sprich eine Matratze zusammen mit einem Lattenrahmen und sich bestenfalls von einen erfahrenen Verkäufer beraten lassen und dies bestenfalls auch in der gewohnten Schlafposition.


    Falls zu viel Druck auf das Knie das Problem sein sollte, vielleicht einfach mal ohne Matratze auf das Lattenrost legen und gucken, welche leisten des Rahmens unterm Knie sind. Diese würde ich zum Testen mal für 1 bis 2 Wochen rausnehmen. Sollten die Schmerzen verschwinden, dann würde ich das so lassen, aber damit erlischt quasi auch die Garantie der Matratze, das bei TFK ein gewisser Leistenabsrand nicht überschritten werden darf, da sich die Matratze sonst schneller durchliegt, aber wenn ich ansonsten Schmerzen habe, würde ich eher das in Kauf nehmen, als eine Matratze zu haben, die mich auf Dauer unglücklich macht und die ich eh nicht mehr zurückgeben kann.


    Die Schmerzen im Knie können sowohl auf die zu feste Matratze, als auch auf ein zu altes oder ungeeigneten Rahmenrost zurückgeführt werden, aber sicher kann das nur eine Fachberatung im Geschäft sagen.