Sich zwischen 2 Fachärzten entscheiden, aber wie?

    Bei mir wurde vor einigen Monaten Asthma diagnostiziert. Diese Diagnose hatte ich mir von einem zweiten Pulmologen bestätigen lassen. Nun sollte ich für die weitere Behandlung einen Arzt auswählen und nicht zeitgleich bei beiden in Behandlung sein. Aber welchen soll ich wählen?


    Beide sind sehr erfahren und wissen, was sie tun. Auch die Therapieempfehlungen sind bei beiden grundsätzlich gleich.


    Vorteile Arzt A:

    - Sehr umfangreiche Untersuchungen

    - Hat von sich aus weitere Therapiemöglichkeiten und Maßnahmen angeboten


    Nachteile Arzt A:

    - Sehr viele Patienten, man ist nur eine Nummer

    - Er erklärt nicht wirklich die Befunde

    - Termine nur alle 5 - 6 Monate


    Vorteile Arzt B:

    - Nicht so überlaufen, insgesamt alles etwas persönlicher

    - Erklärt ausführlich die Befunde und weiteren Maßnahmen

    - Termine alle 3 - 4 Monate


    Nachteile Arzt B:

    - Er hat kaum relevante Untersuchungen durchgeführt und auf Verdacht therapiert

    - Er hat sich nicht mal die Röntgenbilder des Arztes A angeschaut


    Arzt B ist mir zudem etwas sympatischer, wobei das bei einem Arzt sicherlich nicht die größte Relevanz hat.

  • 10 Antworten
    Drache415 schrieb:

    Arzt B ist mir zudem etwas sympatischer, wobei das bei einem Arzt sicherlich nicht die größte Relevanz hat.

    Oh doch, für mich spielt das eine große Rolle bei Ärzten,wo ich regelmäßig hin muss.

    Ansonsten lass dein Bauchgefühl entscheiden.Wo fühlst du dich wohler?


    Dann geh dort hin. Wechseln kannst du ja später auch noch, wenn es dir so gar nicht zusagt.

    Puuh... Schwierig. Ich würde mir einen dritten Arzt suchen.


    Persönlich entscheide ich mich eher für Kompetenz. Ich will nicht bequatscht werden, sondern das er/sie mein Problem löst. Ist aber so ne persönliche Macke.

    Wenn Arzt B soviel Instinkt hat dass er mit seinem Verdacht richtig liegt dann B...

    (oder hat Arzt B einfach die Therapieempfehlung von Arzt A übernommen ?)

    Aber Arzt A wirkt auf mich kompetenter. Ich persönlich wäre für Arzt A.

    Despero schrieb:

    Puuh... Schwierig. Ich würde mir einen dritten Arzt suchen.


    Persönlich entscheide ich mich eher für Kompetenz. Ich will nicht bequatscht werden, sondern das er/sie mein Problem löst. Ist aber so ne persönliche Macke.

    Bei vielen gesundheitlichen Problemen bist du sowieso an der Problemlösung beteiligt. Kann es sein das deine Macke ist, den Arzt als Klempner für deinen Körper zu sehen der gefälligst zu funktionieren hat?

    Ich wäre auch für A.

    Drache415 schrieb:

    Nachteile Arzt A:

    - Sehr viele Patienten, man ist nur eine Nummer

    - Er erklärt nicht wirklich die Befunde

    - Termine nur alle 5 - 6 Monate

    Was sagt er, wenn du Nachfragen zum Befund stellst?

    Alle 5-6 Monate reicht zur Verlaufskontrolle bei Asthma eigentlich aus. Was willst du da öfter?

    "Eine Nummer" bist du realistisch gesehen überall, ich würde mir da keine Illusion machen, dass es großartig anders wäre, nur weil Arzt B vielleicht persönlicher auftritt. Der wird trotzdem letztlich nicht mehr an dich denken, überlegen oder sonstwas, als Arzt A.

    Letztlich scheint nur Arzt A wirklich dein Problem anzugehen.

    Drache415 schrieb:

    Nachteile Arzt B:

    - Er hat kaum relevante Untersuchungen durchgeführt und auf Verdacht therapiert

    - Er hat sich nicht mal die Röntgenbilder des Arztes A angeschaut

    Naja, willst du dein Asthma gut behandelt wissen oder einen Laberheini, der vielleicht bissl netter tätschelt, aber was die Krankheit angeht nicht wirklich was für dich tun kann, evtl. sogar schadet? Das kriegt man auch bei der Telefonseelsorge. Die Nachteile von B sind jawohl ein klares Ausschlusskriterium.

    mnef schrieb:

    "Eine Nummer" bist du realistisch gesehen überall, ich würde mir da keine Illusion machen

    Das ist zwar bedauerlicherweise sehr oft so, aber nicht immer. Für meinem Internisten z.B. bin ich garantiert keine Nummer. Untersuchungen und Therapien besprechen wir i.d.R. gemeinsam. Manchmal streiten wir auch, doch letztlich sind wir ein großartiges Team. Kürzlich sagte er zu mir, meine Mitarbeit und meine eigenen Einschätzungen seien ihm immens wichtig. Als ich im Juni im Krankenhaus war, besuchte er mich zweimal, einmal abends nach Praxisschluss, einmal am Wochenende - natürlich nicht zwecks Händchenhalten, sondern weil er mich vom Fortgang seiner Recherchen und den Ergebnissen von Diskussionen mit Kollegen unterrichten wollte. Ich hatte damals eine schwere Myositis unklarer Genese.


    @ Drache415

    Asthma ist ja ein sehr häufiges Leiden, für das eigentlich kein besonderer Spezialist und umfangreiche Untersuchungen erforderlich sind. Ich wäre wohl eher für Arzt B, vorausgesetzt, dass er Erfahrung hat bzw. nicht gerade aus der Uni gehüpft ist.


    Letztendlich sollte Dein Bauchgefühl entscheiden.

    Kommt wohl drauf an, wie man das "Nummer sein" definiert.

    mnef schrieb:

    Was sagt er, wenn du Nachfragen zum Befund stellst?


    Dann erklärt er auch die Sachen, das sogar sehr geduldig.


    Ich denke, ich werde beim Arzt A bleiben. Bei ihm habe ich auch schon Termine für eine Asthma-Schulung sowie für eine bevorstehende Hyposensibilisierung, da will ich jetzt nicht alles wieder absagen.


    Am Ende geht es auch den Ärzten nur ums Geld und nicht um das Wohlbefinden der Patienten.

    Drache415 schrieb:

    Am Ende geht es auch den Ärzten nur ums Geld und nicht um das Wohlbefinden der Patien

    ja am Ende ist das tatsächlich so:-/ aber es gibt dennoch auch sympathische Ärzte, dem der Mensch und das Befinden wichtig sind. Man muss sie nur finden. Und da muss man sich eben manchmal "durchprobieren".


    Man sollte nie vergessen, dass man nur eine Gesundheit hat und für sich selbst die Verantwortung trägt. Ich tu mich nicht mehr schwer, einen Arzt zu wechseln, wenn ich mich nicht gut betreut fühle.