Problem bei Bewältigung der Anorexie

    Hallo Ihr Lieben! *:)


    Aufgrund eines Problems, welches ich zur Zeit habe, habe ich mich neu hier angemeldet und würde euch um ein paar gute Ratschläge oder ein paar beruhigende Worte bitten.


    Ich fange einfach mal von vorn an:


    Seit einem Jahr leide ich an Anorexie, um genau zu sein sogar schon etwas über einem Jahr. Im Frühjahr 2015 beschloss ich etwas abzunehmen und Sport zu treiben, da ich in dieser Zeit etwa 15-20 Kilo Übergewicht hatte. Ich ernährte mich gesünder, trieb jeden Abend etwas Sport und die Kilos gingen weg wie nichts. Gegen Herbst im letzten Jahr ließ ich immer mehr Essen weg und begann eine regelrechte Angst gegen das Zunehmen zu entwickeln. Im März dieses Jahres ließ ich mich nun von meinen Eltern zu einer Therapie überreden, obwohl ich eigentlich nicht wollte und null Einsicht zeigte. Dort nahm ich 5 Kilo zu und hatte so mein medizinisches "Idealgewicht" erreicht, mit dem ich aber überhaupt nicht zufrieden war. Also nahm ich nach der Klinik sofort wieder ab und ging nebenbei zu einer Psychologin (welche ebenfalls von der Klinik festgelegt wurde). Mit dieser Dame kam ich jedoch gar nicht zurecht, also beschloss ich, die Therapie abzubrechen. Nebenbei gingen immer mehr Kilos verloren, bis ich sogar ein niedrigeres Gewicht als zur Einweisung erreicht hatte. Also wies mich meine Hausärztin in ein Krankenhaus ein, zur Gewichtsstabilisierung. Dort nahm ich wieder zu, dann wieder ab und immer so weiter. Vor ca einem Monat jedoch rief mich meine Hausärztin wieder an, da meine Blutwerte anscheinend nicht so toll aussahen und wies mich wieder ins Krankenhaus ein. Dort sagte man mir jedoch, dass meine Blutwerte nicht das größte Problem seien, sondern mein niedriges Gewicht, welches als stabilisierungsnotwendig angesehen wurde. Ich hatte die Abnahme nicht mitbekommen, da ich zu dieser Zeit die Waage verbannt hatte und aufgrund der Körperschemastörung sehr weite Anziehsachen trug. Im Krankenhaus blieb ich eine Woche.


    Als ich nach Hause kam, hatte ich mir vorgenommen etwas zu ändern, um endlich wieder gesund zu werden und nicht mehr so oft ins Krankenhaus zu müssen. Also meldete ich mich in einer Klinik an, die jedoch ziemlich lange Wartezeiten hat, aber einen sehr guten Ruf. Mir wurde gesagt, ich könne gegen Februar-März in die Klinik, was ja aber noch ziemlich lange ist. deswegen beschloss ich zu Hause schon mal den ersten Schritt zu machen, ging wieder zu einer Psychologin (mit welcher ich mich sehr gut verstehe :)z ) und wechselte aufgrund mangelnder Kenntnisse den Hausarzt. Des weiteren begann ich wieder mit Essen, da ich mir vornahm bis zur stationären Aufnahme mein Wunschgewicht erreicht zu haben, um mich dort eher meiner Psyche zuzuwenden.


    So, das alles war jetzt erst mal die Vorgeschichte und nun komme ich mal zu meinem Problem :=o :


