Erfahrungen bei Weizenverzicht

    Gibts hier Leute (nicht-Zölikakie), die mal mehr oder weniger komplett auf Weizen verzichtet haben und dabei Veränderungen/Verbesserungen festgestellt haben?


    Das ist ja so ein Thema.. die einen sagen "Weizen ist vom Teufel", andere sagen "alles quatsch", aber da ich ja bestimmte Beschwerden hab und der HNO-Arzt auch meint, Weizen ist da potenziell ein wichtiger Faktor, dachte ich, versuch ichs einfach mal, und habe das Gefühl, schon nach wenigen Tagen leichte Verbesserungen festzustellen. Insgesamt etwas fitter, Nase etwas freier und weniger Extrasystolen.


    Haben andere Leute da auch Erfahrungen mit?

  • 38 Antworten

    Du hattest ja mal die Sache mit den ganzen Hernien geschrieben, da erinnere ich mich auch dran. Wobei ich darm-mässig gar keine Symptome hab. Aber es gibt ja das sagenumwobene leaky gut syndrom (sagen einige) und angeblich hat Weizen damit viel zu tun. Wobei sich da allerdings nicht nach 3 Tagen eine verbesserung einstellen dürfte. sofern überhaupt existent.

    Ich fühle mich ohne Getreide leistungsfähiger und habe den Eindruck, dass Frühstückstoast und Pausenbrot mich müde machen.

    Sportlich bin ich ziemlich aktiv, vor allem im Sommer viel Radsport und Laufen, deswegen habe ich seit einigen Wochen mal ein Experiment gewagt und jegliches Getreide weggelassen, stattdessen Reis, Kartoffeln, Mais...


    Das mit den Extrasystolen würde ich tatsächlich bestätigen und meine Kondition hat sich erheblich verbessert. Ich werde künftig nicht strikt drauf verzichten, vor allem unterwegs habe ich keine Lust mich einzuschränken, aber im allgemeinen ist Getreide bei mir erstmal gestrichen.

    Ich merke dass ich ohne das Zeug eher etwas schlapper und gedämpfter von der Stimmung bin. Weizen aktiviert ja angeblich auch Dopamin und co. wer weiss ;-).


    Ich habs auch nicht komplett weggelassen, aber stark reduziert. Meine Regel ist, maximal 1x am Tag was mit Weizen, und das auch max. jeden 2ten Tag. Bisher bleibe ich aber auch da deutlich drunter.


    Bei mir waren da keine Unterschiede feststellbar. Dieses Leaky Cut hat ein Bekannter von mir gehabt. Schuld war aber nicht der Weizen, sondern viele Amalgamfüllungen, schlechte Ernährungslage, viele Vitamin- und Mineralstoffdefizite. Dieses Syndrom ist bei Behebung dieser Defizite und einiger Leberreinigungen (Amalgamentgiftungsmöglichkeit, auf eigene Verantwortung) verschwunden. Weizen kann er essen, macht er aber nur selten, halt auch eher Dinkel.

    Man kann sein Dopamin mit vielem befeuern, mit Süßem, mit Sex, mit Gedanken, mit einigen Nahrungsmitteln, mit Alkohol ect.

    An deiner Stelle würde ich es aber wirklich eine zeitlang testen, nur damit du die Sicherheit hast. Vielleicht fühlst du dich schlechter, wegen zuwenig Kohlenhydraten. Isst du evt. Hirse oder Buchweizen, diesen evt. auch gekeimt, am Tag.

    Ansonsten, wenn du wirklich darauf reagierst und du hier eine Abhängigkeit befürchtest, was ich wiederum sehr individuell sehe, dann kann das ja auch ein Grund sein, dass du jetzt auf Entzug bist. Aber das sind alles nur Vermutungen.

    Ich habe auch einmal eine Woche lang keine Kohlenhydrate und kein Fett gegessen. So eine Art Fasten. Hat beim ersten Mal meinem Körper gut getan, beim zweiten mal einige Jahre später überhaupt nicht. Niemand kann einem leider sagen, tue dies und es wird gerade dir jetzt helfen.

    Hm, also dass Amalgamfüllungen zum Leaky Gut Syndrom beitragen, halte ich für eine sehr gewagte These. Schon allein ob Amalgamfüllungen überhaupt irgendwie schädlich sind, ist ja schon sehr umstritten.


    Aber das ist ja auch das Problem - viele Thesen, einige plausibel, einige weniger, und wenig fundierte wissenschaftliche Untersuchungen dazu.

    Womit ersetzt du denn den Weizen?

    Vllt bist du nicht durch den Verzicht schlapper und müder sondern, weil du die Mahlzeiten unzureichend ersetzt. (10 Eier statt 4 Scheiben Toast mit Nutella macht eben nicht jeden glücklich.)

    Ich habe vor Jahren mal Weizen durch Roggen ersetzt. Reine Roggenbrote schmecken für mich abartig. Allein davon bekomme ich schon eine miese Tagesform, während ich Toast generell gerne esse.

