Ernährung ohne Gluten, Zucker, Milchprodukte, Fleisch

    Bin mal am überlegen, das auszuprobieren.. Ernährung ohne


    - glutenhaltiges Getreide

    - Zucker (abgesehen von natürlich vorkommendem)

    - Milchprodukten

    - Fleisch/Fisch (aus ethischen Gründen)


    aber was bleibt dann noch?


    Kartoffeln, Reis, Pseudonudeln (aus Reis, Mais, Linsen etc)

    alle Arten Gemüse

    Hüselnfrüchte

    Salat

    Tofu

    Kokosmilch


    Fragen an die Community:


    1. hält man das mental durch oder macht einen die Monotonie wahnsinnig ;-)

    2. was gibts denn da sonst noch so, was ich vergessen habe in meiner Liste?

    3. Muss man auf Dauer mit Mangelerscheinungen rechnen?

  • 16 Antworten

    Was ist deine Motivation? Hast du eine Glutenunverträglichkeit? Isst du noch Eier? Wenn nein, dann könnte es zumindest zu Vitamin B-Mangelerscheinungen kommen. Wenn du Fisch wegläßt, solltest du zumindest Algenöl essen (Leinöl alleine reicht nicht als Ersatz).


    Es gibt so viele Kohlsorten die du essen kannst. Ich denke schon das du das durchhälst. Da du auch den Zucker wegläßt gehe ich davon aus, dass es dir (auch) um Gewicht/Kalorien geht. Meiner Meinung solltest du dann auch so Konsequent sein und Mehl-Produkte insgesamt in Frage stellen. Jeden Tag große Mengen Nudeln zu essen ist auch nicht gesund da das ja nur leere Kalorien sind.


    Mach dich mal drüber schlau, wo überall ungesättigte Fettsäuren sind. All solche Sachen sind wichtig und sehe ich noch nicht so richtig in deiner Auflistung.

    Wenn es keine medizinische Indikation gibt (z.B. eine Glutenunverträglichkeit oder eine Laktoseintoleranz), wüsste ich nicht, wozu das in dieser Radikalität zwingend notwendig ist. Du erwähnst ja selbst schon deine Sorge vor Monotonie. Mangelerscheinungen gibt es dann, wenn du das Ganze auch noch einseitig betreibst, da könntest du z.B. Probleme mit Calcium und Vit B.12 bekommen.


    Was deiner Auflistung ergänzt werden kann:

    Mandel- oder Kokosjoghurt (Mandel find ich persönlich eklig, Kokos hingegen lecker)

    Hirse und Quinoa

    Tempeh

    alle Sorten Obst

    Motivation.. hm, keine konkreten Unverträglichkeiten (ausser Birkenpollen Kreuzallergie gegen frisches Obst und Gemüse, was das natürlich etwas schwieriger macht).


    Aber Fleisch finde ich letztlich ethisch wirklich problematisch, Fisch auch.


    Ansonsten fühle ich mich aber einfach oft nicht so wohl.. leichte Histaminprobleme, oft sehr müde, schlapp. Von daher wäre eine radikale Ernährung dieser Art zumindest mal nen Versuch wert, denk ich.

    Wenn du dich schlapp fühlst: Das kann auch an Schilddrüsenproblemen oder Mangelerscheinungen (Vitamine etc.) legen. Bevor ich an deiner Stelle dann eine radikale Ernährungsumstellung mache, würde ich mich durchchecken lassen. Nicht, dass dadurch bereits latent bestehende Probleme noch verstärkt werden.

    Anregungen kannst du im Internet über das Schlagwort Vollwertkost finden. Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Allerdings solltest du dich zunächst ausführlich damit beschäftigen, damit es nicht zu einem Nährstoffmangel kommt.

    Ich esse kaum Getreide. Wenn, dann glutunfreie Haferflocken. Heinrichknäcke ist mein liebster Brotersatz.


    Ich liebe Tempeh als Beilage. Mache ich inzwischen selbst, dazu brauchts nur die Pilzkulturen, kann man kaufen.


    Ohne Zucker, kein Problem, wegen Diabetes verzichte ich eh.


    Fleischersatz: kann ich nicht mit dienen, ich mag Fleisch, was wäre mein Leben ohne Serranoschinken.... Und auf Fisch mag ich auch nicht verzichten. Hole gleich wieder welchen frisch vom Markt.


    Und einen Latte ohne Milch möchte ich auch nicht.


    Da mögen sicherlich Veganer ihre Beiträge zu posten.

    Hallo rr2017,


    das was du vor hast ist ja vegane Ernährung. Und für Veganer ist es wichtig genug Vitamin B12 zu bekommen. D.h. das würde ich auf jeden Fall substituieren.


    Ich hab's auch mal eine Zeit lang probiert. Ich hatte zwei Probleme. Der Rest der Familie hat nicht mitgemacht. D.h. im Kühlschrank und auf dem Mittagstisch gab's auch immer die Sachen, die ich nicht essen wollte.


    Wenn man begeisteter Koch und experimentierfreudig ist und genügend Zeit hat, wird einem die Sache sicherlich nicht langweilig. Es gibt genügend und tolle Rezepte. Ich koche nicht gerne. Drum habe ich oft halt "gevespert" und das wurde mir dann in der Tat zu monoton.


