• Problem bei Bewältigung der Anorexie

    Hallo Ihr Lieben! *:) Aufgrund eines Problems, welches ich zur Zeit habe, habe ich mich neu hier angemeldet und würde euch um ein paar gute Ratschläge oder ein paar beruhigende Worte bitten. Ich fange einfach mal von vorn an: Seit einem Jahr leide ich an Anorexie, um genau zu sein sogar schon etwas über einem Jahr. Im Frühjahr 2015 beschloss ich etwas…
  • 69 Antworten

    Vielen Dank für deine Antwort BunterHund88! @:)


    Ich war ja schon einmal in der Klinik und dort hatte ich einen Essensplan. Der hatte so ungefähr 2200-2500 kcal pro Tag und war für jeden persönlich angefertigt. mit dem habe ich mein Gewicht immer gehalten. Zur Zeit esse ich zwar nicht exakt danach, aber ich vergleiche es immer so ungefähr was wie viel ist. Was denkst du dazu? Findest du das geht auch?


    Zum Sport: Ich würde ja gerne so ca. zwei Mal die Woche schwimmen gehen, aber da fehlt oft die Zeit und der "Mitgeher", denn alleine macht es mir nicht so richtig Freude.. :-/ . Ich war auch schon mal tanzen, aber das ging vollends in die Hose, da wir dort alle (ca. 15 Mädels) vor einem riesigen Spiegel tanzen mussten und ich mich ständig anschauen musste und fast durchgedreht bin dabei. Außerdem habe ich mich immer mit den anderen verglichen. :|N


    Wie ist das eigentlich jetzt bei dir? Also vergleichst du dich immer noch häufig oder bist neidisch auf andere?


    Puuh so viele Fragen, aber es tut gut mal mit jemand "Gleichgesinnten" zu sprechen :)z


    LG!

    Hallo Lola :-)


    Ich kann dir wie gesagt immer nur aus meinen Erfahrungen berichten. Was mir geholfen hat oder bei mir so ist, muss nicht für andere gelten. Zu deiner ersten Frage: Du musst dich fragen, wie ehrlich du dabei zu dir selbst bist. Wenn du schreibst, dass du immer "ungefähr" vergleichst, was wie viel ist - isst du denn dann doch so viel wie es auf dem Plan steht (nur eben ein anderes Lebensmittel beispielsweise) oder isst du bewusst weniger? Wenn es das zweite ist, ist es nicht der richtige Weg für dich.


    Ich sage immer wieder, dass Menschen mit Essstörungen "Meister im Täuschen" sind - sowohl sich selbst als auch andere. Was denkst du, wenn du ganz tief in dich reinhörst? Und: Was passiert mit dir wenn dir jemand sagen würde, dass du nicht nur ungefähr vergleichen sollst, sondern dich exakt an den Plan halten solltest?


    Zum Sport: Sport im Untergewicht ist immer sehr grenzwertig und schwimmen verbraucht viel Energie, bedenke das auch. Das mit den Spiegeln und den ständigen Vergleichen kann ich nur zu gut verstehen, es ging mir exakt genauso.


    Aber nein, mittlerweile vergleiche ich mich wirklich überhaupt nicht mehr und bin schon gar nicht mehr neidisch auf irgendwelche Frauen die vllt dünner sind auf mich. Wenn ich jemanden treffe der mager und kränklich aussieht, habe ich mittlerweile nur noch Mitleid :-(


    Neidisch bin ich höchstens Mal auf die tollen Haare einer Frau, aber andere Vergleiche kommen wirklich gar nicht mehr vor. Wahrscheinlich liegt das aber auch daran, dass ich mittlerweile bei mir selbst "angekommen" bin (nach viiiielen Jahren Therapie) und zufrieden mit mir und meinem Körper bin :)z


    Die vielen Fragen sind kein Problem, frag ruhig wenn du etwas wissen willst ;-)

    Anorexie ist nicht der richtige Ausdruck für eine Magersucht....Anorexia Nervosa!!!!bezeichnet die Magersucht....

    Aber jeder weiß, was gemeint ist, gell? ;-)

    Zitat

    Ich sage immer wieder, dass Menschen mit Essstörungen "Meister im Täuschen" sind - sowohl sich selbst als auch andere.

    Das gilt auch für Menschen mit anderem Suchtverhalten häufig!

    Hallo! :)_


    Tut mir sehr leid, dass ich so lange nicht schreiben konnte, aber meine letzten Tage waren einfach sehr stressig :-/


    Naja, egal..


