Ah, ok, dann hast Du also keinen bewiesenen Mangel, sondern wirst einfach so bespritzt, weil man sich von Spritzen eben besser fühlt (Spritzen wirken besser als Tabletten und Tröpfe besser als Spritzen etc). . Dann würde ich noch viel vorsichtiger sein.


    Hier (UK), hat gerade ihre Ärztin ihre Zulassung verloren, weil sie genau dieselbe Schiene befaren hat – B12 und andere Vitamine bei unspezifischen Symptomen ohne bewiesenen Mangel.


    Ic hoffe, daß Du keine langfristigen Schäden davonträgst.


    Viel Glück!

    @ agnes

    Hast Du zufällig einen Link da zu einem Bericht bezüglich der Ärztin, die wegen sorglosem Umgang mit B12 die Zulassung verloren hat? Die Hintergründe dazu würden mich ja schon mal interessieren...


    Ein B12-Mangel wurde mal festgestellt, vor ca. einem Dreivierteljahr. Methylmalonsäure war aber o.k., und sonst gab es weiter auch keine super auffälligen Ausreisser bei den Werten. V.a. die Hormone, auch Schilddrüse, sind perfekt in Ordnung.

    Zitat

    Ein B12-Mangel wurde mal festgestellt, vor ca. einem Dreivierteljahr. Methylmalonsäure war aber o.k.

    Versteh ich grad nicht... Wenn Methylmalonsäure in Ordnung war, wie wurde dann der Mangel festgestellt?

    Letzten September, als bereits alle möglichen Werte abgecheckt und für in Ordnung befunden worden waren, kam meine Dermatologin noch auf die Idee, den B12-Wert zu überprüfen.


    Der war dann jedenfalls unter dem Referenzwert, worauf ich mit der Substitution begonnen habe.


    Später bin ich darauf gestoßen, dass der Methylmalonsäure-Wert wohl aussagekräftiger wäre, und habe den dann im November noch testen lassen. Zu dem Zeit hatte ich allerdings schon 5 B12-Injektionen intus.

    Methylmalonsäure ist der letzte Marker, der sich bei einem Mangel verändert. Er verändert sich Holotranscobalamin, dann Vitamin B12 und dann das Blutbild sowie MMS mit der Zeit.


    Folsäure kann dabei erhöht sein (sekunderer MANGEL(!)).

    Ursachen und frühzeitige Diagnostik von Vitamin-B12-Mangel:


    http://homocysteine-panel.org/website_en/pdfdocs/B12-2008.pdf


    _________________________

    Zitat

    HoloTC als Parameter der ersten Wahl erfasst neben dem manifesten Vitamin- B12-Mangel zusätzlich noch das Stadium der Speicherentleerung, wo eine negative B12-Bilanz, aber noch kein funktioneller Mangel vorliegt.


    MMA ist erst bei entleertem Speicher erhöht, wenn der B12-Mangel metabolische Folgen hat.

    http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=64308


    _________________________


    Nach Prof.Herrmann betragen die Vitamin B12 Speicher ca. 5000 µg Vitamin B12. Von 1000 µg Hydroxycobalamin intramuskulär (i.m.) werden ca. 45%, also 450 µg retiniert (resorbiert) (Hermann), von 5000 µg i.m. nach 14 Tagen ca. 800 µg


    http://www.ajcn.org/cgi/reprint/21/6/657.pdf, von 1500 µg i.m. (extrapoliert) 600 µg. Um die Speicher wieder aufzufüllen, sind demnach ca. 8-9 Spritzen zu je 1500 µg Hydroxycobalamin intamuskulär notwendig (8,5 x 600 µg= 5100 µg).


    Danach genügt in der Regel 1 Spritze zu je 1500 µg Hydroxycobalamin i.m. alle 3 Monate, um den Tagesbedarf (ca. 6 µg) zu decken (600 µg / 90 Tage = 6,6 µg/Tag) bzw. 2 Spritzen subkutan zu je 1500 µg (eine links, eine rechts) alle 3 Monate (bei funikulärer Myelose alle 2 Monate).


    http://www.ajcn.org/content/91/3/571.abstract


    ________________________


    Solange sich der B12-Spiegel unter 200 pg/ml befindet: keine Folsäure- Einnahme:


    http://www.pnas.org/content/104/50/19995.abstract

    Mist, dann muss ich die endlich mal aktualisieren, sorry.


