Starke Atemprobleme und Gefühl als sei Hals zugeschwollen

    Hallo zusammen,


    ich wende mich heute mal ans Forum, weil ich lansgam echt nicht mehr weiter weiß.


    Ich habe seit genau einer Woche starke Atemprobleme. Es fühlt sich an, als würde eine Tonne auf meiner Brust liegen und als wäre mein Hals um den Kehlkopf herum zugeschwollen. Dadurch habe ich permanent auch ein Würgegefühl und kann kaum was essen. Meine Bronchien kribbeln ganz komisch und ich kann einfach keine tiefen Atemzüge mehr nehmen. Es macht mich langsam extrem wahnsinnig. Ich kann kaum essen und kaum schlafen, ich werde immer dünner und schwächer...


    Angefangen hat alles ganz langsam vor ca. 3 Wochen. Ich hatte das erste Mal in meinem Leben starke Magenschmerzen, so als hätte mir einer in den Bauch geboxt. Diese hielten ca. 8 Stunden an, dann waren sie weg. 2 Tage später das gleiche noch mal. Danach hatte ich keine Magenschmerzen mehr, aber mein Magen hat sich seitdem verkrampft und "verdreht" angefühlt, aber keine Schmerzen mehr.


    Es ging dann los mit solchen "Atemnotattacken" die immer ein paar Stunden anhielten. Ich blieb immer ruhig und versuchte normal zu atmen und nicht zu hyperventillieren. Ich kannte dieses Gefühl schon, ich habe vor ein paar Jahren nach einem Sturz auf Inlineskates mehrere Wirbelblockaden gehabt, die mir das Atmen erschwerten.
    Nach 2 Monaten Quälerei hat mich eine Heilpraktikerin eingerenkt und alles war gut.


    Ich war beim Hausarzt, der mir Omeprazol verschrieben hat, er dachte das kommt vom Reflux. Das brachte aber leider keine Verbesserung, die Atemnot kam immer häufiger und auch unabhängig vom Essen oder sonstigen Aktivitäten.


    Ich habe mir diesmal auch direkt einen Termin beim Physio gemacht, weil ich dachte diesmal sei es das gleiche. Es hat gekracht in der HWS und BWS, auch die Rippen, aber leider ging es mir danach nicht besser. Das war letzten Montag.


    Dienstag morgen gingen die extremen Beschwerden los, die einfach nicht mehr weg gehen. Es wurde trotz normaler Atmung und Ablenkung und Entspannungsübungen so schlimm, dass ich einen Krankenwagen gerufen habe. Mein Puls ging immer hoch und runter, es bestand Verdacht auf Lungenembolie.


    Mir wurde Blut abgenommen und ein Röntgenbild gemacht, alles ohne Befund. Ich wurde am Abend wieder heim geschickt mit den Worten "psychisch bedingt".


    Ich bin kein Hypochonder und habe auch keine privaten Probleme oder große Ängste. Mir ging es auch überhaupt kein Stück besser. Nach einer schlaflosen Nacht und einem weiteren Tag ohne Essen habe ich wieder meinen Hausarzt angerufen. Dieser hat eine sofortige Magenspiegelung angeordnet, die auch im KH gemacht wurde. Im Vorbeigehen wurde mir gesagt dass nichts gefunden wurde und ich wurde zu einem Psychologen gesetzt, der mir erklärt hat, dass ich nichts habe und mir verboten hat wieder ins KH zu gehen. Ich solle mir einen Psychologen suchen und tschüss.

    Selbst bei dem Gespräch ging es mir richtig schlecht.. ich wollte einfach nur dieses Gefühl loswerden! Das hat aber keinen interessiert.


    Ich habe versucht zu essen, aber alles kam mir wieder hoch... mein Freund hatte die Nase voll und hat mich in ein anderes KH gebracht. Dort wurde wieder ein Röntgenbild gemacht, Blut untersucht und Blutgasanalyse sowie EKG. Außer hoher Puls der aber noch ok ist (ich habe immer hohen Ruhepuls um die 90) wurde nichts gefunden.


