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    Angst zu ersticken / Essen bleibt in der Speiseröhre hängen

    Hallo :)


    Kurz zu mir, ich bin 23 Jahre alt und eigentlich total gesund.


    Vor ca. 2 Wochen wäre ich fast erstickt, weil mir ein Stück Brot stecken geblieben ist. Seitdem kann ich kaum noch essen, weil ich Angst habe zu ersticken. Mir bleibt das Essen aber seitdem auch tatsächlich in der Speiseröhre kleben. Ich leide da wirklich sehr drunter weil ich es eigentlich liebe zu essen. Gestern war ich beim HNO und er meinte es ist alles in bester Ordnung. Jetzt frage ich mich ob jemand so etwas ähnliches schon mal hatte? Kann es auch einfach sein, dass meine Psyche mir einen Streich spielt? Was kann man dagegen machen? Ich will wieder unbeschwert essen können ohne dauernd Angst zu haben.


    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe :)

  • 15 Antworten
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    Nein war ich nicht, mein Freund hat mir auf den Rücken gehauen und irgendwann ist es raus gekommen.


    Ich tippe auch auf die Psyche, aber was kann man denn dagegen machen?

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    Dir vor Augen führen, dass es vedammt unangenehm wawr, aber nichts Schlimmes passiert ist.

    Dir vor Augen führen, dass lt. HNO alles okay ist.

    Dir vor Augen führen, dass es bis zu dem blöden Erlebnis keinerlei Probleme gab.


    Und in der Zeit, bis die Argumente besser greifen: Beim Essen trinken, ablenken, generell auf Entspannung achten.

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    Hallo,


    eventuell war es schon da gar nicht lebensgefährlich. Panik verursacht ja schon ohne Fremdkörper im Hals das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen.


    Du könntest zum Psychologen gehen... Du hattest ja offensichtlich Todesangst und das musst du verarbeiten. Ich persönlich denke aber dass du zum verarbeiten auch etwas mehr Zeit brauchen wirst.


    Je häufiger du ganz normal isst, desto weiter rückt das Ganze in die Ferne.


    Was ich auf keinen Fall machen würde, ist jetzt nicht normal essen. Das wäre ein 1A Weg in die Essstörung und die wird dann eventuell echt gefährlich...


    Ich würde dir raten moglichst normal zu essen. Der HNO hätte gesehen wenn da irgendwas nicht in Ordnung wäre!!!


    Nur Mut!


    Lg


    Paritu


    (die selbst Zwänge hatte und daher oft Panik "ohne Grund" hatte. Da hilft echt nur Konfrontation und das Erleben, dass es keinen realen Grund für die Panik gibt)

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    Um dem Verschlucken zunächst einmal vorzubeugen kannst du folgendes tun: gründlich kauen, keine grosse Brocken hinunterschlucken, wie Fleischstücke. Den Kopf beim Schlucken leicht nach vorne beugen. Logopäden bieten dazu spezielles Schlucktraining an, das müsste ein Arzt verordnen. In guten Büchereien findest du dazu Bücher mit genauen Anleitungen. Bitte auf krümelige Speisen verzichten. Alles Gute für dich!

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    Hyazynthe schrieb:

    Um dem Verschlucken zunächst einmal vorzubeugen kannst du folgendes tun: gründlich kauen, keine grosse Brocken hinunterschlucken, wie Fleischstücke. Den Kopf beim Schlucken leicht nach vorne beugen. Logopäden bieten dazu spezielles Schlucktraining an, das müsste ein Arzt verordnen. In guten Büchereien findest du dazu Bücher mit genauen Anleitungen. Bitte auf krümelige Speisen verzichten. Alles Gute für dich!

    Ansonsten schließe ich mich Paritu an.

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    Wie im Benimm-Buch: Man schlingt nicht. Man isst langsam. Man spricht nicht mit vollem Mund.


    Kleine Bissen, gut kauen. Nicht lachen, sprechen mit vollem Mund.

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    Hallo


    Versuche langsam zu kauen und in Ruhe zu essen.

    Sollte das Problem aber andauern, solltest du das beim Gastroenterologen abklären lassen.

    Es kann durchaus sein, das etwas an der Speiseröhre ist..


    Gruß rubyfee

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    Vielen Dank für eure Tipps! :)


    Ich esse sowieso schon immer sehr langsam, mache nur kleine Bissen und kaue gefühlt alles 100 mal. An dem Abend hab ich mich während dem Essen erschrocken und mich deshalb verschluckt.


    Hoffentlich lässt diese Angst bald nach, aber ich habe das Gefühl es fällt mir jeden Tag schwerer zu essen. :(

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    Vielleicht würde es dir ja helfen wenn man mal spiegelt. Wenn du danach weißt das deine Speiseröhre in Ordnung ist, wovon ich ausgehe, dann kannst du diese psychische Blockade vielleicht besser entknoten.

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    Mir ist einmal ein kaum gekautes Stick Brot in den Hals gerutscht, ich war alleine daheim. Ich war mir sicher ich würde sterben. Husten brachte nichts, außer dass ich weniger Luft in den Lungen hatte. Habe versucht auf dem Balkon zu kommen um mich mit Schwung gegen das Geländer zu werfen, so weit kam ich nicht mehr, weil mir ganz schwarz und schummrig wurde. Hab mich dann, weil es am Weg lag, aufs Bett geworfen (und ich meinte da stirbt es sich auch ganz gut), und nach zwei weiteren versuchten Atemzügen rutschte das Ding ein wenig.


    Meine Konsequenz? Erstmal kein Laugensemmerl mehr. Und aufpassen. Allerdings auch das hat sich gelegt, es ist so lange davor nichts passiert, daher war ich da sehr schnell wieder entspannt.

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    So pappiges Weißbort etc. ist böse. Ich hatte auch schon einige Male, dass ich einen zu großen Bissen genommen habe und der Klumpen dann extremst schmerzhaft und deutlich spübar die Speiserähre runterhoppelte. Inkl. Gefühl Atemnot und Herzstolpern. Unschön, aber meine Lernfähigkeit ist begrenzt.


    Statt Spiegelung könnte eine Röntgenschluckaufnahme (da wird durchleuchtet, während man einen Kontrastbrei schluckt), sinnvoller sein. Weil man da ungestört die Funktion der Speiseröhre überprüfen kann.


    Momentan klingt es aber eher nach Verkrampfung und Angstreaktion. Und da bleibt nur Entspannung und etwas (!) Vorsicht beim Essen. Keine komplette Umstellung.

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    Als Kind wäre ich mal fast beim Essen erstickt. Mir hat u.a. geholfen, mich mit der Anatomie der Speiseröhre zu beschäftigen und mir Ausführungen eines Gerichtsmediziners zu Erstickungstoden durch Unfall wie bspw. bei alkoholisierten Menschen durchzulesen. Sehr aufschlussreich und kann ich nur empfehlen.

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    Langsam essen und gut kauen sowie viel dazu trinken kann übrigens auch helfen. Vor allem weiß man, dass alles ok ist, solange man noch Getränke runterschlucken kann.