Histamin- und Gluten-Unverträglichkeit testen

    Liebe Community,


    ich hab mal gehört, dass man Histamin- und Gluten-Unverträglichkeiten testen kann. Aber wie? Und wo? Bei meiner Allergologin wurde nur das Übliche getestet und ich würde gerne noch diesen zwei Stoffen nachgehen..


    Danke für jeden Tipp! @:)

  • 35 Antworten

    Hast du vielleicht verschiedene Vitamin- und Mineralstoffmängel. Eine Bekannte von mir hat dadurch einige Unverträglichkeiten gehabt. Ferretin, B12, Mangan, Selen, Zink, Vit. D. Die Werte sollten in einem guten mittleren Bereich liegen und nicht irgendwo am Ende oder zu weit oben liegen.

    ":/


    Also der Hintergrund ist, dass eine Freundin von mir extra ein paar Tage in irgendeine Klinik (in der Schweiz!) gegangen ist, um sich komplett durchzutesten. Sie meinte, ihre Krankenkasse hätte das auch bezahlt. Ich kenne so was hier halt gar nicht, würde mich aber eben auch gerne mal durchchecken lassen. Dass Laktose und Tyramin bei mir nicht "gehen", hab ich schon gemerkt. Aber der Rest...?

    Für schlimme Fälle gibts glaub ich Schmallenberg als Klinik. Fänd ich aber sehr übertrieben wenn man noch nichtmal selbst ein Tagebuch geführt hat.

    @ mnef

    Wenn man Histamin weglässt und dann testen geht kommt nicht viel sinnvolles raus. Histamin meist in der Norm, DAO unauffällig. Besser ist eine Diät und dann bei Histaminbomben aufschreiben welche Symptome kommen.

    Ich vermute bei mir auch eine Histaminintoleranz! Leider ist Norddeutschland in der Beziehung noch weit zurück! :(v


    Bislang habe ich noch nicht einmal einen Arzt gefunden, der glaubt, daß es so etwas wie HIT überhaupt gibt!


    Klar, Symptome wie Schweißausbruch, Herzrasen, Übelkeit, Schwäche usw. Bildet man sich sowieso nur ein...


    Alle Kliniken und die allermeisten Arztpraxen, die HiT diagnostizieren und behandeln, liegen in Süddeutschland, warum auch immer! So muß ich mich bis jetzt auf meine eigenen Beobachtungen und eine HiT- Selbsthilfegruppe verlassen.


    Für den Alltag reicht das auch, aber wenn man z.B. im Krankenhaus irgendwelche Medikamente bekommen soll, die für mich unverträglich sind, dann wird's schon Mal schwierig.... ":/

    Wenn ich das persönlich bei mir vermuten würde, dann würde ich eben entsprechend mal ganz anders essen.


    Auch mal bei den Ernährungs-Docs auf die Seiten gehen. Mir Literatur darüber besorgen und eben so essen, als hätte ich das. Und nein, 3 Tage, 3 Wochen sind nicht ausreichend.


    Entsprechend der Sendungen mit Menschen, die das wirklich haben, muß eben gelernt werden, sich völlig anders zu ernähren. Lebenslang anders zu essen, Rückfälle werden wieder Probleme machen....


    Und hier in Deutschland gibt es inzwischen 80 Ernährungsmediziner, die sich genau mit solchen Problemen befassen, dazu muß man nicht unbedingt in eine Klinik. Man bekommt Ernährungsberatung, anteilig von den Krankenkassen bezahlt auf Antrag.


    Und diese Spezialisten haben meist mehr drauf als ein normaler Internist, der von wirklicher Ernährung so viel weiß wie Tante Emma von Blinddarmentfernungen.

    Eine Histaminintoleranz ist oft nur ein Symptom für eine allgemeine Erkrankung, bzw. Giftbelastung des Körpers. Eventuell ist die Bauchspeicheldrüse, der Darm, der Magen, die Leber, Nieren und andere Organe belastet und geschwächt und der Körper kann Gifte wie Histamin nicht schnell genug abbauen.


    Schulmedizinisch kann man nur Allergien testen, Unverträglichkeiten nicht, Zöliakie ist eine Allergie (und Autoimmunerkrankung).


