Gewichtszunahme trotz strenger, histaminarmer Diät - wie ist das möglich?

    Hallo! Wie der Titel schon sagt, bin ich etwas verwirrt was meine ganze Ernährung und meinen Körper betrifft - nein, ich bin nicht im Wechsel 😁 (bin 36 Jahre alt).

    Ich muss zur Zeit eine ziemlich strikte Ernährungsweise einhalten, da ich anscheinend eine Histamin-Unverträglickeit habe. Das ist ziemlich grausam, da ich leidenschaftlich gerne Esse. Gott sei Dank mache ich auch gerne Sport 😁. Seit diese Ernährungsumstellung, in Zuge derer sich mein täglches Kalorien-Income doch um einiges verringert hat, ist das, was die Verwirrung bei mir verursacht, eingetreten: ich nehme zu! inzwischen schon 3-4 kg und das macht mich gelinde gesagt total wahnsinnig. Aus Angst „Opfer“ des Jojoeffekt zu werden, habe ich mein Sportpensum verringert (ich muss im Zuge der histaminarmen Diät sehr genau Tagebuch führen, drum weiß recht genau wie viel Kalorien ich esse usw.) - dennoch sind es jetzt in ca. 3-4 Wochen um ca. 3-4 kg mehr geworden. Das ist 1 kg pro Woche und das macht mich wirklich komplett fertig 😞.

    Was mache ich denn jetzt? Auf Kohlehydrate kann ich unmöglich verzichten, da mir außer Gurken und Frischkäse kaum was zum Essen übrig bleibt (ich muss zur Zeit noch sehr strikt quasi nur Kartoffeln und Reis essen). Mehr Sport machen ist vermutlich auch nicht sinnvoll, Stichwort Jojo. Weniger Sport? Ich mache täglich ca. eine Stunde Ausdauer, kombiniert mit Krafttraining (letzteres 2-3 mal pro Woche). Jetzt machenich 5-6 mal pro Woche 30-40 Minuten Ausdauer (und gleich viel Krafttraining).


    Ich fühle mich überhaupt nicht mehr wohl, kann diese Erfahrung wer teilen? :-/

  • 23 Antworten

    du isst weniger und du machst sport. also würd ich mal behaupten, fettabbau, muskelaufbau.

    falls du in ein studio gehst, kannst du doch immer mal zwischendurch dein körperfett messen lassen

    siehst du denn dicker aus, oder machst du das nur von der waage abhängig?

    ps ich wiege mich normalerweise fast nie, weil ich mein gewicht seit jahren einfach halte. aber in letzter zeit haben die hosen auf ein mal gekniffen, dann hab ich mal nen messband um meine hüften gehalten und um doppelt sicher zu gehen habe ich mich auf die wasge gestellt. tendenz steigend.

    ich nehme derzeit in etwa 1500-1700 (an schlechten tagen auchg mal 1200, aber nicht sehr oft) kalorien zu mir. davor waren es ca. 200-500 kalorien mehr pro tag. so pi mal daumen.


    woher soll das wasser kommen und wohin geht es und wann? 😬


    ich esse ja viel weniger obst, das wasser beinhaltet. ":/

  • Elisada

    Hat den Titel des Themas von „Alles durcheinander“ zu „Gewichtszunahme trotz strenger, histaminarmer Diät - wie ist das möglich?“ geändert.

    Bist du Vegetarierin?

    Manche Menschen lagern Wasser ein wenn sie viele Kohlenhydrate essen. Ich vertrag grosse Nudelportionen und Brot auch eher schlecht.

    Wie lange musst du die Diät noch machen. Bei gesicherter Diagnose kannst du ja durchaus weitere Lebensmittel hinzufügen.

    eigentlich bin ich keine vegetarierin. seit einem halben jahr aber habe ich freiwillig sehr wenig bzw fast gar kein fleisch mer gegessen, weil jeder versuch in schcrecklichen symptomen geendet hat.


    diese diätform muss ich noch ca. 2-4 wochen weiterführen. dansch kann ich schrittweise (sehr langsam) austesten, was geht und was nicht. grundnahrungsmittel werden aber vermutlich auf immer kohlehydrate a la kartoffeln, reis und brot bleiben, da das einfach am ungefährlichsten ist. alleine schon tagsüber bleibt mir nicht viel anderes als brot übrig, da ich in der arbeit keine kochgelwgenheit habe und vorkochen und einen tag später essen geht wegen histaminbildung auch nicht. 🙄

    Also ich hab auch eine HIT und kann nur selbstgemachtes oder hefefreies Brot essen. Ich esse nun auch eher Eiweissbrot weil es besser sättigt und weniger KH hat.

    Wirklich jetzt noch 4 Wochen?

