es gibt keine Argumente für Fleisch - na und?

    vorhin gab es hier einen inzwischen gelöschten Thread über einen Veganer-Beitrag. Darin wurden Leute auf der Straße gefragt, ob sie Argumente für (ihren) Fleischkonsum haben. Gezeigt wurden nur Leute, die dumme oder gar keine Argumente hatten. Der Beitrag versuchte zu zeigen, dass es keine Argumente für das Essen von Fleisch gäbe. So weit, so gut. Aber da habe ich mir die Frage gestellt: braucht es denn überhaupt Argumente dafür? Ich finde nicht. Für mich ist Fleisch essen etwas, was nicht begründet werden muss. Es schmeckt halt. Ich muss mein Steak ebenso wenig begründen wie ich Gründe nennen muss, um Kartoffelsalat zu essen.


    wer fragt "welche Argumente sprechen eigentlich dafür?" geht von einer falschen Annahme aus, nämlich dass Fleischkonsum nur ok wäre, wenn es begründbar wäre. Da es für die Notwendigkeit keine Gründe gibt, denken diese Leute, sie hätten die Diskussion gewonnen. Aber diese Annahme selbst ist nicht begründet. Zumindest wird sie im Beitrag nicht begründet und ich sehe auch sonst keine überzeugenden Argumente dafür, dass Fleisch per se schlecht wäre.


    Fleisch essen ist eben selbstverständlich und begründet sich aus sich selbst - eben weil es schmeckt. Solange keine stichhaltigen Argumente dagegen gebracht werden, ist das auch völlig ausreichend. Und so denken wohl auch die Befragten, die keine Argumente für Fleisch haben. Da freuen sich Veganer und denken "ha, die haben keine Argumente". Problem ist: die Befragten essen trotzdem Fleisch. Das ist doch für veganer eigentlich der worst case: die Leute haben nicht nur keine Argumente - sie brauchen überhaupt keine! Das heißt es gibt bei diesen Leute gar keine Diskussionsgrundlage, an der Veganer ansetzen könnten.


    Natürlich war es nicht Absicht des Beitrages, zu zeigen, dass es keine Argumente dafür gibt. Das ist ja, wie gesagt, allen bekannt. Aber der Beitrag möchte den Leuten diesen Gedanken unterjubeln, dass man Gründe bräuchte. Wenn man Leuten eine Frage stellt, reagieren die meisten Leute leider unreflektiert und denken sofort über eine Antwort nach, anstatt die Frage selbst zu hinterfragen. Genau das macht Fangfragen zu so mächtigen Werkzeugen der Manipulation.


    Ein paar Gründe gibt es dann doch noch. Nicht, dass es zwingend welche bräuchte, aber...


    - es ist leichter, sich ausgewogen zu ernähren, wegen Eiweiß, Vitamin B12 usw. Man könnte natürlich den Aufwand betreiben, um sich auch vegan ausgewogen zu ernähren. Ich will aber nicht. Abgesehen davon, dass vegane Ernährung bei Babys und Kleinkindern nicht nachgewiesenermaßen unbedenklich ist.


    - wegen der Umwelt. Ohne Fleischkonsum würden Weiden im Gebirge ungenutzt verrotten, während für Gemüse mehr Felder bewirtschaftet werden müssten. Außerdem ist Gemüse klimaschädlicher vom Transport her. Ein ganzer Salatkopf ist so energiereich wie eine Scheibe Speck, ist aber viel größer und wiegt mehr.

  • 778 Antworten
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    Ich persönlich esse gerne ein gutes Steak und auch sonstige tierische Produkte und darauf möchte ich auch nicht verzichten. Das ist aber kein Argument für billige Massenware. Wenn man auf gewisse Dinge wie Herkunft, Haltung, Verarbeitung, etc. achtet habe ich persönlich überhaupt kein Problem mit der Nutztierethik und mir schmeckt's auch.

    Naja, ich sehe es eigentlich eher so, dass in dem Video einfach mal die Rollen umgedreht wurden.


    Normalerweise ist es doch so, dass sich die Veganer und Vegetarier ständig erklären müssen, so erlebe ich das zumindest.


    Ok, hier in Bayern ist das vielleicht noch schlimmer als anderswo, aber spätestens wenn ältere Leute mit am Tisch sind, finde ich dieses Nachfragen und Belehren der Veganer und Vegetarier immer extrem nervig. Oder dass man begründen muss, dass man eben nicht ins Lokal xy gehen kann, weil dann manche Leute nichts zu essen bekommen und das ein No-Go in meinen Augen ist.


    Ich bin übrigens jeamnd der gerne auch mal Fleisch ist, allein schon weil ich wegen meiner ganzen Unverträglichkeiten ja gar nichts merh essen könnte, wenn ich mich vegetarisch oder vegan ernähren würde.

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    Oh je. Jetzt kommen die Veganer und Vegetarier wieder aus ihren Löchern. So eine Diskussion führt hier vermutlich zu gar nix. Ich persönlich brauche auch keine Argumente dafür. Ich mag Fleisch, ich esse es gerne, dieses 'Fleischkonsum tötet Tiere' ist mir ziemlich schnurz. Ja, ich habe all die Schockvideos gesehen über Massentierhaltug und ich verurteile sowas, aber ich höre dafür trotzdem nicht auf Fleisch zu essen. Allerdings achte ich darauf, wo ich mein Fleisch bekomme. Supermarktfleisch gibt es bei mir nicht. Ich kenne den Bauern von dem unser Metzger sein Fleisch bezieht und das ist mir wichtig. Ich weiß, wie der seine Kühe und Schweine hält und dass die Tiere ordentlich versorgt werden bis sie in die Wurst kommen.

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