    Unverträglichkeiten wie Gluten kann man zwar mit alternativen Geräten wie Bioresonanz testen, aber nicht zuverlässig, weil sie mal da sind und mal nicht, je nachdem, wieviel und wieoft man davon isst. Aber zuviel Gluten ist für niemanden gesund, weil es die Schleimhäute reizt. Ebenso ist im Getreide immer noch ein wenig Mutterkorn, wo im Mittelalter viele Menschen am Antoniusfeuer, Kriebelkrankheit oder Ergotismus gestorben sind oder ihnen die Beine abgefallen sind, weil oft zuviel davon enthalten war.

    Wenn man irgendetwas nicht verträgt und man läßt es weg, macht der Körper auch keine Probleme mehr in dieser Richtung.


    Man überprüfe erst auch einmal akribisch, was man überhaupt isst. Sind das Dinge, die die Industrie in der Mangel hatte oder kocht man sich Essen selbst aus entsprechenden Zutaten.


    Was für Brot isst man? Im östlichen Europa mit Enzymen durchgemanschte billige Teige mit Zusatzstoffen, die sogar aus Fliegenpilzen stammen oder geht man in den nächsten Bioladen und versorgt sich dort?


    Ist man auch Süßigkeiten nicht abgeneigt, die viel Glucosesirup und andere Zuckerstoffe beinhalten, vielleicht noch Sorbit oder isst man gerne Eis oder das ach so "gesunde" Zeugs Activia, wo Inulin drin ist, was vielen Menschen erst richtig den Darm voll Gas pumpt....


    Das testet auch keine Klinik aus, auch kein Arzt, da ist Eigeninitiative gefragt, akribisches Tagebuchführen.


    Und in der Regel hat dazu niemand wirklich Lust, zu umständlich, man müßte sich ja ändern, vielleicht lebenslang. Da wird halbherzig man ein klein wenig rumprobiert, obwohl man sich belehren lassen könnte, dass zum Beispiel allein eine Dünndarmfehlbesiedlung mit entsprechender Nahrung sich erst nach Monaten bessert.


    Und da hält niemand Händchen, nein, es ist wirklich Arbeit, man muß Essenspläne machen - und vor allen Dingen, sie einhalten....


    Überhaupt wird gerade in Kliniken der schlechteste Fraß überhaupt serviert. Die haben wenig Budget fürs Essen, da kommt alles von der Industrie, ein Austesten dort, unter diesen Umständen, ist eh für die Katz.

    @ kauli

    Dein Beitrag, daß Histaminintoleranz oft nur ein Symptom für geschädigte Organe ist, fand ich sehr interessant!


    Das war mir noch nicht wirklich klar, könnte aber auf mich zutreffen. Bei mir ist es nämlich die Leber, die nicht ganz so funktioniert, wie sie sollte....


    Und gerade die Leber ist ja das wichtigste Entgiftungsorgan des Körpers. Allerdings sind meine Leberwerte nur leicht erhöht, und deshalb wurde das von ärztlicher Seite immer als harmlos dargestellt.


    Ich habe bislang auch immer geglaubt, daß es ausreicht, keinen Alkohol zu trinken und auch bei Medikamenten sehr vorsichtig zu sein!


    Da werde ich mich jetzt Mal genauer mit beschäftigen.


    Übrigens, bei HiT werden nicht nur Convenience-Produkte, sondern auch viele ansonsten gesunde Lebensmittel schlecht vertragen! Bei mir ist es zu.B. Honig, Lauch-und Zwiebelgewächse und leider auch Brombeeren.


    Ist es bei Euch eigentlich auch so, daß die Symptome im Sommer stärker sind, als im Winter oder Herbst?


    Vorgestern habe ich mir das erste Mal seit Monaten Rinderherz in Madeira-Sauce ( eines meiner Lieblingsessen) _)gekocht und zum Glück gut vertragen! :)z Das wäre vor drei Monaten unmöglich gewesen....

    Vielleicht hilft ja die Lektüre


    Leberfasten nach Dr. Worm,


    da geht es um Leberprobleme im Allgemeinen und im Speziellen. Mein Internist hat auch immer gesagt, och, die Werte sind fast gar nicht erhöht, und mit der Fettleber muß man halt leben.


