Probleme nach Narkose

    Hallo,


    ich hatte vorgestern eine Vollnarkose.

    Habe das Gefühl, es war anders als sonst.

    Im Aufwachraum hat das Gerät Alarm gegeben wegen der Sauerstoffsättigung, aber es wurde nichts gemacht.

    Die NAchtschwester hat dann einen Wert von 95% gemessen, meint, dies sei grenzwertig.

    Ich habe am anderen Tag den Operateur gefragt, er meint, das sei in Ordnung.


    Da ich schon Ängste habe, war ich beunruhigt, am nächsten Tag ging es dann.


    Am Tag der OP hat der Operateur nachmittags mit mir geredet, ich habe es zwar gehört, aber nicht folgen können.


    Habe das Gefühl, vergesslich zu sein.

    Bin seit heute wieder zu Hause.


    Meine Frage ist, ob es durch die Schmerzmittel kommt oder durch die Narkose?

  • 15 Antworten
    mandysu schrieb:

    Die NAchtschwester hat dann einen Wert von 95% gemessen, meint, dies sei grenzwertig.

    Das ist blödsinn.

    Eine Sauerstoffsättigung von 95% ist alles andere als Grenzwertig ..



    mandysu schrieb:

    Im Aufwachraum hat das Gerät Alarm gegeben wegen der Sauerstoffsättigung, aber es wurde nichts gemacht.

    Solche Geräte schlagen auch schon mal Alarm ohne das etwas vorliegt.

    Z.b wenn der Pulsoxy den Kontakt mit den Zeigefinger verliert oder er nicht richtig sitzt.


    Das Gefühl vergesslich zu sein kommt wohl von der Narkose, kenne ich auch so.

    Vergeht nach paar Tage ..

    Ich meine auch, dass alles okay ist. Alarm geben die Geräte, an die man im Aufwachraum angeschlossen ist, ständig. Es reicht schon, wenn man blöd auf einer Leitung liegt. Eine Sauerstoffsättigung von 95% ist nach einer Narkose prima. Normalerweise wird man auf die Station verlegt, wenn die Sauerstoffsättigung 90% bzw. darüber ist.

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    Hast du absolut keinem Wort folgen können, was der Operateuer gesagt hat...so als wäre es eine Fremdsprache oder war es Dir einfach zuviel, dem gesamten Sinn, was er sagt, zu folgen. So richtig dann ich mir das jetzt nicht vorstellen, wie du das meinst. Ich kenne es nur so, dass man jemandem ab irgendwann nicht mehr zuhört, weil es einem zu kompliziert wird.


    Aber du kannst ja hier normal schreiben. Also deinen eigenen Worten kannst du folgen und uns bestimmt auch lesen und die Inhalte verstehen. Dann ist ja alles ok. Der Rest wird vielleicht von Schmerzmitteln gekommen sein.


    Wenn Du jetzt wieder ok bist, ist das doch alles kein Thema mehr.


    Wenn ich Vollnarkosen hatte, war ich meist über einen Tag überhaupt nicht bei Bewußtsein. Wurde im OP kurz auf den Wangen wachgekloppt, pennte dann weiter und wurde rund 1-2 Tage später auf einer normalen Station wieder dauerhaft wach. Ob das normal so ist, habe ich mich gar nicht gefragt. Ich habe die Dingen den Ärzten überlassen.

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    Nach über 50 OP's kann ich nur sagen, dass man mich i m m e r wieder anstupst im Aufwachraum und mir sagt, ich solle schön atmen, atmen. Da piept wohl immer irgendwas, ich atme, schlafe wieder ein, werde wieder angestupst...

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    BenitaB. schrieb:

    Nach über 50 OP's kann ich nur sagen, dass man mich i m m e r wieder anstupst im Aufwachraum und mir sagt, ich solle schön atmen, atmen. Da piept wohl immer irgendwas, ich atme, schlafe wieder ein, werde wieder angestupst...

