Ich glaube, von der Evolution, dass wir keine Fleischfresser sind, aber die Tatsache, wie wir Fleisch essen, und auch manche Milchprodukte, deutet darauf hin, dass wir eher früher mal uns gelegentlich, wenns grad sonst nix vernünftiges gegeben hat, als Aasfresser durchs Leben geschlagen haben.


    Beispielsweise muss Rindfleich lange abgelegen sein, wochenlang, und Wild muss lange abhängen, bevor es überhaupt geniessbar ist.


    Salami hat Edelschimmel und Käse (und damit Milch) schmeckt als Schimmelkäse auch gut.


    Verschimmeltes Fleisch ist eine Delikatesse, wie man bei dry aged beef sieht, die dicken Schimmelschichten werden vor dem Grillen abgekratzt.


    Überhaupt wage ich zu behaupten, dass wir uns entwickelt haben, weil wir auch vergammelte Sachen gut vertragen, vergorene und saure Milch, vergorene Früchte (Alkohol), sauer gewordene Alkoholika (Essig), es gibt auch Delikatessen wie vergorenen und eingegrabenen Fisch, lange eingegrabene Eier, auch die diversen Trockenfrüchte sind ja vergammelte Früchte.


    Der Eiswein, die Trockenbeerenaulese, alles aus verschimmelten Trauben.


    Quargel, Parmesan...........stinkt ja auch furchtbar. Schmeckt aber lecker..........

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    Ich glaube, von der Evolution, dass wir keine Fleischfresser sind, aber die Tatsache, wie wir Fleisch essen, und auch manche Milchprodukte, deutet darauf hin, dass wir eher früher mal uns gelegentlich, wenns grad sonst nix vernünftiges gegeben hat, als Aasfresser durchs Leben geschlagen haben.

    Unsere Zähne sprechen da irgendwie für etwas anderes. Unsere Vorfahren haben scharfe Eck- und Schneidezähne sicher nicht zum perforieren von Blättern, Grashalmen und Früchten gebraucht. Wir sind lupenreine Allesesser, und die Evolution braucht eine gewisse Zeit, um dem Körper die entsprechenden Werkzeuge und Verdauungsorgane zu geben.


    Zum Thema, ich finds ja in solchen Fäden immer witzig, dass Fleischessern immer Mord angelastet wird. Wer als Vegetarier/Veganer meint, für ihn seien noch keine Tiere zu Schaden oder umgekommen, ist aber gewaltig auf dem Holzweg. Manche mögen so vorbildlich sein, und sich komplett vom kleinen, gemütlichen Biobauernhof zu ernähren, für eine breite Masse ist das nicht zu schaffen, vieles wird aus konventioneller Landwirtschaft bezogen und da gehts auch rauh zu auf dem Acker. Zugegeben, da werden vielleicht keine Tiere in Massenhaltung gequält, aber was da im Stillen verendet, ist oft genug genau so herzzerreißend. Auch als Kollateralschaden umgekommene Lebewesen sind tot....

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    Zum Thema, ich finds ja in solchen Fäden immer witzig, dass Fleischessern immer Mord angelastet wird. Wer als Vegetarier/Veganer meint, für ihn seien noch keine Tiere zu Schaden oder umgekommen, ist aber gewaltig auf dem Holzweg.

    Und weil man es nicht komplett verhindern kann, spielt es eh keine Rolle?


    Was haben die Fleischesser nur immer mit ihrem Gebiss? Haben die Angst, dass ihnen die Reißzähne ausfallen, wenn sie Gemüse essen?

    @ Tarias

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    Zum Thema, ich finds ja in solchen Fäden immer witzig, dass Fleischessern immer Mord angelastet wird. Wer als Vegetarier/Veganer meint, für ihn seien noch keine Tiere zu Schaden oder umgekommen, ist aber gewaltig auf dem Holzweg. Manche mögen so vorbildlich sein, und sich komplett vom kleinen, gemütlichen Biobauernhof zu ernähren, für eine breite Masse ist das nicht zu schaffen, vieles wird aus konventioneller Landwirtschaft bezogen und da gehts auch rauh zu auf dem Acker. Zugegeben, da werden vielleicht keine Tiere in Massenhaltung gequält, aber was da im Stillen verendet, ist oft genug genau so herzzerreißend. Auch als Kollateralschaden umgekommene Lebewesen sind tot....

    Mal davon abgesehen, dass du ein im Glashaus sitzender Steinewerfer bist, der allen Ernstes direkte Schäden mit vergleichsweise marginalen Kollateralschäden aufzuwiegen versucht, gilt auch hier wieder: Tierhaltung zwecks Fleischerzeugung verbraucht bedeutend mehr Pflanzen als direkte pflanzliche Ernährung.


    Diskutieren bringt nichts bei euren stumpfsinnigen Argumenten, also lasst es doch einfach und zieht euer Ding durch - es redet euch da keiner rein, ich schon gar nicht.


    Viele kritischer würde ich diese aufwändig produzierten Fleischimitatprodukte für Vegetarier und Veganer sehen, denn das ist wirklich ein Bärendienst an der Umwelt. Wirklich viele konsumieren das allerdings auch nicht.

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    Mal davon abgesehen, dass du ein im Glashaus sitzender Steinewerfer bist, der allen Ernstes direkte Schäden mit vergleichsweise marginalen Kollateralschäden aufzuwiegen versucht, gilt auch hier wieder: Tierhaltung zwecks Fleischerzeugung verbraucht bedeutend mehr Pflanzen als direkte pflanzliche Ernährung.

