Haferflocken verusachen bei mir Sodbrennen und Durchfall - Warum??!

    Hallo,


    im Rahmen meiner Selbstquarantäne für die kommenden Wochen habe ich mich auch mit Haferflocken eingedeckt, weil gesund, billig und sättigend. Auch meine Erinnerungen an Haferflocken sind nicht die schlechtesten, als Kind habe ich sie des öfteren mit Milch oder Joghurt gegessen.


    Seitdem aber sind sie bei mir aber für ca. 25 Jahre aus dem Blick und vom Menüplan gerutscht, bis eben dieser Coronamist ausgebrochen ist.


    Jedenfalls habe ich mich vor ein paar Tagen an die erste meiner gehamsterten Packungen gemacht und täglich als Test eine Schüssel ohne alles und nur mit Wasser gegessen. Die Erfahrung war nicht gerade das erwartete. Ich bekam davon heftiges Sodbrennen, Bauchkrämpfe und Durchfall.


    Aufgrund der Symptome nach der ersten Schüssel habe ich im Netz herumgesucht, ob das bei Haferflocken vorkommen kann und ob manche sensibel darauf reagieren. Zu meiner Überraschung musste ich dann aber feststellen, dass Haferflocken gut sein sollen gegen meine Symptome.


    Habe das dann abgelegt unter "Anpassungsprobleme des Darms", die sich bestimmt schnell wieder legen. Jedenfalls habe ich am nächsten Tag eine weitere Schüssel gegessen und bekam wieder die selben Probleme: Sodbrennen, Krämpfe, Sturzstuhl.


    Und dann nochmal zwei Tage das selbe mit dem selben Ergebnis und jetzt ist die erste Packung (von zehn) leer.


    Die große Frage ist, ob sich das wirklich legen wird oder ob Haferflocken tatsächlich auch das Gegenteil einer erwiesenen Gesundheitswirkung auslösen können und warum dem so ist.


    Als Kind hatte ich keine Probleme mit dem (oder anderem) Getrede und ich kann mir kaum vorstellen, dass Haferflocken ohne andere Sensibilitäten in dieser Richtung dauerhaft so große Verträglichkeitsprobleme hervorrufen. Denn ansonsten müsste ich auch bei jedem Müsliriegel Durchfall bekommen, was aber nicht der Fall ist.


    Würde mich freuen, wenn jemand mehr weiß zum Thema - oder ob ich mich nochmal in den Virendschungel werfen muss, damit ich nicht hungern muss in den kommenden drei Wochen. (Keine Sorge, habe noch andere Nahrungsmittel gebunkert. Allerdings wollte ich mit Haferflocken eine Mahlzeit am Tag abdecken.. grmpf!)


    Danke&Grüsse!

  • 22 Antworten

    Haferflocken haben tatsächlich eine leicht abführende Wirkung, und werden deshalb auch bei Verstopfung empfohlen.

    Als Baby und Kleinkind hab ich von Haferbrei auch manchmal Durchfall und Blähungen bekommen. Deshalb hat meine Mutter die Haferflocken dann manchmal durch Gerstenflocken ersetzt, die wirken nicht abführend und sind auch gehaltvoll und sättigend.

    Aber natürlich auch teurer und weniger verbreitet, ich sehr Gerstenflocken eigentlich nur bei Edeka im Bioregal, oder im Biomarkt...

    Hirseflocken oder Dinkelflocken kann ich Dir da auch empfehlen, davon hatte ich noch nie Blähungen....

    Aber Sodbrennen nach Haferflocken, das habe ich noch nie gehört. ":/

    Höchstens wenn man da noch Zucker oder Honig drantut, aber das hast Du ja nicht gemacht, ist schon seltsam...

    Kriegst Du auch bei manchen anderen Lebensmitteln öfter Sodbrennen?

    Klingt schon ein wenig, als hättest du deine Ernährung gerade etwas zu krass umgestellt.

    Nur Haferflocken und Wasser? Sonst nichts?

    Das klingt ein bisschen nach Wasser und Brot. Was nicht nur aus Kostengründen in Gefängnissen so gehandhabt wurde, sondern auch weil es so einseitig ist, dass unser Verdauungssystem damit nicht gut zurecht kommt.

    Ich mein, du hast quasi Ballaststoffe mit Kohlenhydraten gegessen. Einfach so und in großer Menge kann das mit den natürlichen Hefen gut gären.

    Getreide und Wasser, das älteste Rezept für Bier.

