Ich finde das verständlich und logisch:


    scaro hat nicht die Aufgabe übernommen, immer für beide zu kochen. Sondern sie kocht für sich und wenn ihr Freund da ist und auch was davon will, dann macht sie die Portion entsprechend größer.


    Wenn ich dich richtig verstanden habe, scaro, dann würdest du dir wünschen, daß du die Aufgabe "Kochen" komplett übernimmst - in der Form, daß du dann nicht nur für die Zubereitung zuständig wärst, sondern auch für die Planung (also die Entscheidung, was gekocht wird) und den Einkauf.


    Mit der Konsequenz, daß ihr Freund folgende Vorteile hätte:


    - muß sich um Kochen und alles, was dazugehört, nicht mehr kümmern


    - bekommt ohne Müge täglich gesundes Essen


    aber auch folgende Nachteile:


    - Muß essen, was auf den Tisch kommt


    - muß 50% bezahlen.


    Stimmt das so, Scaro?


    Ich vermute, daß die "Mühelosigkeit" für ihn eher als "mangelnde Mitbestimmungsmöglichkeit" rüberkommt.

    Zitat

    scaro hat nicht die Aufgabe übernommen, immer für beide zu kochen. Sondern sie kocht für sich und wenn ihr Freund da ist und auch was davon will, dann macht sie die Portion entsprechend größer.


    Wenn ich dich richtig verstanden habe, scaro, dann würdest du dir wünschen, daß du die Aufgabe "Kochen" komplett übernimmst - in der Form, daß du dann nicht nur für die Zubereitung zuständig wärst, sondern auch für die Planung (also die Entscheidung, was gekocht wird) und den Einkauf.

    Zum ersten Absatz: Sie schreibt aber, das es ihr elementar wichtig ist, dass sie beide (wenn auch beide zuhause sind) zusammen essen und nicht jeder irgendwann. Das ist für sie wichtig in der Partnerschaft.


    Und ihr gefällt nicht, dass er sich in ihren Augen ungesund ernährt.


    Zum zweiten Absatz: sie übernimmt doch komplett das kochen, die Planung etc. Nur beim mitzahlen hapert es noch von seiner Seite aus. Außerdem ißt er 3-4mal die Woche mit und nicht täglich.

    Zitat

    Er isst zu nahezu 100 % nichts von dem, was ich mir aufs Brot mache

    Wenn er dafür ab und zu ein Steak isst, dann würde sich das aber wieder ausgleichen.


    Was ist eigentlich mit "normalen" Sachen? Gemüseauflauf, Kartoffeln mit Quark, Nudeln mit Tomatensauce... Das sind einfache Gerichte, die trotzdem gesund sind. Ist dir das nicht "exotisch" genug? Vielleicht will dein Freund ab und zu einfach mal "altbewährtes" essen?

    Zitat

    Was ist eigentlich mit "normalen" Sachen? Gemüseauflauf, Kartoffeln mit Quark, Nudeln mit Tomatensauce... Das sind einfache Gerichte, die trotzdem gesund sind

    Das sagst DU. Ich wette, das diese gutbürgerlichen Gerichte der TE zu langweilig und auch nicht gesund genug sind.


    Mit Essstörung, liebe TE, meinte ich nicht Magersucht, sondern dass hier:


    http://www.gesuendernet.de/service-und-wissen/was-ist/item/186-vom-gesunden-essen-besessen-was-ist-orthorexie.html?_html=


    Ich will nicht sagen, dass du sowas schon hast. Aber ich kenne viele Frauen mit Esstörungen

    , und alle haben eines gemeinsam: Das ständige Beschäftigen mit dem Thema essen. Was esse ich morgen? Und heute abend? Wie könnte ich es gesünder machen? Wie viel Fett hat das essen? Wie viele Lebensjahre habe ich mehr, wenn ich die nächsten 3 Wochen nur Salat esse?


    So ein unentspanntes Verhalten zum Thema Essen KANN eine Vorstufe einer Essstörung sein.


    Einer meiner Lieblingssprüche zum Thema "enspannte Einstellung zum essen" ist:


    Vegetarier leben nicht länger als Allesesser. Es kommt ihnen nur länger vor. ;-D

    Hm. Also ich koche auch tendenziell eher gesund und ausgewogen.


