Erfahrungen: Gesunde Ernährung ist gut, weil...

    Hallo ihr Lieben,


    Letztes Wochenende hatte ich eine Diskussion mit einem Bekannten zum Thema 'Gesunde Ernährung'. Er steht auf dem Standpunkt, er lebe nur einmal und wolle sich in der Ernährung nicht einschränken. Ich bin da absolut gegensätzlicher Meinung und halte gesunde Ernährung nicht für eine Einschränkung sondern befreiend, da sich seit meiner Ernährungsumstellung vor einem halben Jahr sooo viel geändert hat:


    Allergien sind besser geworden, einige ganz verschwunden


    Gewicht ist gesunken


    Blutdruck hat sich normalisiert


    Einhergehend damit hat sich auch das ganze Lebensgefühl sehr positiv entwickelt.


    Was sind eure Meinungen zum Thema 'gesunde Ernährung'?


    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?


    Ernährt ihr euch gesund? Oder würdet ihr gerne? Warum, warum nicht?


    Und wie streng seid ihr zu euch in Punkte Ernährung?


    Liebe Grüße Zimti

  • 79 Antworten

    Er hat ja recht - man lebt nur einmal. Das möchte ich allerdings möglichst lange und gut, was für mich mit der Ernährung stark zusammenspielt. Mein Körper kann nur von dem zehren, was ich ihm zuführe. Das musste ich allerdings auch erst für mich selbst feststellen.


    Ich hatte einmal einen Monat lang das Experiment durchgezogen, mich fern von weißem Zucker und sonstigen allzu zuckrigen Quellen fernzuhalten (ich liebe Schokoladiges, das war richtig furchtbar für mich). Das Ergebnis war, dass ich endlich einmal NICHT müde am Morgen war, zum ersten Mal in meinem gesamten Leben (habe üblicherweise einen sehr niedrigen Blutdruck).


    Endlich habe ich gemerkt, wie süß manche Dinge sind. Allein die Milch in meinem Kaffee war Süße genug, Zucker habe ich seither nie wieder hineingegeben.


    Mein Magen, der sich die ganze Prüfungszeit über nur noch aufgeregt hat, egal was ich gegessen habe, hat sich wieder komplett beruhigt. Dieses Problem hat erst zu dem Zucker-Experiment geführt. Auch der Hausarzt konnte mir nicht sagen, was mir fehle, also habe ich einfach das Ungesündeste gelassen, das ich esse - Zucker (NICHT andere Kohlenhydrate, wirklich nur zuckriges Zeug).


    Generell aber koche ich sehr viel, benötige nur wenig Fleisch in meiner Ernährung, verzichte darauf aber auch nicht. Ich esse selten auswärts und wenn dann nur bei Restaurants meines Vertrauens. Seit einer Weile habe ich wieder begonnen, Smoothies am Morgen und am Abend zu trinken, vor allem nach dem Sport. Ich trinke viel Tee und Wasser, Kaffee ab und zu und verzichte auf gekaufte Fruchtsäfte.


    Das gepaart mit paar Mal die Woche Sport (Basketball, etc) hat gereicht, dass:


    - mein Gewicht sich super eingependelt hat (paar mehr Muskeln hätte ich gern, aber das hat ja Zeit ;-))


    - meine Allergien langsam zurückgehen


    - ich mich viel vitaler fühle und viel mehr Energie habe - ich kann von morgens bis abends jeden Tag unterwegs sein


    - ich nicht mehr oft krank werde - mein Immunsystem hat sich wieder aufgerappelt


    - mein Kreislauf besser funktioniert (hatte früher oft Kreislaufprobleme, vor allem bei heißem Wetter)


    - Bewegung mir viel leichter fällt. Ich kann ohne Probleme 2h durchgehend Basketball spielen.


    - meine Haut viel besser geworden ist.


    Das alles kann ich mir bei schlechter Ernährung einfach nicht vorstellen. Ich war letzten Mittwoch auf einer Party und am Tag darauf hat meine Stauballergie so schlimm ausgeschlagen, dass ich den Rest des Tages nur noch geschlafen habe. Meine Haut war sofort trocken. Ich hatte kaum einen Kater, aber meinen Körper hatte es sichtlich geschwächt.

