Laktose-und fruktoseintoleranz in kombination

    hi!


    bei mir wurde vor einiger zeit eine laktoseintoleranz festgestellt.morgen mache ich einen fruktosetoleranztest,wobei es eigentlich offensichtlich ist,dass ich auch eine fruktoseintoleranz habe.gibt es hier noch jemanden,der erfahrung mit den beiden unverträglichkeiten in kombination hat?über laktoseintoleranz weiß ich schon ganz gut bescheid,aber wie kann man sich noch ausgewogen ernähren,wenn man auch noch auf fruktose achten muss?und kennt jemand tipps gegen heißhunger auf süßes (was bei einer froktoseintoleranz irgendwie problematisch ist,da sogar der haushaltsztucker zu 50% aus fruktose besteht)?


    kennt jemand rezepte für leckeres essen (andauernd nur gemüse wird so langsam zu einseitig)?


    wäre nett,wenn ihr mir helfen könntet


    ganz lieben gruß und dank im voraus


    julia :o)

  • 30 Antworten

    > bei mir wurde vor einiger zeit eine laktoseintoleranz festgestellt.


    Eine Laktoseintoleranz ist keine Krankheit, sondern ein normales Verhalten unseres Organismus. Die Natur hat es nicht vorgesehen, daß wir nach der Säuglingszeit noch Milch konsumieren - schon gar nicht Milch einer anderen Art. Deshalb wird nach der Säuglingszeit die Produktion des Laktose spaltenden Enzyms Laktase verringert. Allein der ständig Konsum von Milchprodukten hält die Produktion meist aufrecht.


    > morgen mache ich einen fruktosetoleranztest, wobei es eigentlich


    > offensichtlich ist, dass ich auch eine fruktoseintoleranz habe.


    Warum ist das offensichtlich?


    Wenn dein Organismus auf Fructose anders reagiert als normal, dann hat das Ursachen, die du finden und beseitigen kannst. Die Fructose kann nichts dafür, die ist ein normaler Bestandteil von natürlichen süßen Lebensmitteln.

    @jn

    ich weiß,dass eine laktoseintoleranz keine krankheit ist,es ist lediglich eine unverträglichkeit mit der man leben muss.warum das offensichtlich ist,dass ich keine fruktose vertrage?weil ich, sobald ich fruktosehaltige lebensmittel gegessen habe, durchfall,bauchschmerzen etc. habe....


    übrigens:ich habe mich sehr genau über LI und FI informiert,weil ich ja auch schon,wie bereits gesagt, länger danach leben muss.


    >Wenn dein Organismus auf Fructose anders reagiert als normal, dann hat das Ursachen, die du finden und beseitigen kannst.


    vllt. hast du dich eher nicht ausreichend informiert...


    unverträglichkeiten kann man nicht beseitigen

    > unverträglichkeiten kann man nicht beseitigen


    Dann sind sie genetisch definiert und bestehen seit deiner Geburt?


    Jede erworbene Krankheit hat eine Ursache und kann durch Abstellen dieser Ursache behandelt werden.

    @jn

    eine erworbene laktose-bzw. fruktoseintoleranz kann NICHT beseitigt werden!


    bei den unverträglichkeiten liegt ein enzymmangel bzw. ein komplettes fehlen des enzymes vor,was definitiv nicht behoben werden kann!


    informier dich mal ein bisschen genauer und kritisier dann nochmal,was ich schreibe.


    http://www.ernaehrung.de/tipps/laktoseintoleranz/lakto10.htm


    ich habe die primäre laktoseintoleranz und da kannst du mir sagen,was du willst,ich habe die meinung von 3 ärzten,die alle sagen,dass ich danach leben muss und dass das nicht irgendwie "geheilt" werden kann!


    hier noch einmal genauer (was du übrigens auch unter dem oben genannten link nachlesen kannst)


    Enzymmangel


    Ursache für die Milchzuckerunverträglichkeit ist das Fehlen bzw. die unzureichende Produktion des Verdauungsenzyms Laktase.


    Dieses ist notwendig, um den Milchzucker in seine Einzelbestandteile (Glucose + Galaktose) zu spalten, die dann in das Blut aufgenommen werden können.


    Das Verdauungsenzym Laktase kommt in der Dünndarmschleimhaut vor.


    Wird der Milchzucker nicht gespalten und gelangen größere Mengen in untere, mit Bakterien besiedelte Darmabschnitte, dient der Milchzucker den Bakterien als Nährsubstrat. Es entstehen große Mengen an Gasen und organischen Säuren. Diese bewirken ein Einströmen von Wasser in den Darm sowie vermehrte Darmbewegungen


    Primärer Laktasemangel


    Hier werden abhängig vom Zeitpunkt der Manifestation zwei Formen unterschieden: neonataler Laktasemangel (erbliche Stoffwechselkrankheit, sehr selten) und physiologischer Laktasemangel, der nach dem Abstillen beginnt. Dabei geht die Lactase-Aktivität gegen null zurück. Diese Form ist weltweit verbreitet.

