Benommenheit bzw. "neben sich stehen"

    Hi, mein Name ist Sascha ich bin 20 Jahre und total verzweifelt. habe Eppsteinbarr schon seit mehreren Jahren, 5 um genau zu sein.


    Man, ich scheiß auf die körperlichen 1000 Symptome die ich wahrnehme und mir jeden Tag einrede. Das ALLERSCHLIMMSTE ist das Benommenheitsgefühl oder "neben sich stehen". Ich fühl mich täglich in einem Traum alles um mich herum scheint sooo unwirklich, ich bete jeden Tag das mich endlich jemand aufweckt weil ich denke ich träume.


    Meine Emotionen sind auch total durcheinander ich weiß nicht was ich fühle, mir ist alles irgendwie egal geworden. Ich fühl mich wie ein wandender Zombie ohne eigenen Willen, als ob ich in einer Glasglocke mit undurchsichtigen Nebel stecken würde. Schlimm ist auch das Auto fahren, ich fühl wie in einem Traumauto und wundere mich wie ich in meinem zustand überhaupt fahren kann. ich wundere mich wie ich in diesem zustand überhaupt LEBEN kann. Ich fühl mich wie eine Maschine die lebt ohne das sie es mitbekommt alles rast einfach nur an mir vorbei. Ich mach mir vor allem auch über so ein scheiß gedanken das ist unglaublich. Zb. Wenn ich in die Wolken gucke denke ich mir wie unrealistisch die Welt ist wie kann es sein das wir auf einen Planeten leben. Was ist das überhaupt ein Planet, warum leben wir, warum haben wir 2 Arme und Beine. Ich bin kurz vor dem durchdrehen.


    Leute ich weiß nicht mehr weiter bitte HELFT mir ich kann nicht mehr :°(


    Bitte schreit mir das es euch genauso geht und zeigt mir das ich nicht alleine bin ich brauch jemaden zum Reden Bitte

  • 377 Antworten

    Hallo Sascha,


    dieses "neben sich stehen" kenne ich nur zu gut. Bin 37 Jahre jung, das gefühlte Alter liegt weit darüber. Ich arbeite halbtags im Büro als Sekrtärin, verstehe manchmal überhaupt nicht, was mein Chef von mir will. Komme mir oft so vor, als ob nur meine Hülle anwesend ist. Und diese ständige Müdigkeit, nachts Schlafstörungen. Habe das Gefühl, dass immer mehr Gehirnzellen absterben. Was mich nervt sind Aussagen von Anderen, die nach 8 Stunden Nachtschlaf sagen: man, bin ich heute müde und kaputt. Da krieg ich echt einen dicken Hals. Ich weiß, das das ungerecht ist, aber ich muss mich da jedesmal zusammenreißen. Deshalb bin ich froh, dass ich dieses Forum gefunden habe. Ich habe schon oft an mir gezweifelt, erfahre aber hier, dass es Anderen eben ähnlich geht.


    LG


    bibi

    danke für deine Antwort Bibi, man sich nicht vorstellen wie das ist soetwas zu haben man kann es niemanden erklären der es nicht selbst hatte.


    Aber ich werde weiterkämpfen, ich werde meditieren Yoga machen und Sport egal, alles was hilft ich geb dir Hoffnung nicht auf. Ich weiß das es irgendwann eine Zeit geben wird wo ich sagen kann, man hab ich mich damals scheiße gefühlt.


    Ich danke dir und wünsche dir viel Kraft von ganzen Herzen.

    Hallo Sascha,


    ich hatte vor ca. einem Jahr einen geschwollenen Lymphknoten am Hals. War ziemlich fertig und mir ging es eben so, wie es mir jetzt geht. Nach vielen Arztbesuchen stellte sich heraus, dass ich eine akute Toxoplasmose hatte und in der Vorzeit irgendwann Ebv. Habe dann Vitamin-C-Infusionen gekriegt und mir ging es bald besser. In diesem Jahr fing es dann wieder mit ständigen Infekten an. Meine Tochter kommt mit einem Schnupfen aus der Schule, ich kriege dann gleich über mehrere Tage hohes Fieber, bin völlig von der Rolle und habe eben seitdem wieder dieses "nichts geht mehr". Mein Arzt sagte, es könne eine Reaktivierung von Ebv sein, weil der IgG-Wert gestiegen ist und die Symtome passen würden. Habe wieder Infusionen bekommen, nehme Orthomol Immun pro, und soll mich schonen. Mehr konnte er mir dazu auch nicht sagen. Er meinte nur beim nächsten Fieberschub soll ich sofort kommen. Stelle im Moment überhaupt keine Besserung fest. Wenn ich lese wie lange Du schon leidest, ist es mir fast unangenehm hier zu jammern. Aber ich will endlich wieder "normal" sein. Das kann's doch nicht sein.


