"Burning feet -Syndrom"

    Juni 2004


    Dies ist mein Erfahrungsbericht über das "Burning-feet-Syndrom". Er zielt lediglich darauf ab, andere Betroffene vor einer elenden Odyssee durch die Medizin zu bewahren. Leider ist die Medizin heute noch nicht so weit, Ursachen und Abhilfen festzulegen. Dies liegt m. E. zum einem an dem mangelnden Interesse der Pharmaindustrie (zu geringer Ertrag, weil zu wenig Betroffene) und zum anderen an dem komplizierten Krankheitsbild. Deshalb ist dieser Bericht auch nur als Anregung und als Diskussionsgrundlage bei Ihrem Arzt für Ihre eigene Therapie zu verstehen.


    Seit 16 Jahren leide ich unter obigem Syndrom. Dies habe ich leider erst durch einen Zufall im August 2002 erfahren. Eine individuelle Therapie (s.unten) hat sich in den letzten 2 Jahren als sehr nützlich erwiesen.


    Meine Krankheitsgeschichte:


    Die Krankheit begann 1988 mit Schmerzen in den Fußsohlen besonders beim Aufstehen. Zwischenzeitlich kam auch ein leichtes Brennen hinzu. Im Laufe der Jahre verschlechterte sich dieser Zustand.


    Wenn ich nachts aufstand, empfand ich neben dem Druckschmerz unter der gesamten Fußsohle ein Brennen. Ich war froh, wieder liegen zu können. Am nächsten Morgen begannen die brennenden Schmerzen erst nach Belastung, sprich ca. 15 min. nachdem ich aufgestanden war und nahmen dann kontinuierlich zu.


    Tagsüber kühlte ich die Füße mit Kühlelementen. Teilweise konnte ich bei Veranstaltungen kaum länger als 15 Min. stehen. Dann war der brennende Fußschmerz so stark, dass ich mich hinsetzen und mich meiner Schuhe entledigen musste.


    Zu Beginn des Jahres 2002 nahmen die Beschwerden so stark zu, dass ich kaum noch Lebensfreude empfand.


    In all diesen Jahren suchte ich verschiedene Ärzte auf. Da gab es diverse Orthopäden, die phantastische Diagnosen und Therapien aufstellten. Da war sogar ein Neurologe, der diese Krankheit hätte kennen müssen und mich ergebnislos wieder zurück zum Orthopäden schickte. Da wurden Röntgenaufnahmen, Kernspinntomographien und Szintigramme erstellt. Diverse Schuheinlagen wurden mir verordnet, die für eine völlige Instabilität meines Bewegungsapparates sorgten. Ja man glaubt es kaum, aber ich bin sogar lt. ärztlicher Verordnung 4 Wochen auf Krücken gegangen, weil ein Orthopäde einen Ermüdungsbruch diagnostizierte.


    Zusätzlich bekam ich über Nacht plötzlich einen Wadenbeinbruch- es folgten Hüftschmerzen, Knieschmerzen sowie diverse andere Fußprobleme. Ich suchte Heilpraktiker und Wunderheiler auf. Ich unterzog mich etlichen Akupunktursitzungen. Zum Schluss wollte ein Orthopäde sogar die Hauptsehne unter dem Fuß etwas einschneiden (operativ), um dem Fuß etwas mehr Bewegungsspielraum beim Abrollen zu verschaffen.


    Nach einem 2-tägigem Aufenthalt im Schlaflabor (Uniklinik Münster) konnte mir auch nicht geholfen werden. Einziger Lichtblick war ein neues Medikament mit dem Namen "Neurantin". Es war ehemals für Epileptiker gedacht. Meinen Füßen half es, aber mit den Nebenwirkungen (Schwindelgefühl und Erinnerungsverlust) konnte ich meinen Beruf nicht mehr ausüben.


    Nichts wollte man unversucht lassen. Bilanz: Es war alles unbefriedigend. Am Rande sei bemerkt, dass ich Privatpatient bin, und somit auch immer bei den Ärzten gern gesehen war. Eine zufriedenstellende Leistung lieferten sie hingegen nicht ab.


    Nach völliger Resignation stieß ich durch Zufall im August 2002 auf ein Medikament, dass mir etwas Abhilfe verschaffte. Es handelte sich um "Bepanthen Lutschtabletten".


    Wodurch ich bemerkte, dass die Hauptursache meiner Krankheit ein Mangel an Panthotensäure war.


    Ich nahm regelmäßig morgens und abends je ½ Tablette Bepanthen. Somit konnte ich einigermaßen mit der Krankheit leben.


    Erschwerend kam hinzu, dass diese Tabletten nicht immer wirkten. So stellte ich fest, dass Kaffee, Alkohol und Kiwis eine positive Wirkung der Tabletten verhinderten.


    Mit meinen Erfahrungen ging ich erneut zu einem Neurologen, der meine Diagnose des "Burning feet-Syndroms" teilte. Gemeinsam entwickelten wir unten stehende Therapie, die mir das Leben wieder lebenswert gemacht hat:


    Meine Therapie:


    1. tgl. 1 Tablette Bepanthen-Lutschtabletten (völlig ungefährlich, da Vitaminpräparat)


    2. tgl. 1 Tablette "Biomo-Lopon" (völlig ungefährlich, da Vitaminpräparat)


    3. 1x die Woche Fuß-Friktionsmassage (hierbei ist auf einen hochkompetenten Therapeuten zu achten.


    So, ich hoffe einigen mit meinen Erfahrungen helfen zu können. Sollten Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich bei mir.


    Gute Besserung


    Gertilein

    @ gertilein

    ich war heute in der apotheke und wollte mir die tabletten holen.


    aber irgendwie war ich ein wenig erstaunt. sie waren gegen mundtrockenheit und gegen neurodermitis.


    ist denn das richtig? hab sie erstmal dagelassen, wollte dich erst nochmal fragen. und sie haben dir wirklich geholfen??

    hi leia

    hm...ich kann ja falsch liegen..aber es kommt mir so vor als ob Du keine Lust mehr hast die alten Wege weiter zu gehen. Da drückt der Fuß, der eigentlich gesund ist...da quengelt der Zeh der immer funktionierte....Denke es ist an der Zeit zu besehen wo Du gerade stehst. Und wie es weitergehen soll.


    Wünsche Dir Kraft


    Aske

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