    Nein, muß man nicht. Man kann der Leber viel Gutes tun. Nur 1 -1,5 g Eiweiß pro Tag pro Körpergewicht, gesunde Fette, ca. 25 g pro Mahlzeit, Kohlenhydrate einschränken, keinesfalls mehr als 80 g pro Tag.


    Alles Dinge, die mein Ernährungsmediziner so auch empfiehlt. Und es braucht eine Zeit, aber die Leber kann sich regenerieren.


    Besonders schlimm sind Fructosesachen, weil sie direkt auf die Leber schlagen, weil gerade bei angeschlagener Leber der Körper gar nicht damit umgehen kann. So sind Smoothies nicht gesund, sondern geradezu böse, weil der Fruchtzucker nicht verstoffwechselt wird und somit die Leberzellen schädigt.

    Zitat

    Allerdings sind meine Leberwerte nur leicht erhöht, und deshalb wurde das von ärztlicher Seite immer als harmlos dargestellt. Ich habe bislang auch immer geglaubt, daß es ausreicht, keinen Alkohol zu trinken und auch bei Medikamenten sehr vorsichtig zu sein!

    Meine persönliche Theorie, manche Menschen trinken Alkohol, weil sie leberkrank sind und sind nicht leberkrank, weil sie Alkohol trinken. Man will sich quasi den Leberegel o.ä. wegtrinken. Da hilft Gifte meiden, Parasitenkräuter nehmen und dann gegen freiwerdende Hepatitisviren Mariendistelsamen.


    Manchmal ist auch die Gallenblase mit Steinen und diverse Einzeller belastet.

    Zitat

    Übrigens, bei HiT werden nicht nur Convenience-Produkte, sondern auch viele ansonsten gesunde Lebensmittel schlecht vertragen! Bei mir ist es zu.B. Honig, Lauch-und Zwiebelgewächse und leider auch Brombeeren.

    Es gibt Unverträglichkeiten, meist gegen Gifte oder man hat Enzymmangel, es gibt aber auch eine Herxheimer-Reaktion, eine Erstverschlimmerung nach Wirkung, wenn etwas Parasiten oder Bakterien bekämpft und Gifte und Viren frei werden.


    Das sollte man nicht verwechseln, so lassen viele Menschen gesunde Sachen weg, die sie eigentlich heilen würden.


    Bei Honig, Lauch-und Zwiebelgewächse und Brombeeren könnten es auch Spritzmittel sein, wie Streptomycin (ein Antibiotikum gegen Feuerbrand) oder andere Insektizide, Pestizide, ...

    @ Benita

    Leider kommt für mich "Fasten", egal welcher Art nicht in Frage, weil ich schon ziemliches Untergewicht habe!


    Aber es müsste doch auch möglich sein, sich kalorienreich, und trotzdem leberfreundlich zu ernähren, oder?


    Mit Süßigkeiten, die viel von dieser leider heute allgegenwärtigen Glucose-Fructose enthalten, bin ich inzwischen schon sehr vorsichtig. Leider sind z.B.Kekse ohne dies Zeugs gleich wesentlich teurer! :-( Aber bekommen mir wirklich auch besser....

    Wieso muß man Kekse überhaupt kaufen? Back sie doch selbst mit Zutaten, die Du verträgst.


    Und Leberfasten heißt ja nicht, dass man hungert. Es dreht sich um ärztlich angeordnete Maßnahmen, die Leber wieder auf Vordermann zu bringen.


    Aber ich kann hier nicht ein ganzes Buch erklären, wo die Funktionsweisen dargestellt werden.

    Aber es müsste doch auch möglich sein, sich kalorienreich, und trotzdem leberfreundlich zu ernähren, oder?


    Haselnüsse , Mandeln, Walnüsse, Pinien, Kokosnüsse, Peca, Macadamia, Paranüsse, Cashew, Pistazien, Leinsamen, Sesam, Hirse, Chiasamen, Flohsamen, Hanfsamen, Mohn, Quinoa, Marindistelsamen, Kürbiskerne, Maronen, Feigen, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Reis, Erbsen, Bohnen, Sojabohnen (fermentiert), Linsen, Kichererbsen und diverse Gemüsesorten mit gesunden Ölen.