    Es geht - glaube ich - nur darum, dass sich Vegetarier oder Veganer nicht einbilden sollen, besser zu sein, weil auch sie der Natur Schaden zufügen. Da ist der Denkfehler: es mag Veganer/Vegetarier geben, die denken, sie sind was Besseres. Aber oft ist das nur ein unbegründeter Vorwurf von Fleischessern, die glauben angegriffen zu werden und sich deshalb verteidigen müssen.

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    Fleisch ist Geschmack! Veganes Essen schmeckt auch sehr gut, wenn es entsprechend zubereitet ist, aber es gibt verdammt nochmal absolut nichts, was an den Geschmack eines bspw. Rindersteaks rankommt, da kann man den Sojabratling wenden, wie man möchte.

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    Du hast verdammt noch ;-) mal offenbar noch nicht allzu weit über deinen begrenzten Tellerrand geschaut. Ich habe schon 35 Euro-Steaks gegessen (wohlgemerkt nur das Fleisch), ich weiß ganz genau wie gut ein Steak sein kann oder ein wirklich edles Stück Thunfisch oder Lachs. Und genau diese Geschmacksexplosioin aus Fett, Bissfestigkeit und Zartheit, vielfältigen Gewürzen usw. gibt es auch ohne Fleisch. Iss mal statt einem wirklich guten 20 Euro-Steak in einem wirklich guten Restaurant vegetarisch. Natürlich ist nur ein Steak ein Steak, aber es gibt andere Geschmäcker die auf ihre andere Art genauso gut sind. Ich empfehle einen teuren Inder, Ceylonesen o.ä., um mal auszuloten was vegetarisch so alles geht...

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    Und schonwieder einer, der versucht zu belehren, zu bekehren, zu missionieren! Was ist daran nicht zu verstehen, wenn ich für mich sage, ich zitiere mich mal selbst: "aber es gibt verdammt nochmal absolut nichts, was an den Geschmack eines bspw. Rindersteaks rankommt"? Und woher willst du wissen, dass ich nicht bereits in sehr guten, veganen Restaurants essen war? Berlin ist voll davon. Und ich habe auch nicht gesagt, das vegan garnicht schmeckt, es schmeckt sogar sehr gut. Aber ein ordentliches Stück Fleisch schmeckt mir nunmal eben besser! Trotzdem muss ich es nicht ständig und tagtäglich verzehren!

    Du musst Dich für Deinen Vegetarismus (oder Veganismus?) ständig rechtfertigen?


    Ich hab Dir da mal was kopiert. Da greifst Du einen User, der ein Steak rein geschmacklich als das Nonplusultra angibt, schon auf recht belehrend an. Und das rechtfertigst Du dann, weil er nur Geschmack und nicht mein Geschmack geschrieben hat? Und daraus leitest Du dann angebliche Allgemeingültigkeit ab? Geschmack kann doch per se nicht allgemein gültig sein! Sonst hätten Aussagen wie "ist eben Geschmacksache" oder "Geschmäcker sind verschieden"


    gar keine Aussage. Haben sie aber. Es ist also logisch, dass er nur von sich gesprochen haben kann.


    Bis dorthin gab es definitiv keinen Angriff auf Eure Lebensweise, war also völlig unnötig! Oder anders gesagt: DU hast den Ton verschärft!




    Auch sonst habe ich, hier im Faden, eher den Eindruck, dass man sich als Omnivore hier schon häufig rechtfertigen muss. Eine solche Aufforderung an Vegetarier hingegen ist mir nicht bewusst.

    @ Tarias

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    Und Sprüche dieser Art befeuern den Glaubenskrieg jedesmal, und keine Seite ist da einen Deut besser als die andere. Keine.

    Das stellst du jetzt so dar, aber deine Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage. Erkläre uns doch mal bitte, inwieweit bereits stattgefundene Evolution eine Bedeutung dafür hat, wie man sich ernährt. Verkümmert dann das Gehirn oder verändert sich das Erbgut des Einzelnen oder wie stellst du dir das genau vor? In der menschlichen Zivilisation findet sowieso keine wesentliche natürliche Selektion mehr statt, weshalb Evolution hauptsächlich nur noch intellektuell erfolgt und das aufgrund der Errungenschaften einzelner herausragender Individuen. Damit sind biologistische Ansätze auch reichlich unerheblich.

    Zitat

    Auch sonst habe ich, hier im Faden, eher den Eindruck, dass man sich als Omnivore hier schon häufig rechtfertigen muss. Eine solche Aufforderung an Vegetarier hingegen ist mir nicht bewusst.

    Mir geht's genau andersherum. Wahrscheinlich achtet jeder nur auf die Argumente, die gegen einen sprechen.


    Aber egal ob Veganer oder Fleischesser - ich erwarte von einem intelligenten Menschen, dass es ihm nicht einfach "schnurz" ist, ob ein Tier getötet wird oder der Natur Schaden zugefügt wird. Und ich erwarte, dass ein intelligenter Mensch sein Verhalten nicht einfach damit begründet, dass es schon immer so gemacht wurde und deshalb ja nicht falsch sein kann.

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    Und ich erwarte, dass ein intelligenter Mensch sein Verhalten nicht einfach damit begründet, dass es schon immer so gemacht wurde und deshalb ja nicht falsch sein kann.

    Richtig.

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    Viele kritischer würde ich diese aufwändig produzierten Fleischimitatprodukte für Vegetarier und Veganer sehen, denn das ist wirklich ein Bärendienst an der Umwelt. Wirklich viele konsumieren das allerdings auch nicht.

    Selbst diese haben häufig einen deutlich kleineren CO2 Verbrauch als Fleisch. Vor allem Produkte aus Tofu sind deutlich umweltschonender.