    Ich denke, man muss schon essen, was einem schmeckt, wenn man möchte, dass man sich rundum wohl fühlt.

    Ich habe mal eine Zeit lang glutenfrei gegessen, weil ich Magen-Darm-Beschwerden hatte und das ein Versuch war, ob es an Weizen liegt. Allerdings habe ich überhaupt keinen Unterschied bemerkt.

    Tatsächlich ist der Auslöser für die Beschwerden eine Fruktoseintoleranz (die mich auch müde und schlapp macht bzw. gemacht hat) sowie eine exokrine Pankreasinsuffizienz. Weizen hat damit absolut nichts zu tun.

    Ich ernähre mich seit ein paar Jahren weizeneiweißfrei. Hatte vorher ganz oft unerklärliche (damals wenigstens ;-)) Verdauungsbeschwerden und Durchfälle. Hab ich als Reizdarm abgetan und damit gelebt. Seit ich Weizen komplett vermeide, sind auch meine Verdauungsbeschwerden wie weggeblasen :-).


    Vor drei Wochen war ich für ein paar Tage im Krankenhaus und dachte, die paar Tage werden schon nicht so tragisch sein, wenn ich zum Frühstück und Abendessen Weizenbrötchen esse. Das Ende vom Lied: Durchfall, der auch nach dem Krankenhaus noch drei, vier Tage anhielt, bis sich mein Darm wieder beruhigt hatte.

    Mein HNO-Arzt meinte auch, wenn man sich einmal vom Weizen entwöhnt hat, und dann wieder welchen futtert, gehts einem (verdauungsmässig) so richtig schlecht..


    Wie ist das eigentlich mit Kanne Brottrunk? Darf man den trotzdem trinken, wenn man auf Weizen verzichten will?

    Du kannst beim Kanne-Brottrunk lesen, wie viel Eiweiß enthalten ist. Ich glaube, das ist schwindend gering. Der Träger der Allergene ist das Eiweiß. Auch der Mensch kann selbst Lektine bilden.

    Was der HNO Arzt meint, stimmt dann, wenn die Allergie oder die Reaktion noch vorhanden ist. Ist sie weg, dann ist auch keine Reaktion im Verdauungstrakt mehr vorhanden.

    Ich finde es trotzdem nicht korrekt, so etwas zu behaupten, denn man kann auch aus versehen mal etwas essen, was Weizen enthält, und dann? Eine Bekannte von mir hat eine Fruktose-Intoleranz gehabt. Das hat sie sehr eingeschränkt. Sie hat hin und wieder aber trotzdem ein Stückchen Apfel gegessen. Nach ein paar Jahren hat sie wieder Fruktose essen können.

    Ich selbst habe dank der vergangenen Histaminintoleranz auch keinen Brottrunk trinken können, kein Sauerkraut essen können, kein Apfelessig, kein Brot, kein Käse ect. Kann ich aber wieder. Alles wird im Körper zu einem zerstörerischen Akt, wenn man es nicht abbauen kann.


    Es ist auch keine Schande wenn man Unverträglichkeiten hat, vielleicht ist es nur vorübergehend, vielleicht auf Dauer, vielleicht findet man die Ursache irgendwann heraus, vielleicht aber auch nie. Beim Weizen ist es kein Problem hier zu verzichten. Aber etwas zu verallgemeinern, was einigen Personen, die Chance auf eine Heilung bringen kann, das ist nicht nett, auch wenn derjenige ein Arzt ist, der so etwas sagt. Hätte ich auf die Ärzte immer gehört, die auch wirklich gute Arbeit leisten können, ohne Frage, dann wäre ich nie gesund geworden.

    Naja, dass Weizen Entzündungsprozesse im Körper auslöst bzw begünstigt, darf man wohl als Tatsache betrachten, die auch alle Leute betrifft. Und dass der auch bei nicht-Zöliakie-patienten den Darm schädigt (nicht per Gluten sondern mit anderen Proteinen) scheint zumindest nach Indizienlage auch festzustehen. Ein paar kleine Untersuchungen dazu gibts ja.


    Insofern sollte vermutlich jeder der an Histaminintoleranz leidet sowas mal 2-3 Monate durchziehen. Man hat ja auch nix zu verlieren dabei.

    Theniyn schrieb:

    Ich fühle mich ohne Getreide leistungsfähiger und habe den Eindruck, dass Frühstückstoast und Pausenbrot mich müde machen.

    Sportlich bin ich ziemlich aktiv, vor allem im Sommer viel Radsport und Laufen, deswegen habe ich seit einigen Wochen mal ein Experiment gewagt und jegliches Getreide weggelassen, stattdessen Reis, Kartoffeln, Mais...


    Das mit den Extrasystolen würde ich tatsächlich bestätigen und meine Kondition hat sich erheblich verbessert. Ich werde künftig nicht strikt drauf verzichten, vor allem unterwegs habe ich keine Lust mich einzuschränken, aber im allgemeinen ist Getreide bei mir erstmal gestrichen.

    Sie können auch im Internet recherchieren. Das wird dir auch sehr helfen.