Unklare „Krankheit“ - ich bitte um Hilfe

    Vorab, ich weiß nicht ganz ob ich in dieser Rubrik richtig bin allerdings weiß ich nicht, wo ich es sonst einordnen sollte.


    Hallo miteinander, evtl. Kann mir der ein oder andere helfen oder hatte schon einen ähnlichen Krankheitsverlauf und kann mir diesbezüglich weiterhelfen.


    Ich bin männlich, 24, 1,85m mit ~80kg.


    Zur Krankheitsgeschichte:


    vor ca. 3 Monaten hatte ich aus heiterem Himmel ein enormes Krankheitsgefühl. Es trat gegen Vormittag beim arbeiten auf. Ich habe einen Bürojob, keinerlei körperliche Anstrengung. Das Gefühl war relativ unklar, ich würde es beschrieben, wie eine Art plötzliche „Grippe“, ich wurde sehr schwach, schwindelig, benommen. Es fühlte sich an als würde aus dem Körper Mittelpunkt etwas ausgestrahlt werden, dass den kompletten Körper enorm schwächt.

    Ich hatte im laufe meines Lebens schon die ein oder andere Erkältung oder Grippe, das Gefühl welches mich dort überraschte fühlte sich allerdings nicht so an.
    Es kamen auch sonst keine Grippe- oder Erkältungssymptome hinzu.
    Ich bin darauf hin zum Hausarzt gegangen, dieser nahm Blut und vermutete einen grippalen Infekt.
    Das Blutbild war vollkommen in Ordnung.
    Nach einer Woche Schonung ging es mir deutlich besser und ich ging wieder normal arbeiten und dem normalen Leben nach. Leider war ich aber nie wieder bei 100% Gesundheit, ich war immernoch relativ schnell erschöpft und einfach immer noch nicht ganz fit. Dieser Zustand ging ca. 3 Wochen so.


    Nun kam vor 7 Wochen das Krankheitsgefühl zurück, diesmal nur deutlich verstärkt. Wieder aus heiterem Himmel. Ich fühlte mich innerhalb einer Stunde dermaßen krank dass ich nichts mehr konnte. Symptomatik beim 2. „Anfall“:


    - totale Abgeschlagenheit

    - Hitzewallungen

    - Kopfschmerzen

    - totale Innere Unruhe

    - gefühlt 40°C Fieber (jedoch keine erhöhte Temperatur)

    - Schwindel

    - Benommenheit

    - extrem erhöhter Ruhepuls

    - Panikattacke


    Nun lag ich wieder komplett flach, erneuter Besuch beim Arzt war unauffällig. Es wurde wieder Blutbild, Urin-Untersuchung, EKG, Blutdruck, etc. Durchgeführt.
    Ich daraufhin 2 Wochen komplett im Bett , ich fühlte mich so schwach, dass ich das Bett 2 Woche so gut wie nicht verlies.
    Dieser Zustand besserte sich nach ca. 2 Wochen ein bisschen. Ich konnte das Bett wieder verlassen, ich ging kurz einkaufen jedoch war das enorm anstrengend.
    Mein körperlicher Zustand besserte sich vor Woche zu minimal, ich geh seit 3 Wochen wieder arbeiten. Allerdings sind o.g. Symptome immer noch vorhanden, zwar nicht mehr so stark wie vor 4 Wochen aber immer noch da.
    vor 1 Woche war ich erneut beim Arzt und es wurden nochmal alle möglichen Tests durchgeführt:

    HIV, Borreliose, EBV, Hepatitis, Schilddrüse alle Vitamine etc. Laut seiner Auskunft alles negativ, Bzw. In bester Ordnung.
    Mittlerweile kämpfe ich noch mit enormen Gliederschmerzen (vorwiegend in den Beinen) und extreme Abgeschlagenheit/Müdigkeit. Zudem habe ich noch immer mal wieder anfalle vom Schwindel und Benommenheit (fühlt sich an wie 2 Tage nicht schlafen oder einen angetrunkenen Zustand). Dieser Zustand ist leider seit 2 Wochen unverändert und bessert sich nicht.


    Vielleicht kann mir jemand hier weiterhelfen. Welche Untersuchungen während sinnvoll, welche Ärzte wären sinnvoll aufzusuchen ? Ich bin nun nach eigentlich 3 Monaten Krankheitszustand echt verzweifelt.

  • 80 Antworten

    Hast du denn in der Arbeit außergewöhnlichen Stress? Wie steht es um die Sicherheit des Arbeitsplatzes? Es hört sich schon sehr nach einem chronischen Erschöpfungssyndrom, einem angehenden Burn out oder ähnlichem an. Die Symptome werden auf jeden Fall passen ich würde dir vorschlagen einen Cortisol Test im Tagesverlauf zu machen. Entweder beim Endokrinologen, oder in Absprache mit dem Hausarzt kannst du dir den auch online bestellen. Er ist nicht mal so teuer gibt aber schnell Aufschluss über den Zustand deiner Stressachse.