    Ich nahm mir vor 5 Kilo zuzunehmen in etwa 5-6 Wochen, klärte dies auch mit meiner Hausärztin und so. Jedoch nahm ich die 5 Kilo sofort in der ersten Woche zu. Ich aß in der Zeit etwa 2000-2200 Kcal was eigentlich mein Gesammtumsatz zum Halten wäre. Meine Mutter meinte das läge am Hungerstoffwechsel und daran, dass mein Körper jetzt erstmal alles schnappt, was ich ihm gebe. Diese schnelle Zunahme machte mir große Angst, jedoch gab ich nicht auf, da ich oft gelesen hatte, dass es vielen so ginge und das Gewicht sich wieder einpendeln würde sobald der Körper merkt: Hungersnot vorbei! Also aß ich brav weiter und tatsächlich hielt mein Körper nach den 5 Kilos an und ich konnte mein Gewicht ohne große Schwankungen zwei Wochen halten. Gestern jedoch habe ich mich wieder gewogen und hatte ein Kilo mehr auf den Rippen, was mir große Angst bereitet. Ich weiß das ein Kilo nicht viel ist, aber ich mache mich deswegen vollends fertig und das Essen klappt auch nicht mehr so gut, da ich nun vor jedem Bissen Angst habe :(v . Meine Mutter meinte, dass mein Körper vielleicht immer noch nicht aus dem Hungermodus raus ist und nur eine kurze Pause machte. Ich habe fürchterlich Angst weiter zuzunehmen und zu Essen, da doch bis jetzt alles so gut klappte :-( .


    Außerdem hatte meine Hausärztin mir vor ein paar Tagen Blut abgenommen und festgestellt, dass, seit dem ich wieder esse, sich meine Blutwerte furchtbar verschlimmert haben, ich seit neustem eine Anämie, einen viel zu hohen Eisenwert, einen zu hohen Natriumwert und noch vieles mehr habe. Mein Blut scheint äußerst dick zu sein, ich trinke jedoch genug, sogar mehr als ausreichend. Außerdem schwitze ich zur Zeit sehr viel, friere jedoch 5 Minuten später schon wieder. Ich weiß einfach nicht was los mit mir ist, und was ich tun soll. Soll ich wieder weniger essen, noch mehr essen, werde ich weiter zunehmen,...


    Ich hoffe ihr könnt mir etwas weiter helfen, ich bin einfach nur am Ende. Danke fürs Lesen,


    Eure Lola :-)

  • 68 Antworten

    Hallo Lola!


    Dein verzweifelter Ruf berührt mich, und ich antworte dir deshalb. Ich bin allerdings keine selbst Betroffene, hoffe jedoch, dass dir meine Antwort trotzdem ein bisschen helfen kann.


    Also, ich lese aus deiner Geschichte heraus, dass dein Organismus durcheinander ist und dein Körper noch ein neues Gleichgewicht sucht.

    Zitat

    Ich habe fürchterlich Angst weiter zuzunehmen und zu Essen, da doch bis jetzt alles so gut klappte :-( .

    Auch wenn ich die Sorge ja einerseits schon verstehe, wäre fürchterliche Angst sicherlich mehr angebracht, wenn du weiter hungern und würdest. Wenn du mit solchen Gefühlen isst, ist das natürlich nicht gut, aber nicht mehr zu essen, wäre schlechter, denn das würde dich in echte Gefahr bringen.

    Vielen lieben Dank für deinen Kommentar Audrey @:)


    Ja, wahrscheinlich hast du recht. Mir ist ja selbst auch bewusst, dass es dadurch nicht besser werden würde :|N


    Es ist halt nur immer so eine riesige Angst da, aber ich weiß, wenn ich wieder weniger esse kommt der Hungerstoffwechsel :-/ Aber diese Angst zuzunehmen...


    Diese blöde Krankheit ist echt zum kotzen ":/

    Lola, ich glaube, kaum jemand heute nimmt gern zu, es sei denn, er ist wirklich zu mager und nicht essgestört. Sonst haben wir fast alle mehr oder weniger diesen Vogel, sehr schlank oder möglichst dünnn sein zu müssen! In den USA sagten doch tatsächlich befragte Teenager, sie würden lieber Krebs haben als dick zu sein! Das muss man sich mal vorstellen!


    Diese Befürchtung kann sich also steigern bis zu einer Besessenheit. Dann steht das Gefühl überhaupt nicht mehr im Bezug zur Realität. Das ist ungefähr so, als würde man sich stündlich und minütlich nur ängstigen, dass man einen Unfall haben könnte und ein Bein verliert! Verstehst du, was ich damit sagen will? Deine Konzentration aufs Gewicht hat einen Grad erreicht, der nicht mehr natürlich ist.


    Du hast schon einiges an Therapie hinter dir, aber solange es allein nicht klappt, kommst du vielleicht nicht umhin, dir wieder therapeutische Hilfe zu holen. Was meinst du?

