• Unklare „Krankheit“ - ich bitte um Hilfe

    Vorab, ich weiß nicht ganz ob ich in dieser Rubrik richtig bin allerdings weiß ich nicht, wo ich es sonst einordnen sollte. Hallo miteinander, evtl. Kann mir der ein oder andere helfen oder hatte schon einen ähnlichen Krankheitsverlauf und kann mir diesbezüglich weiterhelfen. Ich bin männlich, 24, 1,85m mit ~80kg. Zur Krankheitsgeschichte: vor ca. 3…
  • 182 Antworten

    Hallo! Alles was Du bislang gemacht hast, war internistisch - innere Medizin. Melde Dich bitte mal bei einem Neurologen an. Leider sind fast alle Neurologen auch Fachärzte für Psychiatrie, sodass Du drauf achten solltest, dass er nur neurologische Messungen macht bzw. machen lässt - jedenfalls vorab zur Abklärung. Ich denke auch in Richtung chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS). Ist aber auch egal, weil die neurologischen Behandlungen im wesentlichen identisch sind. Gute Besserung!

    onodisep schrieb:

    Hallo! Alles was Du bislang gemacht hast, war internistisch - innere Medizin. Melde Dich bitte mal bei einem Neurologen an. Leider sind fast alle Neurologen auch Fachärzte für Psychiatrie, sodass Du drauf achten solltest, dass er nur neurologische Messungen macht bzw. machen lässt - jedenfalls vorab zur Abklärung. Ich denke auch in Richtung chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS). Ist aber auch egal, weil die neurologischen Behandlungen im wesentlichen identisch sind. Gute Besserung!

    Einen Termin beim Neurologen habe ich ende des Monats, ich bin auch sehr gespannt was dort rauskommt.

    Ich habe mir in den letzten Tagen/Wochen sehr viel bezüglich CFS durchgelesen, normalerweise geht es den Betroffen meist nach kleinsten Aktivitäten deutlich schlechter.

    Auch ist der enorme Erschöpfungszustand doch durchgehend.

    All das ist bei mir eigentlich nicht der Fall, auch ist der Erschöpfungszustand bei mir nicht so extrem ausgeprägt wie, laut einigen Krankheitsgeschichten, bei Betroffenen mit CFS.

    CFS wäre echt hart.. vor dieser Diagnose habe ich schon enorm Angst..

    Nach allem, was ich vom CFS weiß, gibt es tatsächlich Betroffene, die manchmal bessere Tage haben, wo sie Dinge machen können, die sonst kaum noch gehen.

    Ich habe mal einen Bericht von einer ehemaligen, inzwischen verrenteten Radio-Moderatorin gelesen, die es ziemlich schlimm erwischt hat.

    Den Namen der Frau weiß ich leider nicht mehr, sonst hätte ich dir diesen Artikel mal empfohlen, er war sehr interessant und informativ.


    Zeitweise war sie sogar bettlägerig, und lesen und schreiben konnte sie auch nur ganz kurze Zeit.

    In ihrem Bericht hat sie erwähnt, daß sie auch mal Tage hatte, wo es ihr besser ging und sie ohne viel Mühe aufstehen und etwas spazieren gehen konnte.

    Woran das lag, konnten weder sie, noch die Ärzte wirklich sagen...


    CFS ist auch unterschiedlich stark ausgeprägt. Es gibt durchaus Betroffene, die auch noch (natürlich mit großer Anstrengung) arbeiten und ihren Haushalt versorgen können. Anderen ist das nicht mehr möglich.


    Es könnte bei dir natürlich auch was anderes sein. Gibt es z.B. irgendwelche Allergien, oder bestimmte Lebensmittel, die du nicht so gut verträgst? Geht es dir z.B. nach dem Essen von stark histaminhaltigen Lebensmitteln schlechter?

    Denn die Symptome einer Histaminintoleranz können auch sehr ähnlich sein. Bei mir war auch eine eklig bleierne Müdigkeit und Erschöpfung ein Hauptsymptom.

    Und auch, daß es mir manchmal fast spontan wieder eine Zeitlang besser ging, das hatte ich auch.

    Ob das bei Dir zutrifft, weiß ich natürlich nicht, es ist nur eine Idee...

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    Danke dir für die Informationen!