    Übrigens: In anderen Ländern beginnt die Unterreferenzgrenze von Vitamin B12 im Serum erst bei 800 pg/ml! Mängel sind bei Werten unter ~530 pg/ml ebenso nicht auszuschließen. Werte über 1000 pg/ml sind erstrebenswert und ein HoloTC von über 128.

    Zitat

    Übrigens: In anderen Ländern beginnt die Unterreferenzgrenze von Vitamin B12 im Serum erst bei 800 pg/ml!

    Das ist schon heftig... Da müsste ja nahezu jeder Bürger zusätzlich B12 einnehmen. Denn ich glaube nicht, dass solche Werte unter normalen Umständen erreicht werden.

    Dass das HoloTC aussagekräftiger ist, ist mir schon klar. Nur viele Ärzte werden noch nicht mal wissen, dass es überhaupt diesen Test gibt. Ich trau mich nicht mal meinen Arzt darauf anzusprechen, obwohl ich weiß, dass bei mir so ein Test mal notwedig wäre. Gerade jetzt, wo ich wieder so Probleme habe mit Zungenbrennen und Kribbelgefühlen am Körper. Hab schon den Arzt gefragt, ob er mir einfach öfter wieder eine B12 Spritze geben könnte und nicht nur 1mal im Monat. Aber er glaubt nicht, dass es am B12 liegt. Er will mir aber zumindest am Ende des Monats mal Blut abnehmen. Jedoch wird da halt nur dieser Standart B12-Test durchgeführt...


    Ich frag mich gard, ob ich meinem Arzt mal den Artikel aus dem Ärzteblatt in die Hand drücke. Ich hatte auch mal vor kurzem noch einen anderen Artikel über B12 im Ärzteblatt gefunden. Muss ich nur nochmal suchen...

    Zitat

    Dass das HoloTC aussagekräftiger ist, ist mir schon klar. Nur viele Ärzte werden noch nicht mal wissen, dass es überhaupt diesen Test gibt. Ich trau mich nicht mal meinen Arzt darauf anzusprechen, obwohl ich weiß, dass bei mir so ein Test mal notwedig wäre. Gerade jetzt, wo ich wieder so Probleme habe mit Zungenbrennen und Kribbelgefühlen am Körper. Hab schon den Arzt gefragt, ob er mir einfach öfter wieder eine B12 Spritze geben könnte und nicht nur 1mal im Monat. Aber er glaubt nicht, dass es am B12 liegt. Er will mir aber zumindest am Ende des Monats mal Blut abnehmen. Jedoch wird da halt nur dieser Standart B12-Test durchgeführt...


    Ich frag mich gard, ob ich meinem Arzt mal den Artikel aus dem Ärzteblatt in die Hand drücke. Ich hatte auch mal vor kurzem noch einen anderen Artikel über B12 im Ärzteblatt gefunden. Muss ich nur nochmal suchen...

    Also ich war Anfang des Jahres bei der Vertretung meines Hausarztes (er hatte Urlaub), weil mir die Zunge wieder gebrannt hat und Eisen nicht die Ursache sein konnte, da ich das sowieso substituiere. Na ja, also ich rein zum Arzt und habe gesagt, dass ich mal wieder einen B12 Mangel vermute, falls er das kontrollieren will dann bitte mittels HOLO-TC Test, den kannte er nicht. Aber er hatte Google und hat gleich nachgeschaut. Er war total begeistert und meinte, er finde es toll, von Patienten auch noch etwas lernen zu können. Letztlich haben wir uns die ganze Testerei gespart, wie gesagt Eisenmangel konnte ich ausschliessen. Er hat mir gleich B12 gespritzt, nach 6 Spritzen war es gut. Bin dann wieder zum Hausarzt später, der hat mir für den Rest des Jahres B12 Ampullen + Spritze geschenkt, die spritze ich mir einmal im Monat.