    LG


    bibi

    Hallo Sascha,


    dieses Problem ist mir gut bekannt, ich habe auch lange Zeit massiv neben mir gestanden. Und Du hast recht es ist sehr schwer das jemandem zu erklären der sowas nicht schon einmal durchgemacht hat. Am 06.03.2006 ging das bei mir los, hätte ich schon nach dem ersten Aufenthalt im Krankenhaus gewußt das es sich um EBV handelt hätte ich nicht schon noch 8 Tagen wieder Sport gemacht, den danach wurde es richtig schlimm. Ich bereue diesen Tag bis heute bitterlich denn er hat mich fast 2 Jahre meines Lebens gekostet. Mittlerweile geht es mir wieder ganz gut, auch wenn ich die Körperlichen folgen noch immer spüre. Das mit dem Yoga ist eine super Sache, ich habe als ich wieder konnte lange Spaziergänge im grünen gemacht um wieder "zu mir selbst" zu finden (wenn man dass so sagen kann ). Wichtig ist wirklich das man Geistig den weg zur Genesung findent, das macht einen zwar nicht völlig Beschwerdefrei aber es ist eine große Hilfe wieder klar zu kommen.


    Ich bin mir sicher das Du wieder auf die Beine kommst !


    Alles Gute !

    bibi71


    Gleiches gilt natürlich auch für Dich, ich kann sagen das der Punkt an dem man sich schon 1 Jahr mit dem EBV herumschlägt für mich die schwierigste Zeit war. Nach Monaten fühlt man sich besser und denkt : Na endlich alles vorbei. Und ein paar Tage später kommt der nächste schub mit völlig anderen Symptomen ( War zumindest bei mir so ). Nachdem man mich irgendwann aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen in die von ratlosen Ärzten immer wieder gerne genommene Psychoschublade stecken wollte, und mir lapidar ganz nebenbei schwere Psychopharmaka verschrieb war bei mir ich sage mal der geistige wendepunkt gekommen. Ich habe mir immer wieder stärke zugesprochen, denn von aussenstehenden konnte ich das nicht erwarten da das Verständnis für meine Situation im algemeinen eher dürftig war. Ich kann mich gut daran erinnern das ich bei meinem 2 Krankenhausaufenthalt irgendwann nach den ganzen ergebnislosen Untersuchungen einfach nur geheult habe ( Das heisst bei mir schon etwas ). Ich weiß sehr gut dass es schwierig ist Kräfte zu mobilisieren die einem bei der genesung helfen, aber wenn ich das hinbekommen habe schafft ihr das auch !! Ich war nach so vielen schönen, und unbeschwerten Jahren durch diesen Scheiß so am Boden, das könnt ihr mir glauben. Für jemanden der in seinem ganzen Leben noch nie ernsthaft krank war, oder im Krankenhaus gelengen hat war das ein ganz schöner Brocken. Aber wie gesagt ich bin mir sicher das Ihr das hin bekommt.


    Nochmals alles Gute !

    hi makilover,


    obwohl deine postings gar nicht mir galten, wollte ich mich doch auch für sie bedanken. manchmal ist die verzweiflung schon recht groß und man fürchtet, dass das niemals aufhören wird. da ist es gut, von anderen zu hören, bei denen es nach langer zeit wenigstens deutlich besser wurde. plage mich auch schon wieder mit einem schub herum, der prompt die alten herzprobleme zurückbrachte...


    lg


    reiser


    (bezieht sich "maki" eigentlich auf den gleichnamigen haifisch?)

    Hallo Reiser,


    es freut mich das ich ein wenig Aufbauen konnte. Die Herzprobleme, die machen einem wirklich Angst. Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich das erste mal "das Vergnügen" hatte. Ich war schon immer ein Lebenslustiger, stets gut gelaunter Typ. Ich muss schon sagen das mich diese ganze Erfahrung schon verändert hat ( Ich glaube das ist wohl bei allen so ). Zum Glück habe ich mein altes ich teilweise wieder ausgraben können, und das hiflt mir auch oft wenn ich mal wieder einen Durchhänger habe.