    Mein Mann würde auch gern öfter mal seine "Nudeln mit Ketchup" essen. Das tut er auch, wenn er sich mal selber was machen muss. Ansonsten kann man doch überlegen, wie man das Gesunde mit dem Ungesunden verbinden will, also Sachen die du meinst, dass sie dich dick machen, für dich ausklammern, aber ihm servieren. Wenn er z.B. ein Steak will, du aber einen Salat, biete ihm sein Steak an (wobei Steak an sich doch nicht ungesund ist wenn man es nicht jeden Tag isst oder? ":/ ) mit Salat und Baguettebrot mit Kräuterbutter, und du pimpst deinen Salat noch was auf. Das sollte ja eigentlich kein Problem sein oder?

    Zitat

    So ein unentspanntes Verhalten zum Thema Essen KANN eine Vorstufe einer Essstörung sein.

    Empfinde das Verhalten hier im Thread schon als äußerst unentspannt und anstrengend.


    Meinen Partner würde ich damit sicher verjagen.

    Hm also vom Thema Essen mal weg.


    Für mich fehlt hier das "zusammen".


    Gurken für die Tiere werdne rausgerechnet, weil er sie nicht mag. Alter das sind Cent Artikel.


    Benzin wird anteilig gezahlt und essen auseinandergerechnet.


    Wir fehtl hier das Wir-gefühl.


    Du machst es dir sehr einfach in dem du nur für DICH kochst und ihn mitessen läßt.


    Ihr solltest euch zusammen setzen und über eure Vorlieben reden.


    ICh kaufe mri jeden Tag ein Brözchen und meist auch ein mittagessen. mein Freund machst sich Brote und ißt die trotzdem kaufe ich für ihn Brot und Wurst ein, damit er das essen kann Und ich mache da keine Auseinanderechnungen des Einkaufszettels.


    Erst letzten Samstag habe ich 30 Euro für unser Sonntagsessen ausgeben. Ente mit Rotkohl und Klößen und dan nnoch das essen für Samstag Hühnchen, brot, Quark und ein paar Leckerein. Dafür holt er dann die Getränke.


    Ihr solltet gedanklich mal von dem jeder-für-sich zum wir-beide-zusammen finden

    Ich finde auch, dass bei euch für ein Paar, das zusammen wohnt das "wir" irgendwie hinsichtlich Finanzen komplett fehlt. Die WGs meiner Schwester und meines Bruders gehen beide wesentlich entspannter und ohne so viel rumgerechne mit gemeinsamen Einkäufen um als ihr. Da wird einfach aus einem gemeinsamen Topf eingekauft und wenn dann einer etwas mehr isst, so what.




    Mein Freund und ich (wir wohnen auch noch nicht ewig so "richtig" zusammen) haben ein gemeinsames Konto, von dem die ganzen Ausgaben für uns beide runter gehen und auf das wir beide einkommensabhängig einzahlen - aktuell ca. gleich viel. Also Essen (auch das Mittagessen wenn ich in der Kantine esse und er in der Mensa oder so), Miete, Strom, Gas, gemeinsames Skifahren oder essen gehen, usw geht vom gemeinsamen Konto. Seltenere und nur für einen bestimmte Ausgaben wie Kleidung oder Geschenke für nicht-gemeinsame Freunde gehen von unseren privaten Konten ab.


    Findet ihr es nicht komisch zusammen zu wohnen aber krampfhaft alle Kosten aufzuteilen? Mir wäre das zu nervig.

    Es gibt aber nun mal Beziehungen, in denen den beiden Partnern eine "gerechte" Aufteilung der Kosten wichtig ist. Ich denke nicht, daß Scaro hier Tips zu ihrem allgemeinen Beziehungsverständnis abholen wollte, zumal sie und ihr Freund sich hierin einig zu sein scheinen.


    Und gesunde Ernährung hat nichts, aber auch gar nichts mit einer Eßstörung zu tun. Sie hat im Eingangspost ausdrücklich erwähnt, daß sie überhaupt kein Problem damit hat, ab und zu mal Fastfood zu essen etc.. Würde sie unter Orthorexie leiden, dann hätte sie mit Burger King dasselbe Problem, das Magersüchtige mit Eisbein, Klößen und Sahnesoße haben. Sie würde unter heftigen Gefühlen von Schuld, Ekel oder Angst leiden. Das ist nicht der Fall. Nichts mit Eßstörung.