    Ich gehe ja noch zur Therapie! Einmal pro Woche, ab Januar sogar zweimal. Eher ging es leider nicht, da erst das neue Quartal beginnen muss.


    Mir hat mal eine Frau erzählt, dass das Wichtigste jetzt erst mal ist, durchzuhalten, sonst würde ich es später arg bereuen :-/ . Natürlich hat sie recht, aber dieser Spruch holt mich immer wieder aus den Tiefs heraus. :)^


    Das mit den Kindern aus Amerika ist ja krass! Diese Kidis wissen ja gar nicht was sie sagen :|N . Das ist wirklich furchtbar.


    Danke für deine lieben Antworten @:)

    Ich kann dir leider keinen guten Rat geben, da ich selbst mittendrin bin, aber möchte dir sagen, dass ich gerne zuhöre und ein offenes Ohr bereithalte, wenn du dich einfach mal (sorry, mir fiel kein anderer Begriff ein) auskotzen willst :)*

    Hallo Lola,


    ich habe gerade deinen Post gesehen und möchte dir als erstes sagen, dass ich den größten Respekt vor deinem bisherigen Weg habe! Ich bin selbst ehemalige Betroffene, hatte ca. 3 Jahre Anorexie und 2 Jahre danach eine Mischform mit Bulimie.


    Die beiden wichtigsten Aspekte um den Weg des "Gesund werdens" erfolgreich zu bestreiten, hast du ja glücklicherweise: Krankheitseinsicht und Therapie! :)=


    Es ist unheimlich wichtig und auch gut, dass du eine Therapeutin hast, mit der du dich verstehst und der du vertrauen kannst.


    Genauso gut ist es, dass du trotz baldigem Klinikaufenthalt schon selbst den richtigen Weg eingeschlagen hast und wieder isst. Das schaffen ganz viele nicht, deshalb machst du das wirklich richtig gut! :)^


    Im Hinblick auf deine Ängste und Sorgen kann ich dich sehr gut verstehen, weil es bei mir wirklich ganz exakt so war! Ich habe wieder angefangen zu essen (ausgewogen und natürlich ziemlich kontrolliert, weil man diese Kontrolle einfach nicht von einem auf den anderen Tag ablegen kann), war auch bei ca. 2200 Kalorien am Tag und wollte pro Woche ca. 700g zunehmen. Was ist nach der ersten Woche passiert? Richtig, ich hatte 3 Kilo mehr drauf und nach der 2. Woche nochmal 2 Kilo. Ich bin völlig panisch geworden, habe alle guten Vorsätze über Bord geworfen und wieder angefangen zu hungern.


    Nach ein paar Monaten habe ich nochmal einen Versuch gewagt: Gleicher Versuch, gleiches Ergebnis: 5 Kilo in 2 Wochen. Ich war verzweifelt, habe mich als Hefekloß enden sehen. In der Zeit hat mir meine Therapeutin sehr geholfen. Ich habe geschrien, getobt, geweint, hatte Angst, habe an allem gezweifelt - und trotzdem dieses Mal weitergemacht. Und genau das musst du jetzt auch, so furchtbar sich das auch anhören mag..


    ich kann dich so gut verstehen, mich haben nach der Zunahme damals selbst 300g (also im Grunde genommen eine völlig normale Schwankung von Tag zu Tag) völlig fertig gemacht.


    Vielleicht machen dir meine Erfahrungen auf meinem weiteren Weg etwas Mut: ich habe weiter eisern die 2200 Kalorien gegessen, obwohl ich nicht wollte. Ich habe nochmal 3 Kilo innerhalb kurzer Zeit zugenommen - und waren da plötzlich wieder 2 Kilo weg. Ich habe mich gewundert, habe weiter gegessen und plötzlich waren nochmal 2 Kilo weg - obwohl ich so gegessen hatte wie immer. Ich musste die Kalorien auf 2500 und zeitweise sogar auf 3000 (OHNE Sport!) steigern, um halbwegs zuzunehmen. Also ich mein Wunschgewicht (Normalgewicht) erreicht hatte, habe ich zwischen 2000-2300 Kalorien am Tag ohne Sport gegessen und halte mein Gewicht.