    Bei mir geht's allerdings schon seit einer Woche relativ gut. Ich geh nun schon seit 5 Wochen wieder zum arbeiten, anfangs viel es mir schon noch etwas schwer nun seit ca. einer Woche ist eigentlich alles wieder beim alten. Ich fühle mich mehr sonderlich angestrengt, auch in Stress Situationen verschlimmern sich mittlerweile die Symptome nicht mehr. Es gibt lediglich immer mal wieder kleinere "Anfalle der Schwäche" diese dauern aber meist nur über einen sehr kurzen Zeitraum. Auch alltägliche arbeiten gehen mittlerweile wieder relativ "normal". Einkaufen oder sogar Reifenwechseln am Wochenende war nicht mehr mit einer unheimlichen Anstrengung verbunden.

    Ich achte seit den letzten Wochen enorm darauf wie es mir nach bestimmten Lebensmitteln geht. Bis jetzt konnte ich leider noch keinen klaren Auslöser für eine Verschlimmerung herausfinden.

    Bei mir sind es derzeit noch nur gewisse Tage an denen ich sehr depressiv verstimmt bin, an den Tagen habe ich auf nichts Lust, lege eine unheimliche gleichgültig an den Tag und finde nichts was mich irgendwie positiv stimmt..

    pxa schrieb:

    Bei mir geht's allerdings schon seit einer Woche relativ gut......

    Klingt tatsächlich so ähnlich wie bei mir damals - ich drücke Dir die Daumen, dass es so bleibt :)^.

    Ich habe mir natürlich auch Gedanken gemacht wo das herkam (und mache sie mir teilweise auch heute noch). Was es eigentlich war.

    Wechseljahre - kann sein.

    Was ich mir aber auch noch denke: Wie schon erzählt ist mein Vater ca. ein halbes Jahr vor meiner "Erkrankung" an Krebs gestorben. Er starb nicht plötzlich, war generell schon 10 Jahre davor immer wieder stärker erkrankt (schwerer Unfall, dann Schlaganfall, zum Schluß dann der Krebs). Die letzten Monate vor seinem Tod waren allerdings sehr stressig, da es auch familienintern noch zusätzlich große Probleme gab. Mit seinem Tod waren diese familiären Probleme aber auch mit einem Schlag weg, da ich, wir, ab da die problematischen Kontakte komplett meiden konnten. Trotz der Trauer (ich hatte ein super Verhältnis zu meinem Papa) war auch eine große Erleichtertung, Entlastung da.

    Und dann ca. ein halbes Jahr später meine "Erkrankung". Und da kann es gut sein, dass mein Körper erst im Nachhinein auf die starke psychische Belastung reagiert hat. Die ersten Monate nach so einer Zeit steht man noch unter Anspannung, ist mit dem Ganzen stark beschäftigt. Erst wenn dies wirklich nachlässt, "gestattet" sich der Körper auch mal loszulassen.

    Es ist ein Trugschluß dem viele Menschen unterliegen wenn sie meinen, dass die Psyche körperlich zeitnah auf Stress reagiert.


    Gab es da bei Dir irgendetwas, auch wenn es schon Monate zurückliegt? Muß nicht unbedingt ein Todesfall sein, eine größere Lebensumstellung z.B. reicht auch aus.

    pxa schrieb:

    Bei mir sind es derzeit noch nur gewisse Tage an denen ich sehr depressiv verstimmt bin, an den Tagen habe ich auf nichts Lust, lege eine unheimliche gleichgültig an den Tag und finde nichts was mich irgendwie positiv stimmt..

    Siehe es vorerst mal als eine Art "Nachwehen", vor allem wenn es nicht allzu häufig passiert. Zudem, wie sagt man so schön: schlechte Tage hat Jeder mal. Gestatte sie Dir, sei an dem Tag extra gut zu Dir selbst und wenn das heißt sich einfach mal auf dem Sofa zu lümmeln. Verwöhne Dich einfach, habe auch ruhig mal ein wenig Mitleid, bzw. leide einfach mal.....Solange es nicht einreisst ist das nicht schlimm ;-)

    Vielen Dank für deine Wort.

    Wenn du sagst, dass es sich anhört wie bei dir damals, hattest du eine Diagnose oder eine Ursache für deine "Krankheit"?

    ich kann mich bei mir an nichts gravierendes zurück erinnern. Ich bin im Dezember 2019 umgezogen/ von Daheim ausgezogen. Allerdings hat mich das eigentlich nicht spürbar gestresst eher im Gegenteil ich war eher froh nun auf eigenen Beinen zu stehen.

    Ich werde mich nun weiterhin schonen und vor allem etwas gesünder ernähren (das ist in den letzten Monaten auch ordentlich auf der Strecke geblieben).

