Ist Zucker bei normaler Figur recht schädlich?

    Guten Abend liebe Community!


    Ich bin sportlich und sehr schlank, nasche aber täglich recht gerne. Ne kleine Milka Tafel ist es schon meistens... Was meint ihr, ist der Zucker für einen Gesunden auch recht schädlich, auch wenn er keine Gewichtsprobleme verursacht?

    Sollte ich mein Naschverhalten unverzüglich ändern oder seht ihr das nicht so?


    Wie ist eure Meinug dazu?

  • 47 Antworten

    Bei einer kleinen Tafel Milka täglich oder etwas vergleichbarem braucht ein sportlicher, schlanker Mensch bestimmt keinen Entzug.


    Man kann zwar auch als Schlanker Diabetes mellitus &Co. bekommen, aber ich behaupte mal: Nicht von solchen relativ geringen Zuckermengen täglich.

    Ja hätte ich mal früher, dazu gertenschlank, nicht dauernd genascht....


    Habe immer gedacht, mal ein bisken wat Schoki, hier mal ein Eis, da ein Stück Kuchen und hier mal ein Leckerli - heute habe ich Diabetes....


    War für mich Lebensfreude. Nun nicht mehr....

    Ich werde mir mal vornehmen, eine Woche gar nichts zu naschen.

    Das mit den Angstattacken habe ich ja noch nie gehört. Von wo hast du das gehört? Schließlich werden ja alle Kohlehydrate in Zucker umgewandelt und Zucker ist fast überall enthalten...Obst, Gebäck, Kartoffel

    Deshalb auch wenig Obst und Gebäck ist für mich auch eine Süßigkeit.

    Natürlicher Zucker in Lebensmitteln ist ansonsten nicht unbedingt zu vergleichen mit dem Industriezucker oder anderen Süßungsmitteln bei irgendwelchen Nachereien.


    Das Problem ist ja auch, dass es nicht "nur" die Tafel Schokolade ist, die du isst sondern vielleicht noch Weizen-Toastbrot zum Frühstück -> enthält Zucker, mit Marmelade -> enthält Zucker oder Honig, auch Zucker, Mittags Weizennudeln mit einer Tomatensoße aus dem Glas -> Zucker drin, Abends Brot mit wurst und Essiggurken -> Zucker drin....


    usw usf...So sieht leider der Speiseplan bei vielen Leuten aus. Und die wissen nicht mal, dass in Toastbrot zb Zucker ist oder auch im gesunden Salat beim örtlichen Gastwirt. Oder dass Weißmehl für den Blutzuckerspiegel auch nicht gerade gesund ist....

    Was ist denn ne "kleine" Tafel Milka? Kenne nur die 100g Dinger und davon eine am Tag fänd ich schon happig. Und auf Dauer würde ich mich fragen, was mir stattdessen fehlt und wie viel wertvolleres Essen mit selber Kalorienmenge mir damit durch die Lappen geht.

    Lynx_ schrieb:

    Bei einer kleinen Tafel Milka täglich oder etwas vergleichbarem braucht ein sportlicher, schlanker Mensch bestimmt keinen Entzug.

    Was ist denn mit einer kleinen Tafel Milka gemeint? Ich kenn nur die 100 gr Tafeln. Und was meinst du mit Entzug? Meinst du, ein sportlicher, schlanker Mensch könne eher (also ohne Entzugssymptome) auf Zucker verzichten als ein nicht sportlicher, übergewichtiger Mensch?


    @ TE: was passiert denn, wenn du keinen Zucker isst, hast du das schonmal probiert? Oder fällt es dir so schwer, dass du dir das nicht vorstellen kannst/es nicht schaffst?

    kardamom schrieb:
    Lynx_ schrieb:

    Bei einer kleinen Tafel Milka täglich oder etwas vergleichbarem braucht ein sportlicher, schlanker Mensch bestimmt keinen Entzug.

    Was ist denn mit einer kleinen Tafel Milka gemeint? Ich kenn nur die 100 gr Tafeln. Und was meinst du mit Entzug? Meinst du, ein sportlicher, schlanker Mensch könne eher (also ohne Entzugssymptome) auf Zucker verzichten als ein nicht sportlicher, übergewichtiger Mensch?