    Zum "entgiften" reichen meist 1-2 Wochen und dann beginne ich mit ganz histaminarmen Lebensmitteln.

    Als Sättigungsbeilage greife ich eher zu Käse (Mozzarella geht gut). Verschiedene Gemüsesorten gehen auch wenn man mal den Pegel bisschen runtergefahren hat.


    Wie stark waren deine Symptome? Was konntest du zuvor noch essen?


    Mit Fleisch komm ich eigentlich gut zurecht (besser als Brot mit Hefe) aber natürlich muss es frisch sein. Also nicht unbedingt im Restaurant oder erwärmtes.

    Hast du dir die Lebensmittelliste im libase Forum schon besorgt? Ich hab statt nur die "Donts" immer zu sehen mir nur "grüne" Lebensmittel rausgefiltert und mir daraus eine Einkaufsliste für die Geldbörse gemacht. So kann ich rasch aus Fleisch/Fisch/Gemüse/Obst/Milchprodukte eine Mahlzeit zusammenstellen.

    Zitat

    Wirklich jetzt noch 4 Wochen?

    Zum "entgiften" reichen meist 1-2 Wochen und dann beginne ich mit ganz histaminarmen Lebensmitteln.

    ich denke schon, ich habe nach einer woche schon "was probiert" und das hat eine sofortige verschlechterung erwirkt.


    Zitat

    Wie stark waren deine Symptome? Was konntest du zuvor noch essen?

    das ist immer relativ ... es hat ganz schleichend angefangen, vor 1-2 jahren damit, dass ich bemerkt habe, ich habe nach dem essen immer einen sehr aufgeblähten bauch. hab mir nicht viel dabei gedacht, einfach das ich mit dem älter werden vielleciht nicht mehr so gut alles vertrage. das ist immer massiver geworden, so dass ich abends eigentlich nach einem abendessen nicht mehr das haus verlassen habe, weil ich derartige bauchkrämpfe hatte, gepaart mit blähungen und übelkeit. im zweifelsfall habe ich abends einfach nichts mehr gegessen (macht auch wenig spaß).

    vor einem halben jahr ist es dann soweit gekommen, dass ich fast täglich durchfall hatte, in der früh ist die zeit immer länger geworden, die ich gebraucht habe, um das haus verlassen zu können. termine außerhalb (beruflich) oder ganz früh waren die hölle für mich.

    dann ist noch dazugekommen, dass ich alle paar wochen wirklich UNFASSBAR starke magenkrämpfe habe, so was habe ich in meinem ganzen leben noch nie erlebt. das war so schrecklich, allein das ich die nicht mehr habe, bin ich extrem dankbar. als ich die hatte, war ich kaum ansprechbar.

    was ich gar nicht dem thema zugeordnet hatte, was aber schlagartig besser wurde mit der auslassdiät, waren sachen wie das ich wirklich extrem oft kopfschmerzen hatte (tw. 2-3 mal pro woche, und das mehrmals im monat), als auch nach dem mittagessen halb ins koma zu fallen (müdigkeit, blähbauch, bauchschmerzen).


    Zitat

    Mit Fleisch komm ich eigentlich gut zurecht (besser als Brot mit Hefe) aber natürlich muss es frisch sein. Also nicht unbedingt im Restaurant oder erwärmtes.

    fleisch habe ich als allererstes weggelassen, weil ich danach vor schmerzen echt am boden gelegen bin. und das hat lange angedauert, wirklich besser ist es mir dann erst 2 tage später wieder gegangen (also den gesamtumständen entsprechend).

    ich verzichte darauf lieber ganz, als das risiko einzugehen, kein frisches fleisch zu bekommen. auch nicht im lokal – wie kann mir garantiert werden, dass ich mein metzger kein abgelegenes sondern wirklich frisches fleisch bekomme?! ne ne, da ist mir das risiko zu hoch, diese bauchkrämpfe wünsche ich meinem ärgsten feind nicht :-D


    Zitat

    Hast du dir die Lebensmittelliste im libase Forum schon besorgt?

    nope, kann zwar die seite, aber nicht die liste finden.

    ich gehe nach dieser liste: https://www.mastzellaktivierun…E_alphabetisch_mitKat.pdf

    ist von dieser seite: https://www.histaminintoleranz.ch/de/einleitung.html

    (hat mir auch die ärztin empfohlen).


    @:)

    Die Liste müsste im Bereich HIT oben angepinnt sein.

    Es ist ein Excel und daher super zum selber sortieren.


    Wie hast du denn vorher so gegessen? Was waren die schlimmsten Auslöser?

    Bei mir begann es in der Pubertät mit chinesischem Essen.