    Mir wurde Salbumatol zum Inhalieren gegeben, das soll die Bronchien erweitern. Es hat leider nichts gebracht. Minimal besser wurde es, ich wurde wieder heim geschickt mit den Worten ich solle mich bei einem Lungenfacharzt vorstellen.


    Ich habe am nächsten Tag alle LungenÄrzte im Umkreis abtelefoniert, aber keine hatte einen Termin frei in den nächsten Wochen, erst November.


    Meine Beschwerden waren unverändert, ich wurde immer schwächer weil ich nichts essen konnte. Mein Freund hat mich wieder eingepackt und in ein KH gefahren wo es eine Lungenabteilung gibt. Die haben mich stationär aufgenommen.


    Ich wurde abgehört und die Röntgenaufnahmen und Blutwerte von dem anderen KH wurden angesehen. Blutgas wurde untersucht, ich war am hyperventillieren. Ich konnte auch keinen Lungenfunktionstest machen, da mir so übel war.


    Mir wurde eine Tavor zur Beruhigung und 2 Tabletten gegen Übelkeit gegeben. Mir ging es etwas besser, die Beschwerden sind von 100 % auf etwa 70 % runter... der Lungenfunktionstest wurde gemacht, aber auch den konnte ich wegen Würgereiz nicht abschliessen, bei der 3. Runde einatmen von dem Reizgas (?) musste ich immer abbrechen. Aber scheinbar hat das gereicht.


    Der Arzt kam kurze Zeit später und sagte es wäre alles ok, die Tavor hilft etwas also ist das Psyche und ich wurde wieder entlassen....


    Leute ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll! Dieses Gefühl geht nicht mehr weg, egal was ich mache! Ich war gestern bei einer Vertretung von meinem Hausarzt, da dieser Urlaub hat. Es war der Horror draussen, ich hatte immer das Gefühl ich kippe gleich um. Es ist einfach zu schrecklich nicht richtig atmen zu können, so langsam bekomme ich es wirklich mit der Angst zu tun.


    Die Ärztin hat mir Mirtazapin verschrieben und Ortoton forte, also ein Antidespressivum und ein Muskelentspannungsmittel.


    Hab gestern eine Mirtazapin genommen und wurde extrem müde und träge.Hab etwas schlafen können. Dieses Gefühl wurde etwas gedämpft, war aber permanent da.... abends noch eine halbe Ortoton genommen und gestern Abend war es zum ersten mal minimal besser, sodass ich was essen konnte und die Nacht schlafen konnte.


    Ab 9 Uhr morgens wurde es wieder schlimmer und jetzt sitze ich wieder völlig verzwifelt vor dem Laptop und weiß nicht mehr weiter! Kann mir einer weiterhelfen? Was kann ich noch tun?


    Ich habe eine Ortoton genommen aber es hilft nicht... Mirtazapin dürfte ich nicht nehmen laut Packungsbeilage weil ich einen hohen Augendruck habe (aber kein Glaukom). Ich bin völlig fertig. Donnerstag geht es mit Physiotherapie los.


    Liebe Grüße und Danke fürs Lesen

  • 323 Antworten

    Was mir noch einfällt: wenn es ganz akut ist, kann ich gar nicht richtig aufstossen. Es fühlt sich so an, als würde die Luft hinterm Brustbein oder im Hals stecken bleiben...


    Sobald ich aufstehe und was mache rast mein Puls bei ca. 120... Ich Messe nicht andauernd, aber merke wie das Herz rast.


    Ich bin echt verzweifelt langsam {:(

    Und ich habe permanent ein Kratzen im Hals und trockenen Husten. Seit 3 Tagen jetzt.


    Corona Test wurde nirgends gemacht, hielt keiner für nötig.

    Ich kennen das ....ich leide seid 10 Jahren unter einer Angst und Panikstörung .

    Mittlerweile lebe ich eigentlich wieder normal aber als Corona anfing , hatte ich gleich Atemprobleme .War mehrmals in der Notfallpraxis,weil ich dachte ,ich ersticke .... Resultat : perfekter Blutdruck , Sauerstoffsättigung bei 99% . Wurde danach komplett auf den Kopf gestellt .