    Vielleicht habe ich es überlesen, aber ich habe nicht die Aussage gefunden, daß sie die Aufgabe übernommen hat, regelmäßig für beide zu kochen.


    Man kann übrigens auch sehr gut gemeinsam essen, ohne daß alle dasselbe essen. Wo ist das Problem, sich gemeinsam an den Tisch zu essen und der eine ißt einen Quinoaburger, der andere Spaghetti Carbonara? Nur: Ich wäre mir auch zu schade, meinem Partner ständig Extrawürste zu braten, das müßte er dann schon selber tun.

    Was ich wohl an eurer Stelle machen würde, wäre, dass er dir einen bestimmten Betrag gibt und du verfeinerst dein Essen - für ihn - mit zb Fleisch. Und da es ja bei euch sein muss, rechnest du eben penibel aus und wenns sein muss, legst du ihm alle Rechnungen vor.

    Zitat

    Zum zweiten Absatz: sie übernimmt doch komplett das kochen, die Planung etc. Nur beim mitzahlen hapert es noch von seiner Seite aus. Außerdem ißt er 3-4mal die Woche mit und nicht täglich.


    This Twilight Garden

    Sie kocht aber nur das, was sie möchte, und wenn er was anderes will, außer selber ran. Irgendwo schrieb sie, wenn er ein Steak zu dem von ihr gemachten Salat will, muß er es sich selber braten. Oder wenn er statt Gemüsebratlinge Hackfrikadellen will, muß er sich die ebenfalls selber machen.


    Und das ist wirklich albern.


    Entweder ich habe den Anspruch, die Küchenhoheit zu übernehmen, dann heißt es aber so zu kochen, daß beide zufrieden sind, oder ich lasse es. Aber ich behandle nicht meinen Freund wie einenunmündigen 3jährigen, der das zu essen hat, was "Mami" auf den Tisch stellt.

    Zitat

    Irgendwo schrieb sie, wenn er ein Steak zu dem von ihr gemachten Salat will, muß er es sich selber braten. Oder wenn er statt Gemüsebratlinge Hackfrikadellen will, muß er sich die ebenfalls selber machen.


    Und das ist wirklich albern.

    Das kam ja nun schon mehrmals und ich greife diesen Beitrag nur beispielhaft heraus: Warum ist das albern? Die TE ist Vegetarierin. Ich bin selbst mehr als mein halbes leben Vegetarierin und wenn mein Partner Fleisch essen wollte, dann könnte er das natürlich gern tun, aber ich würde es ihm nicht zubereiten.

    Zitat

    Ich bin selbst mehr als mein halbes leben Vegetarierin und wenn mein Partner Fleisch essen wollte, dann könnte er das natürlich gern tun, aber ich würde es ihm nicht zubereiten.

    Und warum nicht?


    Meine Freundin ist auch Vegatariern und bereitet trotzdem füt ihren Verlobten Fleisch zu. Sie ißt es nicht, aber macht es für ihn.


    Weil Sie beide zusammen sind und sich lieben und akzeptieren.


    Ich würde es furchtbar finden, wenn mein Mann und ich getrennt kochen. Sachen die er nicht mag, koche ich, wenn er nicht da ist. Und umgekehrt. Oder manchmal, wenn er seinen "Schleim"Kartoffenbrei macht, nehme ich mir vorher ein wenig ab, weil ich das lieber Stückig mag.

    Zitat

    ...wenn mein Partner Fleisch essen wollte, dann könnte er das natürlich gern tun, aber ich würde es ihm nicht zubereiten.


    RogerRabbit

    Nun, dann sollte man auch nicht den Anspruch haben, für den Partner unbedingt mit kochen zu wollen.


    Und ja, ich bleibe dabei - wenn es mir am liebsten ist, daß nur ich die Hoheit über die Küche habe, dann koche ich auch für meinen Freund, auch wenn ich das Steak selbst nicht essen würde, und behandle ihn nicht wie einen unmündigen Fratz, der sich dem zu beugen hat, was ich entscheide, was auf den Tisch kommt.


