Verzweiflung, Frage an Erfahrene

    Hallo Leute ich leide seit 11 Monaten unter EBV bzw unter den Nachwirkungen.


    Meine symptome wechseln alle 2 Monate mal .


    Momentan leide ich an einer starken müdigkeit und muskelschmerzen.


    Nun meine frage, kommt das alles von Ebv oder habe ich schon cfs , mein arzt sagt das ebv 1,5 jahre dauern könnte.


    Ich hab echt hammer angst das ich an cfs erkranke.


    Und ist diese Müdigkeit bzw erschöpfung normal bei ebv nachwirkungen?


    Vielen dank

  • 13 Antworten

    Hallo Michl,


    Dein Arzt hat recht, das kann so lange dauern. Mach Dich nicht verrueckt, viel frische Luft (Spaziergaenge), Ruhe (und zwar moeglichst reizarm, d.h. kein TV/PC), positives Denken und gesunde Ernaehrung, Stress vermeiden.


    Deine Angst kann ich nur zu gut nachvollziehen, aber CFS ist erstens eine Ausschlussdiagnose, und zweitens muss dennoch eine Reihe von Kriterien erfuellt sein, Muedigkeit und Muskelschmerzen sind nur zwei davon und koennen neben EBV unendlich viele Ursachen haben.


    Hilft Dir Magnesium gegen die Muskelschmerzen? Badewanne, Koernerkissen,...? Geht es langsam bergauf, oder sind Deine Beschwerden gleichbleibend? Bei Rueckenschmerzen sind Massagen bei einem GUTEN Physiotherapeuten gut angelegtes Geld und bringen Linderung, gerade, wenn man krankheitsbedingt keinen Sport machen kann.


    Gute Besserung!

    Also,


    nach einem viertel Jahr täglich mit:


    1. Labolife 2lebv (Mikroimmuntherapie mit Globolies/ Kapseln aus Belgien – kann man über die Apotheke bestellen oder übers Netz ordern),


    2. Quentakehl D4 (Kapseln, sind pflanzlich),


    3. Orthomol immun/ vital Granulat (Vitamine & Spuerenelemente zum Trinken),


    kann ich sagen, dass sich die Lage bei mir glücklicherweise stabilisiert hat )


    Auch andere EBV-Patienten aus meinem Bekanntenkreis haben mit dieser Medikation sehr gute Erfahrungen gemacht! ! !


    Labolife 2lebv ist meines Wissens das einzige Medikament, welches speziell für bzw. gegen das EBV-Virus gibt!


    Es ist nicht ganz billig und es dauert auch einige Wochen/ Monate, aber es hilft ganz ordentlich!!!


    WICHTIG: Immer am Ball bleiben und vor allem NIE aufgeben!!!


    Alles Gute für euch!!!

    Hallo zusammen,


    ich bin 1994 erstmals an EBV erkrankt, seitdem alle drei bis vier Jahre einen "Schub", jeweils ein bis zwei Jahre anhaltend. Habe die übliche Behandlungskarriere hinter mir und sicherlich Tausende Mark bzw. Euro für irgendwelche Mittelchen ausgegeben. Nichts hat wirklich geholfen, rein gar nichts. Ich versuche, maßvoll und gesund zu leben und mich je nach Zustand angemessen zu belasten. Ich habe die Krankheit als einen Teil meines Lebens angenommen und übe mich, sozusagen zwangsläufig, immer wieder in Demut und Geduld. Und mache mir immer wieder bewusst, dass es vielen Menschen auf der Welt schlechter geht als mir.


    Wohlwollende Grüße 8-)

    Na, das sind ja Aussichten...


    Hi carlos444,


    sind, wenn ich fragen darf, die "Schübe" bei Dir von unterschiedlicher Schwere? Was mein Nervenkostüm endgültig ruiniert hat, ist die Tatsache, dass mein letzter "Schub" unglaublich schwer und langanhaltend ist (seit August 2010). In den Jahren zuvor waren die "Schübe" immer seltener aufgetreten, hatten eine immer kürzere Dauer und die Symptomatik ist immer schwächer geworden. Da hoffte ich noch, die Sache irgendwann hinter mich bringen zu können. Und dann, in der Hitzewelle des Jahres 2010, kam das Drüsenfieber dann mit voller Wucht zurück (mit extrem hoher Viruslast) und hält bis heute an. Momentan geht es mir so schlecht, dass ich mich krankschreiben lassen musste, weil vor allem ein große Schwäche mich plagt. Deshalb interessiert mich, ob Du bei Dir irgendeine Regelhaftigkeit erkennst, was die Schübe betrifft.


    Grüße zurück!

    @ Reiser:

    Ich glaube, dass cfs oder wie man es auch immer nennen will unter entsprechend günstigen Bedingungen immer wieder ausbrechen wird. Bei mir ist es zumindest so. Ich hatte im Jugendalter auch schon einmal monatelang diese üble Schwäche und Schläfrigkeit. Damals hieß es, das seien ebv-Nachwirkungen. 8 Jahre später ging der Mist von vorne los. Ich hatte die Sache schon fast vergessen, aber als die Symptome wieder da waren... Als wäre es gestern gewesen.


    Dieses Mal war es aber definitiv ein anderer Virus. Viele Viren können diese Symptome machen und wahrscheinlich sind unsere Immunsysteme einfach überempfindlich. Da kann jede Erkältung das Rad wieder in Gang setzen. Vielleicht lebenslang :-(


    Ich habe aufgehört zu versuchen, ein Muster, Auslöser, eine Erklärung zu finden.


    Man kann sich nur versuchen, damit zu arrangieren oder man zerbricht daran.


