Moin!

    Den Niedrigtemperaturtipp finde ich ganz zubereitungstechnisch interessant. Den Ofen aber 12 Stunden durchorgeln zu lassen, finde ich schon krass.


    Zum einen was die Stromkosten angeht, zum anderen die Umwelt.


    Will hier nicht den Apostel spielen, überlege aber gerade was es bedeuten würde, wenn alle Gänsezubereiter ihren Ofen ewig laufen lassen. Die Einen reden von Stromsparen, den Anderen ist völlig schnurz. ;-D


    Bedenklich finde ich es auch, einen Ofen unbeaufsichtigt laufen zu lassen, und sich schlafen zu legen, wie hier eine Frau schrieb.


    Ich denke einen Herd sollte man immer im Auge behalten. So manche Wohnung ist schon wegen eines unbeausichtigten, defekten Elektroherd abgebrannt. ;-)


    *:)

    Butch

    Ja, mir wäre das auch unheimlich, über Nacht den Ofen laufen zu lassen. Und eine gewisse Verschwendung sehe ich auch darin. Meine Gans lag allerdings nur 6 Stunden in der Röhre. Es ging auch nicht so viel länger, da die niedrigste Stufe immer noch erkennbar über 100 Grad liegt (auf der Skala iost der letzte Wert 150 Grad).


    Das Ergebnis war jedenfalls absolut überzeugend. Die Küche war allerdings saunaartig aufgeheizt und es riecht nach wie vor nach Gans dort.


    was mich sehr überrascht hatte: der junge spanische Rote, der noch nicht im Faß gelegen hatte, aber trotzdem sehr angenehm war. Ab und an habe ich so etwas leichteres gerne - etwas, was man so wegtrinken kann.

    Zitat

    ch denke einen Herd sollte man immer im Auge behalten. So manche Wohnung ist schon wegen eines unbeausichtigten, defekten Elektroherd abgebrannt.

    Richtig!


    Genauso wie jeden Computer an dem ich nicht Abends die Steckdose ziehe, oder bei der Waschmaschine, Stehlampe, oder das Standby des Fernsehers, Der Radiowecker am Bett, und der Toaster. Vom Herd der wie auch der Backofen immer am Netz hängen will ich gar nicht reden.


    Am besten Abends die Hauptsicherung raus! ;-D

    Zitat

    Die Einen reden von Stromsparen, den Anderen ist völlig schnurz.

    Bissel Kochphysik:


    Um zB eine 3Kg Gans zu garen, benötige ich eine gewisse Menge Energie.


    Die Menge der Energie ist eine feste Grösse. Bei 3 Kg ist die Menge also immer gleich!


    Ob ich nun die Gans bei 180°C 3 std gare, oder 6 std bei 90°C .


    Ob ich den Ofen nun 6 std bei 90° halte, oder 3 bei 180°.... ich benötige ca die selbe Energie.


    Ich behaupte sogar, durch normalerweise schlechte Isolierung des Ofens ist der Wärmeverlust im gegensatz zu der Umgebungstemperatur im Raum bei 180° höher als bei 90°. Und damit ist das 3 Std garen mit 180° durch höhere Wärme-Abgabe an die Umgebung Energieaufwendiger!


    :-)

    Ich finde das da einiges brauchbar ist.


    Man versteht einige zusammenhänge besser, Wenn was schief geht weis ich WARUM es schiefgegangen ist. Und kann es ändern.


    Ich denke, kochen ist erstmal Chemie und Physik. Wenn ich da ein paar Grundlegende Sachen kenne, weis ich auch was da passiert wenn ich ein Kottlet in die Pfanne werfe oder warum ich erst den Essig ins töpfchen tun sollte und DANN das Öl zuträufeln sollte für die Salatsauce.


    :-)


    Also ich finds gut für Anfänger und für den fortgeschrittenen.

    Ja, nun hab ich doch am Martinstag im Dorint in Wiesbaden wieder mal Gänsebraten bestellt, Brust, Keule, mit Maronen, Rotkohl, Bratapfel und 2 kleinen Klößen und einer wunderbaren nicht zu fetten Soße. Erste Klasse. Ich muß alles zurück nehmen, was ich bisher in Restaurants mit Gänsebraten erlebt habe. :p>


    Na ja, im Winter paßt der Smilie nicht so ganz. ;-)