Mach dir bei diesen Werten keine Gedanken.


    Schlechter wäre es, wenn du nur 20.000 hättest.


    Du solltest nur deine Thrombos zwischendurch untersuchen lassen, wenn du öfters Nasenbluten bekommst oder Petechien hast.


    Mein Schwiegervater lebte jahrelang mit 60.000 Thrombos. Zudem ist die Schnelligkeit der Blutuntersuchung entscheidend. Dauert es länger, bis das Blut vom Hausarzt zum Labor kommt, nehmen die Thrombos ab und du hast ein verfälschtes Ergebnis.


    Es gibt ein extra Forum.


    Bei ihm stand die Knochenbiopsie auch im Raum, aber da es auch ihm nicht geholfen hätte, haben wir ihm diese schmerzhafte Untersuchung erspart.


    Wenn ich am PC bin – da habe ich den Link zu dem Thrombo-Forum gespeichert. Dann geb ich ihn dir.

    Vielen Dank Marion aus Wien- schön zu wissen, daß hier auch Fachkräfte sind.


    Und vielen Dank an Wonderful Life für die interessanten Infos.


    Dann wäre es wohl das Beste, wenn ich das Blut in einem Kr. Haus mit Labor testen lassen würde, statt vom Hausarzt, der es ca. 50 km wegschickt?

    Hallo Batz,


    ich schreib dir mal als selbstbetroffene. Ich hab Morbus Werlhof, das ist die idiopatische Form der Thrombozytopenie (also eine ohne erkennbare Ursache). Wurde erkannt mit nem wert von 23tsd und da wurde dann Alarm geschlagen mit Hämatologe und Bluttests zu wirklich JEDER Krankheit die irgendwie damit zu tun haben könnte incl HIV und allem anderen... und ich habe NICHTS. Nur zu wenig Thrombos. Dann hab ich mich zu einer Knochenpunktion durchgerungen weil man wissen wollte ob schon zu wenig produziert werden oder ob sie irgendwie anders kaputt gehen. Bei mir ist es Fall 2. also es werden genug produziert, sogar vermehrt, da der Körper es merkt und abhelfen will... und irgendwo gehen sie kaputt.


    Theorie bei Morbus Werlhof ist, dass es autoimmun ist, also quasi hausgemachte Antikörper die Thrombos zerstören, bei mir konnte man jedoch keine AKs nachweisen....


    Bei ner echten Thrombopenie hat man leider bisher nur sehr radikale Therapien und auch da sind die Wirkungen nicht bewiesen, z.b. die Milzentfernung, aber in ca 50% der Fälle baut dann eben die Leber die Thrombis vermehr ab, also kein Erfolg, dann kann man da sogar mit ner milden Chemotherapie ran, um eben die Antikörper zu zerstören.... ähm... wie kanonen auf Spatzen empfand ich das....


    Und dann das allerheilmittel Kortison, in dem Fall um das Immunsystem runter zufahren und demnach natürlich auch die Antikörper. Und was soll ich sagen? ivh bin von 23tsd damit auf 130tsd... hatte aber verdammt schreckliche Nebenwirkungen inklusive nem Morbis Cushing weil die Dosierung über Wochen echt hoch ist... und sobald das Kortison abgesetzt war.... ging die Anzahl auch wieder runter.


    Da ich aber echt gelitten hab unter der Therapie hab ich beschlossen nix zu machen solange sie nicht unter 20tsd gehen, da setzt dann sowas wie ne Spontanblutung evtl ein und kann gefährlich werden.


    Und was soll ich sagen? Seit 2 jahren pendel ich zwischen 80tsd und 100tsd hab keine Symptome außer mal ein paar Petechien, lebe Medi und Therapiefrei und geh noch alle 3 Monate zur Blutentnahme....