    Herz top , Belastungs EKG gut und Lungenfunktion bei 108% ( trotz Rauchens) .... Also wieder Mal alles psyisch ....auch wenn man es nicht glauben mag aber die Psyche kann einiges anstellen und das Leben enorm erschweren

    Hallo Danny, danke für deine Antwort.


    Ich bin allgemein schon ein etwas ängstlicher Mensch, aber mir ging dadurch körperlich nie schlechter... Ich mache mir auch etwas Gedanken wegen Corona, aber nicht übermäßig.


    So langsam glaube ich auch dass es psychisch ist oder eben vom Rücken kommt.


    Es macht einen wahnsinnig und manchmal glaube ich, dass es mir nie wieder gut gehen wird. :°(


    Viele sagen mir ich soll mich ablenken... haha, die Leute die das sagen hatten noch nie Atemnot glaube ich. Ne Woche durchgehend das Gefühl zu haben nicht atmen zu können und durch die Halsenge Übelkeit und kaum was essen ZERMÜRBD einen!!

    Vielleicht hast du Ebv (pfeiffersches Drüsenfieber) oder Borreliose... Lass das mal testen :)^


    Ansonsten trinke mal weng Johanniskraut Tee... Der beruhigt...

    Flocke91 schrieb:

    Und ich habe permanent ein Kratzen im Hals und trockenen Husten. Seit 3 Tagen jetzt.


    Corona Test wurde nirgends gemacht, hielt keiner für nötig.

    Wo hast du es denn überall versucht? Wundert mich, dass das keinen kümmert.
    Aber viel davon klingt auch wirklich nach Hyperventilieren. Ich kenne sowohl das als auch Asthmabedingte "echte" Atemnot, letztere würde ich anders beschreiben

    Flocke91 schrieb:

    Übelkeit und kaum was essen ZERMÜRBD einen!!

    Mal Vomex probiert? Damit du immerhin wieder ein bisschen Energie in dich reinbekommst ;-)

    mnef schrieb:
    Flocke91 schrieb:

    Und ich habe permanent ein Kratzen im Hals und trockenen Husten. Seit 3 Tagen jetzt.


    Corona Test wurde nirgends gemacht, hielt keiner für nötig.

    Wo hast du es denn überall versucht? Wundert mich, dass das keinen kümmert.
    Aber viel davon klingt auch wirklich nach Hyperventilieren. Ich kenne sowohl das als auch Asthmabedingte "echte" Atemnot, letztere würde ich anders beschreiben

    Ich war zwei mal in der Notaufnahme in 2 verschiedenen Krankenhäusern. Dort wurde jeweils eine Röntgenaufnahme von der Brust gemacht, Blut abgenommen und EKG gemacht. Sauerstoffsättigung lag immer zwischen 98 und 100 %, also alles gut.


    Dann war ich noch in einem dritten KH, wo ein Lungenfunktionstest gemacht wurde den ich aber wie beschrieben nicht zu Ende machen konnte trotz Tabletten gegen Übelkeit und Tavor.... dieses Reizgas hat mich immer zum würgen gebracht. Aber anscheinend waren die Werte die ich da erreicht habe trotzdem ok.


    Gegen Asthma würde auch die gute sauerstoffsättigung sprechen und eben die fehlende Wirksamkeit vom salbumatol was sie mir zum inhalieren gegeben haben in den zwei Notaufnahmen.


    Ich wüsste nicht was man noch rund um die Lunge untersuchen könnte... Die bronchien kribbeln beim Atmen immer so seltsam.

    mnef schrieb:
    Flocke91 schrieb:

    Übelkeit und kaum was essen ZERMÜRBD einen!!

    Mal Vomex probiert? Damit du immerhin wieder ein bisschen Energie in dich reinbekommst ;-)

    Ja, habe ich hier und vor dem Essen genommen. Hilft auch etwas, konnte nach 5 Tagen fast ohne essen endlich wieder etwas größere Portionen essen. Das hat mich natürlich auch geschwächt...


    An Corona dachte auch niemand weil ich kein Fieber habe. Mir wäre ein Test auch lieber gewesen.