    Mehl und Wasser und Zeit, das älteste Rezept für Brot. 8-(

    Außerdem sind Hafer-und andere Getreideflocken sehr viel bekömmlicher, wenn man sie in warmer(!) Milch, Wasser, Buttermilch oder anderer Flüssigkeit zubereitet und sie eine Zeit lang aufquellen läßt. Oder sogar kurz aufkocht.

    Und vor allem, wenn man es nicht gewöhnt ist: nicht zuviel auf einmal davon essen, sondern erstmal mit 2-3 Esslöffeln anfangen.

    Hast Du die Haferflocken mit kaltem Wasser gegessen?

    Da würde mein Magen und Darm wohl auch heftig protestieren...

    plappistino schrieb:

    Und dann nochmal zwei Tage das selbe mit dem selben Ergebnis und jetzt ist die erste Packung (von zehn) leer.

    d.h. du hast in vier tagen eine ganze packung haferfocken gegessen? normalerweise sind die ja in 1kg packungen. eine "übliche" portion sind sowas 5-6 esslöffel (50-60 gramm) auf 200-300ml flüssigkeit.

    du hast es bestimmt nicht entsprechend quellen lassen und nicht genügend flüssigkeit genommen. dann quillt es natürlich im magen auf.

    Aedgiva schrieb:

    Hirseflocken oder Dinkelflocken kann ich Dir da auch empfehlen, davon hatte ich noch nie Blähungen....

    Danke für die Empfehlung, aber das wird wohl eher nichts für die kommenden paar Wochen. Wollte meine Ernährung allerdings nicht grundsätzlich auf Getreide umstellen. Das war lediglich mein Plan A für haltbare Sachen für die Zeit der Apokalypse da draußen...

    Aedgiva schrieb:

    Kriegst Du auch bei manchen anderen Lebensmitteln öfter Sodbrennen

    Nein, davon bin ich zum allergrößten Teil verschont.


    Rebecca schrieb:

    Klingt schon ein wenig, als hättest du deine Ernährung gerade etwas zu krass umgestellt.

    Nur Haferflocken und Wasser? Sonst nichts?

    Nein, das nicht. Der Rest war normal. Ich hatte lediglich jeden Tag zum Frühstück eine Schüssel mit 125g Haferflocken anstelle der üblichen Brötchen.

    Rebecca schrieb:

    Einfach so und in großer Menge kann das mit den natürlichen Hefen gut gären.

    Getreide und Wasser, das älteste Rezept für Bier.

    Das ist allerdings wahr. So hatte ich das nicht bedacht. Aber geht das so schnell? Kaum eine Stunde nach dem Frühstück saß ich genauso lange auf der Toilette.


    Aedgiva schrieb:

    nicht zuviel auf einmal davon essen, sondern erstmal mit 2-3 Esslöffeln anfangen.

    Hast Du die Haferflocken mit kaltem Wasser gegessen?

    Da würde mein Magen und Darm wohl auch heftig protestieren...


    hm... war Leitungswasser, also circa 20° warm oder kalt, je nachdem wie man das sieht. Vielleicht sollte ich das nächste Mal wärmeres Wasser nehmen - wobei ich mir nicht sicher bin, ob es ein nächstes Mal geben sollte...


    kA wie viele Esslöffel 125g sind, aber das war in etwa die Menge pro Frühstück.


    lonalao schrieb:

    d.h. du hast in vier tagen eine ganze packung haferfocken gegessen? normalerweise sind die ja in 1kg packungen. eine "übliche" portion sind sowas 5-6 esslöffel (50-60 gramm) auf 200-300ml flüssigkeit.

    du hast es bestimmt nicht entsprechend quellen lassen und nicht genügend flüssigkeit genommen. dann quillt es natürlich im magen auf.

    Nicht ganz. Die Packungsgröße ist 500g, dh. es waren pro Mahlzeit 125g und damit nichts weit jenseitiges.


    Das mit dem Quellen war mir nicht klar. Danke für den Hinweis, eventuell sollte ich das berücksichtigen.


    Also auf zu Packung 2. Wünscht mir Glück!

    plappistino schrieb:

    Nicht ganz. Die Packungsgröße ist 500g, dh. es waren pro Mahlzeit 125g und damit nichts weit jenseitiges.

    naja, wenn man bedenkt, daß man die haferflocken in ~ der vierfachen menge wasser zubereitet, also du auf die 125g flocken einen halben liter wasser tun müsstest, damit sie entsprechend quellen können, hättest du dann entsprechend eine 625g portion brei, das find ich schon sehr viel.

    außerdem dauert das quellen bei kaltem oder lauwarmen wasser lange- deshalb kocht man sie normalerweise, es sei denn man hat bereits extra vorgekochte und getrocknete haferflocken, wie sie im "fertig- porrige" drin sind, die ziehen dann schneller.