    Auch wenn ich "nur" 6 OP`s hab, das war bei mir auch immer so... Und wenn Sie mich verlegen wollten kam immer:" Schön tief ein atmen, atmen!"

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    Ich biete 24 Vollnarkosen, die letzte vor 4 Wochen. Piepsen tut immer was im Aufwachraum. Ich habe teilweise schon mit Leuten gesprochen (Eltern waren kurz da) und mich Tage später beschwert, dass niemand gekommen sei. Alles wie in Watte, wenig sortiert.

    Nicht umsonst darf man 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen und wichtige Entscheidungen treffen.

    Und auch darüber hinaus werden die Mittel noch vom Körper abgebaut, schwächelt der Kreislauf mal, haben die Schmerzmittel (welche?!) den Effekt, dass man nicht voll da ist. Schmerzen selber machen auch unkonzentriert.


    An das erste "Wange klopfen, jetzt atmen sie mal schön" erinnere ich mich NIE. An so manches Arztgespräch im Aufwachraum ("alles gut gegangen, wie geplant, erholen sie sich") auch nicht.


    Ich hatte zwie ambulante OP's, da war ich am OP-Tag fit. Habe zumindest nicht geschlafen und erinnere mich an den Tag. Bei vielen anderen ist... Watte.

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    Mal ne Frage am Rande:

    Hatte nach einer Vollnarkose starke Hitzewallungen.


    Musste dann an dem Tag häufig vor die Tür.

    Trotz Minusgrade im T-Shirt habe ich nicht gefroren.


    Wurde aber angeguckt als käme ich von nem anderen Stern.

    Ärzte oder Pfleger die zufällig vorbei kamen, haben mich dann ins Gebäude beordert D

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    Tja, und ich friere und bibbere jedes Mal, selbst im Hochsommer. Wie oft hatte ich den Warmluftpussterschlauch im Bett im Aufwachraum.

    Vollnarkosen sind keine magischen Medikamente, sondern eine Kombination aus 3 Medikamentengruppen. Da reagiert der eine halt so und der andere anders. Allen gemeinsam ist, dass die Medikamente erstmal eine Belastung darstellen. Aber besser soo als ohne Narkose.

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    Meistens habe ich hinterher gefroren, aber einmal hatte ich direkt eine unerträgliche Hitze noch direkt im Aufwachraum. Es war so schlimm und ich habe das wohl so lautstark kundgetan, dass man mir noch im Aufwachraum ein Laken anstelle von einer Bettdecke organisiert hat.

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    Kurios, ich war top fit nach der Narkose. Einzig der Hals tat weh und da sie keine Bonbons hatten, gab es ein Capri-Eis im Aufwachraum. Ich war aber auch schon richtig wach, bevor ich im Aufwachraum ankam. Geschlafen hab ich dann erst wieder ca 24 Stunden später.

    Vermutlich ist das aber auch die Frage, wie tief die Narkose war, wie gut dosiert, Tagesform des Patienten und natürlich Patient an sich.

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    Ich hatte schon unzählige Narkosen, und jede war anders. Dass nach dem Aufwachen nicht alles wie immer ist, sollte eigentlich jedem klar sein. Außerdem kommt es auf die OP-Dauer an. Je länger und tiefer die Narkose aufrecht erhalten werden muss, desto belastender ist sie natürlich. Nach zwei ewig langen OPs (jeweils > 7 Stunden) ging es mir richtig dreckig. Nein, mir war nicht übel, aber mein Kreislauf lag derart am Boden, dass an eine frühzeitige Mobilisierung nicht zu denken war. Schon beim Heben des Kopfes ereilte mich der Kollaps. Ist halt so.


    Jede längere Narkose ist nun mal eine schwere systemische Vergiftung. Die Leber erinnert sich noch längere Zeit daran. Kurznarkosen haben meist entsprechend geringere Nachwirkungen, aber auch sie wirken nach.