    MissRosy schrieb:

    Hast du denn in der Arbeit außergewöhnlichen Stress? Wie steht es um die Sicherheit des Arbeitsplatzes? Es hört sich schon sehr nach einem chronischen Erschöpfungssyndrom, einem angehenden Burn out oder ähnlichem an. Die Symptome werden auf jeden Fall passen ich würde dir vorschlagen einen Cortisol Test im Tagesverlauf zu machen. Entweder beim Endokrinologen, oder in Absprache mit dem Hausarzt kannst du dir den auch online bestellen. Er ist nicht mal so teuer gibt aber schnell Aufschluss über den Zustand deiner Stressachse.


    eigentlich ist meine Arbeit nicht sonderlich stressig. Aber ich merke sobald es etwas stressiger wird, fühlt es sich an als würde der Körper etwas ausschütten was die Symptome verschlechtert. Bei kurzen Stressphasen hab ich immer das „Grippe“ Gefühl mit extremeren Gliederschmerzen und Fiebergefühl. Sobald ich mich etwas entspann sind die Symptome wieder deutlich schwächer.
    Kann sich CFS von allein „bessern“ ? Vor 5 Wochen ging es mir schon deutlich schlechter, ich fühlte mich wirklich 2 Wochen lang nicht in Lage das Bett zu verlassen..

    Mittlerweile geht es wieder einigermaßen.

    Grundsätzlich kann sich alles wieder von selbst bessern, es kommt halt auch immer drauf an wie man sich selbst pflegt. Wenn genug Erholungsphasen da sind du auf deine Grenzen achtest du dir die Zeit schön magst an der Natur, mit frische Luft und gute Ernährung ist das sicher ein guter Weg und auf jeden Fall nötig. Wenn es doch immer wieder ein knickt würde ich schon mal ärztlichen Rat einholen, es gibt auch viele Nahrungsergänzungsmittel die unterstützen es müssen nicht immer gleich die Hammer sein. Auf jeden Fall musst du sehr gut auf dich und deinen Körper achten denn das ist das allerwichtigste. Bist du jemand der schlecht Nein sagen kann? Wenn das so ist dann ist das definitiv eine deine Aufgaben die nächste Zeit. ;-)

    MissRosy schrieb:

    Grundsätzlich kann sich alles wieder von selbst bessern, es kommt halt auch immer drauf an wie man sich selbst pflegt. Wenn genug Erholungsphasen da sind du auf deine Grenzen achtest du dir die Zeit schön magst an der Natur, mit frische Luft und gute Ernährung ist das sicher ein guter Weg und auf jeden Fall nötig. Wenn es doch immer wieder ein knickt würde ich schon mal ärztlichen Rat einholen, es gibt auch viele Nahrungsergänzungsmittel die unterstützen es müssen nicht immer gleich die Hammer sein. Auf jeden Fall musst du sehr gut auf dich und deinen Körper achten denn das ist das allerwichtigste. Bist du jemand der schlecht Nein sagen kann? Wenn das so ist dann ist das definitiv eine deine Aufgaben die nächste Zeit. ;-)

    vielen Dank dir vorerst mal. Was mich nur etwas stutzig macht, der 2. Abfall kam bei mir im Urlaub. Ich hatte vor dem Anfall eine Woche Urlaub und hatte zum Zeitpunkt des zweiten Anfalls keinerlei Stress. Leider ist das derzeit nicht ganz einfach „nein“ zu sagen. Meine Oma kam diese Woche ins Krankenhaus und ich muss mich gerade um ziemlich viel kümmern (Opa hat Demenz und einiges an bürokratischem Zeug) ich versuche mich allerdings schon so gut es geht zu schonen.

    Nur die Muskel/ Gliederschmerzen machen mir zurzeit echt zu schaffen ..

    Hyperion schrieb:

    Corona Test gemacht?

    bereits 2, der erste vor 6 Wochen (Abstrich) der zweite bei der Blutentnahme vor einer Woche (Antikörper) - beide negativ.

    Hyperion schrieb:
    pxa schrieb:

    - Panikattacke

    Angststörung?

    Bist oder warst du schon mal in psychologische Behandlung?

    die Panikattacke resultierte eher daraus, dass es mir innerhalb so kurzer Zeit so massiv schlecht ging. Zudem war dieses Gefühl das ich da hatte einfach so fremd dass ich Panik bekam.
    Können psychische Ursachen so schlagartig kommen und einen wirklich so lahm legen ? Es fühlte sich schon sehr nach einem körperlichen Auslöser an..

    pxa schrieb:

    Können psychische Ursachen so schlagartig kommen und einen wirklich so lahm legen ?

    ja das ist durchaus möglich

    Hyperion schrieb:
    pxa schrieb:

    Können psychische Ursachen so schlagartig kommen und einen wirklich so lahm legen ?

    ja das ist durchaus möglich

    ich hab Ende diesen Monats einen Termin beim Neurologen, dieser hat eine Gemeinschaftspraxis mit einer Psychologin.
    Ich hoffe dass dort etwas rauskommt...

    pxa schrieb:

    ich hab Ende diesen Monats einen Termin beim Neurologen, dieser hat eine Gemeinschaftspraxis mit einer Psychologin.

    Das ist gut ja