    Der Körper ist nach einer solchen Hungerzeit immer darauf bedacht, möglichst schnell und viel für weitere "Notzeiten" zu bunkern. Ich hatte damals das Gefühl, dass mein Körper irgendwann gemerkt hat, dass er jetzt jeden Tag genug bekommt und sich nicht an jedem Essen festkrallen muss. Das klingt vielleicht merkwürdig, mir hat es damals aber geholfen. Ich habe damals auch bei 30 Grad gefroren, dann 5 Minuten später ist mir der Schweiß gelaufen, dann war es mir heiß und kalt gleichzeitig etc. Das ist leider "normal", weil dein Körper völlig durcheinander ist. Bei mir ist beispielsweise meine Periode ausgeblieben und jetzt, 2 Jahre nachdem ich stabil mein Normalgewicht halte, kommt sie langsam wieder regelmäßiger..


    Mein wichtigster Rat: GIB BITTE NICHT AUF!! Stell dich darauf ein, dass der Weg aus dieser Krankheit unheimlich schwer und mit einigen Tränen verbunden ist. Du darfst zweifeln, fluchen, weinen, schreien usw. Aber du darfst bitte auf keinen Fall aufgeben, weniger essen und wieder zurück in die Krankheit gehen! Du bist auf einem sooooo guten Weg in ein besseres Leben, glaub mir! :)z


    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen Mut machen. Wenn du irgendwelche Fragen hast oder du einfach mal jemanden brauchst der dasselbe auch schon mitgemacht hat, dann melde dich hier!! :)z

    @ BunterHund88

    Dein Beitrag ist der beste, den ich jemals auf med1 gelesen habe :)^ . Obwohl ich persönlich nichts mit Anorexie zu tun habe, so kenne ich einige die seit Jahren darunter leiden. Das Du das für dich geschafft hast und deine Erfahrungen hierzu mitteilst, Hut ab @:) .

    @ LolaBrausepulver232

    Zitat

    Die beiden wichtigsten Aspekte um den Weg des "Gesund werdens" erfolgreich zu bestreiten, hast du ja glücklicherweise: Krankheitseinsicht und Therapie! :)=

    Diesen Satz von BunterHund kann ich unterstreichen. Ich finde auch, Du bist auf dem richtigen Weg. Für dich eine :)_ und noch ein paar :)_ :)_ :)_ mehr für die, die noch keine erhalten haben. Alles Gute @:)

    Erstmal an alle hier: Vielen, vielen Dank für eure aufmunternden Worte und ganzen Mutmachern! :)_


    Es tut sehr gut sich mal mit Menschen austauschen zu können, denen es genauso geht, bzw. ging. Außerdem freue ich mich ganz besonders über deinen Kommentar BunterHund88. Dir ging es ja genauso wie mir jetzt! Ich freue mich sehr für dich, dass du es aus dieser Krankheit heraus geschafft hast und ich hoffe mir wird es auch bald so gehen :-) .


    Ihr macht mir alle großen Mut weiter durchzuhalten und dafür danke ich euch von ganzem Herzen.


    LG Lola @:)

    @ Fizzlypuzzly:

    Oh, vielen Dank für deine Worte! x:) Ich hoffe immer dass das, was ich schreibe, nicht falsch ankommt, sondern weiterhilft..

    @ Lola:

    Du bist auf einem guten Weg, darauf kannst du vertrauen :-) Wie gesagt, du kannst hier immer reinschreiben wenn auch nur die leisesten Zweifel in dir aufkommen und du dich fragst ob das, wofür du gerade so sehr kämpfst, das alles überhaupt wert ist. Hier wirst hier gelesen und vielleicht können wir hier es schaffen, dich in solchen Momenten wenigstens ein ganz kleines bisschen aufzufangen :)z


    Du schaffst das! :)^

    Es tut so gut das zu lesen, vielen Dank. :)_


    Ihr habt ich jetzt die letzten Tage schon gut aufgemuntert, sodass ich trotz aller Zweifel weitergegessen habe. Ich bin stolz auf mich und danke euch für die lieben Worte @:)


    LG!

