Schmerzmittel wirkt nicht - Warum?

    Hallo zusammen!


    Es wird ein etwas längerer Text und ich bin jedem/jeder dankbar, der/die sich das durchliest und evtl. einen Tipp hat!!!!!


    Ich bin Jahrgang 1999 und weiblich. Ich beschreibe erst einmal die Vorgeschichte, da es vielleicht im Zusammenhang stehen könnte.


    Im September 2015 bekam ich Kopfschmerzen. Am Anfang stundenweise in der Schule, es waren schon deutlich stärkere Schmerzen, weshalb ich beschloss, Ibuprofen zu nehmen. Ich habe nie oft Medikamente genommen, wirklich nur wenn es nötig war! Es war die erste Schulwoche nach den Sommerferien, ich habe von Anfang an alles gegeben, trotzdem fühlte ich mich nicht überfordert und hatte den selben Druck wie alle anderen auch. Nach 4 Wochen wurden die Kopfschmerzen schlimmer und nichts hat mehr geholfen, den Schmerz zu verringern (ich habe bis dahin nicht regelmäßig Schmerzmittel eingenommen!), sie waren ungelogen 24/7 und halten bis heute an. Ich wurde durchgecheckt von Kopf bis Fuß, vom HNO, Orthopäden, Neurologen, ich war im KH, im MRT, CT, EEG, EKG - wirklich alles, Ich bin gesund, keiner konnte sich erklären woher die Kopfschmerzen kamen.


    Bevor ich die Schmerzen bekam, ging es mir physisch und psychisch top! Ich hatte Druck in der Schule und so "Kleinigkeiten" - aber hat das nicht jeder? Durch die Kopfschmerzen bin ich in ein tiefes Loch gefallen, es war schon eine Art Depression ... Ich verstand im April 2016 jedoch, dass ich nur dieses eine Leben habe und habe mich aufgerappelt, bin vom eigenen Druck-/Stresspedal hinuntergetreten und habe mein Leben umgekrempelt. Ich akzeptierte die Kopfschmerzen, ich habe an den Gedanken festgehalten, dass ich bis Ende des Jahres Schmerzfrei sein kann, wenn ich denn auch dafür etwas tue, einfach auf meine Körpersignale zu hören.


    Jetzt ist das Jahr fast vorbei. Es hat sich nichts geändert. Mir geht es psychisch wieder gut, ich stehe fest in meinem Leben, mittlerweile wüsste ich gar nicht mehr, wie es sich ohne Kopfschmerzen anfühlen würde, dennoch glaube ich daran, dass ich eines Tages aufwache, ohne den Schmerz in der Stirn zu spüren.


    Um jetzt zu meiner Frage zu kommen; ich hatte vor einer Woche einen Reitunfall. Erst ein paar Tage später fing mein Nacken an zu schmerzen (für Dienstag habe ich einen Arzttermin, ging nicht früher und ich hatte dazu auch einen kurzen Beitrag hier im Forum gepostet). Jedenfalls habe ich dann unterschiedliche Schmerzmittel probiert (In Maßen und nicht alles auf einmal versteht sich). Nichts schlägt mehr an und das ist mir schon öfters aufgefallen. Denn auch im Februar hatte ich einen Sportunfall bei dem ich mir die Bänder im Arm stark überdehnt hatte - auch da hat nichts geholfen und ich hatte Schmerzmittel vom Arzt verschrieben bekommen.


    Ich kann es nicht nachvollziehen ... Ich nehme nur eine Tablette, wenn es wirklich anfängt unerträglich zu werden ... noch dazu reagiert mein Magen nicht so toll auf Medikamente, weshalb ich es mir 10× überlege, ob ich das jetzt einnehme. Noch dazu bringen mich die Kopfschmerzen erneut zum Nachdenken, ob das alles zusammenhängt ...


    Es ist und bleibt ein Rätsel, das hoffentlich irgendwann gelöst wird.


    (P.s. ich habe verschiedene Physiotherapeuten, Osteopathen ausprobiert, war beim "Einrenker", der alte "Baustellen repariert" hat, habe eine Atlastherapie und verschiedene Massagen probiert. Alle haben vor der Behandlung gesagt, dass sie nichts wegen den Kopfschmerzen versprechen können. Meine Körperhaltung hat sich dadurch trotzdem verbessert, die Muskeln waren nicht mehr so verhärtet, der Schmerz blieb dennoch im Kopf.)


    Viele Grüße und vielleicht hat ja wer eine Idee. %:|

  • 7 Antworten

    Ich empfehle dir deine Schmerztherapie - sprich mal mit deinem Hausarzt darüber. Die gibt es stationär für 12 Tage in Krankenhäuser, man nennt sie auch "interdisziplinierte Schmerztherapie", weil unterschiedliche Ansätze für die Ursache untersucht werden.


    Außerdem wird da auch ausgetestet, welche Schmerzmittel für dich in Frage kommen - und die Wirkung wird direkt überpüft.


    Allerdings weiß ich nicht, wie das bei dir ist - du bist ja erst 17 - aber vielleicht gibt es ähnliches auch für Jugendliche!?

    Butter bei die fische:


    Wie oft nimmst du denn nun welche Schmerzmittel?


    Einmal die Woche eine Tablette oder einmal am Tag nur eine Tablette.


    Sei ehrlich für dich selbst.