    Also was die ganze Story soll: 100tsd ist nur der Grenzwert... die können Morgen schon wieder 10tsd mehr sein, ich würde einmal wirklich DIREKT zählen lassen bei nem Hämatologen denn oft gehen sie im EDTA Blut einfach beim Transport in ein auswärtiges Labor schon kaputt, sind im Körper aber aktiv und arbeiten....(dann auch aus dem Gerinnungsröhrchen zählen lassen am besten)


    Und bitte nur bei Symptomen handeln. Hast du schnell Zahnfleischbluten, viele und große blaue Flecke, Nasenbluten ohne Grund... sowas? Wenn nicht, dann kommen deine Thrombos nämlich wunderbar klar... und wenn du wirklich Angst vor ner anderen Erkankung hast, dann lass es rausfinden... aber ne Blutentnahme mit untersuchung auf alles wird sicher reichen, die Biopsie tut nämlich weh... %:|

    Danke für Deinen ausführlichen Bericht- ich hatte zuletzt 121.000 - dann wieder 93.000-


    Einmal 63.000- das war der niedrigste Stand- aber das zweite Röhrchen hatte 100.000


    Also ist es am besten, sich in einer Klinik die Thrombos testen zu lassen, damit der Transport entfällt?


    Wie hast Du das mit dem direkt zählen gemeint?


    Und Symptome- ich habe schon mal schneller einen Bluterguß, weil ich ja auch Aspirin 100 nehme- und Zahnfleischbluten habe ich nur, wenn ich die Zähne intensiv in den Zwischenräumen reinige- das ist doch normal, oder?

    Ja das ist normal, also das Bluten und mal nen Blauen Fleck, das ist auch nix weltbewegendes. Ich meinte mit "direkt zählen" eben das du da das Blut entnehmen lässt, wo direkt das Labor dran ist und du das ergebnis in ner Stunde direkt vorliegen hast.


    Such dir am besten mit Hilfe des Hausarztes (er muss dich ja auch überweisen) einen Hämatologen oder ne Klinik Hämatologischer Station bzw Ambulanz.... und nicht erschrecken, dass ist oft ein Fachgebiet mit Onkologie, bei mir auch, das hat ja nix zu heißen ;-)


    Also mit 63.000 bist du noch so gut dabei, dass man dich sogar ohne Probleme operieren würde... da liegt die Grenze bei so 50.000 hat man mir mal gesagt, darunter ist halt dann doch kritisch (in notfällen) im Alltag wohl eher erst unter 20.000 und eben wenn man starke Symptome hat.


    Ich lieg jetzt immer bei 80-100 tausend und bin happy damit... und von Aspirin 100 kriegt man keine blauen Flecken, das noch mal dazu, das ist doch relativ wenig, aber du solltest mit dem Arzt absprechen ob das in deinem Fall noch nötig ist das zu nehmen, denn mit zu wenig Thrombos ist ne Gafahr einer Thrombose oder eines Verschlusses mit anschließendem Infarkt (egal wo im körper) ziemlich ausgeschlossen. z.b. würde man dir im KH auch kein Heparin spritzen wie vielen anderen wenn sie liegen müssen.

    Ich nehme Aspirin100 protect, weil ich eine biologische Herzklappe habe- daher muß ich das Blut dünn halten. Ist denn das Blut mit wenig Thrombos so dünn, daß ich auf Aspirin verzichten könnte? Interessante Frage! Das muß ich mal mit meinem Arzt besprechen.


    Und wegen der Messung der Thrombos brauche ich doch nicht unbedingt einen Hämatologen- es muß doch ausreichend sein, wenn ich den Bluttest in einer Klinik mache, oder siehst Du das anders? In der Klinik wird doch das Blut auch sofort ausgewertet.

    Ob das Blut "dünn" genug ist (das ist ja eh ein arg schwammiger Begriff) kann ich dir nicht sagen, liegt ja sicher auch an der Anzahl der Thrombos ob jetzt das Aspirin mehr schädigt als es nutzt oder nicht....


    Da musst du deinen Arzt wirklich fragen.


    ich hatte dir nen Hämatologen vorgeschlagen um dir erstens mal ne echte Dianose zu besorgen..man hat ja nicht ohne grund einfach mal so zu wenig davon... und zum anderen kannst du schlecht in ne unfallambulanz spazieren und sagen "hallo macht mir mal ein Blutbild".... du wirst dann ja ambulanter Patient mit akte und allem und dafür gibts eben spezielle AMbulanzen / Sprechstunden....

    Ich war ja schon mal beim Hämatologen, der nichts herausgefunden hat- daher wollte er ja die Knochenmarkbiopsie machen.


    Er weiß nur nicht, ob ich zuwenig Thrombos produziere, oder zuviel verbrauche.


    Bei Thrombos um die 100.000 interessiert mich das noch nicht.


    Aber das mit dem Aspirin werd ich mal abklären.