    Das Wort Entzug habe ich von meiner Vorschreiberin übernommen.


    Mit einer kleinen Tafel Milka Schokolade dürften diese kleinen 10g, 20g oder 40g Tafeln gemeint sein, denke ich. Die 100g Tafeln wären ja normalgroß und nicht klein. ":/

    Tabi36 , falls du dir Sorgen um deine Gesundheit machst und befürchtest täglich zu viel Zucker zu konsumieren, aber ungern auf eine kleine Portion Schokolade verzichten möchtest, dann könntest du versuchen, anderweitig (versteckten) Zucker aus deinem Speiseplan zu eliminieren.


    Ich mag Zucker- bzw. Süssigkeitkonsum an sich nicht verteufeln, einfach weil ich bei Schokolade auch sehr, sehr schwach werde.


    Deshalb von mir folgender Ratsxhlag: Statt kompletten auf Industriezucker zu verzichten, schau einfach auf das tägliche Gesamtpaket deiner Ernährung, um zu sehen, wo du dich verbessern könntest. In welchen Nahrungsmitteln befindet sich unnötig viel Zucker auf den du (nach und nach) verzichten könntest?

    Aber bei aller Liebe zu gesunden Essen sollte es nicht in freudloser, asketischer Nahrungsaufnahme ausarten.

    Lynx_ schrieb:

    Bei einer kleinen Tafel Milka täglich oder etwas vergleichbarem braucht ein sportlicher, schlanker Mensch bestimmt keinen Entzug.


    Man kann zwar auch als Schlanker Diabetes mellitus &Co. bekommen, aber ich behaupte mal: Nicht von solchen relativ geringen Zuckermengen täglich.

    Täglich ~60gr Zucker allein durch Schokolade.
    Denn ich vertehe die kleine Milka auch als 100gr Tafel, als Gegensatz zur großen 300gr Tafel.


    Tabi36 schrieb:

    Das mit den Angstattacken habe ich ja noch nie gehört. Von wo hast du das gehört?


    Zitat

    Zuviel Zucker kann zu Depressionen und Angstzuständen führen, oder dazu beitragen.

    Plötzliche Veränderungen der Blutzuckerwerte können zu Symptomen wie Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, einem vernebelten Kopf und Müdigkeit führen. Wenn Sie beispielsweise einen zuckerhaltigen Donut essen, schießen Ihre Blutzuckerwerte zunächst in die Höhe, fallen kurz darauf aber wieder rapide ab. Eben dann, wenn Ihre Blutzuckerwerte in den Keller sacken, fühlen Sie sich nervös, launisch oder depressiv.

    Zucker- und kohlenhydratreiche Lebensmittel beeinträchtigen auch die Neurotransmitter, die dabei helfen unsere Launen zu stabilisieren. Der Verzehr von Zucker setzt den stimmungsaufhellenden Neurotransmitter Serotonin frei. Das ständige Überaktivieren der Serotonin-Ausschüttung kann den begrenzten Vorrat an Neurotransmitter im Gehirn aufbrauchen. Laut Dr. Datis Kharrazian, Autor von "Why Isn’t My Brain Working?“, kann dies zu Depressionen beitragen.

    Es wurde auch eine Verbindung zwischen chronisch hohen Blutzuckerwerten und Entzündungen im Gehirn festgestellt. Einige Forscher vermuten sogar, dass chronische Entzündungen im Gehirn Depressionen verursachen können.

    Vor allem Teenager sind betroffen von den Auswirkungen von Zucker auf ihr mentales Gleichgewicht. Eine Studie, durchgeführt von Forschern der Emory University School of Medicine an jungen Mäusen, hat kürzlich herausgefunden, dass eine zuckerhaltige Ernährung zu Depressionen und Angstzuständen führen kann.

    Quelle
    Und jetzt meckert bitte keiner über die Quelle. Man kann ganz einfach bei Googel "Angst durch Zucker" etc eingeben und bekommt ganz viele Ergebnisse.