    Ach ja, das Maki bezieht sich auf eine Halbaffenart die ja unglaublicherweise mit uns Menschen verwand sind. Ich habe mal ein Bild von einen Maki gesehen und hab mich vor lachen nicht mehr eingekriegt ( War vielleicht eine etwas unglückliche Aufnahme ). Aber diese kleinen kerlchen sind der Hammer, ganz bersonders hervor zu heben ist das Phillipinen Koboldmaki.


    Viele Grüße, und immer die Ohren steif halten ( sehr merkwürdige Redewendung nicht wahr ? )

    hallo, Kathori


    ich leide auch seit letztes Jahr ab und zu an " Benommenheit!..


    der Hamer ist das bei mir schon immer der ebv als abgelaufen interpretiert wurde, jetzt bin von 750 igm antikörper auf 38 , aber mir geht es viel schlechter als letztes Jahr! komisch,oder?


    Das grosste Problem sind die Gelenke und Muskel die schmerzen und auch sehr kritisch: habe sehr trocken


    Schleimhaute, Hals und Nase...und wegen der trocknete Hals , bekomme ich Husten die auch " trocken" ist und alles ist sehr unangemehn...


    Außerdem bin ich Licht sensible geworden - an Neonlicht und an Flash/ also wenn zum B. wird gezeigt in Tv


    irgenwelche Stars die fotografiert werden auf einmal von Tausend Reporten dann dass stört mich!


    (Borreliose Test ist negativ!)


    Bis EBV ich habe das nie gehabt.


    Ich weiss auch nicht mehr weiter, machmal es BRENNT entweder am Zahfleisch oder sogar in die Augen, war bei viele Ärzte, keiner hat geholfen, wenn die sehen es steht " abgelaufen" die wollen alle nur antidepressiva schreiben und meinen es wäre psycho- somatisch...


    Homeopatischemittel haben auch nicht geholfen..


    Mein Hals ist immer noch Rot und dicker geworden, die Mandeln sind noch da " zerklüftet" aber ohne Eiter , aber mein Hals tut weh , hat dass noch jemanden hier mit Halsschmerzen und Muskelschmerzen und trockene Schleimhaute obwohl ebv abgelaufen ist


    ich hab meine ganze Kraft verloren, bin sehr schnell Müde ( bei ekg auf Fahrad war mein Puls schnell auf 170 ! ) und ich weiss nicht mehr weiter. Funky weekend*:)

    Habt Ihr dann eigentlich auch das gefühl euch selbst fremd zu sein, wenn ihr z.b. sprecht o. ä. Bitte schnell antworten. ist mir sehr wichtig.

    Junior,


    ja das Gefühl kenne ich genau so gut wie so ziemlich jede andere körperliche Symptom das man nur haben kann. Ich bin aber abgesehen davon auch sicherlich nicht mehr derselbe Mensch der ich vor EBV war.Es gibt auf jeden Fall eine Menge Gründe dafür, und man muss ggf. hart an sich arbeiten um den "Normalzustand" wieder herzustellen. Auf jeden Fall bist Du nicht alleine mit diesem Symptom, und ich bin mir sicher das wir beiden auch nicht die einzigen hier im Forum sind.


    Alles Gute, und Tüdelü

    hi manuchao,


    habe durch ebv auch probleme mit den schleimhäuten und husten bekommen. dieses jahr war der heuschnupfen so stark wie noch nie zuvor. gegen abend bekomme ich asthmaähnliche probleme mit starkem reizhusten. die bronchien rasseln wie bei einer bronchitis. offenbar sind diese probleme allergisch bedingt, da sie völlig verschwinden, wenn ich cetirizin einnehme.


    die sache mit dem "abgelaufenen" ebv ist problematisch, da es suggeriert, die krankheit sei beendet. tatsächlich ist es bei abelaufenen infektionen wohl eher so, dass sich nach und nach ein gleichgewicht zwischen viren und antikörpern einstellt. die viren sind also immer noch vorhanden und können auch weiterhin probleme machen.


    lg


    reiser

    Hallo,


    danke für eure tollen Beiträge.

    @ Junior:

    das mit dem sich selbst fremd sein kenne ich auch manchmal macht man sich dann ganz viele gedanken wäre man eigentlich ist. man hat manchmal das gefühl man funktioniert von alleine wie auf autopilot. Ich bekomme dann immer panische angst wenn ich mir zuviele gedanken darüber mache. Ich weiß auch gar nicht mehr richtig was ich tue, ich denke nicht das ich so handle als wenn ich "normal" wäre.


    naja... einfach keine gedanken machen und weiterkämpfen bye


    euer Kathori