    Zur Zeit schwirrt mir eine Frage im Kopf herum und ich habe mich entschieden sie euch mal zu erzählen. Ich denke nämlich seit neustem häufig an die sogenannte Set-Point Theorie. Habt ihr davon schonmal gehört? Ich erzähle euch jetzt einfach mal etwas:


    Also wie ich am Anfang schon geschrieben habe, war ich Anfang des Jahres in einer Klinik. Dort musste ich fünf Kilo zunehmen, wofür ich sechs Wochen brauchte. Es war jedoch in einer Woche so, dass ich gar nicht zugenommen habe. In dieser Woche musste ich DREI Essensplanerhöhungen bekommen, damit ich wieder zunahm, mein Gewicht blieb konstant auf dieser einen Zahl.


    Dann, zwei Monate vor der Klinik, war ich schonmal auf diesem Gewicht und habe es auch dort konstant gehalten, zu dieser Zeit wollte ich ja eigentlich abnehmen.


    So, und nun bin ich hier angelangt, fast ein Jahr später, und schon wieder auf diesem Gewicht. Mein Wunschgewicht ist lustigerweiße genau ein Kilo darunter, aber es ist für mich sehr schwer dieses zu halten, da ich fast immer wieder ein Kilo hochgehe. egal ob ich wenig esse, viel esse,...


    Meint ihr das ist mein Set-Point? Oder glaubt ihr nicht daran? Vielleicht sind das auch alles nur Hirngespenster, ich weiß es halt nicht.. ":/


    Naja, auf jeden Fall freue ich mich über Antworten jeglicher Art ;-D


    LG! *:)

    Ich denke, das kommt auch drauf an, was es für ein Gewicht (bei welcher Größe) bzw. welcher BMI es ist. Wenn das Gewicht immer noch im Untergewicht ist, wird es wohl kaum dein Idealgewicht sein ;-)

    Ich habe hier von Anfang an mitgelesen, aber die Beiträge von BunterHund kann ich nur unterschreiben!


    Sowohl die rasche Gewichtszunahme am Anfang (und ja, das geht dann auch mal wieder runter oder stagniert Ewigkeiten), als auch die körperlichen Völlegefühle. Das ist normal, wir hatten das in der Klinik alle.


    Ich muss dazu gar nichts mehr schreiben! :)z


    Zu dieser Set-Point-Theorie: Ich kenne sie. Ich konnte mir das nie vorstellen, aber ich habe ziemlich rasant bis zu einem gewissen Gewicht zugenommen und dann gehalten. Es war unglaublich schwer, da drüber, als auch darunter zu kommen, also egal in welche Richtung. Ob es das wirklich gibt, keine Ahnung, aber das war einfach das Gewicht, ab dem ich aufgehört hatte, zuzunehmen, trotz großer Essensmengen und dem Essensplan aus der Klinik. Natürlich hält man das nicht ewig, wenn man weiterhin über seinem Tagesumsatz isst, aber eine gewisse Weile hielt das schon an. Ich konnte das Gewicht dann auch eine ganze Weile halten, während ich normal weiter gegessen habe. Also dann nicht mehr Fresubin, und erhöhte Essensmengen, damit ich weiter zunehme.


    Das war bei mir übrigens unterste Grenze Normalgewicht, also BMI knapp 19.


    Ganz viele liebe Grüße und viel Kraft :)*

    Vielen Danke für all die schnellen Antworten! @:)


    Ja, das Gewicht liegt im Normalbereich (ich habe gerade mal BMI gegoogelt).


    Und wegen diesem Zunehmen: Ja, ich denke auch das es den Set-Point gibt. Ich meine, man sieht ja auch ob man das Gewicht nun hält oder nicht. ich glaube, am einfachsten wäre es den Körper einfach machen zu lassen, aber ich habe so eine RIESIGE Angst davor, es ist unfassbar. Sogar diese eine Kilo bringt mich schon völlig aus der Bahn. Aber wenn ich endlich ohne Gedanken essen könnte, würde mich auch dieses Kilo nicht stören.. :-/

    Ich erkläre mir das immer so, dass das Gewicht eben um diesen Set-Point herum schwankt:


    Man wiegt schnell mal nach einem Festessen kurzzeitig mehr, aber genau so schnell geht das Gewicht ja auch wieder runter, obwohl man nicht wirklich versucht abzunehmen. Bei meiner Mutter ist das so. Die futtert an Festtagen auch mal gerne so richtig ordentlich, wiegt dann 3kg mehr und isst danach wieder weiter wie davor und dann sind die relativ zeitnah auch wieder weg.