    Mangelerscheinung hatte ich sicherlich keine, da ich eh regelmäßig ein Multivitamin-Präparat zu mir nehme. Ich weiß, die DGE und wer weiß noch wer warnen oft vor der Einnahme solcher Präparate und halten es im günstigsten Falle für Geldverschwendung. Meine Erfahrungen sind jedoch anders. Die Kunst bei der Nahrungsergänzung ist es einen Hersteller zu finden, der die Vitamine aus Gemüse und Obst extrahiert und nicht in der Retorte herstellt. Und die Dosierung eben moderat ist.


    Wenn ich mir im normalen Supermarkt, Drogeriemarkt etc. ein Einzelpräparat kaufe, also z.B. eines wo nur Vitamin E drin ist, dann kommt das Produkt meist aus der Retorte und ist oft sehr hoch dosiert.


    Es gibt auf YouTube einen Ingenieur, der zwei Videos über Nahrungsergänzung gemacht hat. Also ich bin nicht mit allem einverstanden, was der sagt. Er unterscheidet eben auch nicht die Quellen, also natürlich oder Retorte. Aber generell ist es trotzdem interessant zu hören, was der zu dem Thema sagt. "horst lüning nahrungsergänzung". Ich bin mit dem Mann weder verschwägert noch verwandt oder habe ansonsten eine Beziehung zu ihm.

    Danke für alle Beiträge. Nüsse gehen allergiebedingt auch nicht (Erdnüsse allerdings schon, aber das sind ja eigentlich Erbsen ;-) ).


    Hm, anscheinend ist "gar kein Fleisch" dann doch eher das Problem wenn Käse, Quark und co. auch entfallen. Also vor allem wichtig ist mir "Kein Gluten" und "keine Milchprodukte". Fleisch ist ja nur der ethische Aspekt, Schweinefleisch ist auch ziemlich schlecht (stark entzündungsfördernd), aber Rind und Geflügel sind ok. Also vielleicht statt "kein Fleisch" eher "wenig Fleisch" und das dann halbwegs ethisch ok nur vom Bio Hofladen?

    Ich bin ja eher der Ansicht, dass viele der Verdauungsprobleme eher weniger von der Grundnahrung her abhängen, sondern von der Art der modernen Aufbereitung herrühren.


    Es gibt Leute die essen z.B. jahrelang, einfach beruflich bedingt, in Kantinen. Man denkt dann alles super, immer frisch gekocht und gesund. Aber von wegen. Gerade dort wird auch sehr oft mit den modern Mitteln wie Geschmacksverstärker (u.a. Glutamat) etc. gekocht.


    Dann hängt die Ernährung und das Wohlbefinden sehr oft vom Mikrobiom im Darm ab. Es soll laut Wissenschaft drei verschiedene Sorten geben. Die einen brauchen eher Kohlenhydrate, andere eher Eiweiß und die dritte Gruppe eher Fett. D.h. man sollte also zuerst mal herausfinden zu welcher Gruppe man gehört.


    Wenn ein Mensch z.B. ein Eiweiß-Typ ist und will zum Veganer mutieren, dann wird es sehr schwierig für ihn. Oder umgekehrt ein Kohlehydrat-Typ hört was von der Paleo-Diät und meint er müßte das leben. Auch für den wird's schwierig.


    D.h. nur weil manche berichten, dass sie eine bestimmte Ernährungsweise einhalten und die ganz super für sie ist, heißt das noch lange nicht, dass diese Ernährungsweise jetzt allen anderen auch gut tut.


    Außerdem bin ich auch der Meinung, dass man sich sein Mikrobiom durch eine falsche Ernährung auch "versaubeuteln" kann und die Probleme dann daher rühren. Und der Wiederaufbau eine gesunden Mikrobioms ist nicht leicht.


    (Wobei das Mikrobiom auch immer dann leidet, wenn Antibiotika ins Spiel kommt. Antibiotikum = gegen das Leben. Wobei ich nicht sagen möchte, dass, wenn ein Arzt sagt, dass bei einer entsprechenden schweren Krankheit ein Antibiotikum einsetzen möchte, das man das dann ablehnen soll.)


    Ich hatte schon erhebliche Verdauungsprobleme und mein erster Rat lautet: Hände weg von Zucker, Zuckerersatzstoffen und den ganzen modernen Mitteln der Ernährungsindustrie, also alles was irgendwie ein E... hat. Und auch bitte beim Brot bedenken, dass es dort viele Stoffe gibt, die nicht deklariert werden müssen.


    Und bei Fleisch und Wurst darauf achten, dass man Produkte z.B. von Demeter und Bioland kauft. Die zwei und vielleicht auch noch andere Verbände haben strenge Regeln während das EU-Bio doch schon eine ziemliche Verwässerung darstellt. In der herkömmlichen Tiermast kommt auch wieder sehr viel Antibiotika zum Einsatz.


    Und was uns Menschen vielleicht auch nicht gut tut, sind die vielen Pestizide und deren Abbauprodukte. Ich glaube wir suchen viel zu oft die Ursache beim eigentlichen Lebensmittel, aber viel zu wenig beim Drumherum.

    Ja da hast Du Recht, wobei es hier sowieso quasi immer selber gekocht gibt. "Keine Konservierungsstoffe/Ferttiggerichte/etc" ist eh klar.


    Sowas wie low carb habe ich auch überhaupt nicht vor. Aber die mögliche Schädlichkeit von glutenhaltigem Getreide finde ich plausibel, bei Zucker ist es ja nicht mehr umstritten.


    Und Milchprodukte gelten nunmal auch als stark entzündungsfördernd und daher wegzulassen.