Das Geschäft mit dem Essen

    Ich habe gestern nebenbei Frontal 21 gesehen. Da wurde mal wieder darüber berichtet, wie sich einige auf kriminelle Art und Weise beim manipulieren von Lebensmitteln bereichern.


    Alter Fisch wurde in neue Dosen umverpackt, Wodka wurde mit Methanol verdünnt, andere Waren wurden umetikettiert. Weiterhin hieß es, das sich organisierte Banden mittlerweile zu Lebensmitteln umorientieren, weil hier die Kontrolleure schon nicht mehr mitkommen. Wir kennen es ja bereits vom Gammelfleisch, das solche Methoden beliebt sind.


    In Russland gab es durch den gepanschten Wodka bereits die ersten Todesopfer, und Personen die durch den Methanolzusatz erblindeten.


    Ich frage mich wie schlimm das alles noch werden soll.


    Jeder Mensch ist doch in seiner Freizeit Normalbürger. Wie würden es denn solche Kriminellen finden, wenn sie in Ihrer Freizeit so betrogen oder gesundheitlich gefährdet werden?


    Auch die Skandale bei Burger King oder MC Donald, konnte ich nicht verstehen. Keiner von dem Personal kann sich doch trauen, in anderen Filialen etwas zu bestellen, mit der Angst im Hinterkopf, auch etwas minderwertiges zu bekommen.

  • 76 Antworten

    Diese Zustände sind so, seit Lebensmittel was mit "Industrie" und "Fabrik" zu tun haben. Wenn man das nicht will, darf man nix von Nestle, Unilever und Konsorten kaufen, auch nix von irgendwelchen Bäckereiketten, die Zeugs von Nestle, Unilever und Konsorten verarbeiten, kaufen. Dann muss man auf dem Wochenmarkt einkaufen und sein Leben einmal komplett umstellen.


    Das fängt beim Nutella und hört beim Brot noch lange nicht auf!


    Da das aber alles viel zu kompliziert, umständlich und zeitaufwändig ist, leben wir weiter wie gewohnt, kaufen Fertigsalat im Supermarkt und schütten irgendeine fertig zusammengedengelte Soße von Heinz drüber. Mahlzeit!

    Zitat

    Aber was war denn da genau bei diesen fastfood -ketten ?

    Sorry wenn das so rüberkam, aber gestern wurden die Fastfood-Ketten nicht erwähnt.


    Das war von mir nur bezugnehmend auf die Skandale aus der vergangenen Zeit gemeint.


    Aber auch da bin ich mir sicher, das sich nicht wirklich was ändern wird. Sowas geht eine zeitlang gut, und dann fängt es wieder an. Weil die keine Lust haben, zuviel wegzuwerfen.

    Das ist schon länger bekannt. Ich habe das im Zusammenhang mit "Extra nativem Olivenöl" gesehen. Seither kaufe ich keins mehr, das aus Italien kommt, da hier im Export wahnsinnig gepanscht wird. Hab ich vor vielen Jahren mal den Bericht drüber gesehen.

    @ Der kleine Prinz:

    Du vermischst hier kriminell gefährlich und einfach nur Industriefutter. Das Industriefutter nicht das gelbe vom Ei ist, darüber müssen wir nicht streiten. Aber worum es dem TE hier im Thread geht (bitte korrigieren, falls nicht korrekt) sind die Lebensmittelpanscher, die Gammelfleisch, falsch etikettierte Ware und panscherei in umlauf bringen.


    Das ist der gleiche Scheiss den wir schon mit unserer beliebter "Pferdelasagne" hatten.


    Hier geht es nicht um gesunde ernährung, sondern darum was banden für einen schindluder treiben, der auchnoch gefährlich ist. Unilever und co verkaufen dir schon eher das, was draufsteht. Das wird hübsch verpackt um dem Verbraucher ungesund als gesund zu verkaufen. Da ist der Konsument aber selbst schuld. Informieren heißt das stichwort.


    Wiederrum nicht informieren kann ich mich, wenn die Inhaltsstoffe gefälscht sind. Deshalb kaufe ich auch keine Bio Äpfel aus China (ja, die hat unser markt hier!). Da ich einfach nicht dran glaube das drin ist was draufsteht. Im Endeffekt müssen hier die Kontrolleure nachziehen und es muss die Gesetzgebung ran, das dem wenigstens im großen Stil ein Riegel vorgeschoben wird. Als Endverbraucher ist man hier mMn komplett aufgeschmissen, sofern man nicht Tier und Gemüse im Garten hält...

