• Ernährung nach Schaub

    Hallo liebe Forum Teilnehmer, ich bin seit ein paar Jahren bekennender Schaubbefürworter. [...] Vor allem keine Früchte u. Gemüse nach 14 Uhr. Getreide, Milch Joghurt, Teigwaren sind nicht erlaubt, kein Brot, kein Reis, kein Müsli. Die Ernährung wird von der Wissenschaft abgelehnt. Diese rät zu 5xtgl Gemüse/Früchte - wer kann so essen? Ich habe auf…
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    bei Schaub wird kein Obst weggelassen (es sollte kein saueres Obst sein, u. im alkalischen Bereich liegen.

    was soll Obst sein, dass im alkalischen Bereich liegt? Fast alle Obstsorten verfügen über (eher schwache) Fruchtsäuren- im Übrigen interessiert es meinen Magen eher weniger, wieviel Fruchtsäure ich verspeise- der ist so schon hinreichend mit Salzsäure (Magensäure) voll. Wasserstoffionen, die das Saure ausmachen, können über den Stoffwechsel auf vielfältige Art neutralisiert werden.


    Viele Probleme bei der Ernährung beginnen mit Einseitigkeit und wenig Vielfalt der Nährstoffe.


    Und auf ein Zuviel an Fruchtsäuren, z.B. bei unreifen oder wirklich übermäßig viel Obst, reagiert unser Körper mit Erbrechen oder noch mehr mit Durchfall- dann verliert unsere Verdauung die Lust. Da ist unser Verdauungsapparat wirklich ziemlich flexibel. Nur bei fehlenden essentiellen Nahrungsbestandteilen (Vitamine, Mineralien, Proteine, Fette) kann der Körper selbst nichts machen. Auch auf übermäßige Kalorienzufuhr reagiert unser Körper in der Regel mit Abspeichern in Form von Körperfett.

    Zitat

    bei Schaub wird kein Obst weggelassen (es sollte kein saueres Obst sein, u. im alkalischen Bereich liegen.

    Gut, das war etwas ungenau ausgedrückt. Es soll aber nur extrem wenig Obst gegessen werden (1/2 Apfel oder so) oder aber Obst in z.B. Beerenform. Beides ist bei Fruktose-Unverträglichkeit gut bekömmlich - das weiß ich aus Erfahrung.

    Wandervogel: Sorry noch für meine obige Reaktion. Bin auch nicht raus, hast du ja gemerkt. ;-)


    Schaub kommt mir (ein bisschen ähnlich wie früher mal die Schnitzer-Kost,kennst du die?) ziemlich kompliziert vor. Aber wer es durchziehen kann, und sei es über eine begrenzte Zeit, und wenn es gut tut - warum nicht?

    Schnitzer und z. B. Waerland - das waren auch Menschen, die "Nahrung als Medizin" auf ihre Fahnen geschrieben hatten, und sie haben sehr spezielle Pläne aufgestellt. (Nimms mir nicht übel, aber die sind ganz schön umfangreich und stehen bestimmt besser im Web, als ich es hier auflisten könnte.)


    Dann noch Hay, der die Trennkost (die ursprünglich ja mal Hay'sche Trennkost hieß) erfand und damit tatsächlich seine eigene, schwere Krankheit überwand.


    Und heute gibts wieder eine Menge andere, die auf ihre Art der Ernährung schwören, aber ich mag halt das Missionieren nicht so besonders, wenn es dahin ausartet. Alle diese Spezialpläne haben nämlich eines gemeinsam: Sie sind kaum auf Dauer (zumindest nicht ohne Rückfälle) durchzuhalten. Als Kurform machen sie bestimmt manchmal Sinn, ebenso wie Fasten oder Rohkost oder andere Extremformen, immer da, wo sie hinpassen.


    Was man ausprobieren möchte, kommt sicherlich drauf an, wie krank ein Magen- und Darmtrakt oder andere Organe sind. Früher haben verzweifelte Menschen viel eher über die Ernährung versucht, ihre Beschwerden zu eliminieren, heute schluckt man meist lieber Medikamente.

    Zitat

    Und heute gibts wieder eine Menge andere, die auf ihre Art der Ernährung schwören, aber ich mag halt das Missionieren nicht so besonders, wenn es dahin ausartet. Alle diese Spezialpläne haben nämlich eines gemeinsam: Sie sind kaum auf Dauer

    genau, schau dir nurmal die "modischen Mängel" bei den Mineralstoffen an:


    Zuerst war es Magnesium, hat sich ne Zeitlang gehalten, von wegen Wadenkrämpfe etc.


    Dann war es wieder Calcium, Osteoporose blabla


    Es musste dann etwas exotischer werden, Molybdän hörte sich gut an, ebenso wie Selen.


    Kein Mensch hat je betont, daß es bei ausgewogenr Ernährung bei uns praktisch NIE zu Mangelerscheinungen kommt und unsere Ernährung führt auch seltenst dazu. Irgendwie müssen ja die Nahrungsergänzungsmittel auch eine Markt bekommen.

    Danke Audrey Tattoo für dieInfo Schnitzerkost,


    ich habe nur kurz einen Link gelesen im Internet. Meines Erachtens assen die sehr viel Getreide.


