Weiss nicht mehr weiter

    Bin neu hier, ein freundliches hallo an alle.


    Zu meinem mich langsam überfordernden Problem:


    Seit 2-3 Jahren habe ich eine fast dauerhafte Atemnot und schwankende spo2-Werte, meistens 90-95, manchmal unter 88, wenn ich mich hinlege, auch wenn ich nicht schlafe.

    Bei Ruhe und horizontaler Lage ist die Sättigung generell schlechter als in Bewegung.

    Habe auch einen eher niedrigen Blutdruck von ~90/55.

    Seit ungefähr 18 Monaten habe ich anhaltende und immer stärker werdende kognitive Probleme wie langsames Denken, Probleme beim Fokussieren, zunehmend mühe mit Wörtern und der Satzbildung, starke Gedächtnisprobleme, Müdigkeit und Schlappheit und eine extreme Benommenheit (fühle mich wie in einem Traum) kurze, starke Übelkeitsanfälle (immer ohne Erbrechen) und ein sehr komisches, pelziges Gefühl im Nacken. Vor 6 Monaten wurde es schlimmer und sporadische Muskelzuckungen traten auf (zuerst in meinem linken Daumen, dann in meinem linken Arm und jetzt am ganzen Körper, sogar in meinen Fußsohlen, meinen Wangen und meinem Rücken), ich habe seit 6 Wochen praktisch ununterbrochen starke Kopfschmerzen (Stirn/Augenhöhlen, ab und zu bis in die Schläfen), ich bin ständig müde und fühle mich körperlich schwach . Mein Leben fühlt sich wie ein Albtraum an, ich kann nicht mehr schlafen, ich wache nach 4-6 Stunden Schlaf ohne Grund ständig auf, ich musste meinen Job kündigen das es körperlich bedingt nicht mehr ging und ich bin kaum in der Lage, alleine durch den Tag zu kommen.

    Das ganze scheint kein richtiges Muster zu haben, bis auf etwas: Ich habe bemerkt, dass es nach dem Aufwachen immer mit abstand am schlimnsten ist und es sich (bis auf die kognitiven Probleme) gegen Abend zu leicht bessert.

    Ich wurde auf Schlafapnoe untersucht; negativ, ich hatte einen CT meiner Lunge und einen Lungenfunktionstest; es wurden keine Anomalien gefunden (meine Lungen waren aber nicht so leustungsfähig, also hörte ich mit dem Rauchen auf, ich rauchte ungefähr 6 Jahre lang (mit mehreren Unterbrüchen), aber als die ersten symptome erschienen, war ich ein körperlich fitter Mensch, ich ass sehr gesund, betätigte mich sportlich, raucht zu duesem Zeitpunkt nicht und mein bmi war perfekt (191cm/82 kg.).

    Ich hatte bereits ein Mrt meines Gehirns; nichts auffälliges, ich wurde auf ALS getestet; nichts gefunden, mein Herz wurde per Ultraschall überprüft (auch auf Pulmonale Hypertonie) und ich hatte ein 7-Tage-EKG; das Herz ist gut.

    Ich hatte auch einen Aids-Test; negativ.

    Ich bin 33, habe nie Drogen genommen, ich trinke keinen Alkohol, ich nehme keine Medikamente und niemand in meiner Familie hat ein ähnliches Problem. Die Ärzte ließen mich irgendwann fallen und gaben auf, sie sagen, es sei psychisch, aber wie kann ein niedriger, ständig stark schwankender spo2-Wert psychisch sein? (nachgewiesen beim Pneumologen und im Schlaflabor) Wie können ein niedriger Blutdruck und ständige Atemnot psychisch sein? Das Seltsamste ist, dass meine Freundin (wir leben seit 1 Jahr zusammen) jetzt auch an den seltsamsten Stellen ständig Muskelzuckungen hat?! Übelkeitsattacken, Starke Kopfschmerzen und ein beklemmendes Gefühl in der Brust hat sie auch (wobei ihr Spo2 Wert gut ist; 96-98%, ganz selten im liegen auf 92-94%). Die Tatsache, dass meine Freundin auch einige der Symptome hat, macht mir am meisten Angst, aber wie ist das möglich? Habe ich 2 Krankheiten? Hatte ich bereits etwas und nun haben wir "gemeinsam" noch etwas anderes? Mein Problem begann, bevor ich sie überhaupt kannte, und zu diesem Zeitpunkt lebte ich auch an einem anderen Ort.

    Das sie nun auch einige der Symptome hat lässt ja nur etwas infektiöses oder eine vergiftung in Frage kommen, aber wieso habe ich diese extremen Benommenheitszustände und die kognitiven Probleme?

    Das ganze ist so extrem verzwickt und ich habe echt keine Ahnung mehr wie und wo ich weitwrmachen soll (erst recht nicht ohne Ärztliche Hilfe), ich habe wegen dem ganzen und weil mir niemand helfen konnte bereits einen Suizidversuch hinter mir, ich will um jeden Preis verhindern dass meine Freundin, die mir alles bedeutet, auch in diese Situation kommt!

    Sonstige Erkrankungen bis auf eine Zöliakie und eine nicht gerade kleine Menge an Lipomen (14 ingsgesamt) habe ich nicht, mein Darm ist aber gesund, da ich mich rigoros an die Diät halte.


    Gute Gesundheit und liebe Grüsse aus der Schweiz, und ich wäre unendlich Dankbar für Ideen, Anstösse, irgendwas!

  • 24 Antworten

    Hallo,

    wohnst du mit deiner Freundin zusammen?

    Erst ihr beide wenig Fleisch und habt viel Stress?

    Wurde mal bei euch Vitamin B12 und D3 überprüft?