    @ Zimtrella:

    Guter Faden, sehr motivierend! :)^ Sag, wie ernährst du dich so?


    Grüße,


    Majora

    Ich bin sehr froh, dass ich die Dinge, die ich gern esse, auch vertrage (und außerdem froh bin ich, all die "gesunden" Sachen nicht zu vertragen. Das ist eine sehr bequeme Ausrede und Abgrenzung bei Missionierungsversuchen).


    Was ich witzig finde, ist, dass die Liste von Zimterellas Besserungen durch gesunde Ernährung deckungsgleich mit dem ist, was mir widerfahren ist, seitdem ich immer nur das esse, was ich mag. ;-D


    - Mein BMI steht nun endlich auf 20 (schade, dass es nicht weiter hochgehen mag)


    - Mein Blutdruck sackt mir nicht mehr ab


    - Ich habe viel seltener Verdauungsprobleme


    - und keine Kopfschmerzen mehr


    - Ich fühle mich superwohl

    @ :)

    Glaube ich bin zu blöd fürs Forum, aber ich hab jetzt nicht verstanden was mit "Gesunder Ernährung" gemeint ist. Ist ja mal echt ein dehnbarer Begriff... radikal und vegan, vegetarisch, durchgemixt ohne Entgleisungen, WW oder irgendqelche Ernährungsformen die dies und das begrüßen, Vollkorn, Rohkost... usw. usf.


    Ich vertrage nur begrenzt Milchprodukte ohne an "Verdaungsproblemen und vollgeblähten Bauch" zu leiden, naja ich verzichte nicht drauf, weil ich doch hier und da Joghurt mag, sowie Milch verwende.


    Also ich blick nicht ganz, was mit gesunder Ernährung gemeint ist.


    Außerdem komme ich mit manch angeblich zweifelsfrei gesunden Lebensmitteln nicht zurecht. Roher Sellerie zum Beispiel, erstickt mich fast.


    Überwiegend gesund? Radikal? Und wenn ja was zählt dazu?

    Ich finde übrigens Sushi recht gesund, zumindest die Varianten mit Reis, Gemüse und Noriblatt, auch Fisch und so. Aber es gibt auch genug Gegenstimmen... :-/


    Mein Chiliburger long vom BK ist sicherlich ungesund, aber meine schlechte Laune und Sehnsucht, als ich ein Jahr drauf verzichtet habe, war sicherlich nicht förderlich für mich. Zumindest ging es mir vorzüglich, als ich dann endlich reingebissen habe. :-q


    Mittlerweile halte ich den Begriff gesunde Ernährung als... etwas sehr formbares.

    Zitat

    ich hab jetzt nicht verstanden was mit "Gesunder Ernährung" gemeint ist

    Abwechslungsreich, frisch, selbst gekocht ohne Fertigprodukte, saisonales Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, mageres Fleisch, Milchprodukte, kein Industriezucker, keine Geschmacksverstärker.


    So ist doch weitläufig die Auffassung von gesunder Ernährung oder?

    Zitat

    ich hab jetzt nicht verstanden was mit "Gesunder Ernährung" gemeint ist

    Abwechslungsreich, frisch, selbst gekocht ohne Fertigprodukte, saisonales Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, mageres Fleisch, Milchprodukte, kein Industriezucker, keine Geschmacksverstärker.


    So ist doch weitläufig die Auffassung von gesunder Ernährung oder?

    Also auf Zucker verzichten würde ich wirklich gerne mal ABER ich liiiiebe Eis und backe auch seeeehr gerne (und esse das natürlich dann auch gerne) und da hätte ich glaub ein ziemliches Problem mit ":/ Wie habt ihr das gelöst? Und habt ihr auch Sachen weggelassen, in dene Zucker drin war (zum Beispiel Wurst oder Apfelschorle) oder eben "nur" Cola und Süßis?