    Ich glaube auch, dass dieses ständige Getanze um die Waage echt problematisch ist. Wenn ich meine Tage kriege, dann wiege ich auch plötzlich bis zu 3kg mehr, allgemein gibt es diese Gewichtsschwankungen von ein paar Kilo, aber im Durchschnitt wiegt man halt ungefähr dieses eine Gewicht, was ich jetzt mal Set-Point nennen würde.


    Genau aus dem Grund soll man sich eigentlich nicht täglich wiegen, aber das klingt in der Theorie halt so einfach, was es in der Praxis einfach nicht ist.

    Hm, das "Getanze" um die Waage hat zwei Aspekte, aus meiner Sicht.


    Zum einen das was du sagst: Panik, wenn das Gewicht hochgeht und absoluter Krampf, um wieder die in Sicherheit wiegende Zahl zu sehen.


    Zum anderen aber der Aspekt, dass man sich auch selbst beschupsen kann, in dem man sich erzählt, dass man jetzt mal ein paar Tage das Gewicht nicht anschaut: wird schon wieder von selbst runtergehen. Und weiterfuttert. :=o


    Meiner Ansicht nach gibt es einfach nichts, was für alle passt.

    Klar! Ich bezog das jetzt speziell auf Magersucht.


    Wobei ich der Meinung bin, dass auch da das Gewicht kontrolliert werden muss, nur nicht täglich. Grad, wenn man im UG ist, aber auch danach.


    Ich will niemandem Angst machen, aber gerade, wenn man das Essverhalten und die Körpersignale nicht wieder erlernt, läuft man in Gefahr ins Gegenteilige zu rutschen. Deshalb finde ich dieses "Iss worauf du Lust hast, dein Körper braucht das alles" ziemlich gefährlich. Ja, zunehmen ist Priorität, aber bitte gesund, um wieder ein Maß zu lernen. Sonst kanns halt wirklich schiefgehen im Sinne von Binge eating oder Bulimie, weil man immer noch nicht lernt, auf satt und hungrig zu hören. Deshalb finde ich es falsch, dem Heißhunger immer nachzugeben. Süßigkeiten, von mir aus, die gehören halt zum Leben und Genuß, aber nicht in rauen Mengen, "weil die ja so toll viele Kalorien haben".


    Es geht um viel viel mehr als Zunehmen und das kapieren viele einfach nicht.

    Das sehe ich auch so, obwohl ich mit Magersucht noch nichts zu tun hatte. Eine gewisse Kontrolle, resultierend aus der Überlegung: Was ist für mich gesund? und sich daran zu halten, ist heutzutage unabdingbar, gerade weil der Figur und dem Gewicht eine so überdimensionierte Bedeutung zugemessen wird.

    Hallo!


    Ich habe mal schnell eine Frage an euch: Heute Nachmittag stand ich die ganze Zeit mit meiner Schwägerin in der Küche, weil wir eine Torte und Muffins für ihren Geburtstag gebacken haben. Danach habe ich noch mit meinem Bruder ihr neues Wohnzimmer gestrichen und stand halt somit von heute Mittag bis jetzt. Während des Backens heute Nachmittag habe ich halt dann auch etwas genascht dabei, das heißt, ich habe einen Muffin und ein kleines Schälchen Nougatsahne gegessen, was auch echt lecker war, aber jetzt habe ich total dicke Beine. Ich bilde mir das auch nicht nur ein, sie schmerzen sogar. Mein erster Gedanke war natürlich sofort die Anorexie, und ich dachte mir, oh nein, nur weil ich heute mal was süßes gegessen habe, habe ich sofort zugenommen! Aber das kann eigentlich nicht sein oder? Aber was ist das dann? ":/


    Ich hoffe ihr könnt mir helfen! ???


    LG!

    Hast du wirklich dickere Beine oder glaubst du es nur?


    Wenn wirklich, dann tippe ich evtl. auf Wassereinlagerungen. Ist aber nicht unnormal, sondern passiert schon, wenn man aus der Magersucht heraus zunimmt.

    Nein ich denke das wirklich nicht nur!


    Meine Mutter meinte gerade, dass es auch normal sein kann nach einem langen Tag nur stehen abends dickere Beine zu haben. Sie meinte auch, weil sich das Wasser dann ablagert in den Beinen, aber das das Morgen schon wieder weg sein wird. Ich hoffe sie hat recht.. :-/