Werde schneller müde, was könnte es sein?

    Morgen zusammen, seit einem halben Jahr habe ich das Problem, dass ich viel schneller müde werde und das belastet mich sehr.


    Mein normaler Tagesablauf begann um 6 und endete um 22 Uhr, auch am Wochenende.


    Mittlerweile komme ich unter der Woche vor 7 nicht aus dem Bett (und muss deswegen unter anderem auf Frühstück zuhause verzichten) und gehe spätestens um 20 Uhr schlafen (deswegen habe ich nach der Arbeit auch so gut wie gar keine Freizeit mehr).

    Am Wochenende stehe ich um 9 oder 10 Uhr auf, liege dann aber ab 15 Uhr auch schon wieder im Bett.


    Was ist also die Ursache? Stress oder andere psychische Probleme habe ich nicht. Blutwerte (Eisen, Vitamine etc.) und Schilddrüse sind laut meinem Arzt in Ordnung. Ich esse schon lange kein Fastfood mehr, zwar wenig Obst und Gemüse, aber das war bisher auch kein Problem. Sport habe ich, bis es durch die Müdigkeit zu viel wurde, sehr regelmäßig gemacht. Ich bin viel draußen und schlafe fast das ganze Jahr über mit offenem Fenster. Andere Erkrankungen sind mir nicht bekannt, ich nehme auch keine Medikamente.


    Vor zwei Monaten habe ich die Pille abgesetzt, weil ich vermute habe, dass es davon kommt, aber bisher ist noch keine Besserung in Sicht.


    Mir würde sonst noch Diabetes einfallen. Da kenne fallen mir aber sonst keine Symptome ein. Was würdet ihr noch vorschlagen?

  • 8 Antworten

    Welcher Arzt meinte, dass die Schilddrüsen-Werte in Ordnung sind? Der Hausarzt? Hast du die Werte parat und kannst sie posten?


    Mein Hausarzt meinte jahrelang, dass meine Blutwerte (auch die Schilddrüse) gut sind und ich schleppte mich auch mit bleiernder Müdigkeit und schneller Erschöpfung durch den Tag. Erst der Termin beim Endokrinologen brachte die Diagnose latente Schilddrüseunterfunktion und mit entsprechender Medikation ging es mir wieder besser und ich fühlte mich wieder normal fit.

    Schläfst du denn schnell ein oder liegst du noch etwas? Wirst du oft nachts wach?


    Weißt du, ob du schnarchst?


    Wenn deine Blutwerte soweit in Ordnung sind, könntest du evtl. unter Schlafapnoe leiden, da ist man auch nicht gut erholt und wird schnell müde, daher die Frage mit dem Schnarchen.


    Hat dein Hausarzt mal vorgeschlagen, dich in einem Schlaflabor zu untersuchen?

    Kendall schrieb:

    Mein normaler Tagesablauf begann um 6 und endete um 22 Uhr, auch am Wochenende.


    Mittlerweile komme ich unter der Woche vor 7 nicht aus dem Bett (und muss deswegen unter anderem auf Frühstück zuhause verzichten) und gehe spätestens um 20 Uhr schlafen (deswegen habe ich nach der Arbeit auch so gut wie gar keine Freizeit mehr).

    Am Wochenende stehe ich um 9 oder 10 Uhr auf, liege dann aber ab 15 Uhr auch schon wieder im Bett.

    Burnout?


    Wie lange hast Du denn die Arbeitszeiten von 6 - 22 Uhr incl. Wochenende durchgezogen? Monate oder sogar Jahre?

    Ja, zwei verschiedene Hausärzte haben Blut abgenommen und gemeint, die Werte sind nicht auffällig. Deswegen habe ich nicht daran gedacht, das nochmal bei einem Profi zu besprechen.


    Ich schlafe recht schnell ein und auch immer durch. Soweit ich weiß schnarche ich auch nicht. Als das mit der Müdigkeit anfing, kam die übrigens erst im Laufe des Tages. Also an sich schlafe ich gut, ich kann nur nicht mehr so lange wachbleiben. Deswegen dachte ich auch nicht, dass ein Schlaflabor da hilft.


    Ja, das sind meine Wachzeiten. Ich arbeite nur 6 Stunden am Tag, und brauche jeweils eine Stunde zur Arbeit und wieder zurück.

    Das kann auf eine Hypothyreose - Unterfunktion der Schilddrüse hinweisen! Wurden bei dir schon einmal die wichtigsten Schilddrüsenparameter, wie TSH, T3 und T4 kontrolliert? Eine andere Option wäre noch ein Mangel im Vitamin B Komplex. Bei einer Schlafapnoe brauchst du nicht unbedingt zu schnarchen und die nächtlichen Atemaussetzer merkst du nicht unbedingt, aber dein Partner, der neben dir im Bett liegt. Du bist auf Grund dessen, am nächsten Tag kaputt und müde. Eine Polysomnografie wird in einem Schlaflabor durchgeführt, das ist eine Schlafüberwachung. Diese Untersuchung kann auch zu Hause im eigenen Bett ohne große Verkabelungen durchgeführt werden, das nennt man Polygraphie. Im Schlaflabor ist die Untersuchung genauer, aber zur Diagnostik einer Schlafapnoe ist auch die Polygraphie ausreichend und du hast den Vorteil, daß du nicht in ein Schlaflabor mußt. Die Geräte haben viele Internisten mit Zusatz Schlafmedizin oder Neurologen. Die Anlegung ist sehr einfach. Alles Gute!

    Kendall schrieb:

    Ja, das sind meine Wachzeiten. Ich arbeite nur 6 Stunden am Tag, und brauche jeweils eine Stunde zur Arbeit und wieder zurück.

    Ach so. Sorry, ich dachte das es sich dabei um deine Arbeitszeit incl. Hin- und Rückfahrt handelt.