    Hm... bei den Milchprodukten, Vollkornbrot und Fleisch bin ich gestolpert; ob nicht saisonales wirklich ungesund ist und nicht eher Umwelt bzgl "ungesund"?


    Bananen zum Beispiel sind ja wohl nie saisonal und Bananen sind toll.

    Ich seh das so wie Cleo und deshalb hatte ich auch gefragt...unter "gesunder Ernährung" kann jeder etwas sehr unterschiedliches verstehen.

    Zitat

    Abwechslungsreich, frisch, selbst gekocht ohne Fertigprodukte, saisonales Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, mageres Fleisch, Milchprodukte, kein Industriezucker, keine Geschmacksverstärker.

    Okay, das ist schon eine gute Basis, aber ich würde da zum Beispiel für meine Auffassung einer gesunden Ernährung die Vollkornprodukte rausnehmen. Fleisch muss auch nicht zwangsläufig mager sein und in Deiner Aufzählung fehlen mir gesunde Fette, die imho einen extrem wichtigen Anteil an einer gesunden Ernährung ausmachen...

    Jaaa, Bananen sind gesund, würde aber mit saisonal kollidieren. Und gibt noch viel anderes was hier nicht entstehen kann. Zum Beispiel. Egal wie man es dreht und wendet, gesunde Ernährung ist eigentlich nicht starr :-/


    Sehr individuell. Und deswegen würde mich interessieren, was da gemeint ist.

    Definiert ja jeder auch für sich etwas anders.


    Z.B. ist für mich eine Banane eher schneller Energielieferant, aber so gesund dass ich davon drei am Tag esse, eher nicht ;-) Da wäre Obst mit weniger Fruchtzucker in meinen Augen besser. Trotzdem natürlich gesünder als eine Tafel Schokolade ;-)


    Ich achte zwar sehr auf meine Ernährung, diskutier' da aber im Freundes-/Bekanntenkreis nicht mehr drüber und versuche auch niemanden von irgendetwas zu überzeugen.


    Jeder versteht etwas anderes, verträgt unterschiedliche Sachen, legt andere Prioritäten....für mich muss es gut in den Alltag passen und es darf kein "Müll" dabei sein.

    "Gesund" und "ungesund" sind doch auch sehr eine Sache der Weltanschauung, oder? Es gibt von nur ganz wenigen Inhaltsstoffen evidenzbasierte Daten, die eine Auswirkung auf gesundheitliche Parameter langfristig (!) untermauern.


    - Salz gehört vermutlich dazu; zwar nur kaum bzgl. des Blutdrucks, wohl aber bzgl. der Alterung der Blutgefässe, die wiederum stark auf die geistigen Fähigkeiten beeinflussen.


    - Von Cholesterin glaube man dies lange, beweisen liess es nicht nie. Inzwischen wird eher das Gegenteil vermutet. Nur ca. 10 % lassen sich über die Ernährung steuern, der Rest ist Veranlagung. Insgesamt spielt der Cholesterinspiegel kaum eine Rolle für die meisten der früher damit in Verbindung gebrachten Krankheiten.


    - Die Anhänger von den Sonderkostformen (vegan, frutarisch, paleo) reklamieren jeweils für sich, dass sich gewisse Parameter (Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin) zum "besseren" verändern. Eine Veränderung ist in der Tat auch messbar, aber nur eine Zeit lang, dann pendeln sich auch wieder ein neues Gleichgewicht ein bzw. es erfolgt eine Rückkehr zum alten Niveau. Vermutlich basiert die Erstabnahme durch ein Verlust an etwas Körpergewicht und damit Reduktion mancher Entzündungswerte. Insgesamt sind die Kostformen aber so grundlegend verschieden, dass es an der Nahrung an sich wenig liegen kann. Interessant ist aber, dass die Auswirkungen so ähnlich sind.


    - Früher gab es schon Experimente (auch recht lange) mit Vollwertkost, Rohkost etc. Die Erkenntnisse entsprachen in etwa den der obigen "Sonderkostformen".