    Obst wegen des Fruchtzuckers jetzt auch schon als Süßigkeit einzustufen: Oh jee... Als kritisch sind tatsächlcih in dem Bereich nur Smoothies zu sehen, weil die zu geballt Zucker enthalten, während die Ballaststoffe fehlen. Aufpassen sollte man bei Obst nur mit Weintrauben und Bananen, die wirklich als recht zuckerhaltig einzustufen sind.


    Ansonsten:

    Zu viel Zucker ist leider problematisch, unabhängig vom Gewicht. Die meisten Menschen überschreiten die tägliche empfohlene Dosis deutlich, was auf Dauer Probleme machen KANN.


    Ich bin leider auch so eine Naschkatze, was Schokolade & Eis angeht. Es geht nicht ohne und eine 100g-Tafel am Tag kommt durchaus vor. Gewichtsprobleme keine (bzw. geringe Zunahme seit Schilddrüsen-Teilentfernung letztes Jahr; aktuell 64kg auf 169cm Größe mit 45 Jahren).

    Allerdings esse ich - bis auf ein wenig Honig im Joghurt mit Müsli und Kandis im Ostfriesen-Tee so gut wie keinen Zucker. Obst zählt für mich nicht zu Süßigkeiten und ich esse gute Mengen, aber keine MaSSen. Ansonsten gibt es bei uns nichts mit verstecktem Zucker, weil wir zu 95% komplett frisch kochen und bspw. auch keinen Fertigjoghurt kaufen. Und auch andere Produkte (Wurstwaren bspw.) mit verstecktem Zucker gibt es bei uns so gut wie nicht (klar, kleine bewusste (!) Ausnahmem gibt es immer mal). Bei der Hitze haben wir Mineralwasser ein wenig aufgepeppt mit einem Schuss Fruchtsaft, aber da hat eine Flasche Saft eine Woche gehalten, bei zwei Personen. Es waren also auch nur kleine Saftmengen.


    Vor dem Hintergrund ist mein Schokoladen-Konsum für mich dann letztlich okay. Und klar könnte ich die Kalorien durch noch mehr gesunde Nahrung decken, aber die Menge Obst & Gemüse, die ich esse, ist mehr als ausreichend und macht vom Volumen auch satt. Ich bin außerdem ein Mensc, der bei Stress nicht gut essen kann bzw. bei normalem Essen auch schnell mal abnimmt. Da hilft die Schoki einfach.


    Diabetes Typ 2 hat in meiner Familie nur mein Vater. Der, der sein Leben lang gefühlt nur Fleisch & Chips & Erdnüsse gegessen hat. Aber definitiv nicht zu viel Schokolade, die konnte wochenlang vor seiner Nase liegen und wurde ignoriert. Und wenn andere Kekse ode Kuchen aßen, ging es lieber an den Kühlschrank und aß Aufschnitt/Käse pur. Tja...

    Sunflower_73 schrieb:

    Als kritisch sind tatsächlcih in dem Bereich nur Smoothies zu sehen, weil die zu geballt Zucker enthalten, während die Ballaststoffe fehlen

    ??? Also meine Smoothies enthalten sehr viele Ballaststoffe, und sicher nicht geballt Zucker!

    Das steht doch aber auf jeder Smoothieflasche drauf: KH, und folgend, davon Zucker.


    Und sofern nicht gerade ein grüner Smoothie aus Gemüse, ist da eben schon ab 20 g aufwärts Fruchtzucker drin, übrigens in dieser Form leidet irgendwann die Leber, weil sie gerade den nicht aufspalten kann, es kommt irgendwann zur Fettleber.


    Und da man wohl kaum nach 100 ml Smoothie aufhört, ihn zu trinken, können da, je nach Sorte schon 40 - 70 g Zucker in einem Glas mit 200 ml drinstecken.


    Ein junger Körper mag das noch wegstecken, aber, da allgemein als gesund betrachtet, werden ja schon Kinder damit "abgefüllt", die dann eben später als Erwachsene Smoothies vielleicht gewohnheitsmäßig trinken. Und sich wundern, dass sie mit 50 schon Diabetiker sind....