    Zitat

    Es ist alles längst nicht so schlimm, wie Du es darstellst.

    Alles ist relativ. Ich finde es sehr schlimm wenn mir etwas anderes Verkauft wird als das, was auf der Packung steht. Oder willst du Hackfleisch, bei dem die oberste, graue schicht abgekratzt wird und dir der Rest noch verkauft wird? Haben viele Supermärkte lange betrieben bis eben gesetzlich mehr durchgegriffen wurde.


    Oder willst du mit Olivenöl mit MOSH oder MOAH?


    Willst du Pferd in einem Gericht, auf dem Schwein steht?


    Willst du mit Mist gestreckte Produkte? Wie wärs mit etwas Sägemehl, wertet jede Soße auf. Macht sie schön sämig und dick.


    Wenn du es nicht so schlimm findest, OK. Das ist deine Sache. Aber lass bitte anderen die Diskussion daran, die es vielleicht anders sehen als du, sich drüber austauschen wollen und sachlich diskutieren.

    Ja, gerne, ich mag sachliche Diskussionen.


    Dazu gehört für mich auch einzusortieren, wie "schlimm" es eigentlich ist.


    Beispelsweise wie viele Patienten mit Lebensmittelvergiftungen gibt es jedes Jahr? Wie kommt es dazu? Wie war es früher? Wie ist es in anderen Ländern?

    Zitat

    Ich habe gestern nebenbei Frontal 21 gesehen.

    Der "Focus" des ZDF-Guckers ;-) .


    Frontal21 ist genauso wie vergleichbare Formate vom Skandal abhängig. Also bekommt dieser ein redaktionelles Gewicht, um die Quote zu sichern.


    Nahrungsmittelskandale gab es immer und wird es immer geben. Das heißt aber nicht, dass wir zu 80% beschissen werden. Umetikettierung ist schließlich Betrug und der Verantwortliche geht ein entsprechend hohes Risiko ein. Zu allen Lebenslagen wird man solche Fälle finden, man stellt sie redaktionell zusammen und schon sieht es so aus, als ständen wir kurz vor dem Weltuntergang.


    Viel erschreckender finde ich, dass der meiste Schrott freiwillig gekauft wird. Er ist einwandfrei etikettiert und schon in der Grundzusammensetzung als Schrott ausgewiesen, und trotzdem wird es gekauft.

    Zitat

    Viel erschreckender finde ich, dass der meiste Schrott freiwillig gekauft wird. Er ist einwandfrei etikettiert und schon in der Grundzusammensetzung als Schrott ausgewiesen, und trotzdem wird es gekauft.

    Genau so ist es. Dann kommt es auf den später erfolgenden Betrug (Umetikettierung, ...) auch nicht mehr an. Denn ob jemand Müll isst oder vergammelten Müll, der Unterschied ist nur marginal.

    Nun isst aber nun mal nicht jeder von Haus aus Müll. Es ist furchtbar dass überall da wo es etwas zu verdienen gibt, die Leute beschissen werden. Aber ändern lässt sich daran nun mal nichts.


    Gewinnmaximierung wo es geht.


    Was geht, bereite ich zuhause selbst zu, um wenigstens nichts aus Versehen Pferd in meiner Lasagne zu haben.

    Zitat

    Viel erschreckender finde ich, dass der meiste Schrott freiwillig gekauft wird. Er ist einwandfrei etikettiert und schon in der Grundzusammensetzung als Schrott ausgewiesen, und trotzdem wird es gekauft.

    Dann ist die Diskussion ja eh fürn Arsch wenn alles was man nicht mit eigenem Schweise angebaut hat von Haus aus Müll ist. Das mein natives Olivenöl verseucht ist, dass das Gemüse statt Bio vor Pestiziden nur so strotzt ist ja scheissegal. Weil jeder weiß: Gemüse ist schrott! Und wir essens. Punkt.


    Geile scheisse würd ich sagen.


    P.S.: Wie überlebst du eigentlich? Wenn man nur die Gartenerde vorm Haus futtert überlebt man imho nicht lange...