    @Snookey

    > eine erworbene laktose-bzw. fruktoseintoleranz kann NICHT


    > beseitigt werden!


    Die Laktoseintoleranz ist keine Krankheit, um sie geht es mir nicht.


    Jede erworbene Krankheit hat zwangsläufig eine Ursache, die in den Lebensumständen des Betroffenen liegt - sonst hätte die Krankheit ja nicht bekommen. Beseitigt man diese Ursache, verschwindet auch die Krankheit, solange es nicht zu bleibenden Schäden wie Formveränderungen gekommen ist.


    > bei den unverträglichkeiten liegt ein enzymmangel bzw. ein


    > komplettes fehlen des enzymes vor,


    Natürlich. Und warum wird das Enzym nicht oder fehlerhaft produziert?

    Hallo Snookey,


    tut mir leid, dass du beides aufs Mal hast. Wenn man mehrere Lebensmittelgruppen meiden muss, wird es schon schwierig mit der Ernährung. Leider kenne ich mich mit der Fructose-Intoleranz nicht aus, nur mit Milch/Milchprodukten. Hast du mal nach speziellen Foren gesucht - zum Beispiel gibt es ein sehr aktives Forum für Lactose-Intoleranz: http://www.libase.de - dort gibt es, soweit ich weiss, auch Unterforen für Leute, die zusätzlich auch noch andere Lebensmittelgruppen meiden müssen.

    das ist angeboren,dass das enzym direkt nach der stillzeit abnimmt...


    hab ich mich als baby falsch ernährt oder was willste mir nun wieder erzählen?


    gibts hier nicht jemanden,der dazu mal stellung nehmen kann?

    ich bin gespannt wie jn herausfindet was die ursache ist - nämlich weshalb dein körper einfach keine laktase mehr produzieren will....


    ein ding der unmöglichkeit in meinen augen.


    snookey , hast schon recht , es ist einfach ein enzymmangel .


    et basta.


    schlecht ist halt dass du auch ne fructoseintoleranz hast.


    denn das ist praktisch überall drin


    lg


    holy

    @Snookey

    > hast du dich mal gefragt, warum ca. 80% der asiaten


    > die laktoseintoleranz haben?


    > sind die deiner meinung nach alle krank oder was?


    Sag mal, du liest meine Beiträge aber schon, oder? ;-)


    Ich schrieb doch oben deutlich, daß die Laktoseintoleranz keine Krankheit ist, sondern ein normaler Mechanismus der Natur. Der Organismus stellt das, was nicht mehr benötigt wird, einfach nicht mehr her. Es ist nunmal von der Natur nicht vorgesehen, daß der Mensch nach der Stillzeit noch Milch konsumiert. Bei den Asiaten ist das lediglich mehr ausgeprägt - vermutlich weil dort in der Vergangenheit wesentlich weniger Milchprodukte konsumiert wurden. Japan bspw. war immerhin knapp 1000 Jahre lang ein veganes Land.

    ich misch mich auch mal ein...

    @jn

    Zitat

    Eine Laktoseintoleranz ist keine Krankheit, sondern ein normales Verhalten unseres Organismus. Die Natur hat es nicht vorgesehen, daß wir nach der Säuglingszeit noch Milch konsumieren - schon gar nicht Milch einer anderen Art. Deshalb wird nach der Säuglingszeit die Produktion des Laktose spaltenden Enzyms Laktase verringert. Allein der ständig Konsum von Milchprodukten hält die Produktion meist aufrecht.

    Zitat

    Der Organismus stellt das, was nicht mehr benötigt wird, einfach nicht mehr her. Es ist nunmal von der Natur nicht vorgesehen, daß der Mensch nach der Stillzeit noch Milch konsumiert. Bei den Asiaten ist das lediglich mehr ausgeprägt - vermutlich weil dort in der Vergangenheit wesentlich weniger Milchprodukte konsumiert wurden. Japan bspw. war immerhin knapp 1000 Jahre lang ein veganes Land.

    ich möchte nur kurz sagen, dass ich deine infos sehr interessant finde! ich esse ja auch grundsätzlich keine milchprodukte (habe aber keine laktoseintoleranz), einfach weil es die natur nicht vorgesehen hat, dass wir die muttermilch anderer tiere trinken, weil milch einen calciummangel hervorruft, verschleimt usw.