    Dauerhafte Einnahme von schmermitteln ist halt problenatisch. Sie können die schmerzen selbst auslösen.


    Wurden Nackenorobleme ausgeschlossen? Das beste einrenjen bringt nichts, wenn du dann wieder nachts falsch liegst und der nacken wieder verspannt.


    Dann könnte ein Schmerzmittel, dass auch Muskeln entspannt, helfen.


    Also du kannst probieren dir abend ein kirschkernkissen (warm) in den nacken zu packen. Das hilft mir bei kopfschmerzen die vom Nacken kommen.


    Aber da man auch nich weiss obs am nacken liegt, muss das nicht helfen...aber es ist einen versuch wert.

    Für die Kopfschmerzen nehme ich gar keine Schmerzmittel mehr. Am Anfang, die erste Woche im September'15 waren es da vlt. an drei Tagen eine Ibuprofen 400mg, dann hat es recht schnell nicht mehr gewirkt. Ich hatte es dann einmal mit Aspirin probiert. Vom Arzt habe ich dann über ein Wochenende ganz hoch dosiert Novalgin bekommen, er wollte sehen, ob wirklich gar nichts anschlägt. Ab Oktober habe ich nichts mehr für die Kopfschmerzen eingenommen. Es war also nur im September und das nicht jeden Tag, vielleicht alle 3,5 Tage eine Tablette.


    Die "Diagnose" für die Kopfschmerzen waren zum einen verhärtete/-spannte Muskeln (und die Psyche; In Klammern gesetzt, weil ich erst DURCH die Schmerzen 'depressiv' wurde und die Kopfschmerzen nicht durch eine Depression kamen). Ich habe viel versucht/gemacht, dass es besser wird gerade mit den verhärteten Muskeln, da der Schmerz auch im Brustkorb anfing, ging zum Glück mit der Zeit weg. Ich merke auch deutliche Unterschiede, aber eben nicht anhand der Kopfschmerzen, eher eine aufrechte, lockere Körperhaltung. Weshalb es für mich nicht mehr zusammen passt, warum es denn nicht wenigstens kleine positive Fortschritte gibt ...


    Da ich jetzt ziemlich blöd vom Pferd gefallen bin, tut der Nacken weh, der Schmerz zieht in die Schultern bis in den Arm und die sonst "normalen"Kopfschmerzen sind stärker. Das lasse ich vom Arzt noch abklären. Trotzdem schlafe ich extrem schlecht, ich habe letzten Abend eine Tablette genommen, von der man auch müde wird. Ich bin genauso schlecht eingeschlafen, wie komplett ohne und die Schmerzen sind sowieso gleich oder es ist wirklich nur eine so kleine Verbesserung, dass ich darauf dann verzichten kann, weil eher mein Magen noch dazu im roten dreht ... Zwei Tage davor hat meine Mutter mir eine halbe Tablette (eine ganze hatte ungefähr 750mg) gegeben, die die Muskeln entspannen lässt - keine Veränderung am Nacken. Ich gehe zum Arzt, um abzuklären, dass ich mich nicht schlimmer verletzt habe am Nacken - allerdings weiß ich dann trotzdem nicht, warum Medikamente keinen Einfluss mehr auf mich haben. %-|


    Vielen Dank für die Antworten!!!!

    Novalgin wirkt bei mir gar nicht, Aspirin auch nicht.


    Über EINE Ibu 400mg lachen sich meine Kopfschmerzen kaputt, zwei müssen es schon sein bei meinem Körpergewicht von gut 60 kg.


    Schmerztherapie wird leider in Deutschland immer noch stiefmütterlich gehandhabt. :-(


    Für den Magen gibt es Magenschoner.


    Du solltest dich auf die Suche nach einem guten Schmerzspezialisten machen.

    Kennst du Gitterpflaster? Das ist ein spezielles Akupunkturtape, welches mir besser bei Nacken und Schulterschmerzen hilft als IBU. Google da mal gerne nach. Sie sind nicht teuer und man kann sie im Vergleich zum Kinesiotape gut alleine anbringen.


    Bezüglich der Kopfschmerzen: ich bin gute drei Jahre mit täglichen Kopfschmerzen rum gelaufen. Habe auch , wie du, einen 10 tägigen Krankenhausaufenthalt samt 2 Lumbalpunktionen hinter mir.


    Ich möchte dir daher auch eigener Erfahrung wie nullachtfünfzehn noch den Augenarzt ans Herz legen. Laut Augenarzt im Krankenhaus sind meine Augen top mit 100 % Sehkraft.


    Meine Hausärztin hat mich jedoch nochmal zum niedergelassen Augenarzt geschickt und siehe da....Er hat meinen Augenmuskel einmal betäubt, sodass dieser nicht mehr scharf stellen kann. Da war meine Sehkraft Dank Hornhautverkrümmung gar nicht mehr so gut. Der Augenmuskel kann bis zu einem gewissen Alter gut die Sehkraft vortäuschen. Da er dann aber permanent arbeitet, ist er irgendwann total überlastet, was zu fiesen Kopfschmerzen führen kann.


    Seitdem ich eine Brille trage sind die Kopfschmerzen um einiges besser.


    Ansonsten wirken halt und auch nicht alle Schmerzmittel bei jedem. Und wie oben bereits gesagt, bei Nervenschmerzen keine IBU sondern Mittelchen wie Pregibalin vom Neuro.