    Ich finde, das einfache selbstgekochte ist noch am Besten u. man weiss was drin ist. Die ganzen Konservierungs/Zusatzstoffe in unseren Nahrungsmitteln machen uns meiner Erachtens krank u. Dick. Dazu noch die mangelnde Bewegung. Um so Fertigmischungen haltbar zu machen, werden jede Menge Zusatzstoffe beigemischt. In unserer momentan Zeit wird alles durcheinandergemischelt - wie soll das unser Darm verarbeiten können?


    Wenn ich auf einer Lebensmittelpackung eine lange Liste sehe, mit allen möglichen Zusatzstoffen, wie E-Nummern, Ascorbinsäure, Glutamat usw. u. wie sie alle heissen, dann kaufe ich das Lebensmittel nicht. Sorry, aber missionieren tue ich deshalb nicht.

    Zitat

    Ich finde, das einfache selbstgekochte ist noch am Besten u. man weiss was drin ist

    Nicht wirklich. Du weißt oft nicht, wie die Pflanzen behandelt wurden- welche Nährstoffe und welche Pestizide, Fungizide, Herbizide, Insektizide sie abbekommen haben.Lediglich bei Bioprodukten ist die Wahrscheinlichkeit höher, von den genannten Giften weniger betroffen zu sein (da die Pflanzen nicht isoliert leben kann man auch bei Bioprodukten nicht ausschließen).

    Zitat

    Die ganzen Konservierungs/Zusatzstoffe in unseren Nahrungsmitteln machen uns meiner Erachtens krank u. Dick

    Es gibt hinreichend viele Nahrungsmittel im Handel, die ohne Konservierungs-/Zusatzstoffe auskommen (sofern man Essig und Zucker z.B. nicht als Konserveirungsstoff bezeichnet).

    Zitat

    Wenn ich auf einer Lebensmittelpackung eine lange Liste sehe, mit allen möglichen Zusatzstoffen, wie E-Nummern, Ascorbinsäure, Glutamat

    Dort wo ich meistens einkaufe, steht soetwas auf den Nahrungsmitteln nicht drauf und ist soetwas nicht drin.


    Letztenendes sind die Zusatzstoffe oft Maßnahmen, um Lebensmittel billig produzieren und lange lagern zu können. Es geht dabei nicht unbedingt darum, sie schmackhafter oder gesunder zu bekommen.


    Ernährung ist genaugenommen ziemlich einfach: sie sollte einfach vielfältig und nicht im Übermaß sein.

    Zitat:

    Zitat

    Selber kochen


    Nicht wirklich. Du weißt oft nicht, wie die Pflanzen behandelt wurden- welche Nährstoffe und welche Pestizide, Fungizide, Herbizide, Insektizide sie abbekommen haben.Lediglich bei Bioprodukten ist die Wahrscheinlichkeit höher, von den genannten Giften weniger betroffen zu sein (da die Pflanzen nicht isoliert leben kann man auch bei Bioprodukten nicht ausschließen).


    nenne mir deine Quelle, wo du einkaufst u. in welchen Nahrungsmitteln keine Zusatzstoffe drin sind.


    Was du im eigenen Garten anbaust u. erntest ist doch bio?


    Ich sehe in den Läden fast nur Nahrungsmittel mit Zusatzstoffen!!


    Wo kaufst du ein?

    Zitat

    Selber kochen


    Nicht wirklich. Du weißt oft nicht, wie die Pflanzen behandelt wurden- welche Nährstoffe und welche Pestizide, Fungizide, Herbizide, Insektizide sie abbekommen haben.Lediglich bei Bioprodukten ist die Wahrscheinlichkeit höher, von den genannten Giften weniger betroffen zu sein (da die Pflanzen nicht isoliert leben kann man auch bei Bioprodukten nicht ausschließen).


    nenne mir deine Quelle, wo du einkaufst u. in welchen Nahrungsmitteln keine Zusatzstoffe drin sind.

    http://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/erkrankungen/diagnose-orthorexie-die-ernaehrungsfanatiker-3092022.html


    http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/orthorexie-wenn-gesunde-ernaehrung-zum-zwang-wird-a-986974.html

    Zitieren geht übrigens so: Das zu Zitierende muß in die > Klammern<. Oder du kopierst den Beitrag erst rein, markierst es und drückst dann auf Zitat.


    Vielleicht solltest du dich auch mal etwas mit Biochemie beschäftigen, damit du weißt, was im Körper so vor sich geht.


    Ascorbinsäure ist dasselbe wie Vitamin C, Glutaminsäure (Glutamat ist das Salz dazu) ist eine Aminosäure, zu der dein Körpereiweiß aus einem Drittel besteht, also im Kilobereich.

    Hallo Dante, die Meinungen von den Fachpersonen sind vielfältig,- es gibt viele Links im Internet, die nicht übereinstimmen, was eine gesunde Ernährung ist. Ich verlasse mich auf meinen gesunden Menschenverstand u. auf das was mir gut tut u. hilfreich für mich ist.


    Danke für die Info cirmezz, betreff Glutamat, bzw. Ascorbinsäure. Du weisst es ja bestens.


    Den Hinweis ZITAT usw. fand ich hilfreich.

    Zitat

    http://www.theeuropean.de/heinrich-schmitz/9023-die-maer-vom-gesunden-menschenverstand


    Gesunder Menschenverstand

    ist auch so eine Sache, auf jeden Fall meist das Gegenteil von sachdienlich. Ansonsten bei Biochemiefragen gerne zu mir per PN, habe es aber nicht studiert, mehr so Autodidakt. ??Habe ein aussortiertes Buch "Chemie für Mediziner" einfach aus Interesse komplett durchgelesen?? :-o