    Dann so kurz vor den 20ern gingen Rotwein und Sekt nimmer. Später auch Bier. Ich dachte bis Mitte 20er dass ich Alkohol nicht vertrage. Aber dann begann es auch mit Lebensmitteln. Erst so extreme Dinge wie Heringsalat (da dämmerte es mir dann) und später auch Früchte, Tomaten, Hefe und auch Kosmetika.

    Ich hab es aber dann mit histaminarmer Ernährung so hinbekommen dass mir mein Körper kleine Fehltritte auch nichtmehr so übel nahm. Mit Daosin konnt ich sogar hin und wieder was Trinken gehen.

    Ich hab auch nicht auf alle Dinge gleich reagiert. Also zb nicht frisches oder aufgetautes Fleisch im Lokal führte zu Darmkrämpfen und Durchfall. Zitrusfrüchte führen zu Hautausschlag und Juckreiz. Nüsse vermehrt zu Kopfweh und angeschwollenen Nasenschleimhäuten.


    Vielleicht erkennst du auch irgendwann Muster darin.

    Hast Du eine HIT oder "anscheinend" eine HIT? Das Problem ist, dass in Deutschland diese Unverträglichkeiten regelrecht Mode geworden sind - dazu gibt es Studien und die Leute machen dann irgendwelche ungesunden Diäten. Oft steckt dann Stress, Reizdarm, entzündliche Schleimhäute o.ä. dahinter und dann geht damit eigentlich gar nicht auf die Grunderkrankung ein.


    HIT äußert sich vor allem auch in allergischen Reaktionen. Blähbauch oder Magenkrämpfe können alles und nichts sein. Hatte das auch über Jahre und irgendwie legte sich das. Hatte dann auch das ganze Thema durch HIT, Gluten, bla ... ich esse heute sehr, sehr viel frisch. Und wenn HIT hat, sollte man das machen. Alles frisch essen, nix was irgendwie gelagert oder konserviert wurde, kein Fertigzeugs, keine Räucherware. Und mit Gemüse kann man auch wunderbar abnehmen ...

    Und übrigens, die Hautreaktionen bei Nüssen, Tomaten, Möhren, Früchten o.ä. sind Kreuzallergien, das hat mit HIT nichts zu tun. HIT ist ja eigentlich ein Mangel an Enzymen, die Histamin abbauen, keine Intoleranz. Gibts als Daosin, is aber sehr teuer für den Normalgebrauch.

    Ich bin nicht die TE, möchte aber sagen ich habe keinerlei Allergien.

    Es ist "nur" eine HIT und Nüsse, Tomaten, Zitrusfrüchte haben nunmal viel Histamin.

    Hat man zuwenige Enzyme baut der Körper das Histamin zu langsam ab. Deswegen führen die Lebensmittel, oder auch Medikamente zu den Symptomen.

    Das stimmt schon. Histamin ist ein Entzündungsbotenstoff, der von den Mastzellen ausgeschüttet wird. Bei einer Allergie sind die Mastzellen instabil und geben Histamin auch bei ungefährlichen Stoffen frei. Symptomatisch kommt das auf das gleiche hinaus - in beiden Fällen befindet sich zu viel Histamin im Körper.

    _nemesis schrieb:

    HIT äußert sich vor allem auch in allergischen Reaktionen.

    So kenne ich das auch. Ich habe selbst eine Histaminunverträglichkeit. Eine Auslassdiät wie bei dir Autumn Rhythm war allerdings nie erforderlich, weil meine Reaktionen auf viele Lebensmittel sehr eindeutig waren. Dazu kam der ein oder andere unfreiwillige "Selbstversuch", der mich immer eines Besseren belehrt hat, wenn ich dachte, dass diese oder jene Mahlzeit schon gut gehen würde.


    Ein bisschen ist es auch Heute noch "try & error" bei manchen Mahlzeiten, aber man entwickelt ja irgendwann ein Körpergespür dafür und außerdem helfen Antihistaminika mir persönlich sehr gut. Blöd finde ich, dass ich leider absolut kein Gerstenmalz vertrage, auch nicht mit Antihistaminika.


    Hast du so uneindeutige Beschwerden oder einen Verdacht auf mehrere verschiedene Lebensmittelunverträglichkeiten, dass du diese strikte Auslassdiät durchführen musst?


    Wenn du dich derzeit sehr kohlenhydratreich ernährst, könnte das Mehrgewicht auch durch Wasser kommen. Kohlenhydrate binden Wasser im Körper. Manche Menschen kommen auch nicht gut mit viel Brot klar. Mir geht es z. B. auch besser, wenn ich eher sporadisch Brot esse statt täglich.


    Falls du auch noch weitere Unverträglichkeiten haben solltest, können auch daher Wassereinlagerungen kommen.