    ich habe es allerdings no nie so gesehen, dass es eigentlich NORMAL ist, milch nicht zu vertragen, weil es nicht so vorgesehen ist, und dass eigentlich das milch-vertragen eine abnormalität ist. hast du dazu vielleicht einen büchertipp? hätte gerne ein paar fundierte argumente mehr für die milch-befürworter, die sich um meine knochen sorgen, wenn ich ihnen erzähle, dass ich keine milch trinke ;-)

    @snookey

    Zitat

    warum das offensichtlich ist, dass ich keine fruktose vertrage? weil ich, sobald ich fruktosehaltige lebensmittel gegessen habe, durchfall,bauchschmerzen etc. habe...

    ich dachte auch eine zeitlang ich vertrage keine äpfel, dann stellte sich aber heraus dass es nur die kombination von fabrikzucker und äpfeln war, da die bei vielen leuten beschwerden hervorruft.

    Zitat

    eine erworbene laktose-bzw. fruktoseintoleranz kann NICHT beseitigt werden!

    ich bin sicher kein experte auf diesem gebiet, aber ich kenne einige leute, die ihre laktoseunverträglichkeit mit bioresonanz-therapie ERFOLGREICH beseitigt haben. und auch ich bin eine weizenunverträglichkeit durch bioresonanz losgeworden.

    @tigerin

    was ist die bioresonanz-therapie?


    würd da wohl gern mehr drüber erfahren,wenn das was bringt :-)


    ...wunder mich bloß,warum kein arzt von sowas weiß...hab mittlerweile schon 4 gefragt...

    @jn

    wie erklärst du dann ne fruktoseintoleranz?


    (hab das übrigenz,wie vermutet,der test hats bestätigt)


    ist doch auch ein enzymmangel....

    büchertipp

    ich hab das buch "wenn milchzucker krank macht" von thilo schleip gelesen,dass ist sehr informativ und enthält keine langatmigen,sondern leicht verständliche,kurze textabschnitte...


    also wenn du dich näher informieren möchtest,tigerin,ist das buch sehr gut dazu :o)

    @tigerin

    > ich möchte nur kurz sagen, dass ich deine infos sehr


    > interessant finde!


    Dankeschön! :-)


    > ich habe es allerdings no nie so gesehen, dass es eigentlich


    > NORMAL ist, milch nicht zu vertragen, weil es nicht so


    > vorgesehen ist, und dass eigentlich das milch-vertragen


    > eine abnormalität ist.


    Es ist schon erstaunlich, wie man Dinge als normal ansieht, nur weil man sie schon immer gemacht hat oder weil sie alle machen. Das ist in anderen Lebensbereichen nicht anders, wie ich feststellen mußte... ;-)


    > Hast du dazu vielleicht einen büchertipp?


    Leider habe ich zu dem Thema nicht viel, aber ich denke "Der Murks mit der Milch" von Bruker wäre das passende für dich.


    > hätte gerne ein paar fundierte argumente mehr für die


    > milch-befürworter, die sich um meine knochen sorgen,


    > wenn ich ihnen erzähle, dass ich keine milch trinke


    Da gibt es ja einen ganz offensichtlichen Punkt, der die Kalziumgeschichte widerlegt: Die Osteoporose ist in den Ländern am höchsten, in denen die meiste Milch getrunken wird. Ansonsten kann man noch mit den entsprechenden Studien argumentieren, die zeigen, daß ein erhöhter Milchkonsum zu Kalziumverlusten führt ("Ernährung für eine neues Jahrtausend", John Robbins).

    @Snookey

    > was ist die bioresonanz-therapie?


    Sinngemäß geht sie davon aus, daß Krankheiten mit einem veränderten Schwingungsmuster der Organismus einhergehen und man die Krankheiten durch Umkehrung der Schwingung 'löschen' kann.


    > würd da wohl gern mehr drüber erfahren, wenn das was


    > bringt ...wunder mich bloß, warum kein arzt von sowas weiß...


    Weil die Wirkungsweise - sofern vorhanden - nicht physikalisch sondern 'feinstofflich' ist. In der Schulmedizin gilt so etwas als esoterischer Humbug.


    > wie erklärst du dann ne fruktoseintoleranz?


    Die Schulmedizin kennt eigentlich nur eine hereditäre Fructoseintoleranz, bei der das Enzym Aldolase B nicht produziert wird. Ist die FI tatsächlich ererbt und auf einen Gendefekt zurückzuführen, tritt sie zwangsläufig schon im Säuglingsalter auf und ist nicht heilbar.


