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    Hallo,


    u.A. folgende Seite vertritt die These, dass Kaffee den Serotonin-Aufau hemmt:


    http://www.dr-neidert.de/index.php/ernaehrungsmedizin3/372-serotoninmangel-und-ernaehrung


    U.A. hier wird behauptet, dass Koffein die Aufnahme im Gehirn fördert:


    http://www.medizinpopulaer.at/archiv/seele-sein/details/article/kaffee-muntermacher-und-multitalent.html


    Ist das vielleicht gar kein Widerspruch? Kaffee hemmt den Aufbau, aber fördert die Aufnahme?


    Was ich eigentlich wissen möchte: Wie landet möglichst viel Serotonin an den Rezeptoren?


    Und handelt es sich bei der "Aufnahme im Gehirn" um die gleiche Aufnahme, die selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer verhindern sollen? Dann wäre Kaffe ja absolut kontraproduktiv, oder?


    Danke&Gruß

    Hallo,


    die Biochemie ist bei mir schon etwas her, daher mal eine mehr oder weniger subjektive Meinung.


    Quelle 1: Dass Koffein ein Enzym hemmt, dass im Gehirn Tryptophan zu Serotonin umwandelt ist (auch wenn da keine explizite weitere Quelle genannt ist) gut vorstellbar.


    Quelle 2: Ich denke hier liegt ein inhaltlicher Fehler, oder einfach eine sehr irreführende Formulierung vor. Serotonin kann nicht "im Gehirn aufgenommen werden" iSv Passieren der Blut-Hirn-Schranke. Serotonin, dass im Hirn wirken soll, muss auch dort gebildet werden.


    Wenn es dir um den Glücklichmacheffekt des Serotonins geht, dann musst du wahrscheinlich deine subjektive Kaffeelust gegen den enzymhemmenden Effekt abwägen. Es ist ja nicht die rein biochemische Wirkung des Kaffees! Mich zum Beispiel macht ein frischer Kaffe in der Pause auf Arbeit so "glücklich", dass wohl jede Negativwirkung egal wäre.


    Grüße!

    Auf mich persönlich wirkt Kaffee antidepressiv bzw sehr glücklichmachend. Coffein ist wirklich meine Droge :=o


    Ich glaube aber nicht, dass alle Menschen in dieser Hinsicht gleich sind. Genauso, wie es auch Menschen gibt, auf die THC keine sonderlich große Wirkung hat.


    Trink doch einfach Kaffee und stelle fest, welche Wirkung er auf dich hat. Dazu brauchst du doch keine empirische Studie, die dir sagt, wie er beim Durchschnittsmenschen wirkt. ;-)