    Wenn nein, dann lasst das Testen.

    Wenn meine Vermutung zutrifft könntet ihr auch mal versuchsweise B12 einnehmen und dann schauen ob es euch dann damit besser geht.

    Da man B12 in großen Mengen speichern kann, ist es auch kein Problem wenn der B12 Spiegel doch nicht zu niedrig sein sollte.

    Hallo! Das ist ja eine sehr komplexe Symptomatik bei dir, auf Grund der ganzen Diagnostik kann man organische Ursachen ausschließen. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, daß deine Freundin aus Sorge um dich, Symptome zeigt? So etwas ist alles möglich. Dein Blutdruck ist niedrig. Besser eine Hypotonie, als eine Hypertonie. Du kannst dagegen etwas tun. Wechselduschen und besonders moderate Bewegung in Form von etwas Ausdauersport, z.b. radfahren oder schwimmen und deine Freundin nimmst du gleich mit. Einige Spaziergänge pro Woche sind schon effektiv, besser als nichts. Die Sauerstoffsättigung ist behandlungsbedürftig, wenn der Wert auf Dauer!! unter ca. 85 liegt. Du hast einen Suizidversuch hinter dir? Hast du auf Grund der ganzen Problematik immer noch diese Gedanken? Wenn ja, hast du schon einmal über den Aufenthalt in einer speziellen psychiatrischen Klinik nachgedacht? Dafür brauchst du dich nicht zu schämen und du bist nicht verrückt. Man wird dir dort helfen, dein Leben wieder in den Griff zu bekommen, durch die richtigen Therapien. Es geht um deine Lebensqualität und darum, daß du dein Leben wieder genießen kannst. An deiner Stelle würde ich mich um einen Termin zeitnah bei einem Neurologen bemühen und mit ihm alles besprechen. Der Arzt wird schon das beste für dich finden. Erwähne in dem Gespräch deinen Suizidversuch. Ich wünsche dir alles Gute!

    Du hast die Atemnot ja sicher nicht immer. Wenn du Atemnot hast, sinkt die Sauerstoffsättigung, daher die wechselnden Werte. Auf Grund der ganzen Untersuchungen ist deine Atemnot nicht pathologisch und durch die Atemnot und deine Panik sinkt die Sauerstoffsättigung. Ein psychischer Teufelskreis. Stelle dir das so vor, bei vielen Menschen steigt durch Stress, Panik und Angst der Blutdruck und die Herzfrequenz. ( als Beispiel)

    @Trasteve

    Dass es psychische Ursachen hat will er wohl eher nicht hören.

    Meistens landen die Hypochondriker ja aus genau dem Grund hier.

    Er sollte das Messgerät in die Tonne kloppen, dann weiß er nicht was genau mit seiner Sauerstoffsättigung los ist.

    Ich denke schwankende Werte sind in gewissen Rahmen normal und die wenigsten bemerken sie.

    Aber neuerdings gibt es ja so tolle Uhren die alles messen.

    Bist du umgezogen und wohnst seit 18 Monaten in einer neuen Wohnung? Dann könnte es eien Reaktion auf Umwelteinflüsse sein.

    es ist allein das ständige Messen der Sauerstoffsättigung und anderer Vitalparameter psychisch auffällig!


    du bist gesund! sonst hätte man etwas gefunden, gerade Lunge, Hirn und Herz sind doch unauffällig


    deine Freundin entwickelt sich zum Hypochonder weil du sie damit ansteckst


    du solltest einen Therapeuten aufsuchen


    Hallo.


    Von ständigem messen war nie die rede, ich habe in 6 Monaten (auf anweisung des Hausarztes) insgesamt 3 Nächte und 1 Tag lang gemessen, zusätzlich wurde noch im Schlaflabor nachgemessen.

    Bitte erkläre mir wie die Psyche die Sauerstoffsättigung beeinträchtigen kann, das erschliesst sich mir nämlich nicht.

    Das einzige was mir dazu einfällt wäre Hyperventilation, dann würde die Sättigung aber zu und nicht abnehmen.

    Abgesehen davon halte ich es für gefährlich solche schwerwiegenden Symptome gleich in die psychische Ecke zu schieben, was wenn sich schlussendlich doch etwas körperliches dahinter verbirgt?

    Ich habe keine psychische beschwerden (oder hatte keine), jemanden als Hypochonder hinzustellen ohne dessen körperliche oder psychische Verfassung zu kennen finde ich nicht hilfreich.

    Trastevere schrieb:

    Du hast die Atemnot ja sicher nicht immer. Wenn du Atemnot hast, sinkt die Sauerstoffsättigung, daher die wechselnden Werte. Auf Grund der ganzen Untersuchungen ist deine Atemnot nicht pathologisch und durch die Atemnot und deine Panik sinkt die Sauerstoffsättigung. Ein psychischer Teufelskreis. Stelle dir das so vor, bei vielen Menschen steigt durch Stress, Panik und Angst der Blutdruck und die Herzfrequenz. ( als Beispiel)

    Die Sättigung sinkt aber vor allem in Ruhe und wenn ich entspannt bin (liegen, lesen, schlafen etc.) Könntest du mir erklären wie die Psyche die Sättigung und den Blutdruck negativ beeinflussen kann? Stress/Panik/Hyperventilation bewirkt neines Wissens nach nämlich genau das Gegenteil.

    Mehno schrieb:

    Bist du umgezogen und wohnst seit 18 Monaten in einer neuen Wohnung? Dann könnte es eien Reaktion auf Umwelteinflüsse sein.

    Wue schon gesagt; Die Symptome traten nicht in der jetztigen Wohnung auf, sondern in meiner alten, verschlimmern sich aber ungeachtet davon incder neuen.