    Entwickelt sich die FI aber erst später, dann handelt es sich nicht um eine ererbte, sondern um eine erworbene FI. Sie muß also - wie jede andere erworbene Krankheit - Ursachen haben. Generell basiert die FI auf einer Störung des Fructosestoffwechsels, weil bestimmte Enzyme nicht in ausreichender Menge vorhanden sind oder ihre Funktion nicht wahrnehmen können. Die Enzyme können von unserem Organismus nur dann in ausreichender Menge und richtiger Zusammenstellung produziert werden, wenn er alle dafür nötigen Rohstoffe - primär Aminosäuren- sowie diverse Hilfsstoffe zu Verfügung hat. Fehlen diese, kann es zu einer fehlerhaften Produktion kommen und damit auch zu einer FI.

    snookey:

    Zitat

    ich hab das buch "wenn milchzucker krank macht" von thilo schleip gelesen,

    danke für den tipp. das buch hört sich aber eher nach laktose-ratgeber an, ich meinte ein buch, dass erklärt, wieso die milch an sich ungesund ist. der tipp von jn hört sich gut an, auf dieses buch bin ich gestern auch schon gestossen.


    was die bioresonanz ist hat jn ja scho erklärt, da kannst du ja noch googlen und so findest du auch ev. ärzte in deiner umgebung. kinesiologie ist ähnlich, über das kannst du dich ja auch noch informieren und dann sehen, welches dir mehr zusagt. dass dir die schulmediziner nichts von der bioresonanz erzählt haben verwundert mich nicht. die haben, was ernährung und nahrungsunverträglichkeiten angeht sowieso -sorry- keine ahnung. sie sind auch nicht wirklich daran interessiert dich zu heilen, da du für sie viel rentabler bist wenn sie dir nun lebenslang tabletten verschreiben können.


    ich weiss auch nicht was du für einen allergietest gemacht hast, ich habe mal (bei einem schulmed.....) den igG-test machen lassen, was im nachhinein die total abzocke war und überhaupt nichts gebracht hat (laut diesem test bin ich auf fast ALLES allergisch...). Gegen diesen test gibt es einige gute argumente, allerdings ist das ganze schon eine weile her und ich kann mich jetzt nicht mehr genau erinnern. jedenfalls stellte sich danach heraus (unabhängig von der schulmed.), dass meine beschwerden zum einen von einer weizenintoleranz kamen, die ich wie gesagt behandeln lassen konnte und zum anderen von der kombination fabrikzucker und vollkorn/rohes obst. auf das wären die schulmed. nie gekommen.


    auf jeden fall kann ich dir nur raten, dich bei nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht auf die schulmed. zu verlassen, hier gibt es viele naturärzte und ernährungsberater, die dir besser weiterhelfen können. allerdings bin ich auch der meinung, dass eine ernährungsumstellung angebracht ist. ich denke, die bioresonanz ist mal der erste weg, um die allergie ausleiten zu lassen und um die kräfte in deinem körper etwas zu mobilisieren, danach solltest du aber auf gesunde vollwertkost umstellen damit die unverträglichkeit nicht wieder kommt.


    jn:

    Zitat

    Es ist schon erstaunlich, wie man Dinge als normal ansieht, nur weil man sie schon immer gemacht hat oder weil sie alle machen. Das ist in anderen Lebensbereichen nicht anders, wie ich feststellen mußte...

    ich kenne das auch aus der zeit, in der ich im reformhaus gejobbt habe: da muss man den kunden die zweifel gegenüber den NATÜRLICHEN produkten nehmen, während sie alles andere bedenkenlos essen/verwenden (es gibt doch da auch diesen spruch von bruker). Das ganze fängt schon beim wortschatz an, ich habe mich immer daran gestört, dass die modernen, chemischen Produkte "konventionell" heissen und die natürlichen produkte sind dann die aussenseiter, das neue. dabei ist es doch eigentlich umgekehrt....

    Hallo Snooky,


    JN hat recht eigene Ansichten, auch ich hatte mit ihm schon die eine oder andere Auseinandersetztung (ich hoffe fair;-))


    Ich muss aber JN teilweise auf alle Fälle recht geben. Dass Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten bis hin zur Zöliakie durch eine gestörte Darmflora getriggert sein kann. Dazu gibts auch Studien die dies belegen. Gestörte Darmflora durch falsche Ernährung vor allem aber durch die häufige Gabe von Antibiotika. D.h. Unverträgichkeiten haben eine Ursache, Unverträglichkeiten können vielleicht auch wieder Verschwinden. Wobei das Erwerben einer Unverträglichkeit ist sicherlich einfacher ist wie das wieder loswerden.


    Von Bioresonanz und Kinesiologie halte ich nix. Wenn man alternativ Nahrungsmittelunverträglichkeiten austesten will, einfach probieren!! Kostet nix und die Diagnose ist sehr sicher.