    Ich hätte mal ein paar Fragen an alle Betroffenen bzw. Ex-Betroffenen der Krankheit:


    Also, ähm das Erste wäre, ob ihr auch immer solche Blähungen habt, hattet und große Bauchschmerzen. Das ist bei mir ganz immens, außerdem sehe ich nach dem Essen aus, wie im 5. Monat schwanger ":/ .


    Das Zweite wäre an alle "Geheilten": Könnt ihr jetzt eigentlich essen ohne schlechte Gedanken und Selbstvorwürfe oder bleibt da immer so ein klitzekleiner Rest über? Und wie ist das eigentlich bei euch mit dem Kalorienzählen? Macht ihr das, oder hört ihr auf euer Hunger-Satt-Gefühl?


    Ich bin mal ehrlich, ich zähle nie Kalorien. Ich höre immer auf meinen Hunger, aber auch gleichzeitig auf meinen Verstand, der halt zB. 12 Uhr Mittags sagt, "Lola, du musst jetzt wenigstens mal was kleines essen" auch wenn ich mal nicht so viel Hunger habe...


    Das Letzte wäre so, macht ihr eigentlich Sport? Oder eher ungern?


    So Fragestunde ist von meiner Seite aus erstmal beendet ;-D


    LG!

    Hallo Lola *:)


    Zu deiner ersten Frage: Ja, die hatte ich - und wie ;-) Egal wann ich was und wieviel gegessen hatte, selbst bei einem Apfel kamen fürchterliche Blähungen und Krämpfe. Das war schwer auszuhalten und hat sich auch über 6 Monate gehalten, weil mein Körper mit so viel und regelmäßiger Nahrung nichts mehr anfangen konnte. Wie Schwanger sah ich auch am Anfang aus (durch meine verzerrte Wahrnehmung dann aber nochmals verstärkt) - das lag erstens daran, dass mein Körper die Nahrung wie gesagt kaum verarbeiten konnte, zweitens hatte ich durch die Anorexie eine Laktoseintoleranz entwickelt und drittens sah der Bauch im Verhältnis zu meinem restlichen mageren Körper völlig überdimensioniert aus..


    Deine zweite Frage: Ich bin der Meinung, dass immer ein gaaaaaaanz kleiner Rest übrig bleiben wird, wie auch immer das aussehen mag. Ich zum Beispiel esse zwar 95% völlig ohne schlechtes Gewissen (momentan auch Plätzchen etc.), allerdings ekelt mich Eis einfach nur noch an - wobei das eher mit der Zeit zusammenhängt, als ich gleichzeitig Bulimie hatte. Sowas wie Schnitzel mit Pommes esse ich zwar auch, das aber sehr ungern und auch sehr selten ;-) Hat dann aber nichts mit Selbstvorwürfen zu tun, ich mags nur einfach nicht mehr (die Pizza dagegen schon :-D).


    Was bei mir definitiv geblieben ist, ist das Überschlagen der Kalorien im Kopf. Nicht genau zählen, schon gar nicht irgendwas abwiegen - aber halt überschlagen. Trotzdem höre ich auf mein Hunger-Satt Gefühl, welches sich aber auch erst nach ganz langer Zeit wieder richtig eingestellt hatte.


    Du musst bei dir halt schauen ob es klug ist, auf deinen Hunger zu hören. Meine Therapeutin hat immer so zu mir gesagt: "Essen Sie so, dass Sie kein gewicht verlieren - alles andere ist erst einmal sekundär". Wenn du mit deiner "Methode", nämlich keine Kalorien zu zählen und gleichzeitig auf Hunger und Verstand zu hören, nicht abnimmst (und im besten Fall etwas zunimmst), ist es richtig. Wenn nicht, darfst du nicht auf dein gestörtes Hungergefühl hören, sondern nur nach Verstand essen. Halte dir immer wieder vor Augen, dass dein Hungergefühl aktuell nicht normal funktioniert..


    Zu drittens: Ist bei mir sehr abhängig vom Stress den ich habe. Normalerweise gehe ich 3x pro Woche ins Fitnessstudio. Jetzt war ich allerdings seit 5 Wochen gar nicht, weil ich so viel Unikram zu erledigen habe. Was ich seit meiner Anorexie überhaupt NICHT mehr mache, ist Ausdauersport..


    LG :-)