    Hefen vermehren sich am besten lauwarm, also bei 28 bis 32 Grad.

    Warmes Wasser macht es also nicht unbedingt besser.


    Ja, das kann so schnell gehen, besonders wenn man bedenkt dass wir natürlicherweise Hefe im Magen haben.

    Warum Wasser und nicht Milch?

    Oder ein Teil davon Milch?

    Bisschen Obst rein, Nüsse, Sesam. Dann hast du auch gleich etwas Eiweiß, fett und Vitamine drin.

    plappistino schrieb:

    Das mit dem Quellen war mir nicht klar. Danke für den Hinweis, eventuell sollte ich das berücksichtigen.

    was hast du denn überhaupt für flocken? "richtige" haferflocken oder kleinblatt/ zartschmelzend o.ä.?

    die richtigen haferflocken werden aus ganzen körnern hergestellt, brauchen mehrere stunden zum quellen (am besten übernacht) oder werden eben gekocht. sie nehmen die vierfache menge an flüssigkeit auf.

    Die Menschen auf dem Land haben früher Haferflocken mit Wasser aufgekocht, etwas abkühlen lassen, und dann Milch drüber.

    Für Veganer, die können ja auch Sojamilch oder sowas nehmen.

    Das ist m.E. immer noch das verträglichste Rezept, vor allem für „ganze“ Haferflocken.

    Kleinblättrig und Zartblatt braucht nicht unbedingt aufgekocht werden, aber quellen lassen sollte man sie besser auch.

    Und dazu vielleicht noch ein paar Nußstücke, Leinsamen, Sesam o.ä. und vielleicht etwas kleingeschnittenes Obst.

    Ich mache mir immer Sonntags eine Mischung der trockenen Zutaten für die Woche fertig. Wer hat schon Lust, morgens vor der Arbeit noch Nüsse kleinzumachen?

    Ich wechsele allerdings immer mal die Flockensorten, mal Hirse, mal Dinkel-oder Buchweizenflocken, die andere Hälfte Haferflocken.

    So wird das Frühstück nie langweilig, der Nachteil sind bloß die verschiedenen Packungen, die den Schrank vollstopfen...

    lonalao schrieb:

    naja, wenn man bedenkt, daß man die haferflocken in ~ der vierfachen menge wasser zubereitet, also du auf die 125g flocken einen halben liter wasser tun müsstest, damit sie entsprechend quellen können, hättest du dann entsprechend eine 625g portion brei, das find ich schon sehr viel.

    außerdem dauert das quellen bei kaltem oder lauwarmen wasser lange- deshalb kocht man sie normalerweise, es sei denn man hat bereits extra vorgekochte und getrocknete haferflocken, wie sie im "fertig- porrige" drin sind, die ziehen dann schneller.

    Ok, das ist natürlich einiges. Wobei du nicht vergessen darfst, dass ich ein Mann bin und etwas mehr in mich reinpasst:-) Dennoch hast du wohl recht. Habe mir vorhin eine Schüssel vorbereitet und lasse sie mal über Nacht ziehen. Quellen die Flocken dann auf wie Puffreis? Irgendwo muss das ganze Wasser ja hin...

    Rebecca schrieb:

    Warum Wasser und nicht Milch?

    ...

    Bisschen Obst rein, Nüsse, Sesam. Dann hast du auch gleich etwas Eiweiß, fett und Vitamine drin.

    Ich bin nicht so der Milch-Typ, ganz einfach.. Für frische Zutaten wäre ich zu haben, wobei ich noch nie in meinem Leben Sesam gekauft habe. Davon ab haben jetzt doch auch *Krise*, da muss man auch mal aus der Konserve und ohne Finesse leben können. Derzeit ist noch Generalprobe, bevor es in 1-2 Jahren so richtig losgeht.


    lonalao schrieb:

    was hast du denn überhaupt für flocken? "richtige" haferflocken oder kleinblatt/ zartschmelzend o.ä.?

    die richtigen haferflocken werden aus ganzen körnern hergestellt, brauchen mehrere stunden zum quellen (am besten übernacht) oder werden eben gekocht. sie nehmen die vierfache menge an flüssigkeit auf.