    Ich wünsche dir eine baldige bessere Phase! :)-

    Danke. Dir wünsche ich auch eine dauerhaft gute Phase und psychische Stabilität. Ich habe ja auch noch ein zweites Virus im "Gepäck" – HIV. Ironischerweise dachte ich vor Jahren, als ich positiv auf HIV getestet wurde, dieses Virus würde irgendwann mein Leben zerstören. Tatsächlich aber hat mir HIV bislang (dank der Therapie) kaum Probleme gemacht. Mit EBV hingegen habe ich nie gerechnet, bis es mich vor vier Jahren erwischte und seitdem nicht mehr los liess.

    Oh, HIV ist nstürlich heftig, wenn man erfährt, es zu haben. Allerdings sind die Behandlungsmöglichkeiten heute ja verfügbar und früh erkannt kann man meines Wissens nach den Verlauf stoppen oder sogar den Ausbruch verhindern.


    Ich wünsche dir viel Kraft. Du scheinst gut informiert zu sein und bereicherst dieses Forum durch qualitativ gute Beiträge :)z

    Hi Reiser,


    Gottseidank haben die "Schübe" über die Jahre an Schwere und Intensität nachgelassen (alles andere wäre schlicht nicht vorstellbar!), nicht aber an Dauer. Aktuell hänge ich seit Frühjahr 2010 wieder drin, wenn auch auf einem Niveau, wo ich meiner Arbeit nachgehen kann. Zu tolerieren habe ich täglich die gefühlte Fitness eines 90-Jährigen, ein ständiges Frieren und ein häufiges nächtliches Schwitzen. Und oft auch eine eigenartige Benommenheit ("foggy brain"?). Es sind Symptome, die einen zwangsläufig dazu bringen, "herunterzuschalten" und im häuslichen und beruflichen Alltag möglichst jeden Stress und Zeitdruck zu vermeiden. Und darin kann ich auch wieder etwas Positives sehen ...


    Aufbauende Grüße

    Ich hänge seit Sommer 2010 am EBV. :°(


    Was ich so seltsam finde ist, dass ich immer wieder gute Phasen von wenigen Wochen habe, in denen es mir blendend geht! Da freu ich mich immer wahnsinnig und mach wieder Zukunftspläne etc. Leider aber kommen dann immer wieder schlechte Phasen, in denen ich extrem schwach und kraftlos und antriebslos bin – und natürlich auch depressiv.


    Hat das von euch auch jemand so? Irgendwie find ich das seltsam, dass die Phasen bei mir so "schnell" wechseln.


    Natürlich hat Dr. Google mich auch gleich an CFS denken lassen :[] In diesem Zusammenhang würde mich echt interessieren, ob bei CFS die Müdigkeit im Vordergrund steht? Ich meine "Müdigkeit" im Sinne von "Schläfrigkeit"? Ich fühl mich nämlich eigentlich nicht müde, sondern schwach und kraftlos... Tja, Danke Dr. Google, dass du mich so verunsichert hast! (Selber schuld, ich weiß :)= )

    "Fatigue" bezeichnet tatsächlich weniger eine Müdigkeit als eine große Erschöpfung und Kraftlosigkeit, der auch durch Schlaf nicht abzuhelfen ist. Ich habe zwar manchmal auch starke Müdigkeitsattacken und bin schon im Straßencafe eingeschlafen – aber das ist eher selten. Während der Schübe habe ich aber IMMER diese große Kraftlosigkeit, die selbst das Halten eines Duschkopfs zur Kraftaufgabe macht.


    Die Dauer der Schübe ist nicht nur bei verschiedenen Patienten unterschiedlich, auch ein und derselbe Patient kann Schübe unterschiedlich langer Dauer und Intensität haben. Ich hatte Schübe von einigen Wochen und stecke jetzt in einem, der länger als ein Jahr andauert.

    KANN man denn wirklich "scharf" unterscheiden zwischen CFS und einer Erschöpfungsdepression? Wie man liest, ist CFS eine Ausschlussdiagnose, wenn alles andere nicht zutrifft. Mir stellt sich nur die Frage: wie "sicher" sind denn etwa Diagnosen bezüglich anderer Krankheiten wie Depression, psychosomatischer Krankheiten, etc.?


    Hat man bei CFS denn auch beschwerdefreie Phasen oder ist es ein Dauerzustand an Erschöpfung?

    Zum Thema "Müdigkeit" oder "Schwäche": Bei mir ist es eine Mischung aus extremer Kraftlosigkeit und Nebel im Kopf+dauernder Schlafdrang, wobei ich letzteres als Müdigkeit betitele. Fatigue ist meiner Meinung nach genau diese Mischung. Schaut euch mal die Beschreibung der Krebs-Fatigue an. Die Kriterien umfassen Müdigkeit und Schwäche.

    @ Reiser:

    Ich weiß was du meinst. Mir ist manchmal ein Stift zu schwer...


    Ich wünsche euch schöne Weihnachten :)

    Ich möchte noch schnell auf die Frage nach cfs und der Abgrenzung zu anderen Erkrankungen etwas sagen: Ich kenne Leute mit Burnout und die haben in der Regel schon andere Symptome. Ich denke deshalb, dass ein erfahrener Arzt cfs und ein Burnout voneinander unterscheiden kann. Und man weis es auch selbst.


    Aber man darf auch nicht vergessen, dass cfs ein Überbegriff ist und mehrere Krankheitsbilder umfasst. Cfs kann ja z.B auch durch Schadstoffe ausgelöst werden. Die Erschöpfung tritt bei einigen schubartig auf mit Phasen relativer Gesundheit zwischen den Schüben. Bei anderen ist es ein Dauerzustand. Aber cfs ist ein medizinisches Rätsel. Niemand weiß, was es genau ist.