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    pxa schrieb:

    Wenn du sagst, dass es sich anhört wie bei dir damals, hattest du eine Diagnose oder eine Ursache für deine "Krankheit"?

    Nein, habe ich schon in diesem Beitrag ausführlicher beschrieben.


    pxa schrieb:

    Ich bin im Dezember 2019 umgezogen/ von Daheim ausgezogen. Allerdings hat mich das eigentlich nicht spürbar gestresst eher im Gegenteil ich war eher froh nun auf eigenen Beinen zu stehen.

    Auch etwas, dass man als positiv empfindet kann die Psyche belasten. "Nicht spürbar gestresst" schreibst Du - unsere Psyche ist das etwas tückisch manchmal.


    Ich will Dir da nichts einreden - nur eine Möglichkeit aufzeigen.

    Und noch einen Tip von mir (bitte beachten: ich bin kein Arzt oder Psychologe, das ist ein rein persönlicher Rat!):


    Wenn von mehreren (Fach)Ärzten nichts gefunden werden kann erst mal das Ärztehopping sein lassen!

    Loslassen von der Angst, dass es unbedingt etwas Schlimmes sein muß.

    Denn grade dieses Hopsen, das ständige Gedankenkreisen, Termine ausmachen, jeder einzelne Arztbesuch.... bedeutet (zusätzlichen) großen Stress.

    Gestern Abend war es bei mir wieder soweit.. ich bekam aus dem nichts einen erneuten "Anfall". Ich hatte auf einmal wieder ein unheimlich beklemmendes Gefühl im ganzen Körper, bekam dann erneut Panik, mein ganzer Körper fühlte sich an als wäre er gelähmt. Das ganze ging ca. 2h Stunden dann konnte ich mich glücklicherweise etwas ablenken und die Beschwerden verschwanden etwas. Nach diesem Anfall war ich extrem müde und bin relativ schnell eingeschlafen. Geschlafen habe ich ziemlich beschissen ..

    Jetzt heute morgen habe ich wieder das Gefühl, am ganzen Körper Muskelkater zu haben.

    Ich fühle mich wieder enorm schwach.

    Was mir zudem heute morgen noch zu schaffen macht, meine Beine fühlen sich wie nach einem Marathon an, beim laufen oder stehen habe ich das Gefühl, dass meine Beine einfach gleich zusammenklappen. Zudem fällt mir die Atmung etwas schwer..

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    Land_Kind schrieb:

    Ich sage nochmal das kommt vom Rücken für mich... Auch deine Beschwerden sprechen dafür...

    Durch eine Fehlstellung ? Oder wie kann ich mir das vorstellen, dass der Rücken für eine solche Symptomatik Auslöser ist ? Ich fühle mich heute als hätte ich gestern einen Iron Man gemacht ..

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    Hallo! Bei mir wurde von einem Krankenhaus auch CFS diagnostiziert. Weils deshalb nicht besser wurde (Schwächeanfälle) ging ich in eine neurologische Klinik, bekam dort das richtige Medikament nicht zu kanpp als Infusion und Heilung über Nacht bis heute.

    onodisep schrieb:

    Hallo! Bei mir wurde von einem Krankenhaus auch CFS diagnostiziert. Weils deshalb nicht besser wurde (Schwächeanfälle) ging ich in eine neurologische Klinik, bekam dort das richtige Medikament nicht zu kanpp als Infusion und Heilung über Nacht bis heute.

    Ein Medikament gegen CFS?":/

    Das ist mir ja ganz neu, daß es tatsächlich ein Medikament gibt, das dagegen hilft.

    Wurde das Medikament gezielt gegen CFS entwickelt, oder ist das eher etwas, das auch gegen andere Störungen des Immunsystems verschrieben wird?

    Wäre ja sehr schön, wenn es sowas tatsächlich geben würde...


    Aber leider werden ja bis heute viele CFS-Patienten von Ärzten nicht so richtig ernst genommen und entweder in die „alles psychisch“-Ecke gestellt, oder sogar als Simulanten und Hypochonder angesehen.

    onodisep schrieb:

    Hallo! Bei mir wurde von einem Krankenhaus auch CFS diagnostiziert. Weils deshalb nicht besser wurde (Schwächeanfälle) ging ich in eine neurologische Klinik, bekam dort das richtige Medikament nicht zu kanpp als Infusion und Heilung über Nacht bis heute.

    Aufgrund welcher Symptomatik wurde das damals bei dir Diagnostiziert ?

    Welches Medikament das war würde mich allerdings auch schwer interessieren..

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