    Ich hab jene für 50 Cent aus dem Discounter, auf denen "Haferflocken" drauf steht. Keine Ahnung, worauf man da sonst noch achten sollte..

    plappistino schrieb:

    Quellen die Flocken dann auf wie Puffreis? Irgendwo muss das ganze Wasser ja hin...

    puffreis hab ich selbst noch nie gemacht, ich denke aber, daß der eher mit trockener hitze hergestellt wird (wie popcorn).

    haferflocken saugen sich einfach voll und werden dadurch auch größer, weicher, bekömmlicher. du wirst es ja heute sehen, wenn du dir gestern die schüssel vorbereitet hast. :-)

    plappistino schrieb:

    Davon ab haben jetzt doch auch *Krise*, da muss man auch mal aus der Konserve und ohne Finesse leben können.

    wenn es so wäre, daß man NUR noch haferflocken bekommt, wärs ja was anderes. aber so ist es ja nicht. mal abgesehn davon gibt es auch verschiedenste arten, um obst zu konservieren- trocknen, einkochen, etc. und nüsse sind ja ohnehin auch haltbar und eine gute "notfallsversorgung", schon allein wegen der vielen guten inhaltsstoffe.


    plappistino schrieb:

    Ich hab jene für 50 Cent aus dem Discounter, auf denen "Haferflocken" drauf steht. Keine Ahnung, worauf man da sonst noch achten sollte..

    ok, dann werden es die normalen haferflocken sein. die kleinblatt/ extrazarten sind auch so beschriftet.

    Ich habe bis zu meinem 30. Lebensjahr alles Brot, egal welches Getreide vertragen. Haferflocken auch.


    Aber dann ging es mit unerklärlichen Bauchschmerzen los, mit Sodbrennen bis zum Reflux.

    Ich wurde x Mal operiert, es wurde Morbus Crohn diagnostiziert, angeblich ja unheilbar.


    Der Darm war wohl zusätzlich so geschwollen, dass er ständig "ausbrach", es entwickelten sich Hernien.


    Es war eine Jahrzehnte lange Quälerei. Untersuchungen auf Gluten waren immer negativ. Dann wurde Diabetes diagnostiziert.


    Ich wollte Kohlenhydrate vermeiden, weil die den Blutzucker ansteigen lassen. Ließ alles mit Getreide weg, somit auch Haferflocken.


    Keine Woche später war ich von allen Darmgeschichten geheilt. Kein Sodbrennen mehr, auch kein Reflux.


    Besonders schlimm waren eben auch Haferflocken. Und völlig Banane, ob ich die nun roh, gekocht oder selbst glutenfrei, mit Wasser oder Milch zu mir genommen habe.


    Im Urlaub im Ausland, wo ich oft nicht so essen kann wie zu Hause, esse ich dann mal auch Porridge. Hölle. Sodbrennen. Geht alles nur mit Pantoprazol.


    Millionen Menschen vertragen eben Haferflocken oder anderes Getreide.


    Ich nicht. Du nicht.


    Das Warum wirst du nie und nimmer rausfinden. Es wird sich auch keiner die Mühe geben, dies nachzuweisen. Weil unwichtig, gibt ja genügend Ausweichmöglichkeiten.


    Es ist in Zukunft dann einfach nur schlau, eben keine Haferflocken zu essen - oder wenn, mit den Folgen zu leben.

    noch gibt es für mich keinen hinweis, daß der themenersteller haferflocken ganz generell nicht verträgt (er schreibt ja auch, daß er müsliriegel ohne probleme zu sich nimmt). bei der "zubereitungsweise", die er probiert hat, würden wohl die meisten menschen probleme bekommen. auch die, die keinerlei probleme mit getreide haben, und kein diabetes.

    Es kann ja noch mal versucht werden, Haferflocken in Form von Porridge, also gekocht zu sich zu nehmen.


    Sollte das ebenso sein, würde ich keinen Verzehr mehr empfehlen.


    Warum sollte man etwas essen, was man nicht verträgt? Sehe darin keine Logik.


    Und in einem Riegel sind vielleicht nicht so viele Flocken sondern gerade nur soviel, dass der Körper noch nicht massiv reagiert. Mal 5 Riegel hintereinander essen, wie es dann ausschaut.


    Genau so funktioniert es eben, einen Ausschluss zu machen.


    Hätte ich das vor Jahrzehnten schon gewußt, mir wären zig Operationen und Leiden erspart geblieben.