    Elisabeth51 schrieb:

    Ich denke hier auch an den Hals und an die Schilddrüse. ( HNO Arzt , Internist).

    Beim HNO Arzt habe ich erst in 2 Wochen einen Termin. Habe auch alles abtelefoniert im Umkreis.


    Mein Endokrinologe, wo vor etwa 5 Jahren die Schilddrüse untersucht wurde, hat leider Urlaub. Werde mich da auch noch drum kümmern. Vor 5 Jahren war die Schilddrüse ok und sehr klein und Knotenfrei. Hatte aber auch nicht diese Symptome wie jetzt sondern Müdigkeit damals. (War aufgrund von Eisenmangel)


    Mich wundert auch, dass keiner mal den Hals abgetastet hat oder mal ein Ultraschall gemacht hat ":/

    Welches Reizgas bei einer Lungenfunktion - Spirometrie einatmen? Die Abhilfe bei einer Hyperventilation kennst du? Kleine Plastiktüte vor den Mund, in die Tüte atmen und die eigene Atemluft wieder einatmen. Ein paar Mal hintereinander und dein Atemrythmus beruhigt sich wieder. Hypochonderie ist eine Erkrankung, d.h. du simulierst nicht, sondern hast die Beschwerden in der Realität, mit dem Unterschied, daß deine Symptome auf Grund der ganzen Untersuchungen nicht pathologisch sind. Alles Gute!

    Trastevere schrieb:

    Welches Reizgas bei einer Lungenfunktion - Spirometrie einatmen? Die Abhilfe bei einer Hyperventilation kennst du? Kleine Plastiktüte vor den Mund, in die Tüte atmen und die eigene Atemluft wieder einatmen. Ein paar Mal hintereinander und dein Atemrythmus beruhigt sich wieder. Hypochonderie ist eine Erkrankung, d.h. du simulierst nicht, sondern hast die Beschwerden in der Realität, mit dem Unterschied, daß deine Symptome auf Grund der ganzen Untersuchungen nicht pathologisch sind. Alles Gute!

    Ich weiß nicht genau was ich da eingeatmet habe, mir wurde nur erklärt dass das ein Reizgas ist was ich 3 mal in unterschiedlichen Dosierungen einatmen muss, dann 2 Minuten warten und dann den "normalen" Test mit ruhig Atmen, dann kommen zwei mal hintereinander so Sperren wo man trotzdem weiteratmen muss und am Ende stark ausatmen.

    Das habe ich eben nur 2 Runden geschafft.


    Bei der ersten Blutgas Analyse habe ich wirklich hyperventiliert, aber die zweite war wohl ok, danach haben die mich ja direkt heim geschickt. Und weil die gesehen haben dass das Tavor etwas geholfen hat. Ich habe denen aber gesagt dass die Beschwerden trotz Tavor da sind nur etwa 30 % schwächer.

    Ach und in der Notaufnahme im 2. Krankenhaus wurde auch ne Blutgasanalyse gemacht, die war direkt ok trotz starker Beschwerden.


    Wirklich seltsam das alles. Ich weiß, dass ich nichts schlimmes habe und ich habe auch keine Angst vor Krankheiten. Ich will nur wieder normal und ohne Beschwerden atmen :°(


    Ich hoffe die Physiotherapie morgen bringt etwas, habe direkt einen Doppetermin.


    Als ich letzten Donnerstag beim einrenken war, hat mir der Therapeut gesagt dass ich starken Zug auf den Hals Muskeln habe. Da sitzt mein Problem. Ich habe auch vor 2 Wochen meine Kieferorthopädische Behandlung abgeschlossen, das heißt mein Biss hat sich komplett verändert. Vielleicht hat das was damit zu tun?


    Ich habe immer mit Nackenverspannung zu kämpfen gehabt durch meine Büroarbeit, aber die haben nur Kopfschmerzen gemacht. Durch meine regelmäßigen Übungen die ich seit Anfang der Jahres zu Hause machte, hat sich das deutlich verbessert und ich hatte fast keine Beschwerden mehr.


    Deswegen bin ich verwundert über meine jetzigen extremen Beschwerden.