    Denn, dann brauch ich mich auch nicht beschweren, wenn er sich nicht am gemeinsamen Speiseplan für die Woche beteiligt - wenn er Fleisch will, muß er es sich doch eh selber machen.

    Zitat

    Ich bin selbst mehr als mein halbes leben Vegetarierin und wenn mein Partner Fleisch essen wollte, dann könnte er das natürlich gern tun, aber ich würde es ihm nicht zubereiten.


    RogerRabbit

    Ich bin selbst mehr als mein halbes Leben Nichtraucher und wenn meine Frau mich bittet, ihr Zigaretten mitzubringen, dann mache ich das ganz selbstverständlich. Merkst du was? Und jetzt komm mir nicht damit, dass Zigaretten und Fleisch ja völlig unterschiedliche Dinge sind. Sie sind es in dem Fall nicht! Es geht darum: Wenn ich etwas so dermaßen ekelig finde, dass ich es nicht mal anfassen möchte, dann fände ich auch den Menschen ekelig, der diese Dinge zu sich nimmt. Mit anderen Worten: Dann wäre ich nicht mit dem Menschen zusammen.

    @ scaro

    Ich habe ab und zu in deinem Abnehmfaden gelesen und weiß daher, dass du vor einiger Zeit auf vegetarische oder sogar vegane Ernährung umgestellt hast. Zusätzlich hat das Thema Ernährung bei dir einen hohen Stellenwert, weil du abnehmen möchtest.


    Dein Freund ist das grasse Gegenteil. Fleisch- und Fastfoodliebhaber für den Essen in der Regel die schnelle Zubereitung und Zuführung schmackhafter aber dadurch auch ungesunder Nahrung ist.


    Es treffen zwei Extreme aufeinander. Ehrlich gesagt wäre es auch für mich, obwohl ich gerne koche und Gemüse esse, grausam nur vegetarische oder vegane Nahrung zu mir zu nehmen.


    Ich will kein Kräuterbratling sondern einen Braten! Aber das nur am Rande...und vegatarische und Bioernährung ist teuerer als normale Ernährung


    Wie auch schon andere hier schreiben ist das Essensproblem auch oder im besonderen ein Beziehungsproblem.


    Jeder von Euch Beiden kannte die Essgewohnheiten des Anderen und wenn ihr zusammen wohnen und leben wollt müsst ihr euch aufeinander zu bewegen.


    Da ist deine strikte Weigerung zum Kauf von Fleisch und dessen Zubereitung genau so falsch wie sein Meckern über hohe Lebensmittelausgaben.


    Über getrennte Kassen wurden hier schon etliche Threads geschrieben. Ich halte davon überhaupt nichts. Das Auseinanderdividieren von Kassenzetteln oder das getrennte Einkaufen und wahrscheinlich noch die Oberservation, dass der Andere auch nichts von dem isst was man selbst bezahlt hat ist für mich Verschwendung von Lebenszeit.


    Als ich und meine Frau noch Studenten waren haben wir am Anfang des Monats einen fest definierten Geldbetrag in eine gemeinsame Geldbörse getan und dann haben wir gemeinsam eingekauft und gekocht. Dann wurden auch Sachen gekauft die nur der Eine oder der Andere isst.


    Das Gleiche würde ich Euch vorschlagen, wobei ihr die Geldbeträge nach euren Faktoren (wer ist öfter zuhaus etc.) bestimmen solltet.


    Wenn ihr es nicht schafft dafür eine Lösung zu finden, sehe ich Probleme in eurer Beziehung auf euch zukommen bzw,. sie sind ja jetzt schon vorhanden.


    Vielleicht geht halt fleischfressender Geizkragen und ernährungsbewusste Vegetarierin nicht zusammen.


    Übrigens ist gemeinsames Essen nicht nur Nahrungsaufnahme sondern auch ein Ankerpunkt im Tagesablauf bei dem man (manchmal gezwungener Maßen) zusammensitzt und sich auch von seinen Nöten und Freuden erzählt.


    Für mich bedeutet deshalb gemeinsam zu essen sehr viel.