    - Das Darmmilieu rückt (wieder) stärker in den Fokus der Betrachtung. Früher war der Magen-Darmtrakt nur als "Schlauch" betrachtet worden. Inzwischen setzt sich vermehrt die Erkenntis durch, dass die Darmflora eben sehr viel beeinflusst.


    Vermutlich hilft eine entspannte und ausgewogene Lebensweise doch am ehesten. Alles in Massen und so, dass der Körper nicht offensichtlich rückmeldet, dass es ihm nicht bekommt. Manchen bekommt Zucker eben wohl schlecht (siehe Erstellerin des Threads), andere sehr gut. Meist findet man doch selber heraus, was man mag und was nicht und selten bekommt einem das, was man nicht mag auch gut. Vertraut euch doch bitte auch etwas selber bzw. eurem Bauch.


    Viel Spass beim Essen, Geniessen und Ausprobieren.

    hmh.... wenn ich mal überlege wie ich mich zu Zeiten meiner Ehe ernährt habe - viel frittiertes, kaum frisches, fast nur fertigzeugs und Fixprodukte, raue Mengen, ganz viel Süßigkeiten, viel Fleisch-


    und wie ich mich mittlerweile ernähre -selten frittiertes, gar keine Fix-Produkte, viel Obst und Gemüse, oft Rohkost, weniger Fleisch-


    dann muss ich ganz klar sagen, dass ich mich so viel, viel besser fühle. Klar ich könnte noch so einiges ändern, aber dann würde es mir für meinen ganz persönlichen Geschmack zu radikal werden, für mich hat Essen vor allem was mit Genuss zu tun ich esse gerne und mir schmeckt auch sehr vieles.


    Früher hatte ich starke Verdauungsprobleme, leicht erhöhten Blutdruck, war kurzatmig, total unfit, war ständig müde und natürlich auch übergewichtig. Meine gesamte Lebensweise war so wie meine Ernährung: faul, ungesund, unbefriedigend.


    So, wie es jetzt ist, geht es mir viel besser. Ich hab keine Verdauungsprobleme mehr, mein Blutdruck ist leicht zu niedrig, bin fitter. Und ich esse mittlerweile so gerne Rohkost; mir fehlt richtig was, wenn ich mal einen Tag nicht meine Portion rohes Gemüse bekomme ;-)

    StatusQuoVadis

    Zitat

    Was isst Du denn jetzt und was verstehst Du unter "gesunder" Ernährung, die Du nicht vertragen hattest?

    Jetzt esse ich sehr abwechslungsreich, immer nach Lust und Laune. Da hat der frische Döner genausoviel Platz wie selbstgekochte Bolognese - allerdings nur dann, wenn ich die Sauce nicht überdosiere. Naturjoghurt esse ich gern, Brot und Brötchen, Geflügelwurst, Frischkäse, Eier und so was alles. Und ich gönne mir öfter mal was, Eis oder Pizza, Pommes oder Kinderriegel. Obst und Vollkorn esse ich gar nicht mehr, Gemüse nur zu anderen Sachen (Bolognese, Rosmarinkartoffeln mit Blumenkohl etc).


    Eben das: Obst, Gemüse, Vollkorn verstehe ich unter "gesunder" Ernährung. Ich setze das bewusst in Anführungszeichen, weil ich sehr einschränkende Darmprobleme hatte, die ich nach über einem halben Jahr dieser Ernährung nicht mehr mit Umstellungsschwierigkeiten wegerklären konnte. Nun, vielleicht war das psychisch, weil mir das Essen nicht mehr schmecken wollte, aber was es auch ist, mein Leben war echt beschissen. :-)

    Zitat

    was verstehst Du unter "gesunder" Ernährung

    solange ich mirs irgendwie halbwegs leisten kann, möchte ich versuchen, zumindest Obst und Gemüse hauptsächlich in Bio-Qualität zu kaufen.


    Gibt natürlich nicht immer alles bio, aber grad die angegebenen Bananen sind gar nicht so arg teuer in bio.


    Ausserdem mach ich mir lieber selber ein Risotto als irgendwo schnell mir im Vorbeigehen was zu kaufen (was essbares jetzt).