    Ich würde den Bericht von Ärzteblatt ausdrucken und vorlegen.

    agnes

    Ich habe diesen etwas älteren Faden hervorgeholt, da ich mir auch über die Substitution von B12 so meine Gedanken mache.


    Ich habe 8 Jahre lang PPIs geschluckt (war lt. Ärzten unerläßlich wegen US-Barrett) und habe davon sehr unangenehme Nebenwirkungen bekommen.


    Nach meiner Weigerung (!!!) diese Medis weiterzunehmen, bin ich auf Ranitidin 300 (H2-Antagonist) umgestiegen. Die NW waren nicht mehr ganz so heftig. Das empfiehlst Du ja in diesem Faden auch.


    Jetzt meine Frage an Dich: nach meinem Wissensstand können auch diese H2-Antagonisten Vitamin B12-Mangel verursachen, da auch unter deren Einnahme das Vitamin B12, das durch die Nahrung zugeführt wird, nicht verwertet werden kann (Intrinsic-Faktor). Treibt man da nicht den Teufel mit dem Beelzebub aus?


    Jetzt habe ich Symptome, die auf einen Vitamin B Mangel schließen lassen (Kribbeln, Einschlafen der Hände, etc.) und bereits 2 Ärzte (ein Neurologe und ein Gastroenterologe) haben mir empfohlen einen Vitamin-B-Komplex einzunehmen. Das mache ich jetzt, lasse im Moment aber auch meinen B12-Wert im Blut überprüfen.


    Was ist besser: ständig Speiseröhrenentzündungen oder wenn nötig B12-Substitution? Es ist nahezu unmöglich von Magensäureblockern wegzukommen, ohne wieder Entzündungen zu riskieren.


    Mir würde ja die orale Einnahme genügen, aber es ist ja strittig, ob das überhaupt wirkt.


    Kannst Du erklären, warum die Krebsgefahr bei B12-Einnahme erhöht ist? Hängt das mit der Zellteilung zusammen? Und betrifft das jede Arzt von Krebs oder "nur" Prostata- oder Lungenkrebs.


    Würde mich über eine Antwort freuen!

    Schreib agnes doch besser eine PN, Paulamarie. Wer weiß, ob sie hier noch mitliest.


    Aber, wenn du mich fragst: Nimm lieber B12 zu dir als eine Speiseröhrenentzündung zu riskieren. So wie ich es verstanden habe, wird der Krebs eh nur gefördert, wenn man extrem hohe Dosen B12 zu sich nimmt. So, wie vielleicht in dem Fall von fiamma.


    Aber, wenn du dir deine Speicher auffüllen lässt und dann nur in regelmäßigen Abständen eine Erhaltungsdosis zu dir nimmst, wird da, denke ich, nicht viel passieren. An deiner Stelle würde ich es mir auch spritzen lassen und nicht oral einnehmen. Ist bei Magen-Darm-Problemen einfach besser. Bei Spritzen ist dann die Wahrscheinlichkeit höher, dass das B12 dann auch da ankommt, wo es hin soll.

    Zitat

    Ich werde das Krebsrisiko noch mit meinem Arzt abklären.

    Ich glaube kaum, dass dieser sich damit auskennt. Aber siehs mal so: Ein erhöhtes Krebsrisiko kann man letztendlich durch alles mögliche bekommen. Man muss halt Nutzen und Risiko abwägen. Wenn ich jetzt alle 2-4 Wochen eine Spritze mit 1000µg B12 gespritzt bekomme, halte ich das Risiko noch für sehr gering. Manch einer ist dann halt auch ein Leben lang darauf angewiesen, so wie z.B. ein Asthmatiker ein Leben lang auf Kortison angewiesen ist. Würde man diese Medikamente nicht einnehmen, wäre halt die Konsequenz, dass man in seiner Lebensqualität eingeschränkt ist der halt stirbt. Ja, man kann durchaus an einen B12 Mangel sterben, wenn dieser unbehandelt bleibt.