    Gruß, Batz

    Würde mich da auch noch nicht interessieren, geb ich zu ;-) ich glaub das könnte sogar noch ne ganz normale Schwankung sein, immerhin reicht der Normalbereich bei den meisten Laboren runter bis 100tsd...


    Es klang nur so als wärst du unsicher, hättest Angst. Darum meine Worte. Und auch wenn der Hämatologe nix testen soll, zur BE ist er wirklich am praktischsten, eben weil man sonst nicht unbedingt einfach so im Krankenhaus eine BE bekommt, brauchst ja vom Hausarzt auch Überweisungen dahin.


    Oder frag den Hausarzt wo du am besten hin kannst, ich wurde ja auch dahin empfohlen... bzw frag den HA mal ob er in EDTA oder Serumröhrchen abnimmt. in EDTA zerfallen die Thrombos schneller (wegen Postweg und so) bei mir waren sie nur im Serum ebenfalls so niedrig.


    (EDTA ist standard, labore können es aber auch aus Serum bestimmen)

    Das Blut wurde auch im Serumröhrchen geprüft- also es wurden zwei Röhrchen versandt.


    Muß demnächst wieder zur Untersuchung wegen meiner Herzklappe (Herz-Echo) - da laß ich dann gleich mein Blut prüfen.


    Wünsche ein schönes WE

    Hallo ihr Lieben,


    ich habe mich hier angemeldet, um anderen Betroffenen Informationen weiterzugeben, die auch ihnen helfen könnten, die Thrombozytopenie loszuwerden.


    Ich bin 25, bald 26 Jahre alt und weiblich. Bei mir wurde vor etwas weniger als vier Jahren nach starken Blutungen zufällig festgestellt, dass meine Thrombozyten nur noch bei 8.000 lagen. Ohne zu zögern, bekam ich eine tägliche Kortisondosis von 100mg am Tag. Die Thrombozyten sind sofort angestiegen. Nach einer Woche im Krankenhaus durfte ich wieder nach Hause. Sobald ich das Kortison abgesetzt habe, sind die Thrombozyten allerdings wieder gefallen... bis auf 24.000. Dann fingen die Ärzte wieder an mit Kortison. So ging das eineinhalb Jahre bis plötzlich von Frühjahr 2010 bis Sommer 2011 meine Thrombozyten ohne Kortison im Normalbereich waren. Als ich schon dachte, es wäre überstanden ging es dann wieder los.


    Im Sommer 2012 fing ich nach einem Besuch bei einer Heilpraktikerin an, mich gesund zu ernähren, jeden Tag eine Stunde Sport zu machen und parallel zum Kortison auch pflanzliche Tabletten namens Lymforal zu nehmen. Meine Thrombozyten sind innerhalb von einer Woche von 114.000 auf 257.000 gestiegen. Damals war ich bei 20mg Kortison. Ganz langsam habe ich es bis Februar 2013 ausgeschlichen. Die Thrombozyten waren in der ganzen Zeit nicht ein Mal außerhalb des Normalbereichs. Auch jetzt, drei Wochen ganz ohne Kortison sind sie wunderbar. Ich habe in der Zeit außerdem 20kg abgenommen und habe jetzt Normalgewicht.


    Ich kann euch nicht sagen, was genau es war, das meinen Körper in die richtige Richtung umgestellt hat, aber es ist nichts, woran man sich nicht halten könnte. Die Ernährung besteht aus viel Gemüse und Eiweiß, wenig Kohlenhydraten (auch nicht zu viel Obst), wenig Fett, wenig Zucker und viel Wasser. Natürlich kann man auch mal Schokolade essen oder Kuchen oder anderes, worauf man Lust hat, aber nicht hauptsächlich. Es könnte sein, dass meinem Körper vorher aufgrund ungesunder Ernährung die Vitamine gefehlt haben, die er jetzt bekommt. Oder aber mein Körper war übersäuert und der Sport hat ihn wieder ausgeglichen. Meine eigentliche Theorie aber ist, dass die Thrombozytopenie durch eine allergische Reaktion des Körpers ausgelöst wurde. Unter Verdacht habe ich Coffein und kohlensäurehaltige Getränke. Ich lasse im Moment beides komplett weg und bin sehr glücklich, endlich gesund zu sein.


    Die Thrombozytopenie hat ja sehr unterschiedliche Auslöser, deswegen werden meine Informationen wahrscheinlich leider nicht allen helfen, aber ich hoffe, dass sie dem ein oder anderen helfen.