Langwierige Krankheitsverläufe und Vitamin D

    noch ein Hinweis:


    Studien haben begründete Hinweise geliefert, dass bei schweren und langwierigen Verläufen des Drüsenfiebers sowie bei der Entstehung einer Multiplen Sklerose in Folge des Drüsenfiebers häufig ein massiver Vitamin D-Mangel die Ursache ist. Zum einen hemmt EBV die Aufnahme und Produktion von Vitamin D (einem Hormon) in ungewöhnlich starker Weise, zum anderen begünstigt ein schon bestehender Vitamin D-Mangel einen schweren Verlauf der Krankheit.


    Die Gabe von hochdosiertem Vitamin D (20.000 I.E.-40.000 I.e. wöchentlich) kann das Immunsystem so stimulieren, dass es besser mit EBV fertig wird und außerdem das Risiko gesenkt wird, an MS zu erkranken.


    Mein Arzt hat mir nach Bestimmung des Vitamin D-Spiegels ein hochdosiertes Präparat verordnet. Mal schauen, was die nächsten Monate bringen.


    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17574770

  • 17 Antworten

    Was soll mir diese Copy&Paste-Fleißleistung sagen?


    Ich schrieb, dass der Arzt mir NACH Bestimmung des Spiegels (deutlicher Mangel, unter 10 ng/ml) eine Supplementierung verordnete: Drei Tage lang 100.000 I.E., danach wöchentlich 20.000.


    Mein Rat an andere Patienten wäre, ihren Spiegel ebenfalls bestimmen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit mögen sie ihren Arzt dann fragen, ob er sie womöglich gerade zu Tode dosiere. Wenn sie danach noch unsicher sind, schicke ich sie zu Dir!

    Was sollte Dein Beitrag sahen?


    Meiner weist darauf hin, daß man Deinen Beitrag nicht als Ermutigung sehen sollte, massig Vitamin D einzuwerfen.

    Also, liebe User, nehmt meinen Beitrag nicht als Ermutigung, massig Vitamin D einzuwerfen. Sprecht mit Euren Ärzten mal über die Bestimmung Eures Vitamin D-Spiegels und ggf. über die therapeutische Möglichkeit, hochdosiert Vitamin D einzuwerfen!

    Hallo allerseits, und danke, lieber reiser, für Deinen wie stets hochinteressanten Beitrag! Das erklärt für mich meinen auffälligen Vitamin D-Mangel – die einzige Auffälligkeit, die in meinem Blutbild gefunden wurde, abgesehen von der offenbar nicht allzu lange zurückliegenden EBV-Infektion.


    Mir wurden im Frühling Ampullen mit Vitamin D verabreicht, wonach es mir leider nicht merklich besser ging. Zudem wurde der einschlägige Blutwert nicht erneut getestet. Dass mir diese Ampulle nicht half, soll aber nicht als Entmutigung genommen werden; die Krankheitsverläufe sind einerseits individuell und andererseits fehlt mir, wie gesagt, ein Anhaltspunkt zu meinem Vitamin-D-Blutwert nach Einnahme.


    Ein herzhaftes "Gute Besserung!" in die Runde!


    Crimson

    ich würde an deiner stelle den wert erneut bestimmen lassen und mit dem arzt ggf. eine ständige vitamin d-supplementierung besprechen. wenn du bei google mal die suchbegriffe ebv und vdr (=vitamin d-rezeptor) eingibst, stößt du auf studien, die zeigen, dass ebv die aufnahme von vitamin d stark behindert. entsprechend höher und konstanter muss bei ebv-patienten die zufuhr sein. es kann gut sein, dass die ampullen nur den mangel verringert haben, dir aber nicht zu gesunden werten über 30 oder 40 ng/ml verhalfen.


    auch dir einen lieben gruß

    Hallo reiser,


    mein Arzt hat mir auch Vitamin D verschrieben, ich nehme jetzt alle 2 Wochen 20000 Einheiten. Mein Spiegel war auch an der untersten Grenze. Liegt wohl auch daran, dass ich nicht mehr wie früher so viel draußen bin. Also nen riesen Effekt hat das bei mir nicht gebracht, aber wenn, dann würd ich eher sagen positiv als negativ. Ich nehme es einfach mal, die Dosis ist auf jeden Fall nicht zu hoch bei mir.

    @ Hannes

    Was hat denn die Uniklinik-Diagnostik ergeben? Du hattest im Sommer von einer Überweisung durch den nicht weiter wissenden Hausarzt berichtet.


    Gruß vom Leidensgenossen

    agnes


    Danke für Deinen Beitrag.


    Das erklärt mir, warum meine Ärzte sagen , ein Vitamin D3-Wert von 25,10 µg/l sei völlig ausreichend und nicht substitutionsbedürftig.

    Hallo reiser,


    ich war sogar an zwei Unikliniken, jeweils in der Immunolgie. Am Blutbild ließ sich nichts erkennen, EBV Serologie spricht für abgelaufene Infektion+PCR im Blut war negativ, CMV komplett negativ, HIV neg., Lues neg.,ANA neg., Immunoglobuline bis auf Gesamt-IgM und erhöhter IgG1. u. IgG3 Subklassen im Normbereich.


    Festgestellt wurde ein MBL-Mangel, der aber auch Zufallsbefund sein kann.


    Prognose war, dass sich aller Wahrscheinlichkeit nach alles wieder normalisieren wird. Ich war im September da und jetzt ist Dezember, leider hat sich nix normalisiert. Die Diagnose war von Anfang an EBV. "Bestätigt" wurde das aber nur durch den sog. Monospot-Schnelltest, einen Schnelltest auf Mononukleose. Ich frage mich oft, ob da nicht noch was ganz anderes bei mir schiefläuft. Meine Blutwerte, vor allem von der Leber, waren viel zu schnell viel zu gut, sodass ich eigentlich jetzt keine Probleme mehr haben dürfte. Irgendwo hab ich nen Fehler im System ;-)

    @ florasun

    Danke für die Nachricht. Ferritin ist bei mir im oberen Normbereich. Momentan (seit sechs Monaten) steigt aber jetzt der TSH, so dass mein Doc mich zum Endo überwiesen hat. Termin ist im Januar. Ich habe plötzlich auch stark Gewicht zugelegt, was bei HIV-Positiven eher ungewöhnlich ist. Kann sein, dass EBV nun auf die Schilddrüse gegangen ist.

    @ Hannes

    Im Blut war das Virus bei mir gottseidank nur ein einziges Mal nachweisbar, im Rachenspülwasser aber findet sich ständig eine hohe Viruslast (mehr als 300.000 Kopien). Die Antwort auf meine Frage, warum mein Körper mit dem Virus trotz guter Antikörperwerte nicht fertig wird, konnte mir erst die Charité geben. Sie haben meine Antikörper getestet (also aufbereitet und mit Viruslysat konfrontiert) und dabei festgestellt, dass diese Antikörper extrem ineffektiv "arbeiten", also schlicht nicht gegen das Virus vorgehen. Warum das bei manchen Patienten so ist, wird gerade in einem Forschungsprojekt der DFG untersucht.


    Gute Besserung allen

    korrekter wäre die Formulierung: Ich bin Hiv-Positiv (da das Virus dank Therapie nicht nachweisbar ist, HABE ich momentan kein Hiv). Ja, ich habe das hier auch wiederholt erwähnt, um zu erklären, warum ich bestimmte Untersuchungen bewilligt bekomme